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Deutschland: Corona-Testzentren an Flughäfen schließen

In Deutschland wurden im August 2020 an den meisten Flughäfen sowie an großen Bahnhöfen und teilweise auch auf Autobahnraststätten Corona-Teststationen eröffnet. Diese konnten Einreisende kostenfrei in Anspruch nehmen. Rasch flammte innerdeutsch eine politische Diskussion auf, dass Reiserückkehrer aus „Risikogebieten“ doch für ihre PCR-Tests selbst aufkommen sollen. Nun schließen die Stationen reihenweise. Beispielsweise teilte der Stuttgarter Flughafen unter Hinweis auf die seit Sonntag geltenden Einreisebestimmungen mit, dass das bislang im Terminal 1-West angesiedelte Testzentrum geschlossen wird. Seit August 2020 wurde das Angebot von rund 90.000 Reisenden genutzt. Einen Ersatz hat man noch nicht, jedoch arbeitet die Geschäftsleitung laut Medienaussendung daran. Ähnlich wie an anderen deutschen Flughäfen dürfte das neue Angebot dann für Reisende, aber auch die lokale Bevölkerung kostenpflichtig sein. Nähere Informationen zu den seit Sonntag für die Einreise in die Bundesrepublik Deutschland gültigen Vorschriften unter diesem Link.

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Deutschland: Keine Beförderung ohne Online-Voranmeldung

Seit Sonntag gelten für die Einreise in die Bundesrepublik Deutschland die umstrittenen neuen Bestimmungen. Diese schreiben vor, dass Personen, die sich in den letzten zehn Tagen in einem so genannten Risikogebiet aufgehalten haben, für zehn Tage in Quarantäne müssen. Das Vorliegen einer negativen Testung, die nicht älter als 48 Stunden sein darf, verkürzt die Absonderung auf fünf Tage, entbindet jedoch nicht vor dieser. Neu ist auch, dass die bisherigen „Aussteigekarten“ durch eine Online-Reisevoranmeldung ersetzt wurden. Die PDF-Datei, die am Ende des Vorgangs bereitgestellt wird, muss während der Reise mitgeführt werden. Die Behörden schreiben in ihren Informationen rund um das neue Tool, dass Beförderungsunternehmen das Vorhandensein des PDFs kontrollieren müssen und bei Missachtung der Vorschrift das Einsteigen verweigern können. Parallel dazu dehnte die deutsche Bundesregierung ihre Reisewarnungen weiter aus. Seit Sonntag ist ganz Italien als Risikogebiet eingestuft. Weiters traf des Festland-Portugal, mit wenigen Ausnahmen das gesamte Gebiet von Schweden und Dänemark (ausgenommen Grönland und Färöer) sowie Nordgriechenland und die Region Athen. Norwegen, Estland, Lettland und Litauen wurden nun ebenfalls als Risikogebiet eingestuft. Personen, die aus diesen Ländern kommend (oder sich in den letzten zehn Tagen dort aufgehalten haben) nach Deutschland einreisen, müssen seit Sonntag zehn Tage in Quarantäne. Mit einem negativen PCR-Test kann diese auf fünf Tage verkürzt werden.

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Paderborn behält nur 65 Mitarbeiter

Die Belegschaft des insolventen Regionalflughafens Paderborn/Lippstadt wird drastisch verkleinert. Von ehemals etwa 170 Beschäftigten werden nur etwa 65 Mitarbeiter ihre Jobs behalten können. Der Schritt wird als “unabwendbar” bezeichnet. Der Airport meldete am 22. September 2020 Insolvenz in Eigenverwaltung an. Die Gewerkschaft Komba und der Betriebsrat einigten sich am 6. November 2020 mit der Geschäftsleitung und dem vorläufigen Sachwalter auf die Details zum Stellenabbau. Jene, die nicht übernommen werden, sollen in eine so genannte Transfergesellschaft überführt werden, in der sie für bis zu 12 Monaten verbleiben können, um neue Jobs suchen zu können. Die Umstrukturierung des Flughafens Paderborn/Lippstadt soll bis ungefähr März 2021 abgeschlossen sein. Der Flugbetrieb bleibt dadurch uneingeschränkt, jedoch ist dieser aufgrund der geringen Nachfrage aufgrund der Corona-Pandemie derzeit stark reduziert. Zugelassen ist “PAD” für Maschinen der Kategorie E.

