
Rekordstrafe gegen IndiGo nach operativem Zusammenbruch
Die indische Zivilluftfahrtbehörde Directorate General of Civil Aviation (DGCA) hat eine Strafe gegen IndiGo verhängt. Nach einem massiven operativen Stillstand im Dezember 2025 wurde die Fluggesellschaft am 17. Januar 2026 zur Zahlung von 220 Millionen Rupien (ca. 2,6 Millionen US-Dollar) verpflichtet. Darüber hinaus ordnete die Behörde die Einrichtung eines Treuhandfonds in Höhe von 500 Millionen Rupien (ca. 6 Millionen US-Dollar) an, der als Absicherung für systemische Reformen dienen soll. Die Sanktionen sind die Reaktion auf den Ausfall von über 1.500 Flügen innerhalb weniger Tage, von dem mehr als 300.000 Passagiere betroffen waren. Neben den finanziellen Bußen hat die DGCA personelle Konsequenzen erzwungen: Mehrere hochrangige Manager wurden verwarnt, und der für das Operations Control Center verantwortliche Senior Vice President muss seinen Posten räumen. Der Vorfall unterstreicht die wachsende regulatorische Strenge im indischen Luftverkehrssektor, die darauf abzielt, die Stabilität des nationalen Flugnetzes auch bei aggressivem Wachstum der Anbieter zu gewährleisten. Hintergrund des operativen Zusammenbruchs im Winter 2025 Die Krise bei IndiGo begann in der ersten Dezemberwoche 2025, als eine Kaskade von Flugstreichungen das gesamte Inlandsnetz der Airline erschütterte. Die DGCA-Untersuchung ergab, dass die Hauptursache in einer mangelhaften Anpassung der Flugpläne an die neuen Dienstzeitbeschränkungen für Besatzungen (Flight Duty Time Limitations – FDTL) lag. Diese strengeren Regeln waren eingeführt worden, um die Sicherheit im Cockpit durch längere Ruhezeiten zu erhöhen. IndiGo versäumte es jedoch, diese regulatorischen Änderungen rechtzeitig in ihre komplexe Umlaufplanung zu integrieren. In der Folge blieben Flugzeuge am Boden, da nicht genügend ausgeruhte Besatzungen zur Verfügung standen, um die ambitionierten Winterflugpläne








