
Untersuchung nach Triebwerksabschaltung über Polen: Ungewöhnlicher Vorfall im Cockpit einer Boeing 737 Max
Ein Zwischenfall im polnischen Luftraum sorgt derzeit in der Luftfahrtbranche für Aufsehen und wirft Fragen zur Sicherheit sowie zur Ergonomie in Cockpits moderner Verkehrsflugzeuge auf. Am 8. Dezember 2025 kam es kurz nach dem Start einer Boeing 737-8 Max vom Flughafen Krakau zu einer ungeplanten Triebwerksabschaltung. Ersten Berichten zufolge soll eine sich lösende Sonnenblende im Cockpit den Vorfall ausgelöst haben. Das Flugzeug, das für Ryanair im Rahmen eines Wet-Lease-Verfahrens von Malta Air betrieben wurde, befand sich auf dem Weg nach Mailand-Bergamo, als das Triebwerk des Typs CFM LEAP-1B im Steigflug ausfiel. Trotz der potenziell kritischen Situation gelang es der Besatzung, das Triebwerk in der Luft wieder zu starten und den Flug sicher fortzusetzen. Die maltesische Untersuchungsbehörde für Flugunfälle (BAAI) hat eine offizielle Untersuchung eingeleitet, um den bizarren Hergang zu klären, da Luftfahrtexperten auf die erhebliche räumliche Distanz zwischen den Sonnenblenden und den Triebwerksbedienelementen hinweisen. Flugverlauf und Notfallmeldung über Krakau Der Flug FR-3505 hob plangemäß gegen 06:25 Uhr Lokalzeit in Krakau ab. Die Maschine mit der Registrierung 9H-VUE befand sich im Steigflug und passierte gerade eine Höhe von etwa 8.000 Fuß (ca. 2.440 Meter), als die Piloten den Steigvorgang abrupt abbrachen. Laut Daten von Flugverfolgungsdiensten nivellierte die Besatzung das Flugzeug und verblieb zunächst auf der aktuellen Flughöhe, um die Situation zu bewerten. In dieser Phase setzte die Cockpitbesatzung einen „PAN PAN“-Ruf ab. Im internationalen Flugfunk signalisiert dieser Ruf eine dringende Situation, die jedoch keine unmittelbare Lebensgefahr für die Insassen oder den Verlust des Luftfahrzeugs darstellt – im Gegensatz zum „Mayday“-Ruf. Die








