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Starker Rückgang auch bei Mietwagenvermittler Sunny Cars

Weniger Urlaubsreisende bedeuten auch weniger Vermittlungspotential für Leihautos. Sunny Cars teilte mit, dass das am 31. Oktober 2020 abgelaufene Geschäftsjahr tiefrot abgeschlossen wurde. Der Umsatz reduzierte sich von 275 Millionen Euro in der vorigen Periode auf 71,5 Millionen Euro. Betrachtet man die Anzahl der Buchungen, so wird der Einbruch noch heutlicher: Im Geschäftsjahr 2019/2020 vermittelte Sunny Cars rund 900.000 Mietautos. In der kürzlich abgeschlossenen Periode waren es nur noch 232.000 Buchungen. „In diesem Ausnahmejahr für die Tourismusbranche haben wir von Anbeginn der Corona-Krise versucht, so gut wie möglich mit der Situation umzugehen“, bekräftigt Sunny Cars Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter Kai Sannwald. „Uns kommt zugute, dass wir die erwirtschafteten Gewinne der vergangenen Jahre überwiegend im Unternehmen belassen haben und somit auf hohe Rücklagen zurückgreifen können. Damit ist es uns möglich, auch weitere Verluste aus dem Eigenkapital zu stemmen. Wir sind sogar in der Lage, das neue Geschäftsjahr ohne eine einzige Buchung zu überstehen.“ Sunny Cars plant und kalkuliert für das aktuelle Geschäftsjahr mit Vorsicht und fährt intern einen rigiden Sparkurs: „Wir stellen uns darauf ein, dass so schnell nicht mit einer Rückkehr zur Normalität beim Reiseverhalten zu rechnen ist“, betont Co-Gesellschafter Thorsten Lehmann. „Der Kunde muss erst einmal wieder verreisen wollen und vor allem können, daher rechnen wir erst Mitte 2021 mit einer langsamen Besserung der Gesamtsituation“.

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Eurowings: Beirut ab Berlin, Düsseldorf und Stuttgart

Die Billigfluggesellschaft Eurowings nimmt ab 19. Dezember 2020 Nonstop-Flüge ab Berlin-Brandenburg, Düsseldorf und Stuttgart nach Beirut auf. Ab der NRW-Landeshauptstadt wird zusätzlich auch Erbil angeboten. Während die Flüge ab Berlin und Düsseldorf bereits kurz vor Weihnachten starten, geht es in Baden-Württemberg erst am 2. Feber 2021 los. „Familien und Freunde zu besuchen ist gerade in Krisenzeiten besonders wertvoll. Menschen egal welcher Nationalität suchen regelmäßig die Nähe und den persönlichen Austausch mit ihren Angehörigen. Dies ermöglichen wir mit attraktiven Nonstop-Verbindungen in die jeweiligen Heimatländer. Dabei beobachten wir eine anhaltend stabile Nachfrage in diesem Segment, auch in den letzten Wochen und Monaten der Corona-Krise“, so Jens Bischof, CEO von Eurowings. Ab dem 19. Dezember 2020 bringt Eurowings ihre Passagiere von Berlin nach Beirut, die Hauptstadt des Libanon. Flüge starten jeweils dienstags und samstags in Berlin mit anschließendem Rückflug nach ihrer Landung in Beirut. Der Flugplan ab Berlin auf einen Blick: Dienstag: BER – BEY 08.25 Uhr – 13.25 Uhr; BEY – BER, 14.30 Uhr – 17.45 Uhr Samstag: BER – BEY, 12.05 Uhr – 17.05 Uhr; BEY – BER, 18.15 Uhr – 21.30 Uhr Ab dem 19. Dezember fliegen Eurowings Passagiere von Düsseldorf per Direktverbindung nach Erbil im Irak und ab dem 22. Dezember nach Beirut im Libanon. Die Flüge werden jeweils dienstags und samstags angeboten. Der Flugplan ab Düsseldorf auf einen Blick:  Düsseldorf – Erbil: Dienstag und Samstag: DUS – EBL, 07.30 Uhr – 14.15 Uhr; EBL – DUS, 15.15 – 18.25 Uhr Düsseldorf – Beirut: Dienstag: DUS – BEY, 11.30

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Abzocke: 79 Euro für Corona-Schnelltest in Hamburg und München

