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Star Alliance eröffnet neues Verbindungszentrum am Flughafen Los Angeles

Die globale Luftfahrtallianz Star Alliance hat am Los Angeles International Airport (LAX) ihr neuntes „Star Connection Centre“ (SCC) in Betrieb genommen. Mit jährlich über 350.000 Passagieren, die am LAX zwischen den 16 dort vertretenen Mitgliedsfluggesellschaften umsteigen, zählt der kalifornische Flughafen zu den wichtigsten strategischen Drehkreuzen des Verbunds in Nordamerika. Das neue Zentrum hat die Aufgabe, Passagiere bei knappen Anschlussverbindungen aktiv zu unterstützen. Durch den Einsatz spezialisierter Software werden Reisende, die aufgrund von Verspätungen ihren Anschlussflug zu verpassen drohen, frühzeitig identifiziert. Eigens abgestellte Mitarbeiter nehmen diese Fluggäste direkt am Ankunftsgate in Empfang und leiten sie beschleunigt durch den Flughafen zu ihrem nächsten Abfluggate. Zusätzliche Recherchen zur operativen Struktur verdeutlichen, dass das SCC am LAX Teil einer umfassenden technologischen Modernisierung der Allianz ist. Das System koordiniert nicht nur den Personentransfer, sondern optimiert auch die Gepäckweiterleitung zwischen den Partnergesellschaften. Derzeit bedienen Fluglinien wie Lufthansa, United, Singapore Airlines und Air China den Standort Los Angeles mit insgesamt über 2.000 wöchentlichen Flügen zu mehr als 80 Zielen weltweit. Das SCC fungiert dabei als übergeordnete Schnittstelle, die das reibungslose Ineinandergreifen der unterschiedlichen IT-Systeme und Bodenabfertigungsprozesse der beteiligten Airlines sicherstellt. Vergleichbare Einrichtungen in Frankfurt haben allein im Jahr 2025 über 20.000 Passagiere bei kritischen Zeitfenstern erfolgreich an ihr Ziel gebracht. Wirtschaftlich betrachtet zielt die Eröffnung des SCC am LAX auf eine signifikante Reduzierung von Umbuchungskosten und Entschädigungszahlungen ab. In der Luftfahrtbranche führen verpasste Anschlüsse zu erheblichen finanziellen Belastungen für die Fluggesellschaften, insbesondere durch Hotelgutscheine und Verpflegungsleistungen. Durch die proaktive Steuerung der Passagierströme am Boden kann die Allianz

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Sommerflugplan am Flughafen Münster/Osnabrück mit neuen Zielen und modernisierter Infrastruktur

Am kommenden Sonntag tritt am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) der neue Sommerflugplan 2026 in Kraft. Ein zentrales Merkmal der diesjährigen Saison ist die Stationierung eines Airbus A320 der Kölner Fluggesellschaft Leav Aviation direkt am Standort. Die Fluglinie fungiert als neuer Home Carrier und erweitert das Portfolio um direkte Verbindungen nach Fuerteventura und Rhodos, die jeweils bis zu zweimal wöchentlich bedient werden. Darüber hinaus bietet Leav Aviation Flüge nach Heraklion an und plant für den Herbst die Aufnahme der Strecke nach Mallorca. Die Einbindung dieser deutschen Airline stärkt die regionale Präsenz im Chartersegment und ergänzt die bestehenden Kapazitäten der etablierten Ferienflieger. Das Programm für die Sommermonate zeichnet sich durch eine hohe Frequenz zu den Kernmärkten im Mittelmeerraum aus. Die türkische Riviera rund um Antalya führt die Beliebtheitsskala mit bis zu sieben täglichen Abflügen an, gefolgt von Mallorca mit bis zu fünf täglichen Verbindungen. Auch die griechische Insel Kreta wird in der Hochsaison täglich angeflogen. Parallel dazu festigt der irische Billigflieger Ryanair seine Marktposition am FMO und bedient mittlerweile sechs Destinationen, darunter London-Stansted, Alicante und Zadar. Für Passagiere mit Zielen im Fernost- oder Interkontinentalbereich bleibt die viermal tägliche Anbindung an das Lufthansa-Drehkreuz München die wichtigste Schnittstelle zum weltweiten Netzflugplan. Flankierend zum erweiterten Flugangebot hat die Flughafengesellschaft in die Optimierung der Bodenprozesse investiert. Zur Beschleunigung der Abfertigung stehen modernisierte Self-Check-In-Counter zur Verfügung, die derzeit von Fluggästen der Lufthansa-Gruppe sowie von SunExpress und Pegasus genutzt werden können. Im Terminalbereich wurden zudem die Wartezonen in den Non-Schengen-Gates umgebaut und mit automatisierten Verpflegungsstationen für Kalt- und Heißgetränke

