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Fiji Airways: Gericht verurteilt charternde Parteien zur Zahlung ausstehender Gebühren nach Israel-Rückholaktion

Die staatliche Fluggesellschaft Fiji Airways ist einem bedeutenden finanziellen Anspruch einen Schritt nähergekommen. Das High Court in Suva, Fidschi, hat die Verteidigungsvorbringen von drei der beklagten Parteien in einem Rechtsstreit um ausstehende Chartergebühren in Höhe von 3,16 Millionen Fidschi-Dollar (etwa 1,4 Millionen US-Dollar) abgewiesen. Die Klage von Fiji Airways bezieht sich auf die Kosten einer Notfall-Rückholaktion für fidschianische Pilger aus Israel im Oktober 2023, nachdem dort kriegerische Auseinandersetzungen ausgebrochen waren. Der amtierende Richter Liyanage Kashyapa Wickramasekara verfügte am 17. Oktober die Streichung der Einreichungen von wabs Pacific pte ltd, Kane Holding pte ltd und Michael Martin Enele Sturtin Mausio. Die Gerichtsentscheidung basiert auf der wiederholten Missachtung von Gerichtsanordnungen und der Nichterfüllung prozessualer Pflichten durch die Beklagten seit Beginn des Verfahrens im März. Das Gericht wertete das Verhalten der Beklagten, insbesondere den mehrfachen Anwaltswechsel kurz vor Verhandlungsterminen, als offensichtliche Verzögerungstaktik. Der Hintergrund: Notfall-Repatriierung aus einer Konfliktzone Der Rechtsstreit hat seinen Ursprung in einer im September/Oktober 2023 durchgeführten Charterreise, die 255 fidschianische Pilger nach Israel transportierte. Die Situation spitzte sich dramatisch zu, als am 7. Oktober 2023 in Israel Krieg ausbrach und die Pilgergruppe dringend repatrieriert werden musste. Fiji Airways führte die Rückholaktion durch und stellte den charternden Parteien anschließend die Kosten in Höhe von FJD 3.163.013,70, zuzüglich Zinsen und Prozesskosten, in Rechnung. Da die Zahlung ausblieb, sah sich die Fluggesellschaft gezwungen, im März das Gerichtsverfahren einzuleiten und beantragte später ein summarisches Urteil, um eine schnelle Entscheidung zu erwirken. Der Fall beleuchtet die immensen logistischen und finanziellen Risiken, die mit Notfalleinsätzen in

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Norwegian Group fokussiert auf Flottenbesitz und hält Tür für größeres B737-Max-10-Modell offen

Die Norwegian Group, Muttergesellschaft von Flugbetrieben wie Norwegian Air Shuttle und Widerøe, steuert ihre Flottenstrategie mit dem Ziel, die Eigentümerquote ihrer Flugzeuge deutlich zu erhöhen und gleichzeitig die langfristige Flottenplanung flexibel zu gestalten. Trotz der jüngsten Entscheidung, 30 zusätzliche Boeing 737 Max 8 zu bestellen, bekräftigte CEO Geir Karlsen das Interesse der Gruppe am größeren Modell B737-10. Die Bevorzugung der Max 8 in der aktuellen Bestellung sei primär den anhaltenden Zertifizierungsverzögerungen der Max 10 geschuldet. Die Strategie sieht vor, langfristig ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen eigenen und geleasten Flugzeugen von etwa 50:50 anzustreben. Dies soll die Abhängigkeit von teuren Leasingverträgen reduzieren, die in einem Umfeld steigender Finanzierungskosten zunehmend unattraktiv werden. Karlsen bestätigte bei der Präsentation der Quartalsergebnisse, dass die Gruppe bereit sei, weitere Sale-and-Leaseback-Transaktionen durchzuführen, jedoch nur, wenn die Marktpreise für Leasinggeschäfte attraktiver werden. „Im Moment ist der Preis zu hoch“, kommentierte er die aktuelle Marktlage. Strategische Flottenerweiterung und -erneuerung Die Norwegian Group hat ihre Gesamtbestellung für die Boeing 737 Max 8 auf 80 fest bestellte Einheiten erhöht, deren Auslieferung bis zum Jahr 2031 gestaffelt ist. Die Fluggesellschaft hat Anpassungen am Lieferplan vorgenommen, um diesen besser an den geplanten moderaten Wachstumspfad sowie an die Rückgabefristen auslaufender Leasingverträge für Teile der Bestandsflotte anzupassen. Die ersten 25 Flugzeuge sollen etwa zur Hälfte im Besitz der Norwegian Group sein. Der Fokus der Flottenstrategie liegt klar auf der Erneuerung der Flotte und nicht auf aggressivem Wachstum. CEO Karlsen kündigte an, dass das Wachstum in den kommenden Jahren bei moderaten vier bis fünf Prozent liegen werde.

