Lufthansa

Weitere Artikel aus der Rubrik

Lufthansa

Führungswechsel am Flughafen Lübeck: Klaus Marx übernimmt Geschäftsleitung

Am Flughafen Lübeck wurde ein entscheidender Wechsel in der Führungsebene vollzogen. Klaus Marx wurde offiziell zum neuen Geschäftsführer der Flughafen Lübeck GmbH ernannt und tritt damit die Nachfolge von Jürgen Friedel an. Friedel, der den Ausbau des regionalen Verkehrslandeplatzes in den vergangenen Jahren maßgeblich begleitete, verlässt das Unternehmen nach offiziellen Angaben auf eigenen Wunsch. Der Wechsel erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Flughafen verstärkt auf die Vernetzung mit internationalen Drehkreuzen und die Kooperation mit etablierten Linienfluggesellschaften setzt, um seine Marktposition in Norddeutschland zu festigen. Klaus Marx verfügt über umfassende Expertise in der strategischen Entwicklung von Regionalflughäfen. Vor seinem Engagement in Lübeck war er als Geschäftsführer bei der Skyhub PAD GmbH & Co. KG am Flughafen Paderborn/Lippstadt tätig. Dort zeichnete er sich insbesondere für den Aufbau unternehmerisch getragener Modelle zur Sicherung von Flugverbindungen verantwortlich. Diese Erfahrung gilt als wesentlicher Grund für seine Berufung in Lübeck, da der Standort unter dem Eigentümer Winfried Stöcker bestrebt ist, durch neue Partnerschaften wie das jüngst geschlossene Codeshare-Abkommen mit der Lufthansa-Gruppe die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Linienbetriebs dauerhaft zu gewährleisten. Die Aufgabe des neuen Geschäftsführers besteht vorrangig darin, die operativen Abläufe an die gestiegenen Anforderungen des Linienverkehrs anzupassen. Mit der Wiederaufnahme der Verbindung nach München und der Integration in das weltweite Buchungssystem der Lufthansa steht der Flughafen vor einer organisatorischen Herausforderung. Marx soll dabei sein Know-how im Bereich der strategischen Standortentwicklung nutzen, um neben dem touristischen Charterverkehr auch den für die regionale Wirtschaft wichtigen Geschäftsreiseverkehr weiter auszubauen. Hierbei spielt die Optimierung der Infrastruktur für Regionalflugzeuge wie

weiterlesen »

Skyhub PAD integriert Verbindungen in das globale Lufthansa-Netzwerk

Die regionale Fluginitiative Skyhub PAD hat ihre Marktposition durch eine weitreichende Kooperation mit der Lufthansa signifikant gestärkt. Seit dem 28. April 2026 werden alle Flugbewegungen der Initiative unter offiziellen Lufthansa-Flugnummern geführt. Diese Entwicklung betrifft nicht nur die etablierte Verbindung zwischen Paderborn/Lippstadt und dem Drehkreuz München, sondern erstreckt sich auch auf die neu in das Programm aufgenommenen Destinationen Lübeck und Pécs. Durch die Aktivierung eines Codeshare-Abkommens mit der größten deutschen Fluggesellschaft vollzieht Skyhub PAD den Schritt von einer reinen Zubringerlösung hin zu einem voll integrierten Bestandteil des internationalen Luftverkehrsnetzes. Passagiere profitieren dabei von einer nahtlosen Buchbarkeit über die Kanäle der Lufthansa sowie einer verbesserten Auffindbarkeit auf globalen Vertriebsplattformen. Die operative Durchführung der Flüge verbleibt weiterhin bei der dänischen Fluggesellschaft DAT, die auf den Strecken modernes Turboprop-Gerät einsetzt. Branchenkenner werten diesen Schritt als wichtiges Signal für die Stabilisierung der regionalen Anbindung kleinerer Flughäfen an die großen Luftfahrt-Hubs. Vom Interlining zum Codeshare: Ein qualitativer Sprung im Vertrieb Bisher basierte die Zusammenarbeit zwischen der ausführenden Fluggesellschaft DAT und der Lufthansa auf einem sogenannten Interlining-Abkommen. Dieses ermöglichte es Reisenden zwar, ihr Gepäck bis zum Zielort durchzuchecken und Umsteigeverbindungen in München zu nutzen, doch die Flüge wurden unter separaten Airline-Codes geführt. Dies erschwerte oft die Auffindbarkeit in Buchungssystemen und führte bei Reisebüros sowie Online-Portalen zu einer weniger prominenten Platzierung. Mit dem nun inkraftgetretenen Codeshare-Status werden die Flüge ab Paderborn, Lübeck und Pécs direkt im Kernvertrieb der Lufthansa gelistet. Die Integration in das Buchungssystem lufthansa.com bedeutet für Skyhub PAD einen massiven Zuwachs an Reichweite. Ein Flug von

