
Kreditkarten- und GDS-Anbieter schließen russische Airlines aus
Für russische Fluggesellschaften wird es immer schwieriger Tickets zu verkaufen, denn die großen Kreditkartengesellschaften, darunter Visa, Mastercard und American Express, stellen ihre Dienstleistungen in der Russischen Föderation ein. Dazu kommt, dass die wichtigsten GDS-Betreiber Amadeus, Galileo und Sabre ebenfalls die Zusammenarbeit beenden. Normalerweise ist die Buchung von Flugscheinen sehr einfach: Die gewünschte Strecke auswählen, ein paar Daten eingeben, Kredit- oder Debitkartennummer eingeben und schon ist das Ticket gekauft. Russische Anbieter wie Aeroflot müssen nun nach Alternativen suchen, denn die großen Kreditkartenanbieter stellen ihre Dienstleistungen in Russland ein. Dies trifft auch normale Privatkunden hart, denn die meisten Banken geben in Russland Debit-Mastercard bzw. Debit-Visa als Bankomatkarte aus. Es gibt zwar auch ein nationales System, das Mir genannt wird, jedoch ist dies noch nicht flächendeckend ausgerollt und funktioniert im Ausland nur in ganz wenigen Staaten. Mir wurde im Nachgang der Sanktionen, die im Jahr 2014 ausgesprochen wurden, ins Leben gerufen. Unter anderem die Sberbank teilte mit, dass Zahlungen und Bargeldbezug an Bankomaten derzeit nur mit Karten, die dieses Logo aufweisen, möglich sind und das fast ausschließlich nur in Russland. Ähnlich wie bei der deutschen Insellösung Girocard sind Onlinezahlungen mit Mir derzeit nur sehr eingeschränkt möglich. Bislang war auch Co-Branding, also beispielsweise die Kombination von Mir und Debit-Visa, üblich. Regelrecht überstürzt arbeitet man in Russland an einer Lösung, die Onlinezahlungen mit dem nationalen System möglich machen soll. Für Fluggesellschaften ist das allenfalls im Inlandsvertrieb eine Möglichkeit, jedoch international gesehen hat man ein Problem. Zwar fliegen unter anderem Aeroflot und S7 Airlines bis auf