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Gerichtsstreit um Digitale Dienstleistungssteuer: Sabre verklagt British Airways in Texas

Die langjährige Geschäftspartnerschaft zwischen der amerikanischen Reistechnologie-Firma Sabre Corporation und der britischen Fluggesellschaft British Airways (ba) steht im Zentrum eines komplexen Rechtsstreits in den Vereinigten Staaten. Sabre hat beim US Northern District Court of Texas Klage eingereicht, da die Fluggesellschaft sich weigere, die vom Technologiekonzern entrichtete britische Digital Services Tax (dst) zu erstatten. Der Streitwert beläuft sich auf 453.863 US-Dollar, die Sabre im Jahr 2024 auf Einnahmen aus der Zusammenarbeit mit British Airways entrichtet hat. Im Kern geht es um die Auslegung eines Dienstleistungsvertrages aus dem Jahr 1991, der die Kostenerstattung für Steuern regelt. Die Klage legt offen, dass tiefgreifende Differenzen über die Natur der neuen Digitalsteuer bestehen und welche Partei die finanzielle Last tragen muss. British Airways hat sich zu dem laufenden Rechtsstreit nicht geäußert. Dieser Konflikt beleuchtet die wachsenden Spannungen zwischen Technologieanbietern und traditionellen Unternehmen angesichts der Einführung neuer digitaler Besteuerungsmodelle weltweit. Das britische Steuersystem hat die dst 2020 eingeführt, um sicherzustellen, dass große digitale Unternehmen, die ihren Wert aus der Nutzung durch britische Anwender ziehen, einen angemessenen Beitrag leisten. Die Klage, die als „widerwillig“ von Sabre eingereicht wurde, nachdem monatelange Verhandlungen gescheitert waren, könnte einen wichtigen Präzedenzfall für die Kostenzuordnung digitaler Steuern in globalen Wirtschaftspartnerschaften schaffen. Der Kern des Streits: Die Auslegung eines Jahrzehnte alten Vertrages Der Dreh- und Angelpunkt der juristischen Auseinandersetzung ist der Dienstleistungsvertrag, den Sabre und British Airways bereits im Jahr 1991 geschlossen haben. Dieser Vertrag regelt die Nutzung von Sabres globalem Vertriebssystem (global distribution system, gds) für die Buchung und den Verkauf von

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Luftwaffe trainiert erstmals strategische Evakuierung mit modifizierter Airbus A321LR-Flotte

