
Norwegische Regierung plant vollständigen Verkauf ihrer Beteiligung an Norwegian Air Shuttle
Die norwegische Regierung hat am Dienstagnachmittag, kurz nach Handelsschluß an der Osloer Börse, ihre Absicht bekanntgegeben, ihre gesamte Beteiligung an der Fluggesellschaft Norwegian Air Shuttle zu veräußern. Diese Mitteilung erfolgte in einer Börsenmitteilung und deutet auf einen signifikanten Schritt zur Änderung der Eigentümerstruktur der Fluggesellschaft hin. Die Regierung erwägt, bis zu 65.582.436 Aktien des Unternehmens zu verkaufen. Basierend auf dem Schlußkurs der Aktie von 14,06 norwegischen Kronen pro Anteil belief sich der Wert der gesamten Regierungsbeteiligung zum Zeitpunkt der Ankündigung auf ungefähr 922 Millionen Kronen. Dies entspricht umgerechnet etwa 81 Millionen Euro oder 88 Millionen US-Dollar, je nach aktuellem Wechselkurs. Die Verkaufsabsicht ist an die Bedingung geknüpft, daß die Nachfrage und die Preisgestaltung für die Aktien als zufriedenstellend erachtet werden. In der Mitteilung hieß es wörtlich: „Sofern Nachfrage und Preisgestaltung zufriedenstellend sind, wird der Verkäufer mit dem Verkauf all seiner Aktien an Norwegian fortfahren.“ Der norwegische Staat, vertreten durch das Ministerium für Handel, Industrie und Fischerei, hatte erst Mitte Mai des Vorjahres eine Beteiligung an Norwegian Air Shuttle erworben und damit einen Anteil von 6,37 Prozent an der Fluggesellschaft erworben. Dies machte die Regierung zu einem der größten Anteilseigner des Unternehmens. Der derzeit größte Aktionär von Norwegian ist Geveran Trading Company Ltd., die im Besitz des Reedereimagnaten John Fredriksen ist und 14,53 Prozent der Anteile hält. Auch der norwegische Staatsfonds (Folketrygdfondet) besitzt mit 8,72 Prozent eine beträchtliche Beteiligung an der Fluggesellschaft. Die Ankündigung des Verkaufs durch die Regierung könnte somit eine Verschiebung der Machtverhältnisse innerhalb der Aktionärsstruktur bedeuten. Die Entscheidung








