Brasilien

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Jahreszahlen: Embraer konnte 181 Flugzeuge ausliefern

Das Kalenderjahr 2023 war für den brasilianischen Flugzeugbauer Embraer durchaus erfolgreich, denn man konnte 181 Maschinen ausliefern. Damit konnte man sich gegenüber der Vorperiode um 13 Prozent steigern. Der Auftragsbestand wird derzeit mit 18,7 Milliarden U.S.-Dollar ausgewiesen und steigerte sich im Jahr 2023 um 1,2 Milliarden U.S.-Dollar. Damit steht man ganz gut dar, denn zuletzt konnte der brasilianische Hersteller einen solchen Wert im Jahr 2018 erreichen. Das Unternehmen rechnet aber damit, dass es auch heuer zu Engpässen auf der Zulieferkette kommen wird. Im Bereich der Verkehrsflugzeuge konnte Embraer im Jahr 2023 insgesamt 64 Maschinen, mehrheitlich der E2-Baureihe, an Kunden übergeben. Damit steigerte man sich gegenüber der Vorperiode um 12 Prozent, denn in 2022 waren es 57 Verkehrsflugzeuge. Die übrigen Auslieferungen sind auf die Sparte Executive Aviation entfallen.

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Passagiere mussten warten: Bienenschwarm legt Passagierflugzeug „an die Kette“

Vor wenigen Tagen durften Passagiere nach der Landung eines Voepass-Fluges auf dem brasilianischen Flughafen Greater Natal aus einem ungewöhnlichen Grund zunächst nicht aussteigen. Ein großer Bienenschwarm zeigte Interesse an einer Tragfläche der Maschine. Aus Sicherheitsgründen entschied der Kapitän, dass die Fluggäste das Verkehrsflugzeug zunächst nicht verlassen dürfen. Das Risiko, dass die Bienen die Reisenden stechen könnten, wurde als zu groß eingeschätzt. Die Insekten blieben aber hartnäckig, denn erst nach 1,5 Stunden Wartezeit konnte Entwarnung gegeben werden und die Passgiere durften über eine Treppe aussteigen. Dass sich ein ganzer Bienenschwarm auf den Tragflächen eines Flugzeuges festsetzt, kommt extrem selten vor. Dementsprechend gibt es auch keine Anweisungen bezüglich der richtigen Vorgehensweise. Erfahrung, Einschätzungsvermögen und Weitsicht des Kapitäns sind gefragt. Dieser entschied sich auch dafür, dass die Flughafenfeuerwehr, die über geschultes Personal verfügt, angefordert wird. Vorsichtshalber rückten die Mitarbeiter der Feuerwehr in Sicherheitskleidung an und machten sich aus der Nähe ein Bild von der Lage. Doch auch das juckte die Bienen überhaupt nicht, denn diese fühlten sich offenbar an der Tragfläche ganz wohl. Ein fachkundiger Feuerwehrmann entschied dann einen Wasser-Sprühnebel einzusetzen. Das passte den Insekten so ganz und gar nicht, denn daraufhin ist der gesamte Schwarm „abgereist“. Offiziellen Angaben nach wurde übrigens niemand gestochen. Nach etwa 1,5 Stunden, in denen jene Reisende, die am passenden Fenster saßen das Phänomen beobachten und filmen konnten, duften dann alle aussteigen.

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Gol flüchtet sich in den USA in Chapter-11-Verfahren