Die deutsche Luftwaffe hat einen signifikanten Meilenstein im Ausbau ihrer Fähigkeiten zur strategischen Patientenversorgung und -evakuierung erreicht. Im Rahmen der multinationalen NATO-Übung „Resilient Care“ kamen die von Lufthansa Technik modifizierten Airbus A321LR-Flugzeuge erstmals in ihrer spezialisierten MedEvac-Rolle (Medical Evacuation) zum Einsatz. Die Übung, die gemeinsam mit den nordischen NATO-Partnern Schweden, Norwegen und den Niederlanden stattfand, diente als realitätsnahes Training für die Evakuierung und umfassende medizinische Versorgung von Personen aus einem fiktiven Konfliktszenario. Die Premiere des A321LR als fliegende Intensivstation markiert einen entscheidenden Fortschritt für die Bundeswehr im Bereich der Aeromedical Evacuation. Ziel der multinationalen Übung war es, bei der Landes- und Bündnisverteidigung die Abläufe zur Bewältigung eines hohen Patientenaufkommens an der Nordflanke der NATO zu trainieren. Dies umfasste das gesamte Spektrum von der Erstversorgung über die medizinische Behandlung bis hin zur Weiterverlegung in aufnehmende Länder. Michael von Puttkamer, Vice President Special Aircraft Services bei Lufthansa Technik, hob die strategische Bedeutung hervor: „Die Fähigkeit zur medizinischen Evakuierung auf dem Luftweg ist von hoher strategischer Relevanz, gerade in diesen herausfordernden Zeiten geopolitischer Unsicherheit.“ Die Modifikation der Flugzeuge 15+10 und 15+11 bietet der Bundeswehr ein hochmodernes, vielseitiges und reichweitenstarkes Instrument zur Bewältigung dieser komplexen Aufgaben. Der A321LR als strategisches Werkzeug für den Patiententransport Die umfangreiche Modifikation der beiden Airbus A321LR durch Lufthansa Technik in Hamburg hat die Flugzeuge in vielseitig einsetzbare Plattformen verwandelt, die sowohl für den Truppen- und Delegationstransport als auch für anspruchsvolle medizinische Missionen zur Verfügung stehen. Die Flugzeuge sind in insgesamt vier Konfigurationen einsetzbar: eine reine Konfiguration für den Truppen-

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Strategischer Rückzug: Condor gibt Türkei-Markt nach intensivem Wettbewerb und Kapazitätsengpässen auf

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor stellt in diesen Tagen alle verbliebenen Flüge in die Türkei ein und vollzieht damit einen vollständigen Rückzug aus einem Markt, in dem sie einst touristischer Marktführer war. Die letzten Verbindungen ab Deutschland nach Antalya, dem zuletzt einzig verbliebenen türkischen Ziel, finden Anfang November statt. Dieser Schritt ist das Ende einer Ära und eine direkte Reaktion auf den massiven Wandel im Luftverkehrsmarkt zwischen Deutschland und der Türkei, der von einem aggressiven Wachstum türkischer und deutsch-türkischer Billig- und Ferienfluggesellschaften dominiert wird. Condor hatte bereits im August angekündigt, auch im Sommerflugplan 2026 keine Türkei-Flüge mehr anzubieten. Das Unternehmen begründet diesen Rückzug mit dem Gebot der Wirtschaftlichkeit. „Die Flugplanung und Netzwerkgestaltung von Fluggesellschaften richten sich grundsätzlich nach dem Gebot der Wirtschaftlichkeit, so natürlich auch bei Condor. Condor prüft daher kontinuierlich ihre Ziele und verlagert bei Bedarf ihre Kapazitäten auf Strecken, die sich einer höheren Nachfrage erfreuen“, teilte die Airline mit. Die Kapazitäten, die von Frankfurt und München frei werden, sollen nun auf profitablere Strecken verlagert werden. Die Flüge von Düsseldorf und Leipzig nach Antalya waren bereits Ende Oktober mit dem Sommerflugplan eingestellt worden. Der Rückzug von Condor ist ein deutliches Zeichen für die Verdrängung traditioneller Anbieter aus Märkten, in denen der Preiswettbewerb und die Frequenzdichte durch spezialisierte Carrier übermächtig geworden sind. Der Wandel einer einstigen Marktführerschaft Die Entscheidung von Condor markiert das Ende einer historisch bedeutsamen Präsenz. Nach der Übernahme des türkischen Reiseveranstalters Öger Tours durch den damaligen Condor-Mutterkonzern Thomas Cook im Jahr 2010 hatte Condor zwischenzeitlich sogar die Position

