Insolvenzverwalter

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Insolvenzverwalter

Hahn: Erste Interessenten melden sich beim Insolvenzverwalter

Für den Flughafen Frankfurt-Hahn sollen sich bereits erste Investoren interessieren. Masseverwalter Jan Markus Plathner kündigte an, dass international nach potentiellen Käufern gesucht werden soll. Die Betreibergesellschaft geriet in den Strudel der Pleite des Mehrheitseigentümers HNA und musste selbst Insolvenz anmelden. Laut Verwalter Plathner soll nun im Rahmen eines internationalen Investorenprozesses eine Lösung gefunden werden. Von dieser sollen insbesondere die Gläubiger des Regionalflughafens profitieren. Der Flugbetrieb soll weiter fortgeführt werden. Die insolvente HNA Group hält 82,5 Prozent des Flughafens Frankfurt-Hahn. Das deutsche Bundesland Hessen ist als Minderheitsgesellschafter mit einer 17,5-prozentigen Einlage beteiligt.

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Im Strudel der HNA-Pleite: Frankfurt-Hahn ist insolvent

Der Flughafen Frankfurt-Hahn und zwei Tochtergesellschaften sind in die Insolvenz geschlittert. Dies teilte das zuständige Amtsgericht Bad Kreuznach mit. Zum vorläufigen Masseverwalter wurde der Frankfurter Rechtsanwalt Jan Markus Plathner. Kurz vor der offiziellen Mitteilung des Gerichts berichtete die Wirtschaftswoche über die massive Schieflage des hauptsächlich von Billigfliegern genutzten Airports. Pikant ist die Pleite auch deshalb, weil dieser Regionalflughafen zu 82,5 Prozent im Eigentum der insolventen HNA Group ist. Diese wird zerschlagen. Nur vor wenigen Tagen schloss das deutsche Management aus, dass der Kollaps des Konzerns Auswirkungen auf den Flughafen Frankfurt-Hahn haben könnte. Nun kam es anders, aber man erklärt weiterhin, dass die Insolvenzen von Airport, HN Aviation Security GmbH und JFH Jet Fuel Hahn GmbH keine Auswirkungen auf den Flugbetrieb haben werden. Während der Corona-Pandemie mussten in Deutschland unter anderem die Airports Paderborn und Friedrichshafen den Gang zum Insolvenzrichter antreten. Die Verfahren wurden auch genutzt, um die Betreibergesellschaften komplett neu aufstellen zu können. Vermutlich strebt man ähnliches auch am Hahn an, um sich vor dem Sog der Zerschlagung der HNA Group soweit als möglich schützen zu können.

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Montenegro Airlines startet als Mietwagen-Anbieter neu durch

Die insolvente Fluggesellschaft Montenegro Airlines wird wieder in der Personenbeförderung tätig. Zunächst nicht in der Luft, sondern unter Federführung des Insolvenzverwalters steigt man ins Mietwagengeschäft unter Beistellung von Fahrern ein. Der Masseverwalter teilte mit, dass ein neuer Transferservice ins Leben gerufen wurde. Dabei bietet Montenegro Airlines Fahrten mit Minibussen, die eine Kapazität zwischen acht und 18 Sitzplätzen haben, an. Mit dieser Maßnahme sollen Einnahmen für die Insolvenzmasse generiert werden. Gleichzeitig wurde auch kommuniziert, dass sämtliche Verkaufsbüros von Montenegro Airlines ihren Betrieb wiederaufnehmen. Diese sollen Pauschalreisen und Tickets anderer Fluggesellschaften sowie die neuen Transferservices verkaufen. Auch will man Touristen künftig Exkursionen, die in den Büros gebucht werden können, anbieten. Da der insolvente Carrier selbst nicht mehr fliegt, ist man als Travel Agent tätig. Erst kürzlich wurde bekannt, dass der Verwalter in Belgrad die Zulassung als Part-145-Wartungsbetrieb beantragt hat. Man will künftig Dienstleistungen für die Muster Embraer 195 und Fokker 100 anbieten. Eigenen Angaben nach hat man bereits erste Verträge mit Fluggesellschaften unterschrieben.

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Adria-Pleite: Lufthansa und AUA haben 6,6 Millionen Euro angemeldet

Das Insolvenzverfahren von Adria Airways dürfte sich nach Ansicht des Masseverwalters noch mindestens drei Jahre hinziehen. Bislang wurden laut einer Mitteilung des Juristen rund 151 Millionen Euro an Forderungen angemeldet. Anerkannt wurden davon 87,7 Millionen Euro. Austrian Airlines und Lufthansa zählen mit 6,6 Millionen Euro zu den größten Gläubigern. Hintergrund sind hier laut Insolvenzverwalter, dass für ACMI-Dienstleistungen Vorauszahlungen und Sicherheiten geleistet wurden. Angesichts des Umstands, dass Adria Airways kaum mehr Mittel hatte, dürften die beiden Star-Alliance-Mitglieder allenfalls eine geringe Quote bekommen. Bemerkenswert ist auch, dass zwei ehemalige Geschäftsführer von Adria Airways, gegen die die lokale Staatsanwaltschaft Ermittlungen führt, 67.600 Euro bzw. 47.000 Euro an Forderungen angemeldet haben. Der mit Abstand größte Brocken entfällt mit 15,5 Millionen auf offene Löhne der einst rund 550 Mitarbeiter. Weitere Gläubiger sind unter anderem Leasinggesellschaften wie AeroCentury, aber auch der Triebwerkshersteller Rolls-Royce. Der Erlös, den bisherige Verkäufe und Auktionen eingebracht hat, soll in Kürze verteilt werden. Dabei sind die Löhne der ehemaligen Mitarbeiter so genannte vorrangige Forderungen. Das bedeutet konkret, dass diese vor allen anderen Gläubigern Auszahlungen erhalten werden. Generell wird die mögliche Quote aber gering eingeschätzt.

