Lufthansa

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Arbeitskampf am Boden und in der Luft: Tarifkonflikt bei der Lufthansa eskaliert während der Jubiläumsfeierlichkeiten

Die Deutsche Lufthansa AG steht vor einer ihrer schwersten Belastungsproben der letzten Jahre. Während der Konzern am heutigen Mittwoch sein hundertjähriges Bestehen mit einem Festakt feiert, wird der operative Betrieb durch eine koordinierte Streikwelle nahezu lahmgelegt. Unmittelbar nach dem Ende der Pilotenstreiks zu Wochenbeginn haben rund 20.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter den Dienst quittiert. Die Gewerkschaft Ufo hat das Kabinenpersonal zum Ausstand aufgerufen, der bis einschließlich Donnerstag andauern soll. Doch eine Entspannung ist nicht in Sicht: Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit kündigte bereits die nächste Eskalationsstufe für Donnerstag und Freitag an, die neben der Kerngesellschaft auch die Frachtsparte Cargo und die Regionaltochter Cityline treffen wird. Hunderte Flugausfälle an den Drehkreuzen Frankfurt und München zwingen die Fluggesellschaft zu massiven Streichungen im Flugplan, wovon zehntausende Passagiere betroffen sind. Trotz der verhärteten Fronten gibt es einen ersten diplomatischen Hoffnungsschimmer, da beide Seiten die Bereitschaft zu einem umfassenden Schlichtungsverfahren signalisiert haben. Kabinengewerkschaft legt den Fokus auf Arbeitsbedingungen Der aktuelle Ausstand des Kabinenpersonals betrifft sowohl die Kernmarke Lufthansa als auch die Regionalgesellschaft Cityline. Die Gewerkschaft Ufo verfolgt mit diesem Streik primär das Ziel, Verbesserungen im Manteltarifvertrag durchzusetzen. Im Zentrum stehen dabei die allgemeinen Arbeitsbedingungen, die nach Ansicht der Gewerkschaftsvertreter in den vergangenen Jahren unter dem Kostendruck im internationalen Wettbewerb gelitten haben. Besonders bei der Tochter Cityline fordert Ufo zudem die Verhandlung eines Sozialplans, um die soziale Absicherung der Beschäftigten langfristig zu garantieren. Die Auswirkungen am Frankfurter Flughafen und in München sind gravierend. Da Flugbegleiter für die Durchführung jedes Passagierfluges aus Sicherheitsgründen gesetzlich vorgeschrieben sind, müssen bereits bei

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Passagierzuwachs am Flughafen Münster/Osnabrück im ersten Quartal 2026

Der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) hat das erste Quartal des Jahres 2026 mit einer positiven Bilanz abgeschlossen. Insgesamt wurden in den ersten drei Monaten 127.300 Fluggäste registriert, was einer Steigerung von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Dieser Zuwachs stützt sich vor allem auf eine starke Nachfrage nach Linienverbindungen zu großen Drehkreuzen sowie auf touristische Destinationen, die bereits in der Wintersaison stark frequentiert wurden. Trotz der allgemeinen Marktunsicherheiten im Luftverkehrssektor festigt der Regionalflughafen damit seine Position als wichtiger Infrastrukturstandort für das nordwestliche Deutschland und das angrenzende Münsterland. Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung der Zubringerstrecke nach München. Die von der Lufthansa betriebene Verbindung verzeichnete ein Passagierplus von 29 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2025. Diese Route dient vielen Reisenden als wichtiges Tor zum internationalen Streckennetz. Weitere Wachstumsimpulse lieferten die Fluggesellschaften Ryanair, die ihre Verbindungen nach Alicante und Málaga erstmals auch über die Wintermonate aufrechterhielt, sowie GP Aviation mit Flügen in die kosovarische Hauptstadt Pristina. Auch die klassischen Urlaubsziele wie Palma de Mallorca und die Verbindung nach London gehörten zu den tragenden Säulen des Flugplans am Standort Greven. Für das restliche Geschäftsjahr stellt sich die Flughafenleitung jedoch auf ein schwieriges Marktumfeld ein. Als wesentliche Risikofaktoren werden die anhaltende konjunkturelle Schwächephase in Deutschland sowie die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten identifiziert. Diese Faktoren führen zu einer erheblichen Volatilität bei den Betriebskosten, insbesondere durch die massiv gestiegenen Preise für Flugkraftstoff. Die damit verbundene Kostenbelastung trifft nicht nur die Fluggesellschaften direkt, sondern beeinflusst über die Ticketpreisgestaltung auch die Nachfrage bei Reiseveranstaltern und Endkunden, was eine

