Deutschland

Weitere Artikel aus der Rubrik

Deutschland

München startet „biometrische Bordkarte“

Am Flughafen München wurde am Dienstag die biometrische Passagierkontrolle der Star Alliance in Betrieb genommen. Diese soll es ermöglichen, dass Reisende ohne die Vorlage ihrer Bordkarte den Sicherheitsbereich und das Flugzeug betreten können. Vorerst ist die Teilnahme Mitgliedern des Vielfliegerprogramms Miles&More vorbehalten. Derzeit läuft in München der Testbetrieb an den Gates G28 und G30 sowie an den Zugängen zur Sicherheitskontrolle. Kameras identifizieren registrierte Passagiere über ihr Gesicht. Die MNS-Maske muss dabei nicht abgenommen werden. Das System, das zunächst exklusiv an den Flughäfen München und Frankfurt zum Einsatz kommt, kann auf Flügen der Lufthansa und Swiss genutzt werden. Mitglieder von Miles & More können sich hierfür bereits seit einer Woche in der Lufthansa- und Star-Alliance-App registrieren. Über 1.000 Anmeldungen wurden bereits vorgenommen.

weiterlesen »

Wisag erhält Lizenzverlängerung in Köln/Bonn

Am Flughafen Köln/Bonn wird auch weiterhin der Bodenverkehrsdienstleister Wisag tätig sein. Dieser setzte sich im Rahmen einer Ausschreibung durch und erhielt eine Lizenzverlängerung für die kommenden sieben Jahre erteilt. Wisag darf laut Medienmitteilung weiterhin die komplette Bandbreite der Dienstleistungen anbieten. Zu diesen zählen primär Vorfeldarbeiten im Auftrag von Fluggesellschaften sowie die Be- und Entladung von Maschinen. Mit der Gewerkschaft Verdi einigte man sich im März 2020 auf einen neuen Tarifvertrag. Im Cargobereich zählt beispielsweise DHL zu den Kunden von Wisag.

weiterlesen »

Lufthansa testet „Schlafreihen“

Einige Fluggesellschaften, darunter beispielsweise Air Astana, bieten schon länger an, dass eine ganze Sitzbank gebucht werden kann. Diese soll dann als „Bett“ fungieren. Lufthansa test dies nun auf der Strecke Frankfurt-São Paulo auf den Flügen LH 506/507. Vorab kann das „Sofa“ nicht gebucht werden. Erst am Check-In-Schalter oder alternativ am Gate kann ein „Upsell“ durchgeführt werden. Gegen Bezahlung von 260 U.S.-Dollar erhalten Passagiere eine Dreier- oder Vierreihe für sich exklusiv. Weiters gibt es Priority Boarding, einen Topper, eine Decke und ein Kissen dazu. Das Angebot kann noch bis Mitte Dezember 2020 in Anspruch genommen werden. Ob es danach ins reguläre Angebot überführt wird, ist noch nicht entschieden. Lufthansa schreibt jedenfalls auf der Produkt-Homepage, dass es sich um einen Sonderpreis handelt. Die Buchung des „Sofas“ kann nur am Check-In-Schalter oder am Boardinggate erfolgen und nur dann, wenn es die Auslastung des Fluges zulässt. Die Bezahlung muss mittels Kreditkarte erfolgen.

weiterlesen »

Oberverwaltungsgericht Münster kippt deutsche „Zwangsquarantäne“

Ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster könnte sich möglicherweise bundesweit auswirken: Das Gericht kippte die Quarantänepflicht für Rückkehrer aus vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogebieten und stellte fest, dass Personen, die aus Regionen mit niedrigeren Infektionszahlen als an ihrem Wohnort eben zu Hause einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt sind als während der Reise. Das Urteil stellt die bisherige Praxis der Bundesrepublik auf den Kopf, denn wandte man eine starre Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an. Allerdings sind in vielen Regionen Deutschlands die „Quoten“ beachtlich höher, so dass es dazu kommen kann, dass man aus einem vermeintlichen „Risikogebiet“ nach Deutschland zurückkehrt und am Wohnort wesentlich höhere Infektionszahlen sind. Dennoch müsste man in Quarantäne, denn die deutsche Politik suggeriert ungeachtet der Zahlen des RKI, dass Gefahr vom Ausland ausgeht. Das Robert-Koch-Institut stellte allerdings fest, dass nur ein verschwindend geringer Anteil der Infektionen auf Reiserückkehrer zurückzuführen ist, mehr dazu in diesem Artikel. Ein Deutscher, der einen Urlaub auf Ibiza und Teneriffa verbracht hatte, klagte gegen die Quarantänevorschriften der Bundesrepublik Deutschland. Er argumentierte damit, dass die Anzahl der Neuinfektionen auf den Balearen deutlich niedriger wäre als in seiner Heimatstadt Bielefeld. Dennoch sollte er in Quarantäne, da er sich auf Ibiza aufgehalten hatte. Das Gericht gab der Klage statt und kippte die Quarantänevorschrift des Bundeslands Nordrhein-Westfalen. Diese trat pikanterweise erst am 8. November 2020 in Kraft. „Das von den Rückkehrern ausgehende Infektionsrisiko stellt sich jedenfalls bei vergleichbaren Inzidenzwerten nicht anders dar, als wenn sie daheim geblieben wären“, ist in der Urteilsbegründung des Oberverwaltungsgerichts Münster zu lesen. Ein

