
Fernbusse in Deutschland: Einst Kraftpost-Monopol, heute Flixbus-Defacto-Monopol
Der Fernbusverkehr in Deutschland hat in den letzten Jahrzehnten eine bemerkenswerte Transformation durchlebt, die von einer langen Geschichte, Regulierungen und letztendlich der Dominanz eines einzigen Anbieters geprägt wurde. Um diese Entwicklung zu verstehen ist auch ein Blick auf die Anfänge des Fernbusverkehrs in Deutschland, die einstigen Kraftpostlinien, und verfolgen die Liberalisierung bis zur Entstehung eines faktischen Monopols, zu werfen. Mittlerweile sind Fernbusse in Deutschland nicht mehr wegzudenken. Sie gelten als preiswerte Alternative zur häufig als hochpreisig und unpünktlich empfunden Bahn. Unmittelbar nach der Liberalisierung sahen verschiedene Unternehmer, darunter auch „große Fische“, das große Geld. Selbst die Deutsche Post versuchte ihr Comeback in der Personenbeförderung. Letztlich entwickelte sich aber ein defacto-Monopol der Firma Flixbus. Die Wurzeln des Fernbusverkehrs: Die Kraftpostlinien Der Fernbusverkehr in Deutschland hat historische Wurzeln, die bis in die Zeit der Weimarer Republik zurückreichen. In den 1920er und 1930er Jahren entwickelte sich ein dichtes Netz von Kraftpostlinien, die nicht nur Städte, sondern auch abgelegene Regionen miteinander verbanden. Diese Linien wurden von der Reichspost betrieben und nutzten bereits damals ein Straßennetz, das auch über Reichsautobahnen und Bundesautobahnen führte. Die Kraftpostlinien waren ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Personentransports in Deutschland. Anzumerken ist auch, dass bei der Errichtung der Reichsautobahnen die Fernbuslinien der Kraftpost berücksichtigt wurden bzw. neu aufgenommen wurden. Auf zahlreichen Strecken gab es direkt auf den Autobahnen Haltestellen. Dies ist heute aus Sicherheitsgründen unvorstellbar, doch damals war das Verkehrsaufkommen nicht nennenswert und etwaige Einzäunungen bzw. Leitplanken existierten gar nicht. Zu den Kraftpost-Haltestellen auf den Reichsautobahnen führten kleine Wege, die zumeist