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Belgrad: Insolvente Montenegro Airlines will Wartungsbetrieb aufbauen

Die insolvente Montenegro Airlines setzt ein deutliches Lebenszeichen, denn man will auf dem Flughafen Belgrad einen neuen Line-Wartungsbetrieb aufbauen. Laut Insolvenzverwalter wurden bereits Hangars angemietet. Man will auf dem serbischen Airport Dienstleistungen für die Muster Embraer 190/195 sowie Fokker 100 anbieten. Laut Mitteilung des Masseverwalters habe man an die serbische Zivilluftfahrtbehörde bereits den Antrag, der zur Zulassung als Part-145-Wartungsbetrieb führen soll, gestellt. Ziel der ganzen Aktion ist, dass man Geld verdienen will, das der Insolvenzmasse zugeführt werden soll. Man habe bereits erste Kunden an der Angel und hofft, dass man möglichst rasch die Zulassung bekommt. Die benötigten technischen Gegenstände sollen von Montenegro nach Serbien überführt werden.

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EuGH: CO2-Klage von Air-Berlin-Insolvenzverwalter vor Niederlage

Der Insolvenzverwalter der ehemals zweitgrößten Fluggesellschaft Deutschlands, Air Berlin, führt vor dem Europäischen Gerichtshof ein Verfahren im Zusammenhang mit zugeteilten bzw. nicht-zugeteilten Kohlenstoffdioxid-Zertifikaten. Das Gutachten des EuGH-Generalanwalts fällt zu Ungunsten der Insolvenzmasse aus. Air Berlin erhielt lange vor der Pleite Emissionszertifikate für den Zeitraum von 2013 bis 2020 zugewiesen und das kostenlos. Kurz nach der Pleite und der Einstellung des Flugbetriebs hoben die deutschen Behörden diese Zuteilung auf. Da die Zertifikate auch gehandelt werden können, zog der Lucas Flöther in seiner Funktion als Masseverwalter vor Gericht. Der Fall landete vor dem Europäischen Gerichtshof. Der Jurist argumentiert unter anderem damit, dass die Ermächtigungsgrundlage fehlen würde. Weiters habe Air Berlin ihre Emissionszertifikate bereits vor August 2017 – somit vor dem Insolvenzantrag – verkauft und obendrein darauf vertraut, dass für das Jahr 2018 weitere zugeteilt werden. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das, dass man die Zertifikate, die mangels Flugbetrieb nicht mehr benötigt werden, haben will und zu Gunsten der Masse zu Geld machen will. Der Europäische Gerichtshof legte den Wert der strittigen Kohlenstoffdioxid-Zertifikate mit etwa 77 Millionen Euro fest. Das Verfahren wird eigentlich vor dem Verwaltungsgericht Berlin geführt und ist eine innerdeutsche Angelegenheit. Der Richtersenat legte zahlreiche Fragen dem Europäischen Gerichtshof zur Vorab-Entscheidung fest, denn einige Dinge sind von europaweiter Bedeutung. Der Generalanwalt gab eine Stellungnahme ab, die der Argumentation des Air-Berlin-Insolvenzverwalters so ganz und gar nicht folgt. Da der Europäische Gerichtshof oftmals das Statement des Generalanwalts übernimmt, droht Flöther nun eine juristische Schlappe. Die europäischen Höchstrichter sind aber nicht an die Empfehlung gebunden, sondern

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Schwerin-Parchim bleibt Parkplatz für Autos

Linien- oder Charterflüge gibt es ab Schwerin-Parchim schon lange nicht mehr. Der Airport ist pleite und bislang fand sich kein Käufer. Allerdings machte man sich einen Namen als Parkplatz für Kraftfahrzeuge, denn diverse Automobilhersteller lagern hier seit „Dieselgate“ Autos zwischen. Gegenüber der Deutschen Presseagentur bestätigte Masseverwalterin Bettina Schmudde, dass sich daran auch so schnell nichts ändern wird. Der entsprechende „Parkplatzvertrag“ wurde mit Zustimmung der Luftfahrtbehörde von Mecklenburg-Vorpommern zumindest bis Ende 2021 verlängert. Der Flughafen Schwerin-Parchim ist kein Opfer der Corona-Pandemie, sondern musste bereits am 2. Mai 2019 den Gang zum Konkursrichter antreten. Der Airport befand sich in den Händen eines chinesischen Betreibers, der von den anfangs ambitionierten Plänen nur wenig bis gar nichts umsetzen konnte. Das Konkursverfahren gestaltet sich insofern schwierig, weil verschiedene Nutzungskonzepte vorliegen. Es ist nicht in trockenen Tüchern, dass der Flughafen jemals wieder ans Netz gehen wird.