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Oktober 2020: Airbus lieferte 72 Maschinen aus

Der europäische Flugzeugbauer Airbus konnte im Oktober 2020 insgesamt 72 Maschinen an Kunden ausliefern. Dabei handelte es sich um zwölf A220, vier A330, zwölft A350 und einen A380. Weiters wurden 43 Maschinen der A320-Reihe an ihre Besteller übergeben. Im selbigen Zeitraum konnte der Hersteller elf Neubestellungen an Land ziehen. Die Businessjet-Version des Airbus A220, “ACJ Two Twenty”, sticht dabei mit sechs Orders positiv hervor. Skyserv bestellte zwei Airbus A20neo, ein namentlich nicht benannter Kunde orderte zwei A321neo und eine vermögende Privatperson einen A320neo. Dem stehen allerdings auch Stornos von drei A220-300 gegenüber.

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VC fordert politische Intervention bei Tuifly

Die Vereinigung Cockpit fordert von der deutschen Politik, dass diese die Umstrukturierung der Ferienfluggesellschaft Tuifly “auf Kosten der Steuerzahler” verhindern soll. Den aktuellen Plänen nach, gegen die die Gewerkschaft Sturm läuft, soll die Flotte auf 22 Flugzeuge verkleinert werden und einhergehend sollen 1.000 Jobs gestrichen werden. Die Vorgehensweise bezeichnen die Belegschaftsvertreter der VC, Verdi und der Betriebsrat als “wirtschaftlich und politisch untragbar sowie sozial unverantwortlich”. Durch den Umbau des Unternehmens würden zusätzliche Kosten in der Höhe von 200 Millionen Euro verursacht werden. Die VC geht davon aus, dass diese mit Hilfe der Staatshilfe in der Höhe von drei Milliarden Euro gestemmt werden sollen. Etwaige Kosteneinsparungen durch die geplante Umstrukturierung werden sich frühestens in mehreren Jahren einstellen, so die VC. Durch die Umstrukturierung würden ca. 200 Millionen Euro an Kosten verursacht. Damit würde der Konzern einen erheblichen Anteil der vorhandenen Liquidität und der staatlichen Hilfsgelder in Höhe von drei Milliarden Euro in einem Projekt ohne unmittelbar wirksamen finanziellen Nutzen und mit unsicherem Ausgang versenken. “Bereits jetzt – mitten in der Corona-Krise – fliegt Tuifly schon mit über 20 Flugzeugen fast ausschließlich auf die kanarischen Inseln und dies könnte aufgrund der hohen Nachfrage noch gesteigert werden. Das zeigt eindeutig, dass 17 Flugzeuge für den Heimatmarkt des weltgrößten Reiseveranstalters keinesfalls ausreichend sein werden. Sobald die Corona-Krise dem Ende zugeht, wird eine erheblich größere Flotte benötigt, um das Geschäft und Flugprogramm durchführen zu können. Hier will Tui in Zukunft überwiegend mit osteuropäischen Billigfluggesellschaften in erheblichem Umfang fliegen. Da Tui als Premiumanbieter mit dementsprechend hohen

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Ab 5. Mai 2021 ist Tegel „auch technisch kein Flughafen mehr“

Mit dem Start von Air-France-Flug AF 1235 endete am Sonntag eine Ära in Berlin: Der Flughafen Tegel wird nun keine Flüge mehr abfertigen. In den kommenden sechs Monaten muss dieser aus gesetzlichen Gründen noch betriebsbereit gehalten werden, jedoch erklärt die Betreibergesellschaft, dass in dieser Zeit keine Flüge mehr in Tegel stattfinden können. „Heute, am 8. November 2020, endete ein besonderes Kapitel in der Verkehrsgeschichte der Hauptstadtregion. Von den Anfängen der Fliegerei bis zum Massentourismus per Flugzeug: alles hat in Tegel stattgefunden. Möglich gemacht haben das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Flughafengesellschaft und Ihrer Partner am Flughafen. Sie haben Außergewöhnliches geleistet und den Flughafen unvergesslich gemacht. Die Architekturikone war für die Berliner jahrzehntelang das Tor zur Welt. Deshalb gab es keinen passenderen Abschied für Tegel als einem Flug der Air France“, so Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. Theoretisch könnte der Otto-Lilienthal-Airport im Bedarfsfall bis inklusive Mai 2021 kurzfristig reaktiviert werden, aber die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Fall eintritt ist sehr gering. Nach Ablauf dieser Vorhaltefrist soll das Areal in einen neuen Stadtteil umgewandelt werden. Das sechseckige Hauptterminal steht unter Denkmalschutz und soll künftig eine Universität beherbergen. Da in den letzten Jahren nur noch sporadisch in Schuss gehalten wurde, steht zunächst eine Generalsanierung an. „Wir freuen uns sehr, dass wir heute mit Flug AF1235 nach Paris-Charles de Gaulle die Ehre haben, den Flughafen Berlin-Tegel als letzte Airline zu verabschieden. 60 Jahre lang waren wir eng mit ihm verbunden und sagen #DankeTXL! Mit den Flügen zum neuen Airport BER endet nun unsere Zeit in Tegel,