weiterlesen »

Flughafen Lübeck startet strategische Partnerschaft mit der Lufthansa-Gruppe

Der Flughafen Lübeck hat am 28. April 2026 den Linienbetrieb nach München offiziell wieder aufgenommen. Diese Verbindung markiert eine Zäsur für den regionalen Luftverkehr in Schleswig-Holstein, da sie erstmals über ein umfassendes Codeshare-Abkommen mit der Lufthansa-Gruppe realisiert wird. Passagiere haben dadurch die Möglichkeit, Reisen von Lübeck aus unter Lufthansa-Flugnummern zu buchen und am Drehkreuz München nahtlos in das weltweite Streckennetz der Allianzpartner umzusteigen. Die Buchungsfreigabe für die Zubringerflüge erfolgt am 29. April, wobei der reguläre Flugbetrieb unter den neuen Konditionen ab dem 4. Mai 2026 aufgenommen wird. Die operative Durchführung der Strecke übernimmt die dänische Fluggesellschaft DAT A/S, die hierfür ein Turboprop-Flugzeug vom Typ ATR 72-600 einsetzt. Mit einer Kapazität von 70 Sitzplätzen ist die Maschine speziell auf die Anforderungen des Regionalverkehrs zugeschnitten. Durch die Kooperation mit Lufthansa, Discover, Air Dolomiti, Austrian Airlines und Swiss werden Ziele wie Johannesburg, Seoul, Montreal oder Singapur über München direkt erreichbar. Diese Integration in ein globales Hub-System soll die Attraktivität des Standorts Lübeck für Geschäftsreisende und internationale Touristen gleichermaßen steigern und die wirtschaftliche Verflechtung zwischen Nord- und Süddeutschland festigen. Hinter der strategischen Neuausrichtung steht der neue Geschäftsführer Klaus Marx, der zuvor bei der skyhub PAD GmbH tätig war. Marx bringt Expertise in der Etablierung regionaler Flugmodelle mit, die auf eine unternehmerische Absicherung von Linienverbindungen setzen. Sein Fokus liegt auf der Entwicklung tragfähiger Partnerschaften, um die Auslastung der Infrastruktur in Lübeck zu optimieren. Neben der neuen München-Route bietet der Flughafen weiterhin touristische Verbindungen durch Partner wie Ryanair an, die Destinationen wie London, Mallorca und Malaga

weiterlesen »