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Frankfurt: Terminal 2 geht nach Eröffnung des Neubaus in jahrelangen Ruhemodus

Am Frankfurter Flughafen steht eine der umfangreichsten operativen Umwälzungen der letzten Jahrzehnte bevor. Mit der für den 22. April 2026 geplanten Inbetriebnahme des neuen Terminals 3 leitet der Flughafenbetreiber Fraport eine Phase der massiven Infrastrukturbereinigung ein. Im Zentrum dieser Strategie steht der vollständige Umzug aller 57 Fluggesellschaften, die bisher im Terminal 2 beheimatet waren, in den modernen Neubau im Süden des Flughafengeländes. Sobald dieser Transfer abgeschlossen ist, wird das Terminal 2 im zweiten Halbjahr 2026 in einen sogenannten Dornröschenschlaf versetzt. Das bedeutet, dass das Gebäude vorerst komplett vom Netz genommen und eingemottet wird. Erst Mitte der 2030er Jahre rechnet das Management mit einer Reaktivierung des Standorts, nachdem eine umfassende Generalsanierung durchgeführt wurde. Diese Maßnahmen sind Teil eines langfristigen Kapazitätsplans, der darauf abzielt, die Effizienz am größten deutschen Luftverkehrskreuz durch digitale Prozesse und eine optimierte Flächennutzung zu steigern. Während das neue Terminal 3 mit einer Kapazität von rund 20 Millionen Passagieren pro Jahr an den Start geht, erhält der Hauptkunde Lufthansa im Terminal 1 zusätzliche Freiräume zur Expansion. Die Kosten für die anstehende Modernisierung des alten Terminal 2 werden auf rund 1,5 Milliarden Euro geschätzt, was die wirtschaftliche Dimension dieses Infrastrukturprojekts unterstreicht. Logistische Meisterleistung beim Umzug der Fluggesellschaften Der Wechsel vom Terminal 2 in das neue Terminal 3 wird nicht an einem einzigen Tag vollzogen, sondern erfolgt in einem strukturierten Verfahren über vier Wellen hinweg. Dieser gestaffelte Umzug soll sicherstellen, dass der laufende Flugbetrieb nicht beeinträchtigt wird und die komplexen IT-Systeme sowie die Gepäcklogistik reibungslos in die neue Umgebung integriert werden

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Sommerflugplan 2026 am Flughafen München mit deutlichem Kapazitätsausbau

Mit dem Inkrafttreten des Sommerflugplans am 29. März 2026 baut der Flughafen München seine Rolle als internationales Luftverkehrsdrehkreuz signifikant aus. In der bis zum 24. Oktober dauernden Periode haben 90 Fluggesellschaften insgesamt über 206.000 Starts und Landungen angemeldet. Das Streckennetz umfasst dabei 220 Ziele in 70 Ländern. Ein markanter Trend dieses Sommers ist der Einsatz deutlich größeren Fluggeräts auf bestehenden Routen sowie die Verdichtung von Frequenzen auf der Langstrecke. So setzt die Lufthansa ab Juli auf der Verbindung nach Mumbai erstmals den Airbus A380 ein, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, während EVA Air durch den Wechsel auf die Boeing 777-300 ihre Kapazitäten nach Taipeh, insbesondere in den Premium-Klassen, nahezu verdoppelt. Besonderes Augenmerk liegt im Sommer 2026 auf der Anbindung an den Nahen Osten und Afrika. Etihad Airways erweitert ihr Angebot nach Abu Dhabi ab September auf drei tägliche Rotationen und setzt dabei unter anderem auf den modernen Airbus A321LR. Auch Royal Jordanian kehrt nach mehrjähriger Unterbrechung mit einer Ganzjahresverbindung nach Amman zurück. Ergänzt wird dieser Ausbau durch Frequenzerhöhungen von Gulf Air nach Bahrain und Royal Air Maroc nach Casablanca. Diese Entwicklungen unterstreichen die strategische Bedeutung Münchens für Transitverkehre in Richtung Asien und Afrika, wobei die Fluggesellschaften verstärkt auf eine Mischung aus bewährten Großraumflugzeugen und effizienten Langstrecken-Schmalrumpfflugzeugen setzen. Im europäischen Kurz- und Mittelstreckensegment präsentiert der Flughafen München eine Vielzahl neuer Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Discover Airlines fokussiert sich dabei auf touristische Nischen und nimmt neben Skiathos auch Harstad-Narvik in Nordnorwegen in das Programm auf. Mit Air Corsica gewinnt der Standort zudem neue

