
Airbus A320neo von Go Air für den Ersatzteilmarkt zerlegt
Der Flugzeugverwerter Tarmac Aerosave hat im Auftrag des auf den Ersatzteilhandel spezialisierten Unternehmens Aer Fin vier Maschinen des Typs Airbus A320neo zerlegt. Die Flugzeuge stammten aus der Flotte der indischen Fluggesellschaft Go Air, die ihren Betrieb im Jahr 2023 aufgrund finanzieller Schwierigkeiten und Problemen mit den Triebwerken einstellen musste. Die Demontage dieser relativ jungen Flugzeuge des Typs A320neo ist bemerkenswert, da der Bedarf an diesem Modell auf dem Markt sehr hoch ist und lange Wartezeiten für Neubestellungen bestehen. Der Hauptgrund für die Zerlegung ist die hohe Nachfrage nach zertifizierten Gebrauchtteilen in der Luftfahrtindustrie. Aus den vier Flugzeugen konnten laut Tarmac Aerosave rund 1.400 der am stärksten gefragten Teile für den Weiterverkauf gewonnen werden. Die Demontage erfolgt dabei in einem etablierten Vier-Phasen-Prozess. Dieser beginnt mit der Vorbereitung, bei der alle Flüssigkeiten wie Treibstoff und Hydraulik abgelassen werden. Anschließend werden die vom Kunden Aer Fin gewünschten Komponenten, darunter oft Triebwerke und Fahrwerke, sorgfältig ausgebaut, registriert und zur Lagerung vorbereitet. Der dritte Schritt, intern als „Greening“ bezeichnet, dient der Vorbereitung des Rumpfes für die strukturelle Zerlegung. Dabei wird die gesamte Kabinenausstattung demontiert, von Sitzen und Gepäckfächern über Teppiche, Kabel und Unterhaltungssysteme bis hin zu den Verkleidungen. Alle entnommenen Komponenten werden bis zur kleinsten Schraube zerlegt und sortiert. Aer Fin und Tarmac Aerosave pflegen eine langjährige Zusammenarbeit: In der Vergangenheit wurden bereits ältere Flugzeugtypen wie der Airbus A340 und im Jahr 2024 sieben Maschinen des Typs A330 zerlegt, was die Expertise in der Verwertung von Großraumflugzeugen bestätigt. Nach der vollständigen Entleerung von Kabine, Cockpit








