Insolvenzverwalter

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Ehemalige Adria-Airways-Zentrale für 4,7 Millionen Euro verkauft

Lange hat es gedauert, aber nun ist es dem Insolvenzverwalter von Adria Airways gelungen einen Käufer für die rund 4.400 Quadratmeter große ehemalige Firmenzentrale zu finden. Das Gebäude wurde im Jahr 2009 errichtet und verfügt über vier Stockwerke. Der erste Anlauf brachte wenig Erfolg, denn die Preisvorstellungen des Masseverwalters lagen über jenen potentieller Käufer. In der zweiten Auktion lag der Rufpreis bei 3,7 Millionen Euro und ging dann für 4,7 Millionen Euro weg. Insolvenzverwalter Janez Pustatičnik sagte, dass Sachverständige den Wert der Liegenschaft auf etwa 4,1 Millionen Euro geschätzt hätten. Zugeschlagen hat ein nicht näher genannter Investor aus dem Ausland. Adria Airways war einst die nationale Fluggesellschaft Sloweniens. Der Verkauf an das deutsche Unternehmen 4K Invest war nicht von Erfolg gekrönt, denn der Carrier musste musste im September 2019 den Flugbetrieb einstellen und anschließend Konkurs anmelden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seither in diversen Verfahren gegen eine Vielzahl von Personen.

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Frankfurt-Hahn: Investorenlösung soll sich anbahnen

Für den insolventen Flughafen Frankfurt-Hahn soll sich eine Investorenlösung anbahnen. Ende Juni 2022 sollen Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner und die Vertreter der Gläubiger zusammentreten und darüber entscheiden. Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche, der sich auf „Finanzkreise“ bezieht, sollen sich die Verhandlungen im Endspurt befinden. Allerdings sind noch immer mehrere potentielle Käufer im Rennen. Der Insolvenzverwalter will keine näheren Angaben zur Identität der möglichen Investoren machen. Es wird auf die Vertraulichkeit der Gespräche verwiesen. Man wird sich äußern sobald es soweit ist. Der Flughafen Frankfurt-Hahn wurde in den Strudel der Pleite der chinesischen HNA Group, die über Zwischengesellschaften die Mehrheit hält, gezogen. Der Airport musste im Oktober 2021 Insolvenz anmelden. Dem Masseverwalter ist es bislang gelungen den Betrieb aufrecht zu erhalten. Zuletzt suchte man sogar neue Mitarbeiter.

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Tel Aviv Air: Geschäftsbetrieb endgültig eingestellt

Zunächst hieß es seitens der insolventen Tel Aviv Air GmbH, dass man aus “technischen Gründen” bis 21. Mai 2022 keine Flüge mehr anbieten könne. Das Datum ist verstrichen und nun musste man bekanntgeben, dass der Geschäftsbetrieb aufgrund der Insolvenz endgültig eingestellt werden musste. Zunächst gab man sich noch zuversichtlich, dass neue Geldgeber gefunden werden können. Das scheint sich nun zerschlagen zu haben, denn der vorläufige Masseverwalter hat die Einstellung des Geschäftsbetriebs verfügt. Tel Aviv Air teilt dazu unter anderem mit: “Wir bedauern sehr, dass wir keine weiteren Flüge durchführen können. Alle Flugbuchungen wurden storniert. Wir können Ihnen für den Flugausfall keine Alternativen anbieten. Wir können auf Kundenanfragen nicht mehr antworten”. Das Unternehmen musste im Mai 2022 nach nur wenigen gecharterten Flügen Insolvenz anmelden. Für sämtliche Anfragen wird auf den vom Amtsgericht eingesetzten Insolvenzverwalter verwiesen. Kunden, die bei Tel Aviv Air Tickets für deren Charterflüge gekauft haben, können diese anmelden, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es mehr als eine mickrige Quote gibt, gering. Auch fallen für die Anmeldung von Forderungen staatlich festgelegte Gebühren an. Der Masseverwalter will alle Gläubiger, so auch Kunden mit nun wertlosen Flugscheinen, in den nächsten Wochen anschreiben. Im Brief sind dann alle Informationen sowie ein Formular, mit dem die Forderungsanmeldung getätigt werden kann, enthalten. Erst dann kann man dies rechtswirksam tun, weshalb das Anschreiben des Insolvenzverwalters abzuwarten ist. Sollte man der Ansicht sein, dass der Pleite-Firma die Kontaktdaten nicht bekannt sind, kann man diese beim Masseverwalter bekanntgeben.

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Insolventer Flughafen Hahn kann auch im Juni Flugbetrieb fortsetzen

Der insolvente Flughafen Hahn wird nach Angaben seines Insolvenzverwalters auch im Juni den Flugbetrieb weiterführen. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter würden gezahlt, teilte er am Montag auf Anfrage des deutschen Luftfahrtportals Aero dmit. Der Flugbetrieb habe sich sowohl in der Passage als auch in der Fracht positiv entwickelt. Im Investorenprozess dauerten die Verhandlungen an, erklärte der Insolvenzverwalter. „Zu Einzelheiten können wir uns nicht äußern.“ Der Airport im Hunsrück, der aus Marketinggründen Flughafen Frankfurt-Hahn heißt, hatte im Oktober Insolvenz angemeldet. Der inzwischen ebenfalls angeschlagene chinesische Konzern HNA hatte 2017 für rund 15 Millionen Euro 82,5 Prozent des Flughafens vom Land Rheinland-Pfalz erworben. Hessen hält noch 17,5 Prozent.

