
Weniger als 89 Kilometer: AUA fliegt Klagenfurt-Graz mit Embraer 195
Neuerdings bedient Austrian Airlines eine auf der Luftlinie nur knapp unter 89 Kilometer lange Inlandsstrecke mit Regionaljets des Typs Embraer 195. Der Carrier fliegt nun auch zwischen Klagenfurt und Graz. Eine Reaktion auf die Inbetriebnahme der Koralmbahn? Seit wenigen Tagen ist die Fahrzeit zwischen Klagenfurt und Graz durch die Inbetriebnahme der Koralmbahn erheblich kürzer geworden. Obwohl die Strecke unter dem steiermärkischen Airport hindurch verläuft und auch Vorarbeiten für einen Flughafenbahnhof geleistet wurden, existiert dieser nicht. Kein einziger Railjet von/nach Klagenfurt hält am Grazer Airport. Dahinter steckt ein uralter Kuhhandel, den der damalige Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (FPÖ/BZÖ) durchgesetzt hat. Man sorgte sich damals darum, dass der Klagenfurter Airport regelrecht überflüssig werden könnte. Nachwirkung der Braathens-Kündigung Austrian Airlines bedient seit dieser Woche die Route Klagenfurt-Graz regelmäßig. Auf dieser Ultrakurzstrecke kommen im Regelfall Regionaljets des Typs Embraer 195, von denen sich der Carrier auf absehbare Zeit trennen wird, zum Einsatz. Auf den ersten Blick wirkt es grotesk und absurd, dass die AUA unmittelbar nach Eröffnung der Koralmbahn neue Inlandsflüge und das auf einer Strecke, die von Airport zu Airport weniger als 89 Kilometer lang ist, aufnimmt. Flugscheine kann man auf diesem Segment bis dato nicht buchen und Unternehmensangaben nach ist das auch gar nicht vorgesehen. Was steckt also dahinter, dass die AUA nun eine Route bedient, die noch kürzer ist als das längst aufgegebene Linz-Wien oder das nicht ganz freiwillig aufgegebene Salzburg-Wien? Dem Carrier fehlt die Kapazität der drei ATR72-600, die bis vor kurzer Zeit von Braathens Regional im Wetlease betrieben wurden.