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Wechsel an der Eurowings-Spitze: Max Kownatzki als Favorit für die Nachfolge von Jens Bischof gehandelt

Die Lufthansa Group steht vor einem bedeutenden Führungswechsel in ihrer wichtigen Tochtergesellschaft Eurowings. Konzernchef Carsten Spohr bestätigte am Donnerstag in Frankfurt, dass Jens Bischof, der Eurowings in den letzten Jahren erfolgreich zu einem zuverlässigen Gewinnbringer transformiert hat, Ende 2025 wie geplant mit Erreichen seines 60. Lebensjahres aus der Geschäftsführung ausscheiden wird. Die Suche nach einem Nachfolger läuft auf Hochtouren, wobei ein Name in Branchenkreisen als klarer Favorit gehandelt wird: Max Kownatzki, derzeitiger Vorstandsvorsitzender des Lufthansa-Joint-Ventures SunExpress. Sollte Kownatzki an die Spitze von Eurowings wechseln, wäre dies eine bemerkenswerte personelle Rochade innerhalb des Lufthansa-Konzerns und würde Bischof ein weiteres Mal auf einem Chefposten nachfolgen. Bischof selbst hatte bereits im Jahr 2020 das Ruder bei SunExpress an Kownatzki übergeben, als er den CEO-Posten bei Eurowings antrat. Die potenzielle Besetzung durch Kownatzki würde die Strategie des Konzerns fortsetzen, Führungskräfte mit tiefgehender Erfahrung im Low-Cost- und Touristiksegment auf Schlüsselpositionen zu setzen. Bischofs Erbe: Transformation zur Value-Airline Jens Bischof trat den Posten des Eurowings-Chefs im März 2020 an, kurz vor der globalen Luftfahrtkrise. Seine Amtszeit war von einer radikalen Neuausrichtung geprägt. Bischof forcierte die Transformation von Eurowings, die in den Jahren zuvor mit Komplexität und roten Zahlen zu kämpfen hatte, hin zu einer fokussierten und profitablen Value-Airline für europäische Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Diese strategische Neuausrichtung zahlte sich in den letzten beiden Geschäftsjahren aus. Eurowings, die größte deutsche Ferienfluggesellschaft, erzielte 2024 erneut ein positives Jahresergebnis. Das gesamte Point-to-Point-Geschäftsfeld der Lufthansa Group, bestehend aus Eurowings und der Beteiligung an SunExpress, schloss das Jahr 2024 mit einem bereinigten ebit von

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Airbus trotzt Engpässen: Hersteller hält an 820 Auslieferungen fest – Konzernumbau des Auftragsvolumens

Der europäische Luftfahrthersteller Airbus hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 insgesamt 507 Verkehrsflugzeuge ausgeliefert und hält damit trotz eines von CEO Guillaume Faury als „komplex und dynamisch“ beschriebenen operativen Umfelds an seinem ehrgeizigen Ziel von rund 820 Auslieferungen für das Gesamtjahr fest. Die Bilanz des Konzerns für die ersten neun Monate bis zum 30. September 2025 zeigte eine solide finanzielle Leistung, gestützt durch wachsende Umsätze in allen drei Hauptdivisionen, obwohl das Auftragsvolumen im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückging. Airbus erwirtschaftete in diesem Zeitraum einen Umsatz von 47,4 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) belief sich auf 4,1 Milliarden Euro, während das berichtete Ebit bei 3,4 Milliarden Euro lag. Die Erträge pro Aktie erreichten 3,34 Euro. Der freie Cashflow vor Kundenfinanzierung war jedoch mit -0,9 Milliarden Euro noch negativ, was die hohe Belastung durch die Vorfinanzierung des Produktionshochlaufs widerspiegelt. Faury bestätigte, dass die Auslieferungen weiterhin am Ende des Jahres stark gebündelt (backloaded) seien. Der Blick auf die Zahlen zeigt, dass der Umsatz im Kerngeschäft Verkehrsflugzeuge um drei Prozent auf 33,9 Milliarden Euro stieg, primär durch die höhere Zahl von Auslieferungen und ein Zuwachs im Dienstleistungsgeschäft. Auch die Sparten helicopters und defense and space trugen signifikant zum Konzernergebnis bei und verzeichneten Umsatzsteigerungen von 16 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro beziehungsweise 17 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro. Der Flaschenhals Lieferkette: Modifizierte Hochlaufpläne Die primäre Herausforderung für Airbus bleibt die Instabilität und Kapazitätsgrenze in der globalen Lieferkette. Um das Produktionsziel von 820 Flugzeugen zu erreichen, müsste das