Während es in der Pilotphase für Lufthansa- und Austrian-Airlines-Passagiere noch kostenlos ist, wird für die private Inanspruchnahme und möglicherweise auch nach dem Ende der Testphase der beiden Airlines, kräftig zur Kasse gebeten. Der Corona-Schnelltest soll in Hamburg und München nämlich stolze 79 Euro kosten. Da die tatsächlichen Kosten für die Durchführung eines Antigen-Tests laut diversen Labors bei zehn bis 15 Euro liegen, ist es ein äußert happiger Preis. Zum Vergleich: Gegenüber Airliners.de sagte Centogene, dass an den beiden Airports PCR-Tests 59 Euro kosten. Das Ergebnis soll innerhalb von 12-24 Stunden mitgeteilt werden. Wer das PCR-Ergebnis innerhalb von sechs Stunden haben möchte, muss 139 Euro auf den Tisch legen. Am Flughafen Wien verlangt das Labor 120 Euro. Dieser Preis wird immer wieder kritisiert, da es an anderen Airports erheblich günstiger ist. Zum Beispiel werden in Kiew-Schuljany etwa 50 Euro fällig und in Tel Aviv-Ben Gurion gar nur etwa 30 Euro. Der Umstand, dass in München und Hamburg für die von der Airlinebranche als “schnell, billig und zuverlässig” beworbenen Antigen-Schnelltests mit 79 Euro tief in die Tasche gegriffen werden soll, sorgt durchaus für Unverständnis. Derzeit können Passagiere von Austrian Airlines auf der Strecke Wien-Hamburg-Wien und von Lufthansa auf München-Hamburg-München diese noch kostenfrei in Anspruch nehmen. Die Teilnahme ist aber seit 12. November 2020 nicht mehr freiwillig, sondern verpflichtend. Rechtlich ist das nach Einschätzung eines konsultierten Rechtsanwalts bedenklich, da die eingesetzten Antigen-Tests noch keine Zulassung haben. Es bleibt daher abzuwarten, ob Lufthansa und Austrian Airlines die horrenden Kosten von 79 Euro pro Antigen-Test

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Lufthansa Group testete erstmals alle Passagiere

Die Lufthansa Group führte am Donnerstag die ersten Flüge, auf denen alle Passagiere zuvor einen Antigen-Schnelltest absolvieren mussten, durch. Diese führten von Wien nach Hamburg und zurück sowie von München nach Hamburg und zurück. Der Konzern teilte mit, dass alle Ergebnisse negativ waren. Auch die Besatzungen mussten sich der Testung unterziehen. Das Ergebnis wurde per Push-Nachricht, SMS und/oder E-Mail zugestellt. Anschließend erfolgte eine Freischaltung der Bordkarte, die das Betreten des Sicherheitsbereichs ermöglichte. Derzeit ist ein negatives Antigen-Ergebnis weder in Deutschland, noch in Österreich als Ersatz für einen möglicherweise benötigten negativen PCR-Befund anerkannt. „Wir wollen für unsere Kunden die weltweiten Reisemöglichkeiten bei höchsten Hygiene- und Sicherheitsstandards wieder erweitern. Erfolgreiches Testen ganzer Flüge kann hierfür ein wichtiger Schlüssel sein. Mit unseren heute erfolgreich gestarteten Testflügen sammeln wir wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen im Umgang mit Schnelltests”, so Ola Hansson, CEO des Lufthansa Hub München. Fluggäste, die sich nicht testen lassen möchten, werden ohne Zusatzkosten auf einen Alternativflug umgebucht. Erst bei Vorliegen eines negativen Ergebnisses wird die Bordkarte freigeschaltet und der Zutritt zum Flugsteig ermöglicht. Alternativ können Fluggäste einen negativen PCR-Test, der bei Abflug nicht älter als 48 Stunden ist, vorlegen. Lufthansa kümmert sich um den kompletten Schnelltestablauf. Für den Fluggast entstehen derzeit keine Extrakosten. Er muss sich lediglich im Vorfeld registrieren und etwas mehr Zeit vor Abflug einplanen. „Der Probelauf mit den Antigen-Schnelltests auf ausgewählten Flügen der Lufthansa ist ein positives und wichtiges Signal für die Branche. Über die umfangreichen Hygienemaßnahmen hinaus, die Flughäfen und Airlines schon jetzt für die Passagiere bereithalten, bieten

