
Condor und Marabu vor neuer Ära: Attestor forciert strategische Partnersuche
Die britisch-deutsche Investmentgesellschaft Attestor bereitet den nächsten strategischen Schritt für ihr Luftfahrt-Engagement vor: die Suche nach einem strategischen Partner oder potenziellen Miteigentümer für die deutsche Fluggesellschaft Condor und die im Jahr 2023 gegründete estnische Schwester-Airline Marabu. Nach einer erfolgreichen Sanierung des Traditions-Ferienfliegers Condor und massiven Investitionen in die Flottenmodernisierung, hat Attestor die Investmentbank Barclays mit der Sondierung des Marktes beauftragt. Dieser Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem wichtige finanzielle Verpflichtungen fällig werden: Im Jahr 2026 laufen die Condor gewährten Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in dreistelliger Millionenhöhe aus. Die Partnersuche wird daher als logische Fortsetzung der Eigentümerstrategie gesehen, die darauf abzielt, das Unternehmen nach der Stabilisierung durch einen Finanzinvestor in eine langfristig gesicherte Struktur zu überführen. Condor, das zuletzt zweimal – nach der Pleite des ehemaligen Mutterkonzerns Thomas Cook und während der Coronakrise – nur durch staatliche Hilfen gerettet werden konnte, steht damit erneut an einem Scheideweg. Die Suche nach einem strategischen Partner könnte dem Unternehmen die notwendige Größe und Stabilität für die Zukunft sichern. Sanierung und Flottenerneuerung als Basis Attestor war im Sommer 2021 bei der schwer angeschlagenen Condor eingestiegen und hatte 51 Prozent der Anteile übernommen, nachdem eine geplante Übernahme durch die LOT-Muttergesellschaft PGL gescheitert war. Der Finanzinvestor stabilisierte die Fluggesellschaft mit einer Kapitalspritze von 200 Millionen Euro an neuem Eigenkapital. Zusätzlich stellte Attestor 250 Millionen Euro für die Flottenmodernisierung bereit – eine zentrale Säule der Sanierung. Mit diesen Mitteln trieb Condor den Austausch seiner überalterten Flotte voran und beschaffte moderne und effizientere Flugzeuge der Typen






