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Fraport-Chef Schulte bleibt ADV-Präsident

Der deutsche Flughafenverband ADV wählte einen neuen Vorstand. Präsident bleibt auch weiterhin Fraport-Chef Stefan Schule. Im sind Ludger van Bebber (Dortmund) und Andrea Gebbeken (München) als Vizepräsidenten zur Seite gestellt. „Unsere Branche kann sich langfristig nur erholen, wenn pauschale Quarantäneregelungen verbesserten Teststrategien Platz machen. Trotz aller hoffnungsvollen Nachrichten, dass Impfstoffe schon bald zur Verfügung stehen, braucht der Luftverkehr eine überzeugende Wiederanlauf-Strategie. Der Neustart des internationalen Flugverkehrs muss schon aus ökonomischen Gründen beginnen. Die Flughäfen als unverzichtbare Infrastrukturen in den volkswirtschaftlichen Versorgungsketten bleiben auch in der Krise zuverlässige Partner für Wirtschaft und Regionen“, so Schulte zum Auftakt seiner zweiten Amtszeit als ADV-Präsident. „Die deutschen Flughäfen nehmen beim Lärm- und Klimaschutz international eine Vorreiterrolle ein. Sie werden ihre eigenen CO2-Emissionen bereits bis 2030 um 50 Prozent reduzieren – unter anderem durch Investitionen in energieeffiziente Gebäude und elektrisch betriebene Fahrzeuge. Darüber hinaus haben sich die Flughäfen verpflichtet, ihre CO2-Emissionen weiter zu reduzieren mit dem verbindlichen Ziel, bis 2050 vollständig CO2-neutral zu sein. Um den gesamten Luftverkehr in Einklang mit dem Klimaschutz zu bringen, braucht es aber eine Flottenmodernisierung und einen Systemwechsel hin zu alternativen Kraftstoffen. Das wird nur gelingen mit einem fairen regulatorischen Rahmen, der neutrale Wettbewerbsbedingungen gewährleistet. Hierfür werde ich mich in Brüssel und Berlin einsetzen“. Das zukünftige ADV-Präsidium hat folgende Mitglieder: Stefan Schulte, Präsident (Flughafen Frankfurt) Andrea Gebbeken, Vizepräsidentin (Flughafen München) Ludger van Bebber, Vizepräsident (Flughafen Dortmund) Götz Ahmelmann (Mitteldeutsche Flughäfen) Michael Eggenschwiler (Flughafen Hamburg) Elmar Kleinert (Flughafen Bremen) Engelbert Lütke-Daldrup (Flughafen Berlin/Brandenburg) Thomas Schnalke (Flughafen Düsseldorf) Walter Schoefer (Flughafen Stuttgart)

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Geisteraktie von Air Berlin erlebt unheimlichen Höhenflug

Eine Fluggesellschaft, die nicht fliegt und noch dazu pleite ist, scheint derzeit bei Börsenspekulanten interessant zu sein. Die Rede ist von Air Berlin, denn das noch immer börsennotierte Papier legte in den letzten Tagen auffällig stark zu. Im August 2017 musste die damals zweitgrößte Fluggesellschaft Deutschlands Insolvenz anmelden und befindet sich seither in Abwicklung. Allerdings wird die Aktie noch immer an der Börse gehandelt und es gibt tatsächlich Spekulanten, die dieses Papier erwerben und das ungeachtet dessen, dass schon lange kein Geschäftsbericht mehr veröffentlicht wird und eigentlich jedem klar sein sollte, dass sich Air Berlin in Abwicklung befindet. Innerhalb eines Jahres konnte die Aktie an der Börse Stuttgart um stolze 198,1 Prozent zulegen. In den letzten vier Wochen war das Papier besonders stark gefragt und steigerte sich um 210 Prozent. Innerhalb der letzten sieben Tage lag der Wertzuwachs bei 63,2 Prozent. Selbstverständlich ist das Papier ein so genannter Penny-Stock und die Kursgewinne spielen sich im Cent-Bereich ab. Die Air-Berlin-Aktie hatte am 22. Jänner 2020 an der Börse Frankfurt mit 0,0026 ihr 52-Wochen-Tief. Am 16. November 2020 wurde das Papier mit 0,0260 Euro gehandelt. Ein beachtlicher Anstieg, wenn man bedenkt, dass das Unternehmen pleite ist und sich in Abwicklung befindet. Am Donnerstag pendelte sich der Kurs bei etwa 21 Cent ein. Dass es Spekulanten gibt, die sich für insolvente Firmen interessieren, ist besonders in Deutschland kein Einzelfall. Die wohl berühmteste „Geisteraktie“ war jene der IG Farbenindustrie AG. Im Jahr 1952 wurde die Liquidation angeordnet und 1955 beschloss die Hauptversammlung die Abwicklung.