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Sonderlackierung zum Jubiläum: Lufthansa würdigt Belegschaft auf Airbus A321neo

Die Deutsche Lufthansa AG feiert im Jahr 2026 ihr 100-jähriges Bestehen und markiert diesen Meilenstein mit einer besonderen Flugzeuglackierung. Ein Airbus A321neo mit der Registrierung D-AEIM und dem Taufnamen „Hamm“ wurde mit einem Design versehen, das unter dem Motto „Made by many. Remembered by all“ steht. Im Gegensatz zu klassischen Retrolackierungen konzentriert sich diese Gestaltung auf die persönlichen Geschichten und Erlebnisse der Angestellten. Zwölf ausgewählte Motive, die aus einem internen Ideenwettbewerb hervorgingen, zieren nun den Rumpf der Maschine. Laut Jens Ritter, CEO von Lufthansa Airlines, soll das Design die Historie des Unternehmens aus der Perspektive der Menschen erzählen, die im Flugbetrieb, in der Technik und in der Verwaltung tätig sind. Die Auswahl der Bildmotive erfolgte durch ein mehrstufiges Verfahren im Konzernintranet, bei dem die Belegschaft selbst über die Favoriten abstimmen konnte. Die Illustrationen decken ein breites Spektrum der Unternehmensgeschichte ab. So findet sich eine Darstellung des ersten deutsch-deutschen Linienflugs von Frankfurt nach Leipzig aus dem Jahr 1989 ebenso auf der Außenhaut wie private Anekdoten, darunter die Begegnung eines Paares beim Skifahren während eines Aufenthalts in Vancouver. Auch die technische Abteilung ist vertreten: Ein Motiv ineinandergreifender Hände symbolisiert die Kooperation zwischen den verschiedenen Geschäftsbereichen von Lufthansa Technik. Die Bilder sind in ein großflächiges Kranich-Logo integriert, das sich über den gesamten hinteren Teil des Flugzeugrumpfes erstreckt. Zusätzliche Recherchen zur Flottenstruktur verdeutlichen, dass der Airbus A321neo als eines der modernsten Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge der Lufthansa primär im europäischen Streckennetz eingesetzt wird. Die Maschine mit der Kennung D-AEIM gehört zur neuesten Generation der A320-Familie,

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Lufthansa Group verlängert Flugstreichungen bis in den Herbst 2026

Der Luftverkehrskonzern Lufthansa hat aufgrund der zugespitzten Sicherheitslage im Nahen Osten eine umfassende Neubewertung seines Streckennetzes vorgenommen und tiefgreifende Konsequenzen für den Flugplan gezogen. Wie das Unternehmen mitteilt, wird der Flugbetrieb zu zahlreichen strategisch wichtigen Destinationen in der Region für einen Zeitraum von mehreren Monaten ausgesetzt. Betroffen sind insgesamt acht Flughäfen, die zum Teil bis tief in den Herbst 2026 hinein nicht mehr angeflogen werden. Diese Entscheidung resultiert aus einer kontinuierlichen Analyse der Risiken im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt unter Beteiligung des Iran. Die Maßnahmen betreffen nahezu alle Tochtergesellschaften des Konzerns, darunter Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines und die Frachtsparte Lufthansa Cargo. Die unterschiedlichen Fristen für einzelne Ziele und Fluggesellschaften verdeutlichen die Komplexität der logistischen Herausforderungen. Während einige Verbindungen wie nach Dubai oder Tel Aviv vorerst bis Ende Mai ruhen, bleibt der Luftraum über Teheran und anderen Knotenpunkten der Region für den Konzern bis Ende Oktober faktisch geschlossen. Dieser Schritt markiert eine der längsten Unterbrechungen im regulären Flugbetrieb der jüngeren Unternehmensgeschichte und unterstreicht die Priorisierung operativer Sicherheit vor kommerziellen Interessen in instabilen geopolitischen Lagen. Geografische Ausdehnung der Flugstreichungen und betroffene Drehkreuze Die Liste der Ziele, die von der Lufthansa Group vorerst von der Flugkarte gestrichen wurden, liest sich wie ein Querschnitt durch die wichtigsten Wirtschafts- und Verkehrszentren des Mittleren Ostens. Insbesondere die Verbindungen nach Saudi-Arabien, in den Irak und in den Iran stehen im Fokus der langfristigen Aussetzung. Die Flughäfen Abu Dhabi, Amman, Beirut, Dammam, Riad, Erbil, Maskat und Teheran werden nach aktuellem Stand bis zum 24. Oktober 2026 nicht