Bereits seit einigen Tagen ist bekannt, dass die brasilianische Billigfluggesellschaft Gol massive Finanzprobleme hat. Nun hat man in den Vereinigten Staaten von Amerika ein Chapter-11-Verfahren beantragt. Der Antrag wurde beim United States Bankruptcy Court for the Southern District of New York eingebracht. Der Carrier erklärte dazu, dass man unter Gläubigerschutz den Flugbetrieb vorerst uneingeschränkt fortsetzen wird. Zuvor hat Gol eine ganze Reihe von Umschuldungen vorgenommen, jedoch dürften diese nicht ausreichend gewesen sein. Unternehmensangaben nach soll der nunmehrige Antrag auf ein Chapter-11-Verfahren auch eine Nachwirkung der Corona-Pandemie, in der man sehr stark reduzierte Einnahmen hatte, sein. Weiters gibt Gol an, dass sich fortlaufende Lieferverzögerungen des Herstellers Boeing finanziell erheblich nachteilig auswirken würden. Die Brutto-Verschuldung lag mit Jahresende 2023 bei rund 4,07 Milliarden U.S.-Dollar. Das Unternehmen gibt sich zuversichtlich, dass man sich im Rahmen des Chapter-11-Verfahrens neu aufstellen kann. Von der Muttergesellschaft habe man eine Zusage in der Höhe von 950 Millionen U.S.-Dollar erhalten. Diese beschaffte die Finanzmittel über eine Kapitalmarktanleihe. Ziel des Insolvenzverfahrens ist es, dass Gol entschuldet werden kann, erklärte Firmenchef Celso Ferrer. Es ist nicht das erste Mal, dass eine ausländische Fluggesellschaft in den Vereinigten Staaten von Amerika ein Chapter-11-Verfahren beantragt. Beispielsweise befindet sich die SAS Group noch in einem solchen. Auch Avianca, Aeromexco und Latam Airlines haben bereits dieses besondere Verfahren nach U.S.-amerikanischem Recht genutzt, um sich neu aufstellen zu können.

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Sky Airlines fliegt öfter nach Brasilien

Die chilenische Fluggesellschaft Sky Airlines bestätigt die Erweiterung in ihr brasilianisches Streckennetz. Der Carrier plant Flüge nach Bela Horizonte und Brasilia. Die Fluggesellschaft Sky Airlines plant erweitert Flüge nach Brasilien durchzuführen. Die Fluggesellschaft plant Flüge nach Bela Horizonte und Brasilia. Beide Strecken sollen dreimal wöchentlich angeflogen werden, wie das Portal Aero Routes berichtet.

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Avion Express gründet Ableger in Brasilien

Das auf ACMI- und Charterdienstleistungen spezialisierte Unternehmen Avion Express will künftig auch in Brasilien mit einem eigenen Ableger aktiv sein. Man hat bereits AOC und Betriebsgenehmigung beantragt. In einer Medienmitteilung wird Firmenchef Darius Kajokas dahingehend zitiert, dass man davon ausgeht, dass Avion Express Brasil voraussichtlich im vierten Quartal 2024 den Flugbetrieb aufnehmen wird. Zunächst will man mit fünf bis zehn Maschinen an den Start gehen. Bis 2027 soll die Flotte auf etwa 25 Flugzeuge erweitert werden. Es ist vorgesehen, dass zum Teil Maschinen der europäischen Avion-Express-Flugbetriebe umgemeldet werden. Damit will man die so genannte umgekehrte Saisonalität nutzen und von beiden Märkten profitieren. Unter dem Strich soll die Flotte besser ausgelastet werden.

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Latam-Crew landet Airbus A320 beinahe auf dem falschen Flughafen

Es passiert nicht oft, aber doch immer wieder mal: Piloten landen ein Passagierflugzeug versehentlich auf dem falschen Flughafen. Genau das wäre beinahe am 14. November 2023 bei einem Latam-Brasil-Flug, der nach San Jose Do Rio Preto führen sollte geschehen.  Unter der Flugnummer LA4640 war der Airbus A320 mit der Registrierung PR-MHM auf dem Weg von Sao Paulo (Guarulhos) nach Sao Jose Do Rio Preto. Zunächst sah es nach einem Routineflug aus, denn bis zum Landeanflug gab es keine Besonderheiten. Allerdings ging dann etwas schief, denn offiziellen Angaben nach sollen die Piloten eine Fehlermeldung angezeigt bekommen haben, dass mit dem GPS-System etwas nicht so läuft wie es sollte.  Was nun folgte gleicht ein wenig einer Seifenoper, denn die Kommunikation zwischen Lotsen und Cockpitbesatzung war eher suboptimal. Die Flugzeugführer nutzten die Towerfrequenz und teilten darüber mit, dass sie das für diese Fälle vorgesehene Verfahren nutzen würden. Der Kontrollturm fühlte sich aber nicht zuständig und verwies auf die Anflugkontrolle und zwar mit der Begründung, dass der Airbus A320 noch zu weit vom Airport entfernt gewesen wäre. Dem kamen die Piloten nach und gaben bekannt, dass sie nun eine Sinkkurve in Richtung Flughafen einleiten werden. Erneut gab es die Aufforderung die Frequenz zu wechseln, jedoch lehnten die Piloten ab und erklärten, dass sie mit dem Landeanflug beschäftigt sind und den Airport bereits in Sicht hätten.  Sie hatten aber nicht „den Airport“, sondern „einen Flughafen“ in Sicht, denn es war nicht jener, auf dem sie hätten landen sollen. Tatsächlich nahmen die Flugzeugführer Kurs auf den