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Liebherr-Manager Schoenemann wird neuer DFS-Chef

Da Klaus-Dieter Scheurle, Geschäftsführer der Deutsche Flugsicherung GmbH, mit Jahresende in den Ruhestand treten wird, musste man sich nach einem Nachfolger umsehen. Bei Liebherr wurde die DFS fündig und bestellt Arndt Schoenemann zum neuen Geschäftsführer. Der Aufsichtsrat der DFS gab bekannt, dass der Manager ab 1. Jänner 2021 als Vorsitzender der Geschäftsführung fungieren wird. Ihm stehen drei weitere Geschäftsführer zur Seite. Scheurle stand acht Jahre lang an der Spitze der Deutschen Flugsicherung. Schoenemann ist nicht branchenfremd, sondern fungierte bei Liebherr als kaufmännischer Geschäftsführer der Konzernsparte Aerospace. Weiters ist der Manager im Vorstand des Bundesverbands der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie aktiv.

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Hahn legt im Frachtgeschäft stark zu

Der Flughafen Frankfurt-Hahn zählte im Oktober 2020 insgesamt 37.905 Passagiere. Damit liegt der Regio-Airport um 71,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Passagierverkehr wird dieser Airport überwiegend von Billigfluggesellschaft wie Ryanair und Wizzair genutzt. Die Ursache für den starken Rückgang ist das aufgrund der Corona-Pandemie seitens der Airlines stark reduzierte Angebot. Da die Nachfrage branchenweit sehr schwach ist, dürfte das Minus im laufenden November 2020 noch stärker ausfallen. Über das gesamte Jahr gesehen liegt der Hahn um 69,3 Prozent unter der Vorjahresleistung. Allerdings konnte der Regionalflughafen im Frachtbereich zulegen. Im Oktober 2020 wurden 23.106 Tonnen umgeschlagen – ein Plus von 43,4 Prozent. Auch über die ersten zehn Monate des laufenden Jahres ist dieses Segment mit 34,9 Prozent Zuwachs positiv. Bislang wurden 185.264 Tonnen Fracht in Frankfurt-Hahn umgeschlagen.

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Pro Kassel-Passagier blättert der Steuerzahler 650 Euro hin

Der Flughafen Kassel-Calden war von Anfang an umstritten, doch heuer kostete den Steuerzahler rechnerisch jeder Passagier, der diesen Airport nutzte, stolze 650 Euro. Das ergibt sich daraus, dass die ursprünglich für das Jahr 2020 prognostizierten 650.000 Passagiere auch ganz ohne Corona-Pandemie in unerreichbarer Ferne sind. Im Vorjahr zählte Kassel-Calden lediglich 120.000 Reisende und liegt damit meilenweit von den ursprünglichen Prognosen, mit denen die Bauherren die Errichtung des umstrittenen Airports direkt neben einem bestehenden Verkehrslandeplatz argumentiert haben. Die Pandemie trug nun das ihrige bei, so dass „KSF“ zwischen Jänner und Oktober 2020 lediglich 27.000 Passagiere hatte. Der Hessische Rundfunk errechnete, dass im bisherigen Jahresverlauf etwa 18 Millionen Euro an die Flughafen GmbH Kassel geflossen sind und somit rechnerisch jeder Fluggast mit etwa 650 Euro „subventioniert“ wurde. Laut Hessischem Rundfunk soll der Betrieb in Erfurt und Paderborn ebenfalls ein schlechtes Geschäft für den Steuerzahler sein. Die Höhe der rechnerischen Zuschüsse ist allerdings wesentlich geringer als in Kassel-Calden. Erfurt zählte laut HR bislang 27.000 Reisende, was zu einer rechnerischen Subventionierung von 145 Euro pro Fluggast führte. In Paderborn waren es 91.800 Passagiere, die rechnerisch mit etwa 50 Euro „bezuschusst“ wurden. Anzumerken ist, dass die öffentlichen Zuschüsse nicht pro Fluggast berechnet werden, sondern sich die dargestellten Beträge lediglich rechnerisch ergeben.