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Deutsche Flughäfen fordern Reform des Streikrechts im Luftverkehr

Die anhaltende Welle von Arbeitskämpfen bei der Deutschen Lufthansa hat eine Debatte über die Belastbarkeit der nationalen Verkehrsinfrastruktur und die rechtlichen Rahmenbedingungen von Streiks in systemrelevanten Sektoren ausgelöst. Innerhalb einer einzigen Woche wurde der Flugbetrieb an fünf Tagen durch gezielte Arbeitsniederlegungen massiv beeinträchtigt, was zu tausenden Flugstreichungen und einer erheblichen Beeinträchtigung des Wirtschaftsstandortes Deutschland führte. Der Flughafenverband ADV warnt in diesem Zusammenhang vor den langfristigen Folgen für die Investitionskraft der Branche und die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Angesichts von Millionenverlusten, die nicht nur die Fluggesellschaften, sondern in hohem Maße auch Flughafenbetreiber und verbundene Dienstleister treffen, mehren sich die Stimmen, die eine gesetzliche Neuregelung des Streikrechts fordern. Die aktuelle Situation wird als fatales Signal an internationale Investoren gewertet, während gleichzeitig geopolitische Krisen und hohe staatliche Standortkosten den Druck auf den deutschen Luftverkehr erhöhen. Strukturelle Belastungen für die Flughafenbetreiber Die wirtschaftlichen Auswirkungen der aktuellen Streikwelle gehen weit über die unmittelbar betroffene Fluggesellschaft hinaus. Für die deutschen Verkehrsflughäfen bedeuten großflächige Annullierungen einen sofortigen Wegfall von Einnahmen aus Start- und Landegebühren sowie Passagierentgelten. Da die Fixkosten für den Betrieb der Infrastruktur, die Vorhaltung von Sicherheitsdiensten und die technische Wartung auch bei ruhendem Flugverkehr bestehen bleiben, entstehen den Betreibern tägliche Verluste in Millionenhöhe. Besonders kritisch wird bewertet, dass diese Belastungen eine Branche treffen, die sich noch immer in einer sensiblen Phase der wirtschaftlichen Konsolidierung befindet. Die Fähigkeit zur Modernisierung der Anlagen und zum Ausbau der digitalen Infrastruktur wird durch die unvorhersehbaren Einnahmeausfälle systematisch geschwächt. Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV, bezeichnet die aktuelle Eskalation als Zumutung für

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Frontenverhärtung im Luftraum: Lufthansa-Konzern vor logistischer Zerreißprobe durch koordinierte Streikwellen

Der deutsche Luftverkehrsstandort steht in diesen Tagen vor einer beispiellosen Eskalation der tarifpolitischen Auseinandersetzungen. Während der laufende Ausstand der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit den Betrieb der Kerngesellschaft Deutsche Lufthansa sowie der Tochterunternehmen Cargo und Cityline bereits massiv lähmt, hat die Kabinengewerkschaft Ufo nun eine unmittelbare Ausweitung der Protestmaßnahmen angekündigt. Die Flugbegleiter werden dazu aufgerufen, am Mittwoch und Donnerstag ihre Arbeit niederzulegen, was die Reisepläne von hunderttausenden Passagieren erneut zunichtemacht. Diese koordinierte Aktionsfolge der Spartengewerkschaften trifft das Unternehmen zu einem Zeitpunkt, der symbolträchtiger kaum sein könnte: Am Mittwoch jährt sich die Gründung der ursprünglichen Lufthansa zum 100. Mal. Statt eines ungestörten Festakts mit politischer Prominenz sieht sich das Management nun mit einer großangelegten Protestkundgebung vor der Konzernzentrale in Frankfurt konfrontiert. Die wirtschaftlichen Schäden gehen bereits in die Millionen, während die Konzernführung unter Carsten Spohr signalisiert, dass man trotz des immensen Drucks an der strategischen Neuausrichtung und der Kostendisziplin festhalten werde. Die Anatomie des Konflikts: Strategische Differenzen und Rentenstreit Hinter den aktuellen Arbeitsniederlegungen verbirgt sich ein tiefgreifender Konflikt über die zukünftige Ausrichtung des Kranich-Konzerns. Die Vereinigung Cockpit fordert im Kern signifikante Verbesserungen bei der betrieblichen Altersversorgung sowie Anpassungen der Vergütungsstrukturen, um der Inflation und den gestiegenen Lebenshaltungskosten Rechnung zu tragen. VC-Präsident Andreas Pinheiro betont dabei, dass die Gewerkschaft nach einem bewussten Streikverzicht über die Osterfeiertage eine konstruktive Reaktion der Arbeitgeberseite erwartet habe. Da diese ausblieb, sieht man sich nun gezwungen, den Druck durch Arbeitsniederlegungen bei der Kernmarke, der Frachttochter und der Regionalgesellschaft Cityline zu erhöhen. Sogar die Tochter Eurowings wurde erstmals für 24