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Belo Horizonte: Frau stirbt an Bord – Azul fliegt stundenlang weiter

Vor wenigen Tagen ist es auf einem von Azul durchgeführten Flug von Fort Lauderdale nach Belo Horizonte zu einem Todesfall gekommen. Die Besatzung setzte den Mittelstreckenflug fort und die verstorbene Frau wurde erst nach der Landung am Zielort aus ihrem Sitz entfernt.  Am 6. November 2023 befand sich Azul mit dem Airbus A330neo, der als PR-AIW registriert ist, unter der Flugnummer AD8733 auf dem Weg von Fort Lauderdale nach Belo Horizonte. Die Flugzeit beträgt in etwa sieben Stunden und 45 Minuten. An einer nicht näher bezeichneten Stelle erlitt ein weiblicher Passagier in der Business-Class einen medizinischen Notfall.  Die Kabinenbesatzung hat einen Arzt ausgerufen. Es befand sich tatsächlich einer an Bord, der sofort medizinische Maßnahmen eingeleitet hat. Jede Hilfe kam für die Frau zu spät, denn sie soll wenige Momente später verstorben sein. Laut Fluggesellschaft habe der Mediziner attestiert, dass sie eines natürlichen Todes gestorben sein soll. Die Besatzung entschied sich gegen eine Zwischenlandung und setzte die Reise nach Belo Horizonte fort.  Auch entfernte man die Tote nicht aus ihrem Sitz. Erst nach der Landung am Zielort, nachdem alle Fluggäste ausgestiegen sind, soll ein Bestatter unter Aufsicht der Polizei die Verstorbene aus ihrem Sitz gehoben haben und in einem Sarg von Bord geschaffen haben.   Bemerkenswert ist aber der Umstand, dass die PR-AIW unmittelbar danach wieder mit Passagieren im Einsatz war und eine nur minimale Verspätung aufgewiesen hat. Azul beantwortete die Frage, ob der betroffene Sitz gereinigt oder gesperrt wurde, übrigens nicht. 

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TAP mit mehr Brasilien-Fluggästen

Der Fluggesellschaft Tap Air Portugal ist es gelungen in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres rund 1,6 Millionen Passagiere zwischen Portugal und Brasilinien zu befördern. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum eine Steigerung um 23 Prozent. Derzeit bietet TAP mehr als 80 wöchentliche Verbindungen in 11 brasilianische Metropolen an. Eine Verstärkung des Flugangebots im Jahr 2024 wurde vor kurzem angekündigt, was einen neuen Rekord bedeutet: Dann wird es 91 Verbindungen pro Woche geben, durchschnittlich 13 pro Tag.

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Air France und Gol verlängern Kooperation

Die Fluggesellschaften Air France und Gol haben in der vergangenen Woche bekanntgegeben, dass die bestehende Partnerschaft um weitere zehn Jahre verlängert wird. Gleichzeitig soll diese ausgebaut werden. Passagiere sollen davon in Form zusätzlicher Anschluss- bzw. Zubringerflüge profitieren. Die beiden Carrier arbeiten bereits seit dem Jahr 2014 zusammen. Gemeinsam sieht man sich als Marktführer im Verkehr zwischen Brasilien und Europa. Man behauptet, dass jeder fünfte Fluggast in Maschinen von Air France bzw. Gol sitzen würde.

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Embraer kann Auslieferungen steigern

Der brasilianische Flugzeugbauer konnte bis Ende September 2023 insgesamt 105 Flugzeuge ausliefern. Damit hat man sich im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 33 Prozent gesteigert. Es handelte sich um 66 Businessjets und 39 Verkehrsflugzeuge. Auf das dritte Quartal 2023 entfallen 28 Executive Jets und 15 Regionaljets. Der Auftragsbestand wird für den Stichtag 30. September 2023 mit 8,6 Milliarden U.S.-Dollar angegeben.

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