weiterlesen »

Deutschland will Luftfahrt-Hilfspaket auf den Weg bringen

Spät, aber doch hat die deutsche Bundesregierung erkannt, dass die momentane Situation der Luftfahrtbranche massiv zusetzt. Bislang hielt man sich – abgesehen von Lufthansa – mit staatlichen Hilfen stark zurück. Nun prüft man einige Maßnahmen wie man der Branche unter die Flügel greifen kann. Bis vor wenigen Tagen zeigte sich die Spitze der Bundesrepublik hinsichtlich der von Flughäfen und Airlines vorgeschlagenen Schnelltests ablehnend. Nun wirft man doch einen Blick auf das Konzept und stellt zumindest vage – ohne nähere Details zu nennen – in Aussicht, dass Einreiserleichterungen angedacht sind. Im Bereich der Langstrecke will man mit einigen Staaten verhandeln und „Safe Travel Corridors“ schaffen. Wie das genau funktionieren wird, ist allerdings noch hoffen und soll erst mit anderen Staaten evaluiert werden. Über die entsprechenden Pläne berichtete zunächst das Handelsblatt. Das deutsche Verkehrsministerium bestätigte auf Anfrage den Artikel. Über den Zeitplan ist noch nicht viel bekannt, denn erst Anfang Dezember 2020 sollen die Verhandlungen – vorerst innerhalb der Ministerien – beginnen. Die von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) angekündigte „Luftfahrtmilliarde“ soll der deutschen Flugsicherung sowie den Airports zufließen. Dabei wird auch namentlich der neue Flughafen Berlin-Brandenburg genannt, der erst kürzlich mit einer Schließungsandrohung für Aufsehen sorgte. Welcher Airport wie viel Geld bekommen soll, ist noch unklar. Im Hintergrund läuft ein Kompetenzgerangel wie viel die einzelnen Bundesländer beisteuern müssen. Derzeit schwebt dem Verkehrsministerium vor, dass die Hälfte vom Bund und die andere Hälfte von den Ländern aufgebracht werden muss. Demnach würde sich Scheuers Luftfahrtmilliarde real auf eine halbe Milliarde Euro reduzieren, denn der

weiterlesen »

Dienstreisen: Kompliziertes Verfahren zwischen Deutschland und Singapur

Deutschland und Singapur haben sich auf die Schaffung eines gegenseitigen „Grünen Reisekorridors“ für Geschäftsreisen geeinigt. Diese ist allerdings nur auf Nonstop-Flügen zwischen den beiden Ländern anwendbar und die Reisenden müssen einige Auflagen erfüllen. Beispielsweise muss ein so genannter „SafeTravel-Pass“ vorgelegt werden. Dieser ist in beiden Staaten künftig für die Einreise notwendig. Zusätzlich sind eine offizielle Einladung eines Unternehmens oder aber einer Regierungsbehörde und ein negativer PCR-Test erforderlich. Die Staatsbürgerschaft spielt keine Rolle, aber es muss ein Wohnsitz in Singapur bzw. Deutschland nachgewiesen werden. Nach der Einladung stellt das singapurische Unternehmen im Namen des Antragstellers bei den örtlichen Behörden einen Antrag auf den SafeTravelPass. Wird der Antrag genehmigt, darf der Reisende einreisen, muss aber vor Abreise aus Deutschland einen negativen „PCR“ Covid-19 Test nachweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist und der von einer genehmigten medizinischen Einrichtungen ausgestellt wurde. Auch nach Ankunft in Singapur muss sich der SafeTravel-Pass-Reisende einem Covid-19 PCR-Test unterziehen. Das gastgebende Unternehmen oder die Regierungsbehörde befördert den Reisenden unter Einhaltung der geltenden Gesundheitsvorschriften direkt vom Flughafen zur angegebenen Unterkunft / Hotel. Dort muss der Reisende isoliert warten, bis das Testergebnis bekannt gegeben wird. Ist der Test negativ, kann die Dienstreise in Singapur gemäß eines vorher eingereichten Programms beginnen. Weitere Details der Vereinbarung sowie offizielle Antragsformulare können online unter dem nachfolgenden Link aufgerufen werden: https://safetravel.ica.gov.sg/germany/rgl/requirements-and-process

