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Bayern deutet mögliche Grenzschließung an

Ungarn preschte bereits Anfang September 2020 vor und machte die Grenzen, mit wenigen Ausnahmen, wieder dicht. Eigentlich will die EU solche Schritte verhindern, doch was Brüssel sagt, interessiert Viktor Orban traditionell wenig bis überhaupt nicht. Nun fordert auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann, dass die Bundesrepublik die Grenzen schließen sollte. Gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe drückte sich der CSU-Politiker ein wenig kryptisch aus und deutete an, dass verstärkte Grenzkontrollen bald wieder zur Diskussion stehen könnten. Gleichzeitig wolle man jedoch die Pendler im Auge behalten. Bayern stellte zuletzt den Kreis Berchtesgadener Land unter Quarantäne. Ministerpräsident Markus Söder bezeichnete den Vorgang als “regionalen Lockdown”. Auf der anderen Seite der Grenze, wurde Kuchl von den österreichischen Behörden abgeriegelt. Der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) hingegen betonte zuletzt, dass die Schließung der Grenzen momentan keine Option ist. Er verwies darauf, dass man im Frühjahr keine guten Erfahrungen gemacht habe. Die Pläne der Europäischen Union sehen das Dichtmachen der Binnengrenzen nicht vor, jedoch können die Nationalstaaten bei “roten Ländern” entsprechende Quarantänebestimmungen erlassen, die defacto einer Grenzschließung gleich kommen können, aber nicht müssen. Nach dem EU-System ist übrigens fast ganz Europa rot gefärbt. Nur wenige Staaten weisen noch orangene Flecken auf. Genau dieser Umstand wird von Fluggesellschaften kritisiert, denn diese sind der Ansicht, dass das in Brüssel vereinbarte System mittlerweile überholt und damit nicht mehr praktikabel sein soll.

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VIR-Chef warnt: Corona-Ignoranten setzen drei Millionen Jobs aufs Spiel

Der Vorstand des Verbandes Internet Reisevertrieb e.V., dem große touristische Anbieter angehören, warnt davor, dass aufgrund der Covid-19-Pandemie die deutsche Tourismusbranche mit ihren rund drei Millionen Arbeitsplätzen auf dem Spiel steht. Diese dürften nicht zum jener Menschen werden dürfe, die sich an die „einfachen Regeln: Abstand, Maske, Händewaschen und gesunder Menschenverstand nicht halten wollen”. „Die Touristik hat ihre Krisen in der Vergangenheit alleine gemeistert, doch jetzt braucht sie erstmalig echte und vollumfängliche Hilfe vom Staat. Wir müssen mit diesem ‚New Normal‘ leben und auch unser Verhalten entsprechend anpassen”, so Verbandschef Michael Buller, der auch auf die umfangreichen Hygienekonzepte der Branche hinweist. „Ob Hotel oder Freizeiteinrichtung, überall gibt es ausgefeilte und wohldurchdachte Vorgaben, die bei ihrer Einhaltung ein Reisen auch zu Zeiten von Corona möglich machen”. Weiters sagt der Branchenvertreter: „Die Touristik ist ein wichtiger Teil der Gesamtwirtschaft und keine Hobby-Industrie. Es darf von politischer Seite nicht ein ständiges Nachbessern bei den staatlichen Hilfen geben, sondern die Branche braucht dringend eine vollumfängliche Hilfe, die große und kleine Unternehmen gleichermaßen erreicht”. Weiters wird darauf verwiesen, dass von den seitens der deutschen Regierung angekündigten Überbrückungshilfen in der Höhe von 24,6 Milliarden Euro erst 1,5 Milliarden Euro geflossen sind. Das liege an den hohen Hürden, so dass viele Unternehmen gar nicht berücksichtigt werden.