Lufthansa führt erweitertes Stopover-Programm am Drehkreuz München ein

Die Fluggesellschaft Lufthansa hat ihr Serviceangebot am Flughafen München um eine integrierte Stopover-Option für internationale Langstreckenpassagiere erweitert. Ab sofort können Reisende auf Verbindungen zwischen Singapur sowie den USA und München ihren Aufenthalt in der bayerischen Landeshauptstadt flexibel auf bis zu sieben Tage ausdehnen. Das Programm ermöglicht es Fluggästen aller Buchungsklassen, den obligatorischen Zwischenstopp für touristische oder geschäftliche Zwecke zu nutzen, bevor sie ihre Reise zum Endziel fortsetzen. Die technische Umsetzung erfolgt über eine direkte Einbindung in den digitalen Buchungsprozess auf der Webseite des Unternehmens, wobei die Option wahlweise für den Hin- oder den Rückflug aktiviert werden kann. Zusätzlich zur reinen Flugbuchung kooperiert die Fluggesellschaft mit verschiedenen Dienstleistern, um den Aufenthalt in der Region logistisch zu unterstützen. Etwa 24 Stunden nach Abschluss der Flugreservierung erhalten Kunden Zugriff auf ein Portal zur Buchung von Hotelübernachtungen, Mietwagen und regionalen Freizeitaktivitäten. Laut Heiko Reitz, Bereichsvorstand von Lufthansa Airlines und Hubmanager in München, zielt das Angebot darauf ab, den Umsteigeprozess am südlichen Drehkreuz des Konzerns attraktiver zu gestalten und die lokale Wirtschaft durch den Zustrom internationaler Gäste zu stärken. Die Aufenthaltsdauer kann dabei individuell zwischen 24 Stunden und einer vollen Woche festgelegt werden, wobei die preisliche Gestaltung von der jeweiligen Streckenkombination abhängt. München fungiert als Pilotstandort für dieses neue Konzept, das den Wettbewerb mit anderen globalen Luftfahrt-Drehkreuzen im Nahen Osten und Asien forcieren soll, die bereits ähnliche Programme etabliert haben. In den kommenden zwölf Monaten plant Lufthansa, das Angebot schrittweise auf weitere Zielregionen und zusätzliche Destinationen im weltweiten Streckennetz auszuweiten. Langfristig ist zudem die Einführung

weiterlesen »

Discover Airlines nimmt neue Verbindung nach Irland auf

Die Fluggesellschaft Discover Airlines hat ihr Streckennetz ab dem Drehkreuz Frankfurt am Main erweitert und steuert seit Beginn der aktuellen Sommersaison das irische Shannon an. Die Tochtergesellschaft der Lufthansa bedient diese Route einmal wöchentlich, jeweils am Samstag. Die Verbindung ist primär auf den saisonalen Tourismus ausgerichtet und ergänzt die bestehenden Linienflüge der Lufthansa-Gruppe in den Westen Irlands. Durch die Aufnahme dieser Strecke reagiert die Airline auf die stabile Nachfrage nach Direktverbindungen in die Region County Clare, die als wichtiger Ausgangspunkt für den Tourismus entlang der irischen Atlantikküste gilt. Für den Flugbetrieb auf dieser Route setzt Discover Airlines ein Flugzeug vom Typ Airbus A320 ein. Diese Maschinen verfügen über eine Konfiguration, die sowohl eine Business Class als auch eine Economy Class umfasst, womit die Fluggesellschaft unterschiedliche Kundensegmente anspricht. Der Flughafen Shannon fungiert dabei als strategische Ergänzung zum Flughafen Dublin, da er Reisenden einen direkten Zugang zu den Wirtschafts- und Urlaubsregionen im Westen des Landes ermöglicht, ohne den Umweg über die Hauptstadt nehmen zu müssen. Die Flugzeiten sind so getaktet, dass Passagiere am Drehkreuz Frankfurt Anschluss an das weltweite Netzwerk der Lufthansa haben. Mit der neuen Verbindung festigt Discover Airlines ihre Rolle als spezialisierter Ferienflieger innerhalb des Lufthansa-Konzerns. Während die Muttergesellschaft primär die großen Wirtschaftszentren bedient, konzentriert sich die Tochter auf touristisch attraktive Destinationen. Shannon hat in den vergangenen Jahren seine Infrastruktur modernisiert, um für internationale Fluggesellschaften attraktiver zu werden, unter anderem durch beschleunigte Abfertigungsprozesse. Die Aufnahme der Strecke wird von Branchenexperten als Zeichen für eine weitere Konsolidierung des Marktes für europäische

weiterlesen »