weiterlesen »

Deutschland: Deutlich weniger Passagiere im Oktober 2020

Im Oktober 2020 zählten die deutschen Flughäfen gemeinsam 3.943.010 Passagiere. Das waren um 83,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Das Frachtaufkommen legte um 0,6 Prozent zu und wird seitens des ADV mit 422.395 Tonnen angegeben. Die Anzahl der gewerblichen Flugbewegungen lag um 62,1 Prozent unter dem Wert des Oktobers 2019. Gezählt wurden 76.060 Starts und Landungen. In manchen deutschen Bundesländern gab es Herbstferien. Diese konnten jedoch keinen nennenswerten Schub generieren. Das Passagieraufkommen ist weiter rückläufig und hat zur Folge, dass viele Fluggesellschaften ihre Angebote zurückgefahren haben. Viele Wiederaufnahmen oder Aufstockungen wurden mangels Nachfrage nicht umgesetzt. Laut ADV lassen die derzeitigen Buchungszahlungen auch keine Besserungen erkennen. „Weitreichende Reisebeschränkungen und Beherbergungsverbote schüren die Unsicherheit bei der Reiseplanung. Mit einem Passagiervolumen von weniger als 20 % gegenüber der Vor-Corona-Zeit befindet sich die Luft- und Reisebranche faktisch in einem zweiten Lockdown. Die Luftverkehrsbranche kommt nicht aus der Krise“, so der Flughafenverband ADV. Innerdeutsch wurden im Oktober 2020 um 83,2 Prozent weniger Passagiere gezählt. Minimal besser lief es im Europa-Verkehr: Das Minus machte hier „nur“ 80,8 Prozent aus. Die Langstrecke erwies sich mit einem Rückgang von 92,8 Prozent als besonders wenig nachgefragt. Auch auf die ersten zehn Monate des laufenden Jahres gesehen, sieht es kaum besser aus. Die deutschen Flughäfen zählten zwischen Jänner und Oktober 2020 gemeinsam 59,2 Millionen Reisende. Im direkten Vergleich mit dem Wert der Vorperiode bedeutet dies, dass um 72,3 Prozent weniger Fluggäste unterwegs waren. Innerdeutsch liegt der Rückgang bei 71,9 Prozent, im Europa-Verkehr bei minus 71,7 Prozent und die Langstrecke hatte

weiterlesen »

KLM stattet Boeing 737 und Embraer 190/195 mit neuen Sitzen aus

Die niederländische Fluggesellschaft KLM erteilte Recaro einen Großauftrag: Insgesamt wurden 5.500 Sitze des Typs SL3710 bestellt. Diese sollen in die Maschinentypen Embraer 190/195 und Boeing 737-800 eingebaut werden. Für Recaro bedeutet dieser Auftrag auch, dass ein Schritt in Richtung Regionalverkehrsflugzeuge gemacht wird. KLM erwartet sich von den neuen Sitzen insbesondere laufende Kosteneinsparungen. Das Gewicht ist aufgrund der Leichtbauweise mit etwa acht Kilogramm pro Sessel recht niedrig. Dadurch sollen die Treibstoffkosten sinken. Laut Recaro soll der Vorteil pro Flugzeug und Jahr bei „einigen tausend Euro“ liegen. „Wir sind begeistert, dass unser langjähriger Partner KLM der Erstkunde für unseren neuen SL3710 ist, da wir beide auf das Ziel hinarbeiten, Flugreisen komfortabler, nachhaltiger und effizienter zu gestalten. Dies ist nicht nur unser erster Schritt in den Regionalflugverkehr, sondern es ist auch das erste Mal, dass Recaro Flugzeuge von Embraer ausstattet. Diese Gelegenheit nehmen wir nicht auf die leichte Schulter, und wir freuen uns darauf, unsere Vision des ‚Fahrkomforts am Himmel‘ weiter zu verfolgen“, so Recaro-Aircraft-Seating-Chef Mark Hiller.