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Lufthansa: Vereinigung Cockpit bessert das Angebot nach

Die Vereinigung Cockpit legt für mögliche Einsparungen bei Lufthansa ein Sparangebot in der Höhe von 155 Millionen Euro vor. Dieses betrifft die Flugzeugführer von Lufthansa, Lufthansa Cargo Germanwings und Lufthansa Aviation Training. Die Gewerkschaft sieht nun den Arbeitgeber am Zug. Die VC ist der Ansicht, dass der Fokus während der Krise auf der Liquiditätssicherung liegen muss. Daher bietet man eine Verlängerung des Unterstützungspakets von 1. Jänner 2021 bis zum 30. Juni 2022 an. Insgesamt werden so über die Laufzeit Einsparungen in der Höhe von 450 Millionen Euro erzielt. Dabei sind Kurzarbeit, Lohnverzicht und Zugeständnisse bei der Altersversorgung berücksichtigt. Im Gegenzug fordert die Vereinigung Cockpit einen Kündigungsschutz bis inklusive 31. Dezember 2022. „Die in diesem Frühjahr vereinbarten und nun zusätzlich angebotenen Zugeständnisse belaufen sich auf einen Wert von insgesamt über EUR 600 Millionen. Dies entspricht gegenüber der Vorkrisenzeit Gehaltsreduzierungen von bis zu 50 Prozent. Die Piloten gehen hiermit an ihre finanzielle Belastungsgrenze, um dem Unternehmen zu helfen“, so Markus Wahl, VC-Präsident. „Das Unterstützungspaket bietet Lufthansa die Möglichkeit, nach der Krise mit maximaler Flexibilität auf Marktentwicklungen reagieren zu können, um so gestärkt aus der Krise zu kommen, sollte der Markt die Möglichkeit bieten“. Eine besondere Herausforderung in der Zeit nach der Krise wird beim Wiederhochfahren des Flugbetriebes die aufwendige Requalifizierung eines Großteils des sich in Kurzarbeit befindenden Cockpitpersonals sein. Das von der VC heute unterbreitete Unterstützungspaket gibt Lufthansa die Flexibilität, schnell und reibungslos aus der Krise zu starten, sowie eventuell frei gewordene Märkte zu besetzen.

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Friedrichshafen: Sun Air verschiebt Comeback in den August 2021

Eigentlich wollte der British-Airways-Franchisenehmer Sun Air of Scandinavia kurz vor Weihnachten 2020 ab Friedrichshafen zumindest die Düsseldorf-Strecke reaktivieren. Ab Billund wollte man schon ab Anfang November 2020 wieder fliegen. Wollte, denn daraus wird nun nichts, denn das Comeback wurde gar in den August 2021 verschoben. Auf eigene Rechnung ist Sun Air derzeit gar nicht unterwegs. Lediglich im Auftrag von Astra Zeneca, ein Pharmakonzern, auf dem Hoffnungen hinsichtlich eines Corona-Impfstoffs lasten, führt man Werksverkehrsflüge zwischen Göteborg, Cambringe und Manchester durch. Die Strecken, die man vor der Pandemie eigenwirtschaftlich bedient hatte, ruhen weiterhin. Die zuletzt angekündigten Wiederaufnahmen wurden abgesagt. Friedrichshafen war für Sun Air ein gemischter Erfolg, denn die Flüge nach Hamburg erwiesen sich als finanzieller Flop. Maßgeblich dürften sowohl die Nachfrage als auch das im Betrieb sündhaft teure Fluggerät des Typs Dornier 328-Jet beigetragen haben. Auch bediente man kurzzeitig eine Flugverbindung ins französische Toulouse, die insbesondere für Airbus und MTU interessant gewesen sein dürfte. Weder Twinjet, noch Sun Air schafften es die Strecke dauerhaft erfolgreich zu betreiben. Die Folge daraus ist, dass der BA-Franchisenehmer momentan nur noch die Wiederaufnahme der Düsseldorf-Route ins Auge fasst. Die Wiederaufnahme der Linienflüge ist allerdings um stolze neun Monate in den August 2021 verschoben worden, wie aus einer Medienmitteilung von Sun Air of Scandinavia hervorgeht. Für Friedrichshafen ist die Entscheidung der Dänen ein herber Rückschlag, denn momentan hat man gar keine regelmäßigen Linienflüge. Lufthansa stellte die Anbindung an das Drehkreuz Frankfurt am Main erneut ein. Andere Fluggesellschaften zogen sich aufgrund der Krise zumindest temporär zurück. Mit