Zehn Jahre Terminal 2 Satellit: Bilanz und Ausblick am Drehkreuz München

Der Satellit des Terminals 2 am Flughafen München feiert im April 2026 sein zehnjähriges Bestehen. Seit der Inbetriebnahme im Jahr 2016 hat das Gebäude rund 93 Millionen Fluggäste abgefertigt und etwa 672.000 Flugbewegungen verzeichnet. Als Gemeinschaftsprojekt der Flughafen München GmbH und der Deutschen Lufthansa AG konzipiert, flossen rund 900 Millionen Euro in die Realisierung des ersten Midfield-Terminals Deutschlands. Das Bauwerk dient primär der Kapazitätserweiterung des Terminal-2-Systems, das exklusiv von der Lufthansa Group und ihren Partnern der Star Alliance genutzt wird. Innerhalb dieses Systems entfallen inzwischen über ein Drittel der Passagierzahlen auf das Satellitengebäude, wobei der Anteil der Umsteiger mit 56 Prozent die zentrale Rolle des Standorts als internationales Drehkreuz unterstreicht. Die technische Infrastruktur wurde seit der Eröffnung kontinuierlich modernisiert, um den Anforderungen des globalen Luftverkehrs gerecht zu werden. So wurden automatisierte Grenzkontrollsysteme wie EasyPASS sowie Vorbereitungen für das europäische Ein- und Ausreisesystem (EES) integriert. Passagiere erreichen das Gebäude vom Hauptterminal aus über ein unterirdisches, fahrerloses Personentransportsystem, das die Distanz in rund einer Minute bewältigt. Der Fokus der Abfertigung liegt im Satelliten insbesondere auf Langstreckenverbindungen nach Nordamerika, Asien und Indien. Die Architektur des Gebäudes ist auf hohe Durchlaufgeschwindigkeiten bei gleichzeitig hohem Komfort ausgelegt, was dem Flughafen München wiederholt Spitzenplatzierungen in internationalen Qualitätsrankings sicherte. Auf einer Fläche von über 7.000 Quadratmetern bietet der Satellit ein umfangreiches kommerzielles Angebot sowie spezialisierte Servicezonen. Das gastronomische Zentrum bildet ein Marktplatz, der gestalterisch an den Münchner Viktualienmarkt angelehnt ist. Neben 15 Einzelhandelsgeschäften und mehreren Duty-Free-Zonen stehen den Fluggästen fünf Lounges auf insgesamt 4.000 Quadratmetern zur Verfügung.

weiterlesen »

Boeing bekräftigt Zeitplan für das Flaggschiff 777X: Erstauslieferung an die Lufthansa für das Jahr 2027 avisiert

Der US-amerikanische Flugzeugbauer Boeing hat im Rahmen der Bekanntgabe seiner Ergebnisse für das erste Quartal 2026 ein klares Signal an die Luftfahrtindustrie gesendet: Das lang erwartete Langstreckenmodell 777-9 befindet sich weiterhin auf Kurs für eine erste Auslieferung im Jahr 2027. Nachdem das Programm über Jahre hinweg von Verzögerungen, technischen Rückschlägen und einer verschärften Aufsicht durch die US-Luftfahrtbehörde FAA geprägt war, stellt diese Bestätigung einen wichtigen Meilenstein für den Hersteller dar. Insbesondere für den Erstkunden Lufthansa, der bereits seit Jahren auf die Modernisierung seiner Flotte wartet, bedeutet die offizielle Ankündigung Planungssicherheit. Trotz der positiven Nachrichten bleibt das Projekt eine der kostspieligsten Entwicklungen in der Geschichte der zivilen Luftfahrt, da die Verzögerungen nicht nur den Zeitplan um insgesamt sieben Jahre nach hinten verschoben, sondern auch die Entwicklungskosten massiv in die Höhe getrieben haben. Fortschritte im Zertifizierungsprozess und technische Meilensteine Laut Boeing macht das Zertifizierungsprogramm der 777X stetige Fortschritte. Ein entscheidender Schritt war die Genehmigung der FAA, in die Phase der sogenannten Type Inspection Authorization 4A einzutreten. Dabei handelt es sich um eine fortgeschrittene Phase der Flugerprobung, bei der Behördenvertreter an Bord der Testmaschinen die Konformität mit den Sicherheitsstandards direkt prüfen. Boeing gab an, dass dieser Prozess bereits aktiv eingeleitet wurde. Daten aus der Flugverfolgung stützen diese Aussagen: Ein Großteil der aus fünf Maschinen bestehenden Testflotte absolvierte allein im letzten Monat zahlreiche Testflüge, um die für die Zulassung notwendigen Datenpakete zu sammeln. Dennoch liegt noch ein erhebliches Arbeitspensum vor dem Hersteller. Nach Abschluss der Phase 4A müssen noch die Phasen 4B und 5

