Insolvenz

Weitere Artikel aus der Rubrik

Insolvenz

Braathens International Airways meldet Insolvenz an

Die schwedische Braathens International Airways hat ihren Flugbetrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt, nachdem die Gesellschaft Insolvenz anmelden mußte. Als Grund für den abrupten Kollaps des Schmalrumpfjet-Geschäfts nannte der Mutterkonzern Braathens Regional Airlines die Unfähigkeit, die erforderlichen Finanzmittel für diesen Geschäftsbereich aufzubringen. Mit dem Insolvenzantrag beim zuständigen Gericht in Stockholm am 29. September wurden die gesamte Airbus-Flotte stillgelegt und rund 200 Beschäftigte in die Unsicherheit entlassen. Von der Insolvenz unberührt bleibt hingegen das Regionalflugzeug-Geschäft mit ATR-Turboprops, welches unter einem separaten Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) weitergeführt wird. Die Entscheidung markiert das jähe Ende eines ambitionierten Versuchs, im hart umkämpften Jet-Markt Skandinaviens Fuß zu fassen. Unkontrollierter Ausstieg aus dem Jet-Geschäft Die Braathens International Airways sah sich gezwungen, ihren Insolvenzantrag zu stellen, da eine finanzielle Restrukturierung und die geplante, kontrollierte Beendigung des Jet-Geschäfts nicht mehr gesichert werden konnten. Ursprünglich hatte das Management noch vor etwa einem Monat angekündigt, alle Jet-Aktivitäten bis 2027 schrittweise beenden zu wollen. Auch die Schwestergesellschaft Braathens Crew, die für das Personal der Flugzeuge zuständig war, stellte einen Insolvenzantrag. Der Aufsichtsratsvorsitzende und Mehrheitseigner, Per G. Braathen, kommentierte die Entwicklung mit Bedauern: „Leider konnten wir die Finanzierung für einen kontrollierten Ausstieg aus dem Airbus-Geschäft nicht sicherstellen.“ Dieser Umstand zwang den Konzern zu der sofortigen Stilllegung seiner Airbus-Flotte, zu der laut CH-Aviation-Daten zwei Airbus A319 und zwei Airbus A320 gehörten. Die Braathens-Gruppe ist seit dem Beginn der Covid-Pandemie mit erheblichen finanziellen Herausforderungen konfrontiert. Die Anteilseigner hatten das Unternehmen in dieser Zeit mit Kapitalspritzen von mehr als 300 Millionen schwedischen Kronen (umgerechnet knapp 32 Millionen US-Dollar)

weiterlesen »

Endstation Reykjavik: Play Airlines stellt den Flugbetrieb mit sofortiger Wirkung ein

Die isländische Billigfluggesellschaft Play Airlines hat mit sofortiger Wirkung den Flugbetrieb eingestellt und sämtliche Flüge annulliert. Diese abrupte Entscheidung, die am 29. September 2025 vom Vorstand der Fly Play bekanntgegeben wurde, ließ Tausende von Passagieren weltweit gestrandet zurück. Als Gründe für den Kollaps nannte der Vorstand eine anhaltende finanzielle Unterperformance, schwache Ticketverkäufe in den letzten Wochen sowie internes Mißtrauen unter den Mitarbeitern als Folge einer Strategieänderung. Die Insolvenz von Play ist ein erneutes Zeichen für die inhärenten Herausforderungen, denen isländische Low-Cost-Carrier auf dem hart umkämpften Markt zwischen Europa und Nordamerika ausgesetzt sind. Der gescheiterte Sanierungsversuch Play Airlines wurde im Jahre 2021 als Nachfolgegesellschaft der ebenfalls gescheiterten WOW Air gegründet und verfolgte zunächst das ambitionierte Ziel, den etablierten Hub-and-Spoke-Modell von Icelandair am Internationalen Flughafen Reykjavik-Keflavik (KEF) zu kopieren und Passagiere günstig zwischen Europa und Nordamerika zu befördern. Angesichts finanzieller Schwierigkeiten wurde im Herbst 2024 ein überarbeitetes Geschäftsmodell eingeführt. Dieses sah eine deutliche Reduzierung der Transatlantik-Ambitionen vor. Anstatt auf den Transitverkehr zu setzen, konzentrierte sich Play fortan stärker auf europäische Routen und Flüge zu den Kanarischen Inseln. Das US-Netzwerk wurde drastisch auf nur drei Städte reduziert: New York Stewart (SWF), Boston Logan (BOS) und Baltimore-Washington (BWI). Im Rahmen dieser Restrukturierung gab Play auch ihr Isländisches Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) zurück. Die operativen Funktionen wurden auf die maltesische Tochtergesellschaft verlagert, während die Back-Office-Funktionen nach Malta und Litauen verschoben wurden. Die Führungsebene hatte die strategischen Anpassungen noch als Quelle des Optimismus bezeichnet. In der Rückschau gestand der Vorstand jedoch ein, daß die neue Strategie zu spät

weiterlesen »

