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München schließt das Terminal 1 erneut

Der Franz-Josef-Strauß-Flughafen München, Deutschlands zweitgrößter Airport, schließt das Terminal 1 erneut. Ab 1. Dezember 2020 werden alle Flüge im Terminal 2, das ansonsten primär von Star-Alliance-Mitgliedern genutzt wird, abgefertigt. Während der ersten Lockdown-Welle wurde das ältere der beiden Gebäude bereits für etwa zehn Wochen geschlossen. Diese Maßnahme ergreift man erneut, denn alle Flüge werden ab 1. Dezember 2020 das Terminal 2 nutzen. Ein Termin für eine möglicher Wiedereröffnung steht noch nicht fest. Das Portal Airliners.de berichtete zunächst über die bevorstehende Schließung des Terminals 1, ein Sprecher bestätigte den Medienbericht.

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München-Chef Lammers erneut zum ACI-Präsidenten gewählt

Die Mitgliederversammlung des Airport Council International bestätigte Jost Lammers, Direktor des Münchner Flughafens, in seiner Funktion als Verbandspräsident. Der Manager bekleidet diese Funktion seit Juli 2019. ACI vertritt die Interessen von über 500 Flughäfen in 45 europäischen Ländern. In seiner Grundsatzrede auf dem Jahreskongress des ACI Europe in Brüssel stellte der alte und neue Verbandspräsident deutliche Forderungen an die politischen Entscheidungsträger in der EU. Damit sich die Luftfahrt baldmöglichst erholen könne, müssten, so Jost Lammers, jetzt dringend entscheidende Weichenstellungen vorgenommen werden. Unter der Voraussetzung entsprechender internationaler Abkommen könnten bestehende Reiserestriktionen und Quarantäneregelungen durch einen verstärkten Einsatz von Antigen-Schnelltests ersetzt werden. Lammers: „Solche Tests reduzieren Übertragungsrisiken effektiv und könnten den Weg zu einer kontinuierlichen Regenerierung des internationalen Luftverkehrs ebnen.“ Jost Lammers steht seit Januar 2020 an der Spitze der Flughafen München GmbH. Er ist Vorsitzender der Geschäftsführung und bekleidet zugleich das Amt des Arbeitsdirektors.

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Swiss: Drei CEO-Wechsel bei LH-Töchtern nach Klühr-Rücktritt

Bei drei Lufthansa-Töchtern kommt es zum Führungswechsel: Brussels-CEO Dieter Vranckx wechselt nach Zürich und wird dort Swiss-Chef. Ihm folgt in Brüssel Peter Gerber nach. Lufthansa Cargo AG wird künftig von Dorothea von Boxberg geleitet. Bei Swiss wird der Chefsessel aufgrund des Rücktritts von Thomas Klühr vakant. Er wird in der Luftfahrtstiftung ein Mandat für die Lufthansa-Gruppe übernehmen. Der schweizerische Carrier wird ab 1. Jänner 2021 von Dieter Vranckx, derzeit CEO von Brussels Airlines, geleitet. Der Manager ist seit 2001 in verschiedenen Positionen für die Lufthansa Group tätig. In Belgien wird Peter Gerber übernehmen. Derzeit ist der Manager Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Cargo AG. Vorbehaltlich der Zustimmung des Verwaltungsrats der SN Airholding wird er mit 1. März 2021 zur Brussels Airlines wechseln. Gerber ist seit 1992 für die Lufthansa Gruppe tätig. Bei der Frachtfluggesellschaft des Konzerns übernimmt Andrea von Boxberg per 1. März 2021 den Vorstandsvorsitz. Sie ist seit 2007 für den Kranich-Konzern tätig und wurde am 1. August 2018 in das Leitungsgremium von Lufthansa Cargo berufen. „Mit den heutigen Entscheidungen übernehmen gleich drei erfahrene und versierte Führungskräfte aus unseren eigenen Reihen wichtige Managementaufgaben im Kerngeschäft unseres Konzerns. Dieter Vranckx war in verschiedenen Airlines und auf drei Kontinenten erfolgreich für die Lufthansa Group tätig. Seine enorme internationale Erfahrung und seine breite Airline Expertise machen ihn zu einer erstklassigen Besetzung für die Führung der SWISS. Peter Gerber hat innerhalb der Lufthansa Group in vielen Führungspositionen bewiesen, dass er nicht nur ein herausragender Airline-Manager ist, sondern auch schwierige politische Verhandlungen zu einem guten Ergebnis

