Insolvenzverwalter

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Schwerin-Parchim: Zukunft hängt noch immer in der Luft

Der Flughafen Schwerin-Parchim sollte zu einem Cargo-Drehkreuz und einer Drehschreibe für chinesische Touristen werden. Das Projekt war nicht von Erfolg gekrönt und endete letztlich in der Insolvenz. Noch immer konnte das Verfahren nicht abgeschlossen werden. Bislang kamen das Grundstück und die Gebäude noch nicht unter den Hammer. Laut lokalen Medienberichten soll Masseverwalterin Bettina Schmudde noch immer mit mehreren Investoren verhandeln. Das Gericht müsse den Ausgang des Verfahrens abwarten. Der Airport kann derzeit sogar kleine Einnahmen erzielen, denn auf einem Teil des Areals sind Kraftfahrzeuge eines großen Herstellers abgestellt und warten auf bessere Zeiten. Weiters wird unter anderem die Runway als Automobil-Teststrecke genutzt. Für beide Zwecke stellt die Masseverwalterin im Namen der Insolvenzmasse Mieten in Rechnung.

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Firmenzentrale von Adria Airways wird verkauft

Wer schon immer mal eine ehemalige Airline-Zentrale kaufen wollte, kann nun jene von Adria Airways erwerben. Allerdings muss man das notwendige Kleingeld haben, denn der Mindestpreis wurde vom Insolvenzverwalter mit 4,1 Millionen Euro festgelegt. Interessenten können ab sofort ihre Gebote an diesen übermitteln. Die Liegenschaft wurde im Jahr 2009 gebaut und ist rund 4.400 Quadratmeter groß. Das Gebäude umfasst laut Erklärung des Masseverwalters unter anderem Büros, Schulungsräume und Flächen, die als Lager genutzt werden können. Der Flughafen Ljubljana ist in unmittelbarer Nähe. Weiters ist die Glasfront im Eingangsbereich mit einem überdimensionalen Logo von Adria Airways versehen.

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Thyme Opco bekräftigt Flybe-Neustart

Der geplante Neustart der insolventen Regionalfluggesellschaft Flybe verlief bislang holprig. Nun bekräftigten Thyme Opco und der Insolvenzverwalter die Pläne zum Neustart. Das Unternehmen wird als „Flybe Ltd.“ auftreten und soll im Sommer 2021 zahlreiche ehemalige Flybe-Routen reaktivieren. Die Regionalfluggesellschaft musste im März 2020 Insolvenz anmelden. Cyrus Capital erwarb im Herbst 2020 einige Assets aus der Masse. Unter dem Namen Thyme Opco suchte man bei der britischen Zivilluftfahrtbehörde um die Erteilung von AOC und Betriebsbewilligung an. Die Zertifikate von Flybe waren weiterhin aufrecht. Geplant war, dass die Slots auf die Neugründung übertragen werden sollen, doch die CAA legte sich quer. Die Betriebsgenehmigung wurde erst vor wenigen Wochen endgültig suspendiert. Genau diese Angelegenheit ist noch nicht ausgestanden, denn Thyme Opco legte gegen den Beschluss der CAA ein Rechtsmittel ein. Daran hängt viel, denn die als besonders wertvoll betrachteten Slots in Heathrow scheinen für den Start der „neuen Flybe“ besonders wichtig zu sein. Der tatsächliche Neustart der Regionalfluggesellschaft dürfte daher primär von der Entscheidung der Zivilluftfahrtbehörde abhängen. Als erstes Fluggerät hat man bereits die ehemalige OE-LGA als G-CLXC ins britische Register eingetragen. Diese DHC Dash 8-400 flog zuletzt für Austrian Airlines.