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Gericht: Etihad muss keinen Schadenersatz für Air-Berlin-Pleite leisten

Die millionenschwere Schadenersatzklage, die Air-Berlin-Insolvenzverwalter Lucas Flöther gegen Großaktionär Etihad Airways eingebracht hatte, ist nun endgültig vom Tisch. Der Londoner Supreme Court entschied zu Gunsten des Golfcarriers. Der Masseverwalter will das Verfahren nicht weiterverfolgen. Einige Monate vor der Pleite des Air-Berlin-Konzerns gab Etihad Airways eine millionenschwere Patronanzerklärung ab. In dieser verpflichtete man sich Air Berlin auch weiterhin mit Finanzmitteln zu versorgen. Im Sommer 2017 zog man diese aber einseitig zurück und Air Berlin und zahlreiche Töchter, darunter auch die österreichische Niki, mussten im weiteren Verlauf Insolvenz anmelden. Zwischen Air Berlin, die formell eine plc, also eine britische Aktiengesellschaft, als persönlich haftenden Gesellschafter der deutschen Kommanditgesellschaft hatte, und Etihad Airways war im Falle von Streitigkeiten London als Gerichtsstand vereinbart. In der Luftfahrt ist es gar nicht unüblich, dass das Vereinigte Königreich gewählt wird. Flöther war der Ansicht, dass der Großaktionär aufgrund der Patronanzerklärung haftet und diese erfüllen muss. Zunächst wurde in Berlin eine Klage eingebracht, wobei sich Etihad mit einer Gegenklage, die den Gerichtsstand feststellen sollte, wehrte. Ein Gericht in London erklärte sich dann für international zuständig und eröffnete das Verfahren. Die Klage in Deutschland wurde in weiterer Folge eingestellt, da die Zuständigkeit im Vereinigten Königreich festgestellt wurde. Der Supreme Court entschied nun zu Ungunsten der Insolvenzmasse von Air Berlin. Darüber berichtete zunächst die Berliner Morgenpost. Diesem Medium gegenüber erklärte Flöther auch, dass er das Schadenersatzverfahren gegen Etihad Airways nicht weiterverfolgen wird. Mit anderen Worten bedeutet das, dass ein Schlussstrich unter die Causa gezogen wird und der Golfcarrier auf Grundlage der

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Neuer Anlauf: Insolvenzverwalter will ehemalige Adria-Zentrale verkaufen

Nicht alle Assets der ehemaligen Fluggesellschaft Adria Airways sind heißgehrt. Manche hat der Insolvenzverwalter regelrecht wie einen Klotz am Bein, denn das Interesse seitens potentiellen Käufern ist gering. Dies betrifft beispielsweise die einstige Firmenzentrale. Das Gebäude wurde im Jahr 2009 errichtet und ist in etwa 4.400 Quadratmeter groß. Der erste Verkaufsanlauf, den der Masseverwalter unternommen hat, war nicht erfolgreich. Rund 4,1 Millionen Euro sollten eingenommen werden, jedoch fand sich kein seriöser Bieter. Nun versucht man nochmals die Liegenschaft zu Geld zu machen. Der avisierte Verkaufspreis wurde auf 3,7 Millionen Euro gesenkt. Bis zum 13. Juni 2022 können Interessierte ihre Angebote bei Insolvenzverwalter Janez Pustatičnik einreichen. Dieser teilte gegenüber lokalen Medien unter anderem mit, dass es zumindest einen Investor aus dem Ausland geben soll, der ernsthaftes Kaufinteresse signalisiert haben soll.

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Germania: Insolvenzverwalter siegt vor Gericht