Frontier Airlines verteidigt das Ultra-Low-Cost-Konzept

Eine Debatte über die Zukunftsfähigkeit des Ultra-Low-Cost-Geschäftsmodells in den Vereinigten Staaten ist entbrannt. Barry Biffle, der Vorstandsvorsitzende der Fluggesellschaft Frontier Airlines, hat die Behauptung von Scott Kirby, dem Chef der großen Linienfluggesellschaft United Airlines, das Ultra-Low-Cost-Konzept sei gescheitert, als „absurd“ zurückgewiesen. Anlaß für die Diskussion ist die jüngste Insolvenzanmeldung von Spirit Airlines. Biffle betonte in New York, daß das Geschäftsmodell weiterhin erfolgreich sei und die Kostenvorteile für die Billigflieger weiter zunähmen. Er argumentierte, daß die aktuelle Übersättigung des Marktes mit Kapazitäten alle Fluggesellschaften betreffe, nicht nur die Billiganbieter. Die Gegenposition: Kirby erklärt das Experiment für gescheitert Der Vorstandsvorsitzende von United Airlines, Scott Kirby, hatte zuvor das Ultra-Low-Cost-Modell als „ein interessantes Experiment“ bezeichnet, das in den USA gescheitert sei. Als Beleg für seine These nannte er die erneute Insolvenz von Spirit Airlines im August 2025. Darüber hinaus hob er hervor, daß einige Billigfluggesellschaften, darunter auch Frontier, sich den traditionsreichen Linienfluggesellschaften annäherten. Er verwies auf die Einführung von Annehmlichkeiten wie First-Class-Sitzen und Treueprogrammen, die traditionell eher bei Linienfluggesellschaften zu finden sind. Frontier plant beispielsweise, ab 2026 First-Class-Sitze einzuführen. Diese Entwicklung zeige seiner Meinung nach, daß das ursprüngliche, auf absolute Sparsamkeit ausgelegte Modell nicht mehr funktioniere. Die Meinungsverschiedenheit zwischen den Fluggesellschaften hat sich zu einem verbalen Schlagabtausch ausgeweitet. United Airlines hat angekündigt, Kapazitäten auf Strecken zu erhöhen, die von Spirit Airlines bedient werden, falls diese Fluggesellschaft den Betrieb einstellen sollte. Dies wurde als Versuch interpretiert, Marktanteile zu gewinnen, sollte der Konkurrent scheitern. Biffles Verteidigung: Ein Markt für unterschiedliche Kunden Barry Biffle von Frontier

weiterlesen »

Spirit Airlines entläßt ein Drittel ihrer Flugbegleiter

Die amerikanische Billigfluggesellschaft Spirit Airlines, die in diesem Jahr zum zweiten Mal Konkurs angemeldet hat, plant die Entlassung von einem Drittel ihrer Flugbegleiter. Ab dem 1. Dezember 2025 sollen rund 1.800 Flugbegleiter vorübergehend beurlaubt werden. Dieser drastische Schritt ist eine direkte Folge der angespannten finanziellen Lage des Unternehmens. Die Maßnahme, die etwa 35 Prozent der 5.200 Flugbegleiter betrifft, soll durch ein freiwilliges Programm mit Auszeiten von sechs Monaten bis zu einem Jahr beginnen, gefolgt von erzwungenen Beurlaubungen. Die Fluggesellschaft begründet die Kürzungen mit einer deutlichen Verringerung ihres Flugplans, um die Personalausgaben an die verringerte Kapazität anzupassen. Die Ankündigung hat bei den Mitarbeitern und Gewerkschaften große Sorgen ausgelöst und wirft Fragen über die langfristige Überlebensfähigkeit des Unternehmens auf. Der erneute Konkurs und die wirtschaftlichen Herausforderungen Spirit Airlines hatte am 29. August 2025 in New York erneut Insolvenz nach Chapter 11 beantragt, weniger als sechs Monate, nachdem das Unternehmen aus seinem ersten Konkurs im März 2025 hervorgegangen war. Die Unternehmensführung hatte zuvor Schulden neu strukturiert und Eigenkapital beschafft, jedoch setzten die Verluste sich fort. Höhere Personalkosten, Leasingausgaben und eine schwächere Nachfrage in einigen Freizeitmarktsegmenten haben die Gewinne zunichte gemacht. Als Teil des neuen Sanierungsplans hat Spirit Airlines angekündigt, ihr Flugangebot ab November dieses Jahres um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu reduzieren. Dieser Schritt zielt darauf ab, Kosten für Treibstoff, Wartung und Flughafengebühren zu senken und sich auf die stärksten Märkte zu konzentrieren. Die Geschäftsführung betonte, daß die Beurlaubungen notwendig seien, um die Belegschaft an den kleineren Flugplan anzupassen. Sie stellte