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Easyjet steht für BER-Eröffnung bereit

Der größte Kunde der Berliner Flughäfen, Easyjet, teilte am Montag mit, dass der Probebetrieb am neuen Willy-Brandt-Airport Berlin-Brandenburg erfolgreich abgeschlossen wurde. Dabei arbeitete man eng mit der Betreibergesellschaft zusammen. Der Billigflieger wird den offiziellen Erstflug ab dem BER am 1. November 2020 durchführen. Während des Probebetriebs, der insgesamt 47 Tage dauerte, wurden etwa 400 “Testflüge” an 60 Gates durchgeführt. Geflogen wurde natürlich nicht, jedoch wurden die Abläufe auf etwaige Schwachstellen überprüft. Dazu wurden für jeden Probebetriebstag unterschiedliche Szenarien simuliert, die Hälfte der Tage fand mit Komparsen statt. Geprobt wurden u. a. die Passagier- und Gepäckabfertigung vom Check-In bis zum Boarding sowie die Prozesse zur Betankung, Enteisung und Flugzeugpositionierung. Mit dem Start des kommerziellen Flugbetriebs ab dem 1. November 2020 werden außerdem Experten aus dem Easyjet Netzwerk zwei Wochen lang zusätzlich vor Ort unterstützen, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen. „Wir freuen uns, dass wir den Probebetrieb am neuen Flughafen Berlin Brandenburg erfolgreich abschließen konnten und sind stolz, bald als erste Airline vom BER abzufliegen. Die Eröffnung des Flughafens ist ein wichtiger Schritt für uns, da unsere Berlin-Brandenburger Flotte dann an einem einzigen Flughafen stationiert ist und wir unseren Flugbetrieb so effizienter betreiben können. Deutschland und Berlin sind nach wie vor ein strategisch wichtiger Teil unseres Netzwerkes und wir haben hart dafür gearbeitet, die stärkste Fluggesellschaft vor Ort zu sein und zur positiven Entwicklung der Metropolregion beizutragen. Wir sind startklar und freuen uns, bald mit unseren Kunden gemeinsam vom BER fliegen zu dürfen”, so Deutschland-Chef Stephan Erler. Derzeit sind sowohl auf dem

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Deutschland: Viele Unternehmen verzichten auf Dienstreisen

Offenbar ist wieder Home-Office angesagt. Denn das aktuell erhöhte Infektionsgeschehen lässt nachweislich die Nachfrage nach Geschäftsreisen sinken. „Viele Reisemanager gehen jetzt den Weg des geringsten Widerstands und verzichten komplett auf Dienstreisen im Inland“, so Inge Pirner, Vizepräsidentin des Verbandes Deutsches Reisemanagement (VDR). Die unübersichtliche Situation bezüglich der Reise-Regeln innerhalb Deutschlands hätte maßgeblich ihren Teil dazu beigetragen. Zudem hätten viele Unternehmen aufgrund des umstrittenen Beherbergungsverbots, dass in mehreren Bundesländern schon gekippt wurde, einen vorläufigen Reisestopp verhängt, wie das Nachrichtenmagazin Reisevor9 berichtet. Die Travel Managerin fordert daher von der Politik, für „klare und bundesweit einheitliche Regeln für Geschäftsreisen zu sorgen“. 

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Sundair: Kanaren ab vier deutschen Airports