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SunExpress: Gegen Geld gibt’s einen freien Mittelsitz

Der türkische Ferienflieger SunExpress bietet nun gegen Bezahlung einen garantiert freien Mittelsitz an. Die Buchung kann beispielsweise telefonisch erfolgen und kostet nach Angaben des Carriers mindestens 39 Euro. „In Corona Zeiten ist ein SunExpress Flugzeug einer der Orte, mit dem niedrigsten Ansteckungsrisiko. Doch auch wenn wir auf Masken bestehen und die Luft so gut gefiltert ist wie sonst nur in Operationssälen – Nähe fühlt sich gerade einfach nicht gut an. Platz ist für viele unserer Kunden ein großes Anliegen“, kommentiert Peter Glade, CCO bei SunExpress. „Unsere Gäste haben in den jüngsten Wochen vielfach den Wunsch nach einem garantiert freien Mittelsitz geäußert. Umso mehr freuen wir uns, dass wir Kunden diesen Extra-Service künftig anbieten können.“ Möglich ist die Buchung des Extraplatzes telefonisch unter 069-90234000. Kunden können den freien Mittelsitz direkt bei ihrer Reservierung mitbuchen. Darüber hinaus ist eine Reservierung für bereits bestehende Buchungen bis zu drei Tage vor Abflug möglich. Auch hierfür erfolgt die entsprechende Reservierung über den telefonischen Kundenservice von SunExpress. Kunden müssen dazu lediglich den sechsstelligen Code der Buchung bereithalten.

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Graz: Austrian setzt Stuttgart und Düsseldorf aus

Am Flughafen Graz wird künftig weniger los sein, denn KLM setzt die Amsterdam-Anbindung aus. Nun kommt dazu, dass Austrian Airlines die Nonstopflüge nach Stuttgart und Düsseldorf in eine zweite „Corona-Pause“ schickt. Die Wiederaufnahmen werden frühestens Mitte Jänner 2021 erfolgen, bestätigte ein AUA-Sprecher gegenüber Aviation Direct. Erst Anfang Oktober feierte die Lufthansa-Tochter das Comeback auf den beiden dezentralen Routen ab Graz. Die Auslastung ging jedoch – auch bedingt durch die seitens Deutschland eingeführte Zwangsquarantäne – steig zurück. Nun zog Austrian Airlines die „Notbremse“ und pausiert ab der Landeshauptstadt der Steiermark die Destinationen Graz und Düsseldorf. Laut einem Sprecher strebt der Carrier die Wiederaufnahme für Mitte Jänner 2021 an. Die tatsächliche Umsetzung ist vom weiteren Verlauf der Pandemie abhängig. Die Anbindung an das AUA-Drehkreuz Wien ist nicht betroffen. Diese wird nach aktuellem Planungsstand weiterhin bedient. So soll die Konnektivität von Graz sichergestellt werden. Ab Klagenfurt wurde die Inlandsstrecke in die Hauptstadt in eine zweite Corona-Pause geschickt. Dort setzt auch Konzernschwester Eurowings die Destination Köln/Bonn temporär aus.

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Auch Lufthansa und Swiss machen Hunger und Durst zu Geld