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Air Berlin: Verfassungsrichter lehnen Flöther-Beschwerden ab

Das deutsche Bundesverfassungsgericht hat Beschwerden des Insolvenzverwalters der Air Berlin zurückgewiesen. Lucas Flöther wollte insgesamt acht Urteile des Bundesarbeitsgericht anfechten. Die Höchstrichter nahmen die Eingaben jedoch nicht an. Hintergrund ist, dass das Bundesarbeitsgericht in verschiedenen Fällen die Massenentlassung der Air-Berlin-Piloten für unwirksam erklärt hat. Die Fluggesellschaft bzw. der Insolvenzverwalter haben – so das Urteil – die gesetzlich notwendige Anzeige bei einer nichtzuständigen Bundesagentur für Arbeit getätigt. Weiters sollen essentiell notwendige Angaben gefehlt haben. Das Bundesarbeitsgericht kippte die Kündigungen. Dagegen zog Flöther in seiner Funktion als Insolvenzverwalter vor das Bundesverfassungsgericht, unterlag jedoch. Welche Auswirkungen die Entscheidung für die betroffenen Piloten hat, ist noch unklar. Es können sich durchaus finanzielle Ansprüche ergeben, da das Dienstverhältnis dejure nie beendet wurde. Allerdings ist im Fall Air Berlin Masseunzulänglichkeit angezeigt. Das könnte zur Folge haben, dass möglicherweise die Finanzmittel nicht ausreichen.

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Norwegian Air UK zahlt die Löhne nicht mehr

Die Mitarbeiter von Norwegian Air UK haben am 1. Feber 2021 kein Gehalt überwiesen bekommen. Laut Gewerkschaft Balpa wurde diesen stattdessen mitgeteilt, dass sie weder Lohn, noch Urlaubs- oder Kündigungsgeld bekommen werden. Dabei berufen sich die Arbeitnehmervertreter auf die Mitteilung der KPMG, die als Insolvenzverwalter von Norwegian Air UK fungiert. Die Fortführung dieser Fluggesellschaft ist nicht geplant, weshalb die Liquidation eingeleitet wurde. Balpa ist insofern sauer auf das Management, da dieses noch vor wenigen Wochen die Zahlung der Löhne zugesichert habe. Nun fordern die Arbeitnehmervertreter Aufklärung und verweisen auch darauf, dass der Konzern im Heimatland Norwegen Finanzhilfe seitens der Regierung erhalten wird. In diesem Zusammenhang kritisiert man, dass die UK-Tochter fallen gelassen wird und die Mitarbeiter kein Geld mehr bekommen haben.

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Alitalia: Umsatz um 78 Prozent eingebrochen

Das Corona-Jahr 2020 setzte auch der insolventen Alitalia kräftig zu. Der Umsatz reduzierte sich um 78 Prozent auf 590 Millionen Euro. Im Jahr 2019 nahm der italienische Carrier noch 2,67 Milliarden Euro ein. Der Sonderverwalter teilte dem italienischen Parlament mit, dass auch die Anzahl der beförderten Passagiere stark eingebrochen ist. Alitalia hatte im Vorjahr 6,3 Millionen Fluggäste an Bord – ein Rückgang um 79,72 Prozent. Erst kürzlich griff der Staat dem angeschlagenen Carrier neuerlich mit 73 Millionen Euro unter die Flügel. Im April 2021 soll die Nachfolgegesellschaft Ita an den Start gehen. Die EU-Kommission verlangt von Italien, dass die Marke Alitalia künftig nicht mehr genutzt wird. Derzeit versucht die italienische Regierung die Bedenken der Wettbewerbshüter auszuräumen und hofft offensichtlich darauf, dass Ita unter der Traditionsmarke Alitalia fliegen kann. Die Flotte soll stark verkleinert werden, wodurch auch viele Slots frei werden. Auf jene in Rom und Mailand-Linate schielt mittlerweile der Billigflieger Ryanair.

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Paderborn behält nur 65 Mitarbeiter

Die Belegschaft des insolventen Regionalflughafens Paderborn/Lippstadt wird drastisch verkleinert. Von ehemals etwa 170 Beschäftigten werden nur etwa 65 Mitarbeiter ihre Jobs behalten können. Der Schritt wird als “unabwendbar” bezeichnet. Der Airport meldete am 22. September 2020 Insolvenz in Eigenverwaltung an. Die Gewerkschaft Komba und der Betriebsrat einigten sich am 6. November 2020 mit der Geschäftsleitung und dem vorläufigen Sachwalter auf die Details zum Stellenabbau. Jene, die nicht übernommen werden, sollen in eine so genannte Transfergesellschaft überführt werden, in der sie für bis zu 12 Monaten verbleiben können, um neue Jobs suchen zu können. Die Umstrukturierung des Flughafens Paderborn/Lippstadt soll bis ungefähr März 2021 abgeschlossen sein. Der Flugbetrieb bleibt dadurch uneingeschränkt, jedoch ist dieser aufgrund der geringen Nachfrage aufgrund der Corona-Pandemie derzeit stark reduziert. Zugelassen ist “PAD” für Maschinen der Kategorie E.