weiterlesen »

Die turbulenten Höhenflüge der Billigairlines: United-Chef Kirby sagt das Ende von Spirit Airlines voraus

Der Chef der amerikanischen Fluggesellschaft United Airlines, Scott Kirby, hat in der Luftfahrtbranche für Aufsehen gesorgt, indem er das baldige Ende des Ultra-Low-Cost-Carriers Spirit Airlines prophezeite. Kirby, der während seiner Amtszeit bei United ein erklärter Kritiker des Geschäftsmodells von Billigfluggesellschaften war, bezeichnete dieses Modell als ein „interessantes Experiment“, das seiner Ansicht nach gescheitert sei. Seine Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Spirit Airlines zum zweiten Mal innerhalb von zwölf Monaten Insolvenz angemeldet hat und mit massiven finanziellen Verlusten kämpft. Während United bereits damit begonnen hat, sich in den Kernmärkten von Spirit zu positionieren, gibt sich die angeschlagene Fluggesellschaft in einer zweiten Restrukturierungsphase optimistisch, um ihre Zukunft zu sichern. Der Konflikt zwischen den beiden Airline-Chefs wirft ein Schlaglicht auf die harte Realität des US-Flugmarktes und die strukturellen Herausforderungen, mit denen Billigfluggesellschaften konfrontiert sind. Kirbys harte Worte und Spirits Gegenwind Scott Kirby äußerte seine düstere Prognose für Spirit Airlines auf dem Global Aerospace Summit der US-Handelskammer. Er begründete seine Zuversicht mit den Worten: „Weil ich gut in Mathe bin.“ Nach seiner Ansicht ist das Geschäftsmodell von Spirit „fundamentell kaputt“, weil es auf einem Prinzip basiere, das er als „den Kunden verärgern“ bezeichnete. Die Kunden würden die Fluggesellschaft nicht mögen, und der „Verbraucher hat abgestimmt“, so Kirby weiter. Spirit Airlines reagierte umgehend auf die Kommentare des United-Chefs. Auf der sozialen Plattform X lobte die Fluggesellschaft ihre neuen Produkte, wie das „Spirit First“ und die „Premium Economy“-Optionen. Sie konterte mit den Worten: „Vielleicht ist das der Grund, warum die Führungskräfte von United nicht

weiterlesen »

Vergleichsverhandlungen im Insolvenzfall Adria Airways

Im Insolvenzverfahren der im Jahre 2019 bankrott gegangenen Fluggesellschaft Adria Airways zeichnet sich ein Vergleich ab. Die beiden ehemaligen Manager, Arno Schuster und Holger Kowarsch, sollen nach einem Vorschlag des Krainer Bezirksgerichts 450.000 Euro an die Insolvenzmasse zahlen. Der Vorschlag würde ein Schadenersatzverfahren beenden, das sich seit 2022 hingezogen hatte. Der Insolvenzverwalter betonte, daß der Betrag zwar deutlich unter der ursprünglichen Forderung von 78 Millionen Euro liegt. Er sei jedoch die bessere Lösung für die Gläubiger, wegen hoher Prozeßrisiken und möglicherweise schwieriger Vollstreckung der Urteile im Ausland. Adria Airways, die einstige nationale Fluggesellschaft Sloweniens, hatte nach der Übernahme durch den Investmentfonds 4K Invest den Betrieb einstellen müssen. Die beiden ehemaligen Manager werden verantwortlich gemacht, die Fluggesellschaft in die Insolvenz geführt zu haben. Die Einigung bedarf noch der Zustimmung des Gläubigerausschusses, bevor das langjährige Verfahren abgeschlossen werden kann.