weiterlesen »

Emirates-Chef Tim Clark erwartet rasche Erholung des Luftverkehrs

Die Luftfahrtbranche im Nahen Osten steht gegenwärtig vor einer ihrer größten Bewährungsproben. Der militärische Konflikt im Iran hat den Flugverkehr über einem der wichtigsten globalen Drehkreuze massiv beeinträchtigt und zu erheblichen operativen Einschränkungen geführt. Dennoch gibt sich Tim Clark, Präsident der staatlichen Fluggesellschaft Emirates, betont zuversichtlich hinsichtlich der langfristigen Perspektiven der Region. Auf einer Branchenkonferenz in Berlin unterstrich er die historische Resilienz des Standortes Dubai und prognostizierte eine schnelle Rückkehr zur Normalität, sobald sich die geopolitische Lage stabilisiert habe. Während westliche Wettbewerber wie die Lufthansa versuchen, durch Zusatzflüge auf Ausweichrouten Marktanteile zu gewinnen, sieht Clark die marktbeherrschende Stellung der Golf-Airlines durch deren enorme Kapazitäten an Großraumflugzeugen langfristig gesichert. Die derzeitige Phase der reduzierten Flottennutzung wird vom Konzern strategisch für Wartungsarbeiten genutzt, um bei einer Entspannung der Lage sofort wieder mit voller Kapazität agieren zu können. Historische Resilienz und das kollektive Gedächtnis der Reisenden In der Geschichte der zivilen Luftfahrt haben politische Krisen im Nahen Osten immer wieder zu kurzfristigen Einbrüchen geführt, doch die Region konnte ihre Bedeutung als Brücke zwischen Ost und West stets behaupten. Tim Clark verwies in seinem Beitrag darauf, dass Reisende dazu neigen, Krisenereignisse schnell zu verdrängen, sobald die Sicherheit wieder gewährleistet ist. Er stützt seine These auf die enorme Anziehungskraft von Dubai als Handels- und Tourismuszentrum. Die Stadt habe sich über Jahrzehnte als Marke etabliert, die über tagesaktuelle politische Ereignisse hinausstrahlt. Voraussetzung für eine solche Erholung ist laut Clark ein gewisses Maß an Stabilität, das innerhalb der nächsten Wochen eintreten müsste. Sollte dieser Fall eintreten, hält

weiterlesen »