Die Lufthansa Group führt bei ihren Flugbetrieben Austrian Airlines, Swiss und Lufthansa auf Kurz- und Mittelstreckenflügen bis zu einer Reisezeit von 180 Minuten ab Frühjahr 2021 kostenpflichtige Getränke und Snacks ein. Die Umstellung wird zunächst bei Austrian Airlines vollzogen, wo es im Gegensatz zu den beiden anderen Konzernmitgliedern kein kostenfreies Wasser geben wird. Der Konzern betont in insgesamt drei Medienaussendungen, dass man mit der Umstellung auf Bezahl-Catering die Qualität steigern möchte. Konkret bedeutet das, dass Passagiere, die in der Economy-Class reisen künftig für Getränke und Snacks bezahlen müssen. Bei Swiss und Lufthansa wird es aber weiterhin kostenloses Wasser geben. Austrian Airlines vergönnt nicht mal das. Die Business-Class sowie Charterflüge sind von den Maßnahmen nicht betroffen. „Unsere Gäste möchten ihr Reiseerlebnis heutzutage individueller gestalten, das bisherige Verpflegungsangebot an Bord erfüllt oftmals nicht mehr ihre Erwartungen“, sagt Tamur Goudarzi Pour, Chief Commercial Officer von Swiss. „In Genf bieten wir unseren Gästen mit SWISS Saveurs bereits heute die Möglichkeit, ihre bevorzugten Snacks und Getränke individuell auszusuchen. Wir erhalten von unseren Gästen sehr gutes Feedback zum qualitativ hochwertigen SWISS Saveurs Angebot und werden dieses deshalb zukünftig auch auf Flüge ab Zürich ausweiten.“ Bei Swiss wird es künftig neben einer kostenfreien Wasserflasche auch weiterhin ein kleines Stück Schokolade geben. Das war es dann aber auch schon, denn wer mehr möchte, muss dafür die Geldbörse auspacken. Ein Partner für das Paid-Catering-Produkt steht noch nicht fest. Dieser soll erst in den nächsten Monaten vorgestellt werden. Hinsichtlich dem geplanten Angebot betont Swiss, dass man „regionale und frische Produkte“

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Hessen verbrennt 18.600 Euro pro Tag in Kassel-Calden

Von Anfang an war der Flughafen Kassel-Calden umstritten, denn Frankfurt am Main, Paderborn und Hannover sind rasch erreichbar. Als unnötige Vernichtung von Steuergeldern wurde die Errichtung des Airports von Kritikern bezeichnet. Aufgrund der Corona-Pandemie ist nun noch weniger los und die Verluste häufen sich weiter. Das Verkehrsaufkommen hält sich schon von Anfang an in sehr eng gesteckten Grenzen. Viele Ferienflüge müssen mangels Nachfrage abgesagt werden. Typische Städteziele gibt es nicht. Lediglich Sundair bietet ein paar Warmwasserziele an, jedoch sinkt die Anzahl der Flugbewegungen immer weiter. Aufgrund der Corona-Pandemie sind laut Hessischem Rundfunk bis Jahresende nur 19 Ferienflüge ab Kassel-Calden geplant. Rechnerisch wären das maximal zwei bis drei Flüge pro Woche, wobei die Tendenz, dass die eine oder andere Rotation gestrichen werden könnte, durchaus hoch ist, denn Deutschland deckt die Welt mit Reisewarnungen und Quarantänepflicht regelrecht ein. Das wirkt sich negativ auf die Nachfrage aus. Dazu kommt, dass sich Sundair in einem so genannten Schutzschirmverfahren befindet. Das Land Hessen, mit 68 Prozent Anteil der größte Gesellschafter, rechnet mit einem Rückgang von 70 Prozent. Laut hessischem Rundfunk geht der Flughafen Kassel-Calden sogar von noch weniger Passagieren aus. Der Betrieb ist auch ganz ohne Corona-Pandemie schwer defizitär: Im Vorjahr lag das Minus bei 5,6 Millionen Euro. Der HR rechnet vor, dass das Land Hessen pro Tag 18.600 Euro in den Regionalflughafen pumpt. Die Zuschüsse der weiteren Gesellschafter, die allesamt der öffentlichen Hand angehören, sind da noch gar nicht eingerechnet. Für das Jahr 2020 sind derzeit Landeszuschüsse in der Höhe von 6,8 Millionen Euro

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München: Zoll fing Doping-Großlieferung ab