weiterlesen »

DER-Reisebüros verlangen nun Geld für die Beratung

Bislang war die Beratung in fast allen Reisebüros kostenfrei und die Vermittlung von Pauschalreisen war aufgrund der Provisionen so gut wie nie mit Kosten verbunden. Bei der Buchung anderer Leistungen, beispielsweise Flugtickets, erheben aber die meisten Agenturen eine Gebühr. Nun preschen die DER-Reisebüros vor und machen die Beratung generell kostenpflichtig. Während Pauschalreisen ein zuverlässiges Standbein sind, konnten die in den verschiedensten Agenturen tätigen Touristiker in den letzten Jahren ein Phänomen beobachten: Kunden haben sich im Reisebüro beraten lassen, Hotels zeigen lassen und so weiter. Gebucht wurde dann aber übers Internet bei Lowcostern und über Vermittlungsportale. Verboten ist das natürlich nicht, denn Preise vergleichen und sich lediglich über das Angebot informieren ist keine Kaufverpflichtung. Die Krise führt jetzt dazu, dass viele Reisebüros über Beratungspauschalen nachdenken. Diese sollen, falls der Kunde nichts kauft, zumindest den Personalaufwand abdecken. Noch hadern viele mit der Entscheidung, aber die DER-Reisebüros preschen jetzt vor und teilten mit, dass zwei kostenpflichtige Beratungspakete eingeführt werden. Liegt der Reisepreis bis maximal 500 Euro, so erhebt DER eine Gebühr in der Höhe von 15 Euro. Ab 501 Euro werden 30 Euro fällig. Dabei handelt es sich um die Servicepauschalen für das Basispaket, die laut Mitteilung unter anderem individuelle Reisebausteine, Preisvergleiche, Einreiseinformationen, die Nutzung der App mit Kontaktfunktion zum Berater und einen Kofferanhänger beinhalten. Sollen jedoch beispielsweise Sitzplatzreservierungen getätigt werden, Sonderwünsche an Hotels übermittelt werden, die elektronischen Reiseunterlagen auf Papier ausgehändigt werden oder aber Genehmigungen eingeholt werden, fallen bis 500 Euro Auftragswert 34 Euro an. Ab 501 Euro kostet das Plus-Paket sogar

weiterlesen »

Österreich: Eurowings verlängert Flugpausen bis mindestens 1. Feber 2021

Der Lufthansa-Ableger Eurowings verlängert die Flugpausen im Österreich-Deutschland-Verkehr um mehrere Wochen. Ab Wien sind die Ziele Hannover, Köln/Bonn und Stuttgart betroffen. Nach Baden-Württemberg und Niedersachsen plant man nicht vor dem 1. Feber 2021 zu fliegen. Ebenso wird das Angebot nach Köln/Bonn bis zumindest diesem Datum pausiert. Düsseldorf und Hamburg wurden nicht ausgesetzt und sind weiterhin in Betrieb. Auf jenen Routen, die von Austrian Airlines bedient werden, bekommen Passagiere auf der Eurowings-Homepage nun AUA-Tickets angeboten. In Klagenfurt sind im Dezember 2020 und Jänner 2021 rund um Weihnachten und den Jahreswechsel einzelne Umläufe nach Köln/Bonn geplant. Ansonsten soll diese Strecke bis zum 1. Feber 2021 pausieren. In Salzburg wird die Köln-Route bis vorerst Anfang Feber 2021 ausgesetzt. Vereinzelt werden jedoch Flüge mit Umstieg im Hamburg angeboten, denn diese Strecke soll im Dezember 2020 niederfrequent und rund um Weihnachten/Neujahr etwas verstärkt, bedient werden. Ab 9. Jänner 2020 wird jedoch auch Salzburg-Hamburg wieder bis mindestens 1. Feber 2021 pausiert. Die Berlin-Strecke wird ebenso weiterhin pausiert, wobei es gelegentlich Umsteige-Angebote via Düsseldorf und kurzzeitig auch Hamburg gibt. Düsseldorf wird ab Salzburg nach momentanem Stand durchgehend angeboten, jedoch in außerhalb der Weihnachts- und Neujahrszeit wieder in stark reduziertem Umfang. So stehen nach dem 10. Jänner 2021 wieder – wie auch bis zum 11. Dezember 2020 – nur zwei wöchentliche Umläufe im Flugplan.

weiterlesen »