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Air Berlin: Börse-Tochter von Insolvenzverwalter auf 497,8 Millionen Euro verklagt

Geht es nach Air-Berlin-Insolvenzverwalter Lucas Flöther, so soll eine Tochtergesellschaft der Deutschen Börse für Teile der Pleite der Airline haften. Der Jurist brachte am Freitag eine 497,8 Millionen Euro schwere Klage beim Landgericht Frankfurt ein. In einer Medienerklärung begründet der Insolvenzverwalter, dass seiner Ansicht nach die Clearstream Banking AG zur persönlich haftenden Gesellschafterin der Kommanditgesellschaft geworden ist. Air Berlin war ein Konstrukt aus zwei Firmen: Die börsennotierte Air Berlin PLC, mit Sitz im Vereinigten Königreich, fungierte als persönliche haftende Gesellschafterin der Luftverkehrs KG, bei der der Flugbetrieb angesiedelt war. Nach außen hin war es die Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG. Laut Lucas Flöther soll der Brexit dazu geführt haben, dass die Aktiengesellschaft britischen Rechts nicht mehr als persönlich haftende Gesellschafterin fungieren kann. Im Aktienregister des Vereinigten Königreichs sind Stammaktien der Deutsche-Börse-Tochter Clearstream Banking AG eingetragen. Es handelt sich dabei um Anteilsscheine, die Anleger bei diesem Unternehmen in Wertpapierdepots hinterlegt haben. Der Insolvenzverwalter leitet daraus ab, dass die Air Berlin PLC nicht mehr als ausländische Gesellschaft mit Verwaltungssitz in Deutschland betrachtet werden kann, sondern aufgrund des Brexits zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts wurde. Flöther ist der Ansicht, dass die Clearstream Banking AG dadurch zur persönlich haftenden Gesellschafterin wurde. Beim Landgericht Frankfurt wurde eine so genannte Leistungs- und Feststellungsklage gegen diese Tochtergesellschaft der Deutsche Börse eingebracht. Auch soll festgestellt werden, ob Clearstream Banking AG für weitere Ansprüche der Gläubiger zur Kasse gebeten werden kann. Flöther schätzt – sofern das Verfahren Erfolg hat – das Volumen auf etwa eine Milliarde Euro.

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Löhne: Montenegro-Airlines-Mitarbeiter klagen 21 Millionen Euro ein

Der Insolvenzverwalter von Montenegro Airlines muss sich nun auch mit einer millionenschweren Forderung von ehemaligen Mitarbeitern befassen. Es soll sich dabei um 21 Millionen Euro, die aus der Verpflichtung zur Nachzahlung offener Gehälter stammen, handeln. Gegenüber der Tageszeitung Dan bestätigte der Masseverwalter, dass von dieser Summe bereits 17,2 Millionen Euro anerkannt wurden. Die Forderungen werden von insgesamt 666 ehemaligen Mitarbeitern aus den verschiedensten Unternehmensbereichen erhoben. Im Dezember 2020 musste Montenegro Airlines den Flugbetrieb einstellen, da die Staatsführung nicht mehr bereit war zusätzliche Finanzmittel einzuschießen. Das Unternehmen war nicht mehr in der Lage die Gehälter auszubezahlen. Um die Konnektivität aufrecht erhalten zu können gab es dann doch ein bisschen Geld von der Regierung. Am 10. Juni 2021 nahm die Nachfolgegesellschaft Air Montenegro den Flugbetrieb auf, wobei auch ein von German Airways betriebener Embraer 190 zum Einsatz kommt. Zwischenzeitlich brachte der Masseverwalter von Montenegro Airlines eine Klage aufgrund des Firmenlogos ein. Die neue Gesellschaft anerkennt Tickets und Gutscheine, die vom Vorgänger ausgestellt wurden, nicht.

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Montenegro Airlines verklagt Air Montenegro

Die Fluggesellschaft Air Montenegro handelte sich aufgrund einer behaupteten Markenrechtsverletzung eine Klage ein. Vor Gericht zieht ausgerechnet der Insolvenzverwalter des Vorgängers Montenegro Airlines. Laut lokalen Medienberichten sieht dieser einen Markenrechtsverstoß, da das Adler-Logo zum Verwechseln ähnlich aussieht. Er fordert daher, dass die Verwendung des Symbols unverzüglich beendet werden soll oder aber Air Montenegro an die Insolvenzmasse von Montenegro Airlines eine angemessene Lizenzgebühr entrichten soll. Anfang der Woche wurde der erste Air Montenegro Flug ab Podgorica durchgeführt. Als Fluggerät kam ein Embraer 190, betrieben von der deutschen Fluggesellschaft German Airways, zum Einsatz. Dieser war nicht in der Livery der neuen Staatsairline lackiert.

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