
Infrastrukturoffensive am Flughafen München: Lufthansa und FMG reaktivieren Planungen für den T-Stiel
Der Flughafen München und die Deutsche Lufthansa AG bereiten sich auf eine massive Kapazitätserweiterung vor, um dem prognostizierten Anstieg des internationalen Passagieraufkommens gerecht zu werden. Im Zentrum der strategischen Überlegungen steht die Reaktivierung des sogenannten T-Stiels, eines Erweiterungsprojekts für den bestehenden Satellitenterminal des Terminal 2. Nach einer mehrjährigen Unterbrechung durch die globale Pandemie wurden die Planungen nun offiziell wieder aufgenommen. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Kapazität des durch ein Joint Venture betriebenen Terminalbereichs um zusätzliche zehn Millionen Passagiere pro Jahr zu steigern. Diese Maßnahme ist ein zentraler Baustein der neuen Mainline-Strategie der Lufthansa, die den Fokus verstärkt auf interkontinentale Langstreckenverbindungen legt. Da die Flottenplanung des Konzerns einen deutlichen Zuwachs an Großraumflugzeugen vorsieht, stoßen die aktuellen Abfertigungsflächen an ihre operativen Grenzen. Neben München wird auch am Standort Frankfurt an einer ähnlichen Kapazitätsausweitung gearbeitet, wobei Lufthansa auch dort eine engere operative Partnerschaft mit dem Flughafenbetreiber Fraport anstrebt, um die logistische Effizienz an ihren deutschen Drehkreuzen langfristig zu sichern. Historie und Reaktivierung des Ausbaukonzepts Die Zusammenarbeit zwischen der Flughafen München GmbH (FMG) und der Lufthansa am Terminal 2 gilt in der Luftfahrtbranche als beispielhaft. Das Terminal wird in einem Joint Venture betrieben, an dem die FMG 60 Prozent und die Lufthansa 40 Prozent der Anteile halten. Bereits im Jahr 2016 wurde mit der Inbetriebnahme des ersten Satellitengebäudes ein wichtiger Meilenstein erreicht, der die Kapazität des Terminals von ursprünglich 25 auf 36 Millionen Passagiere pro Jahr erhöhte. Doch schon kurz nach der Eröffnung zeichnete sich ab, dass diese Erweiterung angesichts der Wachstumspläne der