weiterlesen »

Flugbetrieb gesichert: Spirit Airlines erhält grünes Licht für Restrukturierung trotz erneuter Insolvenz

Die amerikanische Fluggesellschaft Spirit Airlines hat nach ihrer erneuten Beantragung von Insolvenzschutz nach Chapter 11 in der vergangenen Woche die gerichtliche Zustimmung für die Fortsetzung ihrer Geschäftsabläufe erhalten. Trotz erheblicher Turbulenzen und der zweiten Insolvenzanmeldung innerhalb eines Jahres, hat das Unternehmen die Genehmigung erhalten, den Flugbetrieb, die Ticketverkäufe und die Zahlung von Gehältern wie gewohnt aufrechtzuerhalten. Diese Entscheidung der Gerichte signalisiert einen wichtigen Schritt für die angeschlagene Fluglinie, die nun eine tiefgreifende Restrukturierung anstrebt, um eine nachhaltige Zukunft zu sichern. Während die Unsicherheit auf dem Markt anhält und die Aktienkurse von Rivalen wie Frontier Airlines in die Höhe schnellten, hat Spirit Airlines klargestellt, daß die Passagiere keine Einschränkungen bei ihren Reiseplänen befürchten müssen. Die Hintergründe der wiederholten Insolvenz Die Situation von Spirit Airlines ist bemerkenswert, da die Fluggesellschaft erst vor wenigen Monaten aus einer ersten Chapter 11-Insolvenz hervorgegangen war, die im November 2024 beantragt worden war. Nach der ersten Runde der Umstrukturierung, in der fast 800 Millionen US-Dollar Schulden in Eigenkapital umgewandelt wurden, hatte man gehofft, daß das Unternehmen wieder auf stabile Beine kommen würde. Doch die anhaltenden Herausforderungen, darunter hohe Betriebskosten und ein intensiver Wettbewerb auf dem Markt der Ultrabilligfluglinien, haben Spirit Airlines erneut in die Knie gezwungen. Die Entscheidung des Unternehmens, nun erneut unter Chapter 11 Schutz zu suchen, ist ein klares Zeichen für die Dringlichkeit der Lage. Die Führung von Spirit Airlines, allen voran Präsident und CEO Dave Davis, sieht die erneute Insolvenz als eine strategische Chance. In einer Erklärung betonte Davis, daß die Genehmigung der Gerichte

weiterlesen »

Spirit-Pleite: AerCap zieht die Notbremse

Die amerikanische Billigfluggesellschaft Spirit Airlines hat zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres einen Antrag auf Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts gestellt. Die erneute Schieflage des Unternehmens ist ein prägnantes Signal für die anhaltenden Schwierigkeiten, mit denen der Ultra-Low-Cost-Markt in den Vereinigten Staaten kämpft. Die Insolvenz wurde Berichten zufolge durch den Rückzug des grossen Flugzeugvermieters AerCap aus einem entscheidenden Flottendeal ausgelöst, was die angespannte Finanzlage von Spirit Airlines weiter verschlimmerte. Während der Flugbetrieb unter Chapter 11 weiterlaufen soll, laufen im Hintergrund bereits Spekulationen über eine mögliche Notübernahme durch einen früheren Interessenten, Frontier Airlines. Finanzielle Schieflage und Buchungsflaute: Die Gründe für die erneute Insolvenz Die erneute Insolvenzanmeldung von Spirit Airlines ist das Resultat einer Kombination aus betrieblichen und finanziellen Problemen. Seit dem ersten Gläubigerschutzantrag im November 2024 ist es der Fluggesellschaft nicht gelungen, eine dauerhafte Sanierungzu erreichen. DasGeschäftsmodellvon **Spirit Airlines**, das aufextrem niedrige Basispreiseundzusätzliche Gebühren (Ancillary Revenue) setzt, geriet in den letzten Monaten unter enormen Druck. Das Kernsegmentdergünstigen Privatreisensah sich einerBuchungsflautegegenüber, die auch andereULCCsbetraf. DiePassagierezeigten sichpreissensibler, während die Wettbewerber, darunter auch die grossen Netzwerk-Airlines, mit aggressiven Preiskampagnenauf denMarkt` drängten. Die sinkenden Einnahmen führten zu schwerwiegenden Refinanzierungsproblemen. Spirit Airlines geriet in Zahlungsschwierigkeiten und sah sich mit wachsendem Misstrauen der Gläubiger konfrontiert. Ein kritischer Punkt war, als Kreditkartenunternehmen, die einen Grossteil der Ticketeinnahmen verwalten, von der Fluggesellschaft zusätzliche Sicherheiten einforderten. Diese Forderung ist in der Luftfahrtbranche ein deutliches Warnsignal und ein Zeichen für schwindendes Vertrauen in die finanzielle Stabilität eines Unternehmens. Es wurde zunehmend unklar, ob Spirit Airlines in der Lage sein würde,