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Neuausrichtung trotz Rekordergebnissen: ANA stellt Betrieb der Low-Cost-Marke Air Japan ein

Der japanische Luftfahrtgigant All Nippon Airways (ANA) hat am 30. Oktober 2025 inmitten der Bekanntgabe von Rekordergebnissen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 eine tiefgreifende strategische Entscheidung getroffen: die Einstellung des Flugbetriebs unter der Marke Air Japan. Obwohl Air Japan als juristische Einheit mit eigenem Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Air Operator Certificate) innerhalb der ANA Group bestehen bleiben wird, werden ihre operativen Aufgaben von der Hauptlinie ANA übernommen. Die Entscheidung zur Markenrealignierung wurde mit den Herausforderungen des globalen Geschäftsumfelds begründet, darunter der militärische Konflikt in der Ukraine, Verzögerungen bei Flugzeugauslieferungen sowie die verlängerten Bodenzeiten der Boeing 787-Flugzeuge. Diese unerwartete Restrukturierung betrifft AirJapans derzeitige Flotte von zwei Boeing 787-8-Flugzeugen, die touristische Verbindungen zwischen Tokio-Narita und drei asiatischen Zielen – Seoul-Incheon, Bangkok und Singapur – bedienen. Diese Dienste werden bis zum 29. März 2026 eingestellt. Die zweite Low-Cost-Marke des Konzerns, Peach, die eine reine Airbus-Schmalrumpfflotte betreibt, ist von dieser Umstrukturierung nicht betroffen. Die Stilllegung von AirJapan, die erst 2022 als hybrider, wertorientierter internationaler Carrier zur Konkurrenzierung von Japan Airlines’ (JAL) Zipair Tokyo gestartet wurde, markiert das Ende eines kurzlebigen Experiments im wachsenden Segment des asiatischen Preisfliegermarktes. Sie unterstreicht die Notwendigkeit für ANA, die Ressourceneffizienz angesichts globaler Engpässe und interner Herausforderungen zu maximieren. Rekordgewinne und die Rolle des internationalen Verkehrs Die strategische Entscheidung zur Einstellung von AirJapan wird von einem beeindruckenden finanziellen Fundament untermauert. ANA meldete für die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2025/26 ein historisches Betriebsergebnis: Der Betriebsertrag erreichte einen Rekordwert von 1,19 Billionen Yen (etwa 7,9 Milliarden US-Dollar), bei einem operativen Gewinn von 97,6

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Turbulente Zeiten bei Swiss: Triebwerksmangel zwingt zur Stilllegung der Airbus A220-100 Flotte