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Allerletzter Tegel-Flug wegen Corona ohne Besucher

Am 8. November 2020 wird Air France gegen 15 Uhr 00 den letzten Flug ab Berlin-Tegel durchführen. Dieses Ereignis ist allerdings aufgrund der Corona-Pandemie nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Betreibergesellschaft teilte mit, dass nur Inhaber von Tickets für diesen Flug sowie akkreditierte Medien das Areal betreten dürfen. Das Ereignis wird jedoch vom Rundfunk Berlin-Brandenburg live übertragen. Die Air France absolvierte am 2. Januar 1960 den ersten Linienflug nach Tegel mit einer Lockheed Super Constellation. Sechzig Jahre später schließt sich der Kreis, denn am 8. November um 15.00 Uhr startet ein Flugzeug der französischen Airline zum allerletzten Mal ab TXL in Richtung Paris. Morgen, Samstag 7. November 2020, verlassen die letzten Linienflüge den Flughafen Tegel. Am Sonntag, den 8. November 2020, schließt der Flughafen Berlin-Tegel, kurz TXL. Damit wird der gesamte Flugverkehr in der Hauptstadtregion am Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt konzentriert. In der Nacht vom 7. auf den 8. November findet die dritte und letzte große Umzugswelle statt. 31 Airlines ziehen zum BER, darunter die Lufthansa-Gruppe mit Austrian, Swiss und Brussels Airlines sowie Air France und British Airways. Alle Airlines, die zum letzten Mal ab TXL fliegen, werden gebührend mit einer traditionellen Wasserfontäne der Feuerwehr verabschiedet. Die Lufthansa wird auf ihren allerletzten Flügen von und nach TXL (LH1954 München-Berlin bzw. LH1955 Berlin-München) ein Großraumflugzeug des Typs Airbus A350-900 einsetzen. Für den letzten Tag des Linienbetriebs wurden zudem mehrere Sonder- und Rundflüge ab TXL durch verschiedene Veranstalter organisiert. Die Flüge werden durch Eurowings und Sundair durchgeführt. Lesetipp: Fotoreportage “Danke, Berlin-Tegel!”

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VC: „Gipfel blieb deutlich hinter den Ewartungen zurück“

Auch die Vereinigung Cockpit ist mit dem Ausgang des vom deutschen Verkehrsminister einberufenen Luftverkehrsgipfel nicht glücklich. Die Gewerkschaft teilte mit, dass “das Treffen aus der Sicht der Pilotinnen und Piloten deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist”. Die Agenda und die Statements der politischen Vertreter lassen klarere Bekenntnisse zum Ziel des umfassenden Erhalts von Arbeitsplätzen in der Luftfahrt vermissen. Die VC kritisiert vor allem, dass Arbeitnehmerinteressen beim Luftverkehrsgipfel nur am Rande gestreift wurden. Die Politik hat sich stattdessen, wie auch aus der Teilnehmerliste ersichtlich ist, sehr stark auf die Unternehmen konzentriert. Die Anliegen der Hundertausenden Beschäftigten und ihrer Familien wurden weitgehend außer Acht gelassen. Der Berufsverband der Verkehrspiloten lehnt diesen einseitigen Fokus auf die Arbeitgeberinteressen ab. Die oftmals hochspezialisierten Fachkräfte und ihre Fähigkeiten werden dringend gebraucht. Ohne sie kann das Wiederhochfahren des Systems Luftfahrt nach der Krise nicht gelingen. Daher müssen dringend Initiativen zur Aufrechterhaltung von Qualifikationen und Berechtigungen gestartet werden. „Wir erwarten von der Politik, dass die Gewerkschaften stärker und enger eingebunden werden“, sagt Markus Wahl, Präsident der Vereinigung Cockpit, nach dem Gipfel, an dem er auch selbst teilnahm. „Für uns als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist es völlig klar, dass wir durch diese Krise nur gesamtgesellschaftlich kommen. Wir brauchen den  Schulterschluss zwischen Politik, Unternehmen und Belegschaften. Wir müssen uns gemeinsam auf das Durchstehen der Krise und dann auf die Zukunft des Luftverkehrs konzentrieren. Die jetzige Situation darf von keiner Seite für eigene Zwecke ausgenutzt werden.“ADV-Präsident Stefan Schulte begrüßt die heutigen Ergebnisse des Spitzengespräches: „Heute ist ein wichtiger Tag für den