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Sundair beantragt Schutzschirmverfahren – Flöther ist Sachwalter

Die deutsche Ferien- und Charterfluggesellschaft Sundair meldete beim Amtsgericht Stralsund ein so genanntes Schutzschirmverfahren an. Dabei handelt es sich um eine Sonderform eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung, das zuletzt beispielsweise beim Mitbewerber Condor zur Anwendung gekommen ist. Der Carrier bestätigte, dass der Antrag bei Gericht eingebracht wurde, betont jedoch, dass die Löhne der Belegschaft über das Arbeitsamt gesichert sind. Mit Hilfe des Schutzschirmverfahrens will man sich rasch neu aufstellen. Das schließt auch ein, dass Leasingverträge neu verhandelt werden sollen. Die Flugtickets sollen ihre Gültigkeit behalten. Firmenchef Marcos Rossello geht davon aus, dass Sundair auch nach der Corona-Pandemie ein starker Partner für Reiseveranstalter und Flughäfen sein wird. Man habe “vor Corona” bewiesen, dass Sundair ein tragfähiges Geschäftsmodell habe. Zum vorläufigen Sachwalter bestellte das Amtsgericht Stralsund eine in der Luftfahrt mittlerweile äußerst bekannte Person: Rechtsanwalt Lucas Flöther, der bereits bei Condor und Air Berlin diese Funktion zugeteilt bekommen hat, ist auch bei Sundair eingesetzt worden.

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Insolvente Flybe vor Comeback

Rund sieben Monate nach dem letzten Flug gibt der eigentlich insolvente Regional-Airline erste Lebenszeichen von sich. Schon im nächsten Jahr könnte der Carrier wieder abheben. Die Covid-19-Pandemie gab der britischen Flybe den Rest, am 4. März 2020 musste der Flugbetrieb eingestellt werden. Nun soll das Unternehmen von Virgin-Atlantic-Anteilseigner Thyme Opco reanimiert werden, wie airlines.de berichtet. Eine Summe für die Übernahme wurde nicht genannt. Ziel sei ein Comeback der Fluggesellschaft im kommenden Jahr. Damit würden „Arbeitsplätze, die regionale Anbindung und die lokale Wirtschaft gestützt“, heißt es in der Mitteilung der Abwickler von der Unternehmensberatung EY. Ein Sprecher von Thyme Opco sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Neustart werde „in kleinerem Maßstab“ erfolgen. Genauere Angaben etwa zur Personalstärke machte er nicht. Flybe zählte zuletzt mit mehr als 2000 Mitarbeitern zu einer der größten Regional-Airlines Europa. 

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Reiseveranstalter offenbar an Marke „Adria Airways“ interessiert

Für die Marke “Adria Airways” gibt es nun offenbar zumindest einen Interessenten. Lokale Medien nennen den Reiseveranstalter Oki Air als möglichen Käufer für die Rechte am Brand der ehemaligen Fluggesellschaft. Die ersten Anläufe zur Veräußerung der Markenrechte brachten keinen Erfolg. Der Tour Operator mit Sitz in Montenegro soll in einem Schreiben an den Insolvenzverwalter Interesse am Kauf der Rechte am Brand “Adria Airways” bekundet haben. Ganz branchenfremd ist das Unternehmen nicht, denn man ist bereits an den Flughäfen Podgorica und Belgrad im Bereich Ground Handling tätig. Weiters ist man General Sales Agent für verschiedene Airlines und vertritt diese in der Balkan-Region. Das Kerngeschäft ist allerdings das klassische Veranstalter-Business. Ob es zum Kauf der Markenrechte kommen wird, bleibt abzuwarten.

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