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Arbeitskampf im deutschen Luftraum: Massive Flugausfälle durch zweitägigen Pilotenstreik bei Lufthansa

Kurz nach Mitternacht ist der deutsche Luftverkehr erneut in eine Phase erheblicher Turbulenzen geraten. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat ihre Mitglieder bei der Kernmarke Deutsche Lufthansa, der Frachttochter Lufthansa Cargo sowie den Regionalgesellschaften Cityline und Eurowings zu einem großangelegten Streik aufgerufen. Während der Ausstand bei der Kerngesellschaft und Cityline auf 48 Stunden bis zum kommenden Dienstagabend ausgelegt ist, konzentrieren sich die Arbeitsniederlegungen bei der Günstigtochter Eurowings auf den heutigen Montag. An den zentralen Drehkreuzen Frankfurt am Main und München sowie an zahlreichen Regionalflughäfen herrscht seither ein Ausnahmezustand. Allein am Münchener Flughafen wurden für den ersten Streiktag über 700 Flugbewegungen annulliert, was die Reisepläne Zehntausender Passagiere durchkreuzt. Die Fronten zwischen den Tarifparteien scheinen verhärteter denn je, wobei insbesondere die betriebliche Altersvorsorge zum zentralen Zankapfel einer Eskalationsstufe geworden ist, die das Unternehmen wirtschaftlich wie organisatorisch unter massiven Druck setzt. Strukturelle Hintergründe und die Ausweitung des Konflikts Der aktuelle Arbeitskampf markiert bereits den vierten großen Ausstand innerhalb des laufenden Kalenderjahres und verdeutlicht die tiefgreifenden Differenzen innerhalb des Konzerngefüges. Im Kern der Auseinandersetzung stehen unterschiedliche Forderungspakete. Während es bei der Regionaltochter Cityline primär um die Vergütungsstrukturen und einen neuen Entgelttarifvertrag geht, bildet bei der Muttergesellschaft Lufthansa und der Tochter Eurowings die Ausgestaltung der betrieblichen Altersversorgung den Hauptkonfliktpunkt. Die Vereinigung Cockpit wirft dem Management vor, trotz eines strategischen Streikverzichts während der Osterfeiertage keine verhandlungsfähigen Angebote vorgelegt zu haben. Aus Sicht der Gewerkschaft fehlt es auf der Arbeitgeberseite an jeglichem Willen zur konstruktiven Lösungsfindung, was den Gang in den unbefristeten Arbeitskampf aus gewerkschaftlicher Perspektive alternativlos erscheinen

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Massive Beeinträchtigungen im deutschen Luftverkehr durch koordinierten Ausstand der Lufthansa-Kabine

Ein großflächiger Streik des Kabinenpersonals hat am Freitag den Flugbetrieb an den zentralen Drehkreuzen der Lufthansa weitgehend zum Erliegen gebracht. Seit Mitternacht beteiligen sich tausende Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Kernmarke sowie der Regionaltochter Lufthansa Cityline an dem Arbeitskampf, zu dem die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) aufgerufen hat. Die Auswirkungen sind insbesondere am Frankfurter Flughafen massiv, wo nach Angaben des Betreibers Fraport fast jeder zweite Flug gestrichen werden musste. Betroffen sind zehntausende Passagiere, die sich teilweise mitten im Rückreiseverkehr der Osterferien befinden. Während die Gewerkschaft eine fehlende Verhandlungsbereitschaft und überzogene Forderungen seitens des Managements beklagt, sieht sich die Lufthansa mit der Herausforderung konfrontiert, den Betrieb durch den Einsatz von Partner-Airlines zumindest rudimentär aufrechtzuerhalten. Der aktuelle Konflikt markiert bereits die dritte große Streikwelle im laufenden Kalenderjahr und verdeutlicht die tiefen Gräben in den laufenden Tarifauseinandersetzungen innerhalb des Konzerns. Stille an den Terminals: Frankfurt und München im Fokus Am Flughafen Frankfurt, dem wichtigsten Knotenpunkt der Lufthansa, zeichnet sich am Freitag ein Bild der Leere. Von den ursprünglich 1.350 geplanten Flugbewegungen wurden bereits am Vormittag rund 580 Starts und Landungen annulliert. Laut aktuellen Flugplandaten fallen bei der Lufthansa-Kernmarke rund 75 Prozent der geplanten Abflüge aus. Die Airline hatte bereits im Vorfeld der Arbeitsniederlegung proaktiv hunderte Verbindungen aus dem System genommen, um gestrandete Passagiere am Terminal zu vermeiden und die Planbarkeit für die verbleibenden Kapazitäten zu erhöhen. In München stellt sich die Situation ähnlich dar. Hier wird nicht nur der Flugbetrieb bestreikt, sondern es findet zudem eine zentrale Kundgebung der Gewerkschaft statt. Das MAC-Forum des