weiterlesen »

Spirit Airlines meldet zum zweiten Mal Insolvenz an

Die amerikanische Billigfluggesellschaft Spirit Airlines hat zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres den Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-amerikanischen Insolvenzrechts gestellt. Dieser Schritt folgt auf eine kurze Phase der Erholung, in der das Unternehmen nach einer früheren Restrukturierung im März noch optimistisch in die Zukunft blickte. In einer Mitteilung gab das Unternehmen bekannt, daß es nun seine Flotte verkleinern und sein Streckennetz erheblich schrumpfen werde, um die Kosten jährlich um mehrere hundert Millionen Dollar zu senken. Der Schritt markiert einen dramatischen Rückschlag für die Fluggesellschaft, die lange Zeit als größter Budget-Carrier des Landes galt und nun in eine tiefe Krise geraten ist. Ein gescheitertes Comeback: Die Gründe für die erneute Insolvenz Nachdem Spirit Airlines im März aus ihrer ersten Phase des Gläubigerschutzes hervorgegangen war, schien das Unternehmen, das seine Schulden drastisch reduziert und neues Eigenkapital aufgenommen hatte, auf dem Weg der Besserung zu sein. Die positive Entwicklung hielt jedoch nicht lange an. In den Monaten von März bis Juni 2025 musste die Fluggesellschaft einen Verlust von 257 Millionen Dollar verbuchen. Dieser massive finanzielle Einbruch steht in scharfem Kontrast zur Prognose des Unternehmens, das für das Gesamtjahr 2025 noch einen Gewinn von 252 Millionen Dollar in Aussicht gestellt hatte. Die Hauptursachen für diese finanzielle Talfahrt sind vielschichtig und gehen über die reine Betriebsbilanz hinaus. CEO Dave Davis erklärte, daß eine tiefgreifendere Restrukturierung notwendig sei, um die Fluggesellschaft zu stabilisieren. Diese Maßnahme sei unausweichlich geworden, nachdem das Unternehmen weiterhin unter einer schwachen Nachfrage im US-amerikanischen Inlandsmarkt, hohen Betriebskosten und anhaltendem

weiterlesen »

Prozeß um FTI-Insolvenz: Familie verklagt Check24 auf Schadensersatz

 Eine Familie aus dem Rhein-Main-Gebiet hat das Online-Portal Check24 auf Schadensersatz in Höhe von 7.725 Euro verklagt. Die Klage bezieht sich auf verlorene Kosten für Hotelübernachtungen, die über Check24 bei dem insolventen Reiseveranstalter FTI gebucht wurden. Der Anwalt der Familie, Reiserechtler Holger Hopperdietzel, wirft dem Buchungsportal vor, seine Informationspflichten gegenüber Verbrauchern verletzt zu haben. Seiner Auffassung nach hätte die wirtschaftliche Schieflage von FTI bereits im Vorfeld der Buchung erkennbar sein müssen. Die mündliche Verhandlung vor dem Landgericht München ist für den 8. Oktober angesetzt. Das Verfahren könnte eine Signalwirkung für die gesamte Reisebranche haben. Sollte das Gericht der Argumentation der Kläger folgen, würde die Frage aufkommen, ab welchem Zeitpunkt Online-Portale und Reisebüros verpflichtet sind, ihre Kunden vor den Finanzproblemen von Reiseveranstaltern zu warnen. Die FTI-Insolvenz hatte bereits dazu geführt, daß die Kundengeldabsicherung für Einzelleistungen wie Hotelbuchungen keine Deckung bietet.

weiterlesen »