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Mangels Nachfrage: Lufthansa verschiebt Barbados-Flüge

Lufthansa nimmt die erst am 29. Oktober 2020 angekündigte Nonstop-Verbindung zwischen Frankfurt am Main und Barbados wieder aus dem Programm. Grund dafür ist mangelnde Nachfrage, erklärte ein Sprecher gegenüber der Touristikzeitung FVW. Die Konstruktion ist durchaus verwirrend: Angeboten werden die Flüge von Lufthansa, jedoch von Brussels Airlines mit Airbus A330-300 in den Farben von Eurowings durchgeführt. Doch bedient wird die Verbindung nun frühestens ab dem 19. Dezember 2020. Die Konzernschwester Swiss stockte Anfang der Woche die Nonstopverbindung zwischen Zürich und Moskau-Domodedovo auf. Die Route wird nun dreimal wöchentlich bedient. Als Fluggerät kommen Maschinen des Typs Airbus A220-300 zum Einsatz. Die russische Hauptstadt wird auch ab Wien von Austrian Airlines – vorerst niederfrequent – angeflogen.

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Smartlynx-A320 wird in Rothenburg verschrottet

Ein nicht alltäglicher Gast landete am Montag auf dem Verkehrslandeplatz Rothenburg. Ein Airbus A320, der zuletzt bei SmartLynx im Einsatz war, trat seine letzte Reise an. Die Maschine von den Elbe Flugzeugwerken verschrottet. Brauchbare bzw. wertvolle Teile sollen recycelt werden. Es handelt sich um den ersten Auftrag, den der Verwerter an diesem Standort durchführt. Hinter der Ankunft des Airbus A320 steckt ein längerer Weg, denn im Vorjahr unterzeichneten die Elbe Flugzeugwerke einen entsprechenden Vertrag. Der Mittelstreckenjet wird nun zerlegt und brauchbare Teile sollen dem Recycling zugeführt werden. Der Rest wird klassisch verschrottet. Die fürs Recycling bestimmten Komponenten sollen im Kodersdorf überholt und anschließend wieder an Airbus geliefert werden. Die Elbe Flugzeugwerke sind als Zulieferer für den europäischen Hersteller tätig. Man hofft darauf in Zukunft weitere Aufträge erhalten zu können, so dass in Zukunft öfters Verkehrsflugzeuge ihre letzte Reise nach Rothenburg antreten können.

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Lufthansa sammelt eine Milliarde Euro auf dem Kapitalmarkt ein