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Strategischer Bieterwettstreit um TAP Air Portugal: Lufthansa und Air France-KLM im Rennen

Der Konsolidierungsprozess in der europäischen Luftfahrtindustrie erreicht eine neue Phase. Nachdem die portugiesische Regierung den Prozess zur Teilprivatisierung der nationalen Fluggesellschaft TAP Air Portugal formal eingeleitet hat, kristallisieren sich zwei Schwergewichte der Branche als Hauptinteressenten heraus. Sowohl der deutsche Lufthansa-Konzern als auch das französisch-niederländische Bündnis Air France-KLM haben unverbindliche Gebote für das ausgeschriebene Aktienpaket eingereicht. Während die International Airlines Group (IAG), Muttergesellschaft von British Airways und Iberia, ihr Interesse vorerst zurückgezogen hat, untermauern die jüngsten Geschäftszahlen der TAP die Attraktivität des Unternehmens. Trotz eines deutlichen Gewinnrückgangs im Vergleich zum Vorjahr verblieb die Fluggesellschaft 2025 in der Gewinnzone und konnte die Passagierzahlen moderat steigern. Für die potenziellen Käufer steht vor allem die strategische Bedeutung des Drehkreuzes Lissabon als Tor nach Südamerika im Fokus der Überlegungen. Der portugiesische Staat plant, zunächst 44,9 Prozent der Anteile an einen Investor abzugeben, während die Mehrheit vorerst in öffentlicher Hand verbleiben soll. Finanzielle Performance und operative Kennzahlen der TAP Air Portugal Die Veröffentlichung der Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 lieferte wichtige Daten für das laufende Bieterverfahren. TAP Air Portugal schloss das vergangene Jahr mit einem Nettogewinn von 4,1 Millionen Euro ab. Auf den ersten Blick markiert dies einen massiven Einbruch um 92 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis, doch die Unternehmensführung betonte, dass dieser Rückgang primär auf einen einmaligen Steuereffekt zurückzuführen sei und nicht auf eine Verschlechterung der operativen Leistungsfähigkeit. Operativ zeigt die Kurve hingegen nach oben: Die Anzahl der beförderten Passagiere stieg um 3,4 Prozent auf insgesamt 16,7 Millionen Reisende. Diese Stabilität ist für den Privatisierungsprozess von

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UFO ruft Kabinenpersonal von Lufthansa und Cityline zum Streik auf

Die Reisepläne zehntausender Passagiere zum Ende der Osterferien stehen vor einer massiven Zerreißprobe. Nach dem Scheitern monatelanger Verhandlungen hat die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) das Kabinenpersonal der Deutschen Lufthansa AG sowie der Tochtergesellschaft Lufthansa CityLine für Freitag, den 10. April 2026, zu einem umfassenden Arbeitskampf aufgerufen. Der Streik, der von 00:01 Uhr bis 22:00 Uhr andauern soll, konzentriert sich auf die zentralen Drehkreuze Frankfurt und München sowie auf zahlreiche Regionalflughäfen. Während die Gewerkschaft die Verantwortung für die Eskalation dem Management zuschiebt, kritisiert der Lufthansa-Vorstand das Vorgehen als verantwortungslos, insbesondere angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Belastungen durch hohe Kerosinpreise und geopolitische Unsicherheiten. Ein bereits veröffentlichter Sonderflugplan soll die Auswirkungen abmildern, doch mit massiven Flugausfällen im Rückreiseverkehr ist zu rechnen. Frontenverhärtung im Manteltarifstreit Der Hintergrund des Arbeitskampfes ist ein seit fast fünf Monaten andauernder Konflikt um einen neuen Manteltarifvertrag (MTV). Die Gewerkschaft UFO fordert substanzielle Verbesserungen beim Belastungsschutz, eine verlässlichere Dienstplanung sowie verlängerte Kündigungsfristen