Der beschleunigte Abschied von Lufthansa Cityline

Die Schließung der Lufthansa Cityline hat in der deutschen Luftfahrtbranche eine Debatte über Konzernstrategien und Arbeitnehmerrechte ausgelöst. Nachdem das Management der Lufthansa Group das Ende der traditionsreichen Tochtergesellschaft überraschend vorgezogen hat, konzentrieren sich die aktuellen Bemühungen auf die Ausgestaltung eines betrieblichen Sozialplans für die rund 1300 betroffenen Beschäftigten in Cockpit und Kabine. Die ursprüngliche Planung sah eine schrittweise Reduzierung der Flotte bis zum Jahr 2028 vor, doch wirtschaftliche Faktoren wie drastisch gestiegene Treibstoffpreise und anhaltende Tarifkonflikte führten zu einem abrupten Kurswechsel. Während die Airline-Gruppe betont, möglichst viele Mitarbeiter innerhalb des Konzernverbunds, insbesondere bei der neu gegründeten City Airlines, unterbringen zu wollen, werfen die Arbeitnehmervertreter dem Vorstand vor, den Wechsel zu schlechteren Konditionen erzwingen zu wollen. Inmitten dieser Verhandlungen sorgt zudem ein gefälschtes Strategiepapier für zusätzliche Unruhe, das die Schließung der Cityline als bewusste Zwangsmaßnahme gegen die Belegschaft darstellt. Wirtschaftlicher Druck und operative Lücken Die Entscheidung, den Flugbetrieb der Cityline kurzfristig einzustellen, hinterlässt deutliche Spuren im europäischen Streckennetz der Lufthansa. Täglich fallen rund 150 Flüge weg, die bisher als wichtige Zubringer für die Drehkreuze Frankfurt und München dienten. Die Netzplaner des Konzerns stehen vor der Herausforderung, diese Lücken kurzfristig zu schließen, um die Auslastung der Langstreckenflüge nicht zu gefährden. Aktuell werden betroffene Passagiere massiv umgebucht, während andere Konzerntöchter oder externe Partner wie Air Baltic Teile des Flugplans übernehmen. Die Unternehmensführung begründet die beschleunigte Abwicklung vor allem mit der mangelnden Rentabilität der Cityline im aktuellen Marktumfeld. Hohe Betriebskosten, getrieben durch die Volatilität der Energiemärkte, hätten eine Fortführung des Betriebs unter den bestehenden

weiterlesen »

Neuausrichtung im Lufthansa Konzern: Umverteilung der Verkehrsströme nach Cityline Ende und geopolitischen Spannungen

Die Lufthansa Group steht vor einer operativen Umgestaltung ihres europäischen und interkontinentalen Netzwerks. Nach der Entscheidung, den Flugbetrieb der Tochtergesellschaft Lufthansa Cityline vorzeitig einzustellen und damit rund 20.000 innereuropäische Flüge zu streichen, greifen nun weitreichende Anpassungsmechanismen innerhalb des Konzernverbunds. Insbesondere die Drehkreuze Frankfurt und München spüren die Auswirkungen dieser Kapazitätsreduktion deutlich. Um den Zufluss zu den lukrativen Langstreckenverbindungen zu sichern, übernimmt die Konzerntochter Swiss eine entscheidende Rolle bei der Kompensation von Ausfällen. Während das Drehkreuz Zürich durch zusätzliche Frequenzen gestärkt wird, sieht sich die Ferienfluggesellschaft Edelweiss gezwungen, ihr Nordamerika-Geschäft aufgrund veränderter Nachfragemuster und hoher Betriebskosten massiv zu beschneiden. Geopolitische Instabilitäten, insbesondere im Nahen Osten, sowie die damit verbundene Volatilität der Treibstoffpreise zwingen die Planer in Frankfurt und Zürich zu einer radikalen Priorisierung profitabler Strecken gegenüber traditionellen Wachstumszielen. Strukturelle Verschiebungen im europäischen Hubsystem Die Streichung von 20.000 Flügen markiert eine Zäsur für die Konnektivität der deutschen Hauptdrehkreuze. Lufthansa Cityline fungierte über Jahrzehnte als wesentlicher Zubringer für die Langstreckenflotten in Frankfurt und München. Mit dem Wegfall dieser Kapazitäten droht eine erhebliche Unterversorgung der Interkontinentalverbindungen. Um die Auslastung der großen Flugzeugtypen dennoch stabil zu halten, steuert das Konzernmanagement nun gezielt Verkehrsströme über andere europäische Hubs. In diesem Kontext rückt Zürich als zentraler Ausweichpunkt in den Fokus. Die schweizerische Lufthansa-Tochter Swiss hat angekündigt, kurzfristig rund 140 zusätzliche Flüge innerhalb Europas anzubieten, um die entstandenen Lücken im System zumindest teilweise zu schließen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Anbindung regionaler Zentren wie Stuttgart und München an das Zürcher Drehkreuz sowie auf der Stärkung osteuropäischer

weiterlesen »