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Lufthansa bereitet sich auf erste große Reisewelle des Jahres zu Ostern vor

Mit dem Beginn der Osterferien in bevölkerungsreichen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz am 27. März 2026 stellt sich die Lufthansa auf ein massives Passagieraufkommen ein. Allein am ersten Ferienwochenende kalkuliert das Unternehmen an seinem Hauptdrehkreuz Frankfurt mit rund 152.000 Fluggästen bei etwa 960 geplanten Starts. Am Standort München werden im selben Zeitraum über 88.000 Reisende und mehr als 610 Abflüge erwartet. Um den operativen Ablauf an den Schaltern und Gates sicherzustellen, hat die Fluggesellschaft das Personalkontingent für die kommenden Wochen deutlich aufgestockt. Zusätzliche Marktbeobachtungen bestätigen den anhaltenden Trend zu südeuropäischen Destinationen. Besonders hoch im Kurs stehen Portugal, Spanien, Griechenland und Italien, während im Fernreisebereich asiatische Metropolen wie Bangkok und Singapur sowie Kapstadt in Südafrika eine überdurchschnittliche Buchungslage verzeichnen. Um die Wartezeiten an den Terminals zu verkürzen, forciert die Airline digitale Prozesse. Passagiere werden dazu angehalten, den Online-Check-in bereits 30 Stunden vor Abflug zu nutzen und Gepäckstücke nach Möglichkeit bereits am Vorabend an den Automaten in Frankfurt oder München aufzugeben. Zudem empfiehlt die Gesellschaft, größeres Handgepäck kostenfrei einzuchecken, um die Sicherheitskontrollen und das Boarding zu beschleunigen. Für Familien mit Kindern wurden spezifische Serviceangebote implementiert, um den Stresspegel während der Reisewelle zu minimieren. In München stehen separate Familien-Check-in-Schalter sowie zusätzliche Sicherheitskontrollen für Reisende mit Kleinkindern bereit. In Frankfurt wird das 100-jährige Gründungsjubiläum der Lufthansa mit Sonderaktionen am Gate A13 und speziellen Giveaways für Passagiere thematisiert. An Bord der Maschinen wird das Angebot durch kindgerechte Menüs und Spielzeug ergänzt, wobei zwischen dem 20. März und dem 12. April saisonale Aufmerksamkeiten wie

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Flughafen Frankfurt baut Kapazitäten im Sommerflugplan 2026 deutlich aus

Mit dem Inkrafttreten des neuen Sommerflugplans am 29. März 2026 festigt der Flughafen Frankfurt seine Rolle als zentrales europäisches Luftfahrt-Drehkreuz. Insgesamt 88 Fluggesellschaften verbinden die hessische Metropole mit 283 Destinationen in 92 Ländern. Besonders auffällig ist die Steigerung der angebotenen Sitzplatzkapazität auf rund 871.000 Plätze pro Woche, was einem Zuwachs von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Über 1.000 wöchentliche Interkontinentalverbindungen unterstreichen dabei die globale Reichweite des Standorts, der bis zum 24. Oktober 2026 nach diesem erweiterten Plan operiert. Ein Schwerpunkt des neuen Flugplans liegt auf der Erschließung nordeuropäischer Ziele. Die Lufthansa nimmt ab Mai vier wöchentliche Verbindungen nach Trondheim auf, während die Tochtergesellschaft Discover Airlines das norwegische Bodø sowie die irische Stadt Shannon anfliegt. Letztere Verbindung markiert die Rückkehr einer Route, die seit 2019 nicht mehr direkt ab Frankfurt bedient wurde. Auch im südeuropäischen Raum werden Kapazitäten aufgestockt, unter anderem durch die Wiederaufnahme der Flüge nach Brindisi. In Osteuropa stärkt die Lufthansa die Anbindung an den polnischen Markt durch zweimal tägliche Flüge nach Rzeszów, was insbesondere für den Wirtschaftsverkehr von Bedeutung ist. Der Ferienflieger Condor erweitert sein Zubringernetz erheblich und integriert London Gatwick in den Flugplan. Ab Mai folgen hochfrequente Verbindungen nach Barcelona, Venedig und Budapest, die jeweils dreimal täglich bedient werden. Damit wächst das Netz der Zubringerziele auf insgesamt 13 an. Auch der österreichische Markt wird durch Danish Air Transport (DAT) intensiver erschlossen, die bis zu drei tägliche Rotationen nach Linz anbietet. Diese Verdichtung des europäischen Netzes dient primär der Speisung der Langstreckenverbindungen, die im Sommer 2026