Der ehemalige Geschäftsführer der Fluggesellschaft Germania, Karsten Balke, ist mit dem Versuch gescheitert, gegen den Insolvenzverwalter eine Einstweilige Verfügung zu erwirken. Balke hatte Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg öffentlich vorgeworfen, die Buchhaltung manipuliert, Unternehmensdaten gelöscht zu haben und ihn in seinen Informationsrechten zu beschneiden. Das Landgericht Berlin hat den Antrag jetzt in vollem Umfang zurückgewiesen. „Wenn ein Insolvenzverwalter eine lückenhafte Buchhaltung auf den aktuellen Stand bringt, ist das keine Manipulation, sondern sein gesetzlicher Auftrag“, betonte Wienberg. „Das ist ein entscheidender Unterschied, und es ist wichtig, dass das Gericht das jetzt klargestellt hat.“ So geht das Landgericht Berlin in seiner Entscheidung davon aus, dass die von Balke behaupteten kriminellen Buchhaltungsmanipulationen „durch nichts belegt“ sind. Die vom Insolvenzverwalter veranlassten Nachbuchungen seien nicht zu beanstanden. Wienberg sei sogar verpflichtet gewesen, die von Balke als Geschäftsführer unterlassenen Buchungen vorzunehmen. Wienberg hatte nach seiner Bestellung zum Insolvenzverwalter eine Vielzahl von Rechnungen vorgefunden, die noch nicht von der Germania-Unternehmensbuchhaltung erfasst waren. Diesen Buchungsrückstand hatte er beseitigt, um belastbare Bilanzen zu erzeugen und den tatsächlichen Verschuldungsgrad des Unternehmens zu ermitteln. Das Landgericht Berlin geht in seiner Entscheidung tatsächlich von „konkreten Mängeln“ der von Balke verantworteten Buchführung aus, insbesondere von „massiven Buchungsrückständen“. Die Buchungsvorgänge, die Balke als Beispiele für angeblich fehlerhafte Buchungen zusammengetragen hatte, waren nach Auffassung des Gerichts sämtlich „nicht zu beanstanden“. Das Gericht folgte auch nicht dem Vorwurf, der Insolvenzverwalter habe Verknüpfungen oder Geschäftsunterlagen „absichtsvoll“ gelöscht, vernichtet oder verändert. Balke hatte sich vor allem darüber beschwert, dass Wienberg die nach Insolvenzeröffnung nicht mehr benötigten Programme deaktiviert hatte. Die Richter

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Insolvenzverfahren am Flughafen Frankfurt-Hahn eröffnet

Der Flughafen Frankfurt-Hahn erlebt eine finanzielle Talfahrt. Nun hat das offizielle Insolvenzverfahren über mehrer Gesellschaften der Flughafen Frankfurt-Hahn Gruppe begonnen. Der Flugbetrieb soll auch im Februar weitergeführt werden. Insolvenzverwalter ist der Frankfurter Jurist Jan Markus Plathner. Eine Weiterführung sei „durch sofort eingeleitete Sanierungsmaßnahmen“ möglich, so heißt es in einer Aussendung seiner Kanzlei. Plathner ergänzte aber gleich: „Wir freuen uns über diesen kleinen Teilerfolg. Allerdings müssen wir prüfen, wie lange der Betrieb aufrecht erhalten werden kann. Dies wird nicht zuletzt davon abhängen, wieviel Unterstützung wir von allen Beteiligten bekommen.“ Zu den ersten Angeboten mit Konzepten von Kaufinteressenten für den Flughafen Hahn erklärte Plathner, diese würden derzeit ausgewertet. Details könne er noch nicht nennen. Der Airport Hahn hatte bereits im Oktober Insolvenz angemeldet. Die Insolvenz ist nicht das einzige Problem, das den Flughafen Frankfurt-Hahn beschäftigt. Laut Staatsanwaltschaft Koblenz gibt es den Verdacht auf bandenmäßige Untreue, Subventionsbetrug und Insolvenzverschleppung.

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Ex-Germania-Chef Balke klagt Insolvenzverwalter

Vor rund drei Jahren ging die traditionsreiche Fluggesellschaft Germania pleite. Nun liefern sich zwei Rechtsanwälte, namentlich Ex-Germania-Chef Karsten Balke und Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg, einen Rechtsstreit. Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeine Zeitung wird am Mittwoch vor dem Landgericht Berlin in Sachen einer von Balke eingebrachten Klage verhandelt. Dieser hat eine Einstweilige Verfügung beantragt, die nachträgliche Korrekturen der Germania-Bücher verhindern soll. Dem Medienbericht nach sollen auch zwei weitere ehemalige Germania-Geschäftsführer einen Eilantrag bei Gericht gestellt haben. Die FAZ zitiert Balke dahingehend, dass seiner Ansicht nach der Insolvenzverwalter die Finanzen vor der Insolvenzanmeldung dramatischer verändern will als es wirklich war. Auch kritisiert er, dass er weiterhin als Geschäftsführer eingetragen ist, jedoch ihm die Einsicht verweigert. Der Masseverwalter weist die Vorwürfe zurück.

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Hahn-Eigentümer HNA Airport Group GmbH ist pleite

Rund um die Pleite des Flughafens Frankfurt-Hahn ist es zu einer weiteren Insolvenz gekommen: Die HNA Airport Group GmbH musste den Weg zum Amtsgericht Bad Kreuznach antreten und wurde ebenfalls unter vorläufige Insolvenzverwaltung gestellt. Das Gericht bestellte – ebenso wie in der Hahn-Pleite – den Frankfurter Juristen Jan Markus Plathner zum vorläufigen Masseverwalter.  Laut Mitteilung das Amtsgerichts Bad Kreuznach ist gegenständliche Gesellschaft jene, die 82,5 Prozent der Anteile am Flughafen Frankfurt-Hahn besitzt. Der Kollaps der chinesischen HNA Group zog auch den Hahn mit in den Strudel. In China wurde die Zerschlagung der Firmengruppe in vier Einzelkonzerne beschlossen. Diese sollen anschließend zu Gunsten der Gläubiger verkauft werden. HNA war in den letzten Jahren auf Einkaufstour und häufte einen enormen Schuldenberg an.

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