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UFO nach Luftfahrtgipfel enttäuscht

Die deutsche Flugbegleitergewerkschaft UFO zeigt sich nach dem Luftfahrtgipfel, der am Freitag abgehalten wurde, enttäuscht. Die Organisation vertritt eigenen Angaben nach rund 40.000 Kabinenmitarbeiter, die für diverse Airlines arbeiten. UFO-Chef Daniel Flohr beschreibt seine Eindrücke wie folgt: “Wir sind froh, dass die besondere Betroffenheit der Luftverkehrsbranche von Herrn Scheuer aufgegriffen wurde. Enttäuschend ist, dass die bisherigen und heute besprochenen Maßnahmen keinerlei Regelungen enthalten, Arbeitsplätze in der Branche zu sichern. Sozialverträglicher Umgang mit dem derzeitigen Personalüberhang in dieser arg gebeutelten Branche muss gemeinsames Ziel und Vorgabe der Regierung für die Unterstützung der Branche sein. Die in der gemeinsamen Erklärung geforderten Kostenkürzungen bedrohen im stark umkämpften Luftverkehrsmarkt nachhaltig Existenzgrundlagen von tausenden Arbeitnehmern, ohne im Gegenzug Absicherungen zu bieten. Die Abwärtsspirale für die Beschäftigten kann nicht mehr durch den Markt aufgehalten werden, es droht der Zusammenbruch von funktionierenden Sozialsystemen aufgrund einer unverschuldeten Krise. Unsere Volkswirtschaft wäre bei fast einer Million direkt und indirekt Betroffenen Arbeitnehmern auf Jahre geschädigt. Milliarden für die Luftverkehrsindustrie dürfen deshalb nicht dafür verwendet werden, Unternehmen wie Germanwings oder Sunexpress zu schließen und die öffentliche Hand doppelt zur Kasse zu bitten, indem durch Steuergelder Sozialpläne finanziert werden und am Ende noch Arbeitslosengeld gezahlt wird. Nur Geld geben reicht also nicht, es braucht einen solidarischen Pakt der Gesellschaft, um sowohl Industrie als auch Menschen durch diese Krise zu bringen. Die Gewerkschaften stehen dafür bereit. Der Dialog muss nach dem Gipfel mit den Verantwortlichen aus Branche und Politik weitergehen, um herauszufinden, wie dies gelingen kann“.

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DRV will deutsche Regierung klagen

Der Deutsche Reiseverband bereitet eine Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland vor und behauptet, dass diese keine Hilfe geleistet habe. In einer Medienmitteilung schreibt man, dass die Entscheidung der Staatsspitze „instinktlos gegen die Reisewirtschaft ein Fehler“ ist. Diese müsse unbedingt korrigiert werden. Die Reisebranche ist derzeit in den „Lockdown-Entschädigungen“ nicht berücksichtigt. Der DRV vertritt aber die Ansicht, dass die Aufforderung der Regierung von touristischen Reisen – auch im Inland – Abstand zu nehmen den selben Zweck erfüllt wie ein „staatlich angeordneter Lockdown für Reisebüros, Reiseveranstalter und die vielen touristischen Dienstleister“. Nun bereitet der Verband keine Klage vor, denn man will sich „den Schlag ins Gesicht von Reisebüros, Reiseveranstaltern und touristischen Dienstleistern“ nicht „gefallen lassen“. Konkret wirft der DRV sogar „unterlassene Hilfeleistung“ vor.

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