
Lufthansa: Massive Differenzen zwischen Konzernführung und Gewerkschaft zum Auftakt der Gehaltsverhandlungen
Die Deutsche Lufthansa und die Gewerkschaft Verdi sind mit extrem gegensätzlichen Positionen in die Tarifverhandlungen für das Bodenpersonal des Jahres 2026 gestartet. Während die Arbeitnehmervertreter angesichts der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung eine deutliche Steigerung der monatlichen Bezüge fordern, beharrt die Konzernleitung auf einem strikten Sparkurs. Das erste Aufeinandertreffen der Verhandlungspartner verdeutlichte die tiefen Gräben zwischen den Forderungen nach finanzieller Anerkennung und der unternehmerischen Notwendigkeit zur Kostensenkung in einem volatilen Marktumfeld. Für die rund 20.000 Bodenbeschäftigten des Luftfahrtkonzerns steht viel auf dem Spiel, da die Verhandlungen zeitlich mit weitreichenden Umstrukturierungsplänen in der Verwaltung zusammenfallen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob eine Einigung am Verhandlungstisch möglich ist oder ob der deutsche Luftverkehr erneut mit massiven Beeinträchtigungen durch Arbeitskampfmaßnahmen rechnen muss. Die Kernforderungen der Arbeitnehmervertreter Die Gewerkschaft Verdi hat für die aktuelle Tarifrunde eine klare Marschrichtung vorgegeben. Im Zentrum steht die Forderung nach einer Gehaltserhöhung von sechs Prozent für alle Bodenbeschäftigten in den mehr als 20 Konzerngesellschaften. Um insbesondere die unteren Einkommensgruppen abzusichern, verknüpft die Gewerkschaft diesen Prozentsatz mit einer Mindestforderung von 250 Euro mehr pro Monat. Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky begründete diesen Schritt mit der gestiegenen Belastung des Personals und der Notwendigkeit, die Attraktivität der Arbeitsplätze am Boden innerhalb der Lufthansa-Gruppe zu sichern. Nach Darstellung der Gewerkschaft reagierte die Lufthansa-Vertretung auf dieses Paket mit einem Vorschlag, der faktisch auf eine Nullrunde für die kommenden drei Jahre hinauslaufen würde. Diese Haltung stieß bei den Arbeitnehmervertretern auf scharfe Kritik. Aus Sicht von Verdi ignoriert das Management damit die Leistungen der Mitarbeiter, die den operativen Betrieb unter oft