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Condor klagt Lot-Mutter PGL auf Schadenersatz

Die im Frühjahr geplatzte Übernahme der deutschen Ferienfluggesellschaft Condor durch die Lot-Konzernmutter PGL hat nun ein juristisches Nachspiel: Eine Schadenersatzklage wurde gegen die polnische Staatsholding eingebracht. Dies geht aus dem Jahresabschlussbericht der PGL hervor. Condor hat demnach im September 2020 gerichtlich 56 Millionen Euro gefordert. Im Bericht ist unter anderem zu lesen, dass die Beklagte gegen die Verpflichtungen, die sich aus dem Kaufvertrag ergeben, verstoßen habe und sich weiters auch weigere diesen nachzukommen. PGL weist den Vorwurf scharf zurück und behauptet, dass Condor ungerechtfertigt versuche unzulässige finanzielle Leistungen zu erhalten. Der Ferienflieger machte auf Anfrage keine Angaben zu gegenständlicher Klage und verweist darauf, dass man prinzipiell laufende Gerichtsverfahren nicht kommentiere. Anfang des Jahres ging überraschend der Zuschlag für die Ferienfluggesellschaft, die aufgrund der Pleite des Mutterkonzerns Thomas Cook in ein Schutzschirmverfahren rutschte, an PGL, der offiziellen Eigentümerin des Star-Alliance-Mitglieds Lot. Lufthansa reagierte darauf zunächst wenig erfreut und evaluierte sogar die Aufkündigung der Zubringerflüge. Dazu kam es aber nie, denn kurz nach Beginn der Coronakrise in Europa platzte der Deal mit der polnischen Staatsholding. Es war eigentlich schon alles vorbereitet und Condor hatte den Schutzschirm bereits verlassen. Die Bundesrepublik Deutschland und das Land Hessen halfen dem Ferienflieger, der einst zum Lufthansa-Konzern gehört hat, erneut aus der Patsche und gewährten über die Kreditanstalt für Wiederaufbau ein weiteres Darlehen. Diesmal wurden 550 Millionen Euro locker gemacht. Im Herbst 2019 bekam Condor bereits einen staatlich garantierten Kredit in der Höhe von 380 Millionen Euro. Der Carrier musste im Frühjahr erneut ein Schutzschirmverfahren beantragen. Die

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Deutschland: Verbraucherzentrale fordert Ende der Vorkasse bei Flugtickets

Deutsche Konsumentenschützer unternehmen einen neuen Anlauf die bisherige Verkaufspraxis bei Flugtickets zu ändern. Der Chef des des Bundesverband Verbraucherzentrale fordert, dass Flugscheine erst wenige Tage vor Abflug bezahlt werden müssen. Vor einigen Jahren unternahm die Konsumentenschutzorganisation bereits einen ähnlichen Anlauf und argumentierte damit, dass die Vorauskasse bei Tickets gegen das Prinzip Ware gegen Geld verstoßen würde. Geklagt wurden einige Airlines, jedoch unterlag die Verbraucherzentrale. Das Höchstgericht argumentierte damit, dass ein günstigerer Preis bei langfristiger Buchung mit Vorauszahlung die Praxis rechtfertigen würde. Gegenüber der Rheinischen Post führte Vebraucherzentrale-Chef Müller aus, dass die Fluggesellschaften während der Corona-Krise das Gesetz missachtet haben und so gravierende Nachteile für Konsumenten entstanden sind. Diese müssten mehrere Monate auf die Erstattung ihrer Tickets warten und in vielen Fällen ist unklar, ob jemals eine Rückzahlung erfolgen wird. Das Verhalten der Airlines bezeichnete Müller als “peinlich und skandalös” und verweist darauf, dass viele Anbieter milliardenschwere Staatshilfe erhalten haben. Die Anzahl der Beschwerden über Reiseveranstalter und Fluggesellschaften wäre in diesem Jahr massiv gestiegen. Man habe bundesweit bereits 80.000 Fälle. Dieser Wert liegt – so Müller – um das Zwanzigfache über dem Vorjahreswert. Die überwiegende Mehrheit betrifft bis dato nicht geleistete Rückzahlungen für Tickets und Reisen, die aufgrund der Coronakrise nicht angetreten werden konnten und obendrein der Anbieter die Durchführung selbst abgesagt hatte. Der Bundesverband Verbraucherzentrale forderte zahlreiche Fluggesellschaften, Reisebüros und Tour Operator zur Unterlassung der Vorkasse-Praxis, aber auch zur Einhaltung des Gesetzes und somit zur Rückzahlung der Kundenforderungen auf. Unter anderem gegen Tui, Easyjet, Condor und Eurowings zog man sogar