Genauer hinschauen kann sich besonders für Zöllner immer wieder lohnen. So passiert in München, denn den Beamten der deutschen Zollbehörde gelang es große Mengen Dumpingmittel abzufangen. Diese wurden in je zweiwöchigem Abstand von Bulgarien aus nach Mexiko geschickt. Die Luftfracht wurde am Flughafen München umgeladen und da hier die Europäische Union verlassen wird, schauten die Zöllner besonders genau hin: Laut Medienerklärung wurden etwa 20.000 Tabletten, 3.100 Ampullen und mehr als 400 weitere illegale Dopingmittel gefunden und sichergestellt. Diese befanden sich in Paketen, die von Bulgarien aus an Privatadressen in Mexiko geschickt wurden. Zum Verhängnis wurde der Zwischenstopp in München und die dortige Aufmerksamkeit der Beamten der Zollbehörde, die den Schwarzmarktwert mit „mehreren Hunderttausend Euro“ bezifferte. In Zusammenarbeit mit Bulgarien und Mexiko wird nun ermittelt.

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Eurowings startet Schnelltests in Düsseldorf

Nach Austrian Airlines und Lufthansa will nun auch Eurowings Corona-Schnelltests einführen. Diese sollen ab Jahresende vorerst in Düsseldorf angeboten werden. In der ersten Phase sollen Passagiere, die zu Ferienzielen reisen, jeweils vor dem Hin- und Rückflug getestet werden. Gegenüber dem Westdeutschen Rundfunk erklärte ein Eurowings-Sprecher, dass das Ziel ist, dass man so den Passagieren eine mögliche Quarantäne ersparen kann. Auch hofft man darauf, dass sichergestellt werden kann, dass sich während dem Flug niemand infizieren kann. So soll die Nachfrage angekurbelt werden. Allerdings hat die Sache auch einen Haken, denn derzeit anerkennt kein einziger EU-Staat ein negatives Antigen-Ergebnis als Ersatz für einen negativen PCR-Befund. Die Kanaren haben zwar diesen Schritt gesetzt, jedoch widerspricht diese einer jüngeren Anordnung der spanischen Zentralregierung, was für zusätzliche Verwirrung sorgt. Viele Länder, darunter auch Deutschland, akzeptieren selbst einen negativen PCR-Befund nicht als Ersatz für die Quarantäne. Dennoch spekuliert man in der Luftfahrtbranche darauf, dass ein politisches Umdenken kommt und will schlüsselfertige Lösungen anbieten. Zwar drängt die EU-Kommission mittlerweile auf dieses Verfahren, doch zeigen nur wenige Mitgliedsländer tatsächlich Interesse daran. Angaben zu möglichen Kosten für die Passagiere machte Eurowings nicht. Laut WDR soll auch am Flughafen Köln/Bonn an einer vergleichbaren Lösung für Schnelltests gearbeitet werden. Eurowings will dies jedenfalls mittelfristig auch an weiteren Airports anbieten.

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Dramatische Verkehrsentwicklung an deutschen Flughäfen

Die Luftverkehrsbranche bleibt am Boden: Der Flughafenverband ADV meldet schockierende Zahlen, das Passagieraufkommen an den deutschen Flughäfen liegt gegenüber dem Vorjahr bei nur noch knapp über 10 Prozent – ein Rückgang um -88,1 Prozent. Die negative Entwicklung der Passagierzahlen nimmt dramatische, ja fast schon kriegsähnliche Züge an. Alle Verkehrskennzahlen sind rückläufig, die anhaltenden Negativ-Zahlen machen den Flughäfen zu schaffen. Der Verband zeichnet ein düsteres Bild: Die Flughäfen würden jeden Tag 10 Millionen Euro verlieren. Diese würde unter dem Strich zu einem Verlust in Milliardenhöhe führen. „Die Situation verschärft sich von Tag zu Tag“, heißt es in einer Aussendung.  „Der Luftverkehrsgipfel vor einer Woche hat ein wichtiges Signal für die notleidenden Flughäfen gesetzt. Jetzt ist entschlossenes Handeln gefragt. Die Flughäfen sind auf nicht rückzahlbare Zuschüsse zur wirtschaftlichen Stabilisierung angewiesen. Nur so können irreparable Strukturbrüche verhindert werden. Besonders der Winter wird für die Branche zum erneuten Belastungstest. Um den Luftverkehr wieder zu beleben, brauchen wir verbesserte Teststrategien statt pauschale Quarantäneregelungen“, fordert Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV.

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