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IAG erwägt Rückzug aus dem Bieterverfahren um Tap Air Portugal

Der europäische Konsolidierungsprozess in der Luftfahrtbranche steht vor einer entscheidenden Wendung. Aktuellen Berichten zufolge verdichten sich die Anzeichen, dass die International Airlines Group, der Mutterkonzern von British Airways und Iberia, von ihrem ursprünglichen Plan Abstand nimmt, Anteile an der staatlichen portugiesischen Fluggesellschaft Tap Air Portugal zu erwerben. Damit blieben im Rennen um den strategisch wichtigen Hub in Lissabon sowie das lukrative Brasilien-Geschäft nur noch die Lufthansa Group und das französisch-niederländische Bündnis Air France-KLM als ernsthafte Bewerber übrig. Die portugiesische Regierung unter Führung von Ministerpräsident Luís Montenegro treibt die Privatisierung der Fluggesellschaft mit Hochdruck voran und strebt den Verkauf einer Minderheitsbeteiligung von 49,9 Prozent an. Während die IAG bisher als logischer Interessent galt, um ihre Vormachtstellung auf der iberischen Halbinsel und im Südatlantikverkehr auszubauen, scheinen nun interne strategische Erwägungen und regulatorische Hürden zu einem Umdenken geführt zu haben. Da die Frist für die Abgabe unverbindlicher Angebote am 2. April 2026 abläuft, steht die Branche vor einer Neuordnung der Machtverhältnisse im Wettbewerb um die wichtigen Korridore nach Südamerika. Hintergründe der Privatisierung und politische Weichenstellungen Die Geschichte der Privatisierung von Tap Air Portugal ist von zahlreichen politischen Kehrtwenden geprägt. Nachdem die Fluggesellschaft während der Pandemie mit massiven Staatshilfen in Milliardenhöhe gerettet und vollständig verstaatlicht wurde, suchte die Regierung in Lissabon bereits im vergangenen Jahr nach einem privaten Partner. Ziel ist es, die finanzielle Last für den Staatshaushalt zu verringern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens durch die Einbindung in eine globale Allianz zu stärken. Die Ausschreibung für den 49,9-prozentigen Anteil wurde im Juli

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Lufthansa und Flughafen München besiegeln Milliardenprojekt bis 2056

Die Lufthansa Group und die Flughafen München GmbH haben eine weitreichende Entscheidung für die Zukunft des deutschen Luftverkehrs getroffen. In einer feierlichen Zeremonie wurde die Verlängerung und der massive Ausbau ihrer strategischen Partnerschaft am Standort München bekannt gegeben. Kernstück der Vereinbarung ist der Bau des sogenannten T-Piers, einer Erweiterung des bestehenden Satellitengebäudes am Terminal 2, die bis zum Jahr 2035 fertiggestellt sein soll. Mit diesem Großprojekt reagieren die Partner auf das stetig wachsende Passagieraufkommen und schaffen Kapazitäten für zusätzliche zehn Millionen Fluggäste pro Jahr. Die Kooperation, die bereits seit den 1990er-Jahren besteht und im europäischen Luftraum als einzigartiges Joint-Venture-Modell gilt, wird damit formal bis zum Jahr 2056 festgeschrieben. Neben der rein baulichen Erweiterung sieht der Vertrag eine deutliche Stärkung der Münchner Langstreckenflotte vor, was die Bedeutung des bayerischen Hubs als globales Drehkreuz zementiert. Gleichzeitig unterstreicht der Konzern, dass auch am Standort Frankfurt massive Investitionen in die Infrastruktur und den Frachtbereich getätigt werden, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im Luftverkehrssektor gegenüber der aufstrebenden Konkurrenz aus dem Nahen Osten und Asien zu behaupten. Die technische Dimension des T-Piers und kapazitäre Notwendigkeiten Der geplante T-Pier stellt die nächste logische Stufe in der Entwicklung des Münchner Flughafens dar. Das Terminal 2, das im Jahr 2003 eröffnet wurde, erreichte bereits acht Jahre später seine Auslegungsgrenze von 25 Millionen Passagieren. Auch das im Jahr 2016 in Betrieb genommene Satellitengebäude stieß innerhalb kürzester Zeit an seine Kapazitätslimits. Für das Jahr 2025 wird erwartet, dass allein über das von der Lufthansa Group und ihren Partnern genutzte Terminal 2

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