Die Deutsche Lufthansa AG organisierte sich auf dem Kapitalmarkt eine Milliarde Euro. Der Konzern gab eine unbesicherte Anleihe heraus, die eine Laufzeit von 5,5 Jahren hat. Eigenen Angaben nach wurde diese nach Investorengesprächen, die gestern geführt wurden, rund vierfach überzeichnet Die Papiere mit einer Stückelung von 100.000 Euro werden mit 3,0 Prozent pro Jahr verzinst und haben eine Laufzeit bis 29. Mai 2026. Die Transaktion folgte auf die Begebung einer Wandelanleihe von 600 Millionen Euro durch die Deutsche Lufthansa AG am 10. November. Beide Emissionen stärken weiter die Liquiditätsposition des Unternehmens. Zum 30. September standen dem Unternehmen liquide Mittel in Höhe von 10,1 Milliarden Euro zur Verfügung (einschließlich der bislang größtenteils nicht ausgeschöpften Staatshilfen von Deutschland, der Schweiz, Österreich und Belgien). „Der große Erfolg beider Transaktionen unterstreicht das Vertrauen des Kapital­marktes in unser Unternehmen und unsere Restrukturierungsmaßnahmen. Damit können wir weiterhin eine große Vielfalt an vorteilhaften Finanzierungsinstrumen­ten nutzen. Bereits jetzt haben wir den größten Teil unserer im Jahr 2021 auslau­fenden Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 3,2 Milliar­den Euro erfolgreich refi­nanziert“, so Wilken Bormann, Executive Vice President Group Finance der Lufthansa Group. Weiters wird Lufthansa das erste Kündigungsrecht einer zum 12. August 2075 fälligen Hybridanleihe nicht ausüben. Der Wert beträgt 500 Millionen Euro und ist mit 5,125 Prozent verzinst. Der Luftfahrtkonzern kann erst wieder am 12. Feber 2026 vorzeitig kündigen. Darüber hinaus wird der Kupon am 12. Februar 2021 neu festgesetzt. Die Verzinsung beträgt dann 4,783 Prozent und der Zyklus wird fünfjährig sein.

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Lufthansa: „Keine Impfkartenpflicht geplant“

Deutschlands größte Fluggesellschaft, Lufthansa, will im Gegensatz zu Qantas in Zukunft die Beförderung nicht an einen Corona-Impfnachweis knüpfen. Der Carrier aus Australien preschte vor und kündigte an, dass man auf internationalen Flügen bald nur noch mit einem Impfnachweis einsteigen darf. Ein Sprecher der Lufthansa erklärte am Dienstag, dass der Kranich-Konzern derzeit keine solchen Pläne verfolgt. Auch wird darauf verwiesen, dass die Staaten für die Einreisebestimmungen zuständig sind. Derzeit werden in vielen Ländern Pläne für die Durchführung von Massenimpfungen gemacht. Die Branche, aber auch die Politik, überlegt derzeit wie das Reisen in Zukunft funktionieren wird. Näheres dazu unter diesem Link.

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Einigung zwischen Tuifly und VC nicht in Sicht

Zwischen der deutschen Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit und Tuifly ist eine rasche Einigung nicht in Sicht. Die Arbeitnehmervertreter fühlen sich aufgrund eines internen Rundschreibens, das Geschäftsführer Oliver Lackmann unterzeichnete, schlecht behandelt. In diesem wird behauptet, dass die Flugzeugführer die einzige Mitarbeitergruppe wären, die keinen finanziellen Beitrag zur Sicherheit des Unternehmens leisten wollen. Anfang November 2020 beendete die Tuifly-Geschäftsführung die Verhandlungen mit der Vereinigung Cockpit ergebnislos. Die VC sprach damals davon, dass die Gespräche arbeitgeberseitig beendet wurden und das Unternehmen starke Zugeständnisse fordert, jedoch den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen ablehnen soll. „Wir verurteilen die Blockadehaltung von TUIfly“, kommentiert Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik der VC. „Wir haben in wochenlangen, teilweise zähen Verhandlungen durchaus Schritte in die richtige Richtung gemacht. Jetzt aufzugeben ist keine Option, wenn man bedenkt, was auf dem Spiel steht. Jetzt soll mithilfe von Staatsgeld eine tiefgreifende Umstrukturierung vorangetrieben werden, die mit der aktuellen Krise überhaupt nichts zu tun hat. Dagegen wehren wir uns. Darüber hinaus ist die Aussage des TUIfly-Managements auch inhaltlich falsch, denn die Pilotinnen und Piloten sind sehr wohl bereit, einen erheblichen und schmerzhaften Beitrag für die Zukunft des Unternehmens zu leisten. Das haben wir dem Arbeitgeber in den Verhandlungen auch immer so mitgeteilt.“ Die Gewerkschaft fordert neuerlich, dass die Landes- und Bundespolitik intervenieren soll und verweist auf die Staatshilfe in der Höhe von bislang drei Milliarden Euro. Betont wird auch, dass die VC weiterhin für Verhandlungen zur Verfügung steht.

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