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Deutsche Reisebüros kassieren mehr Stornos und weniger Neuaufträge

Im Oktober 2020 konnten die deutschen Reisebüros um 94 Prozent weniger Flugscheine vermitteln. Auch im Bereich der Kreuzfahrten sah es kaum besser aus, denn es wurde ein Rückgang um 81 Prozent verzeichnet. In der Touristik wurden 82 Prozent weniger Pauschalreisen verkauft, geht aus dem Tats-Reisebürospiegel hervor. Bedingt durch zahlreiche Stornierungen ist es sogar so, dass die Agenturen unter dem Strich sogar im Minus waren. Im Bereich der Pauschalreisen führt dies zu einem Rückgang von 114 Prozent. Bei den Kreuzfahrten waren es sogar Minus 133 Prozent. Kumuliert wurde in der Touristik ein Auftragsbestand von minus 66 Prozent verzeichnet. Das bedeutet, dass wesentlich mehr Reisen storniert als neu gebucht wurden. Bei der Online-Konkurrenz läuft es kaum besser, denn beispielsweise Holidaycheck erwirtschaftete in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres ein Minus von 31 Millionen Euro. Der Umsatz reduzierte sich von 103,7 Millionen Euro auf 11,2 Millionen Euro. Der Internet-Reisevermittler baute bereits kräftig Personal ab und trennte sich auch von einer in Amsterdam ansässigen Tochtergesellschaft. Die Auswirkungen der Krise sind dennoch heftig, denn die liquiden Mittel wurden durch die Ziehung von Kreditlinien und durch spezielle Covid-Kredite aufgestockt. Der Verkauf der niederländischen Tochter brachte 14,4 Millionen Euro. Zu bedenken gilt es, dass die Verbesserung der Liquidität auf 44,6 Millionen Euro über Kredite erfolgt ist. Diese müssen irgendwann zurückbezahlt werden.

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Gericht: Airlines müssen Umrechnungsgebühren ausweisen

Viele Fluggesellschaften bieten bei der Buchung von Flugtickets, die in Fremdwährung bezahlt werden müssen, die Umrechnung und Bezahlung in Euro an. Bei manchen Anbietern ist der Wechselkurs nicht nur grottenschlecht, sondern ein nettes “Körberlgeld” für die Airlines. Dem schiebt nun das Landgericht Berlin einen Riegel vor. Der Bundesverband Verbraucherzentrale hatte geklagt, weil eine Fluggesellschaft die zusätzlichen Kosten, die für die Umrechnung von Britischem Pfund in Euro entstehen, nicht explizit ausgewiesen hatte. Die Konsumentenschützer vertreten die Ansicht, dass der Endpreis bereits zu Beginn der Buchung angegeben werden muss. Dabei beruft man sich auf die entsprechende Richtlinie der Europäischen Union. Das Landgericht Berlin schloss sich der Ansicht an. Erschwerend kommt dazu, dass die Zusatzkosten, die mittels schlechtem Wechselkurs generiert wurden, überhaupt nicht ausgewiesen wurden. Es wurde nicht darauf hingewiesen, dass bei Bezahlung in Euro ein zusätzliches Entgelt entsteht. Erst kürzlich verdonnerte das Kammergericht Berlin die Billigfluggesellschaft Easyjet dazu, dass bereits zu Beginn der Buchung der Preis für das Ticket genau aufgeschlüsselt werden muss. Das schließt auch das Ausweisen von Steuern und Gebühren ein, denn genau das machen auch Ryanair und Easyjet nicht. Im Erstattungsfall argumentiert der Kundenservice dann gerne damit, dass man ja gar keine Taxen bezahlt hätte. Auch in diesem Zusammenhang gibt es schon Urteile und zwar gegen Ryanair und Laudamotion.

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