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss International Air Lines, eine Tochtergesellschaft der Lufthansa Group, sieht sich aufgrund der weltweiten Probleme mit den Pratt & Whitney Geared Turbofan (GTF)-Triebwerken zu drastischen operativen Maßnahmen gezwungen. Wie Swiss-Finanzvorstand Dennis Weber am Donnerstag bei der Vorstellung der Quartalsbilanz in Zürich bekannt gab, zieht die Fluggesellschaft bis auf Weiteres ihre gesamte Flotte von neun Airbus A220-100 aus dem Betrieb. Die Triebwerke dieser stillgelegten Maschinen sollen demontiert und als Ersatzteile verwendet werden, um die Verfügbarkeit der größeren und strategisch wichtigeren 21 Airbus A220-300 zu gewährleisten. Diese Entscheidung ist ein deutliches Zeichen für die kritische Lage, die der anhaltende Triebwerksmangel in der Luftfahrtindustrie verursacht. Die Reaktivierung der A220-100 ist bei Swiss nicht vor dem Jahr 2027 geplant. Der Finanzvorstand betonte, dass die Konzentration auf den Betrieb der A220-300-Flotte auch dazu beitragen werde, die Betriebskosten zu senken und die operative Stabilität zu verbessern. Die Notmaßnahme, die Flotte zu verkleinern, erfolgt in einer Zeit, in der Swiss bereits ein schwierigeres Marktumfeld verzeichnet. Der Betriebsgewinn für die ersten neun Monate 2025 sank auf 411,2 Millionen Franken, was einem Rückgang von fast einem Fünftel im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Laut Weber ist dies unter anderem auf eine schwächere Nachfrage nach Economy-Tickets auf den Transatlantikstrecken zurückzuführen. Der GTF-Krise entkommen: Die strategische Stilllegung Die Stilllegung der A220-100-Flotte durch Swiss ist die direkteste Reaktion einer europäischen Fluggesellschaft auf die GTF-Triebwerkskrise, die seit 2023 die Luftfahrtbranche in Atem hält. Die von Pratt & Whitney hergestellten Triebwerke der pw1100g- und pw1500g-Serien, die sowohl die Airbus A320neo- als auch

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Trotz massiver Standortkosten: Eurowings setzt Wachstumskurs fort

Die Eurowings, als sogenannte Value-Airline der Lufthansa Group, hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 einen Wachstumskurs fortgesetzt und ihre operative Stabilität auf ein branchenführendes Niveau gehoben. Mit über 18 Millionen beförderten Passagieren auf 133.000 Flügen verzeichnete die Airline einen Zuwachs von mehr als 600.000 Gästen gegenüber dem Vorjahr. Ein herausragender Wert ist die Zuverlässigkeit von über 99 Prozent, der die Airline an die Spitze der Branche katapultiert und zu einer hohen Kundenzufriedenheit, dokumentiert durch einen net promoter score (nps) von 42, geführt hat. Gleichzeitig steht der Erfolg von Eurowings unter dem Vorzeichen einer wachsenden Diskrepanz zwischen der hohen Reisenachfrage und den stark steigenden Standortkosten in Deutschland. Diese Kostenbelastung führt zu einer strategischen Verschiebung im Streckennetz: Während das Mittelstrecken- und Ferienprogramm massiv ausgebaut wird, setzt sich der Rückbau des innerdeutschen Angebots fort. CEO Jens Bischof betonte, dass die hervorragende Leistung der Teams umso mehr Respekt verdiene, da man sich in einem Markt bewege, in dem steigende Kosten Flüge zunehmend unrentabel machen. Das Point-to-Point-Geschäftsfeld der Lufthansa Group, zu dem Eurowings gehört, schloss die ersten neun Monate des Jahres 2025 mit einem positiven operativen Ergebnis (adjusted Ebit) von 61 Millionen Euro ab. Strategische Fokussierung auf die Mittelstrecke Angesichts der hohen touristischen Nachfrage und der strategischen Neuausrichtung hat Eurowings ihren Fokus klar auf die Mittelstrecke und attraktive Feriendestinationen gelegt. Der bevorstehende Winterflugplan 2025/26 ist von einer deutlichen Erweiterung des Angebots geprägt, insbesondere von deutschen Regionalflughäfen. Als eine der bemerkenswertesten Ergänzungen nimmt Eurowings erstmals eine direkte Verbindung von Düsseldorf in die Metropole

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