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Sundair wird im Winterflugplan 2020/21 ab verschiedenen deutschen Airports die kanarischen Inseln anfliegen. Derzeit ist aus Sicht des Robert-Koch-Instituts ganz Spanien ein Risikogebiet. Österreich hingegeben nimmt die kanarischen Inseln als einzige Region des südeuropäischen Landes von der Reisewarnung aus. Sundair wird ab dem neuen Flughafen Berlin-Brandenburg im Zeitraum von 7. November 2020 bis 24. April 2021 jeweils an Samstagen das Ziel Las Palmas ansteuern. Ab Bremen hat die Ferienfluggesellschaft zusätzlich auch Fuerteventura und und Teneriffa Süd aufgelegt. Fuerteventura wird in der Periode von 3. November 2020 bis 27. April 2021 jeweils an den Verkehrstagen Dienstag und Samstag angeflogen. Nach Las Palmas geht es ab 1. November 2020 bis 29. April 2021 an Donnerstagen und Sonntagen. Teneriffa Süd wird ab Bremen Mittwochs angeflogen. Ab Dresden werden ebenfalls die drei kanarischen Inseln angeboten und zwar an den gleichen Flugtagen wie ab Bremen. Weniger Frequenzen bietet Sundair ab Kassel-Calden an: Fuerteventura (Samstags), Las Palmas (Samstags und Sonntag) und Teneriffa-Süd (Mittwochs). Nur in der Weihnachtszeit bietet Sundair die kanarischen Inseln auch ab Düsseldorf an. In der Zeit von 21. Dezember 2020 bis 4. Jänner 2021 wird der Carrier an Montagen nach Lanzarote fliegen. Von 20. Dezember 2020 bis 3. Jänner 2021 geht es an Sonntagen nach Fuerteventura. Las Palmas fliegt Sundair ab Düsseldorf von 19. Dezember 2020 bis 2. Jänner 2021 an Samstagen an. Teneriffa Süd steht von 23. Dezember 2020 bis 6. Jänner 2021 jeweils Mittwochs auf dem Flugplan.

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Lübeck Air kündigt Lübeck-Memmingen an

Mit Memmingen beabsichtigt Lübeck Air, die hauseigene Marke des Flughafens Lübeck-Blankensee, eine dritte innerdeutsche Destination zu bedienen. Derzeit werden mit Maschinen von Air Alsie die Städte München und Stuttgart angeflogen. Airportchef Jürgen Friedel bestätigte gegenüber den Lübecker Nachrichten entsprechende Planungen. Zielgruppe sind allerdings nicht nur Geschäftsreisende, sondern man hofft auch darauf, dass Schifahrer aus dem Norden Deutschlands das Angebot annehmen, um schneller in die Schigebiete in Vorarlberg und Bayern gelangen zu können. Die neue Strecke soll im Jänner und/oder Feber 2021 jeweils an Samstagen angeboten werden. Zuvor will man noch Gespräche mit Reiseveranstaltern führen. Bei Erfolg könnte Lübeck-Memmingen-Lübeck auch im Sommerflugplan 2021 angeboten werden, denn man sieht durchaus Potential im touristischen Bereich: So könnten Personen aus dem Einzugsgebiet des Lübecker Airports Urlaube im Allgäu und/oder am Bodensee buchen, umgekehrt jene aus der Area des Flughafens Memmingen das Angebot nutzen, um Strandurlaube in Deutschland verbringen zu können. Das Jahr Coronajahr 2020 verhalf den deutschen Nord- und Ostseestränden sowie den Inseln zu einer durchaus starken Nachfrage.

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Fraport: 1.600 Mitarbeiter beantragen Austritt mit Abfindung

Die Fraport-Gruppe will am Flughafen Frankfurt am Main zwischen 3.000 und 4.000 Beschäftigte abbauen. Hintergrund ist die wegen der Corona-Krise stark reduzierte Nachfrage. Das Unternehmen bietet Austritte gegen Abfindung an. Dieses Angebot soll bislang von 1.600 Mitarbeitern angenommen worden sein, teilte Fraport mit. Das sind jedoch weit weniger Beschäftigte als von Fraport zum Stellenabbau vorgesehen. Die Anträge werden nun geprüft und arbeitgeberseitig soll in den nächsten Tagen entschieden werden, ob diese angenommen werden oder nicht. Es handelt sich jeweils um Einzelfallentscheidungen. Betriebsbedingte Kündigungen sind nicht ausgeschlossen, allerdings soll darüber erst Ende 2020 entschieden werden. Die Abfindungen sehen vor, dass je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit pro Jahr zwischen 0,75 und 1,0-Brutto-Monatsgehälter pro Dienstjahr bezahlt werden. Für ältere Mitarbeiter gibt es auch die Möglichkeiten Altersteilzeit und vorzeitige Pensionierung. Erst am Ende des Jahres wird feststehen wie viele Beschäftigte durch die drei genannten Maßnahmen abgebaut werden können. Dann fällt auch die Entscheidung ob und in welchem Ausmaß es zu betriebsbedingten Kündigungen kommen wird.

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Deutschland verschärft künftig Reise-Regeln für Covid-19-Risikogebiete

Das deutsche Gesundheitsministerium drängt auf aufgrund immer weiter steigender Infektionszahlen auf strengere Einreise-Regeln. Dies geht aus einem Gesetzesentwurf hervor. So sollen die Regelungen für Einreisende aus Covid-19-Risikogebieten verschärft werden. Demnach treffe Reisende, Airlines, Bus- oder Bahn-Unternehmen künftig eine erhöhte Informationspflicht. Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland reisen möchte, kann infolgedessen verpflichtet werden, gegenüber dem Robert Koch-Institut (RKI) Angaben zur Person sowie zu Aufenthaltsorten zehn Tage vor und zehn Tage nach der Einreise zu machen. Zu diesem Zweck wäre auch die zeitnahe Einführung einer digitale Einreiseanmeldung denkbar. Zudem sollen Reise-Unternehmen dazu verpflichtet werden, passagierbezogene Daten an die Behörden weiterzuleiten. Auch mit Veränderungen bei der Lohnfortzahlung nach dem Infektionsschutzgesetz könne man rechnen, wie aero.de berichtet. Laut Entwurf soll eine Entschädigung ausgeschlossen sein, „wenn der Quarantäne eine vermeidbare Reise in ein 48 Stunden vor Reiseantritt ausgewiesenes Risikogebiet zugrunde liegt“.

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RUAG verkauft Do228-Produktion an AKW-Hersteller

Die staatliche RUAG Holding gab bekannt, dass einige Assets am Standort Oberpfaffenhofen (Deutschland) verkauft werden. Betroffen sind das Wartungszentrum für Businessjets und Militärhubschrauber sowie die Produktion und Wartung des Musters Dornier 228. Als Käufer tritt General Atomics Europe GmbH auf. Laut Mitteilung sollen die 450 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der U.S.-amerikanischen General Atomics, die auf die Herstellung von Kernkraftwerken und Drohnen spezialisiert ist. Der Standort Oberpfaffenhofen soll zum europäischen Luftfahrtkompetenzzentrum der Firmengruppe ausgebaut werden. Nach der Insolvenz von Fairchild-Dornier im Jahr 2002 sicherte sich der schweizerische Ruag-Konzern zahlreiche Assets in Oberpfaffenhofen. Unter anderem wurde auch die Produktion der Dornier 228 übernommen. Die Rechte an der Do328 hält man allerdings nicht. Unter RUAG wurde eine überarbeitete Do228NG auf den Markt gebracht und in Kleinserie produziert.

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Deutschland dehnt Reisewarnungen wieder aus

Die Bundesrepublik Deutschland sprach aufgrund der neuen Einstufungen des Robert-Koch-Instituts weitere Reisewarnungen aus. Unter anderem sind Malta, die Slowakei und das französische Grenzgebiet zu Deutschland sowie Korsika neu auf der roten Liste. Dies hat zur Folge, dass Einreisende aus diesen Regionen einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, vorlegen müssen oder sich 14 Tage in Quarantäne begeben müssen. Weitere Gebiete, die das Robert-Koch-Institut als Risikogebiet einstuft sind unter anderem: Die Regionen Ligurien und Kampanien in Italien, Großbritannien, Irland, Kroatien, Portugal (Region Norte inklusive Porto), Slowenien, Ungarn, Schweden und Finnland. In der Schweiz sind acht Gebiete, darunter der Kanton Zürich, als Risikogebiet eingestuft. In Polen die Städte Danzig und Krakau. An den Reisewarnungen für bestimmte Bundesländer in Österreich hat sich nichts geändert. Die gesamte Risiko-Liste des Robert-Koch-Instituts findet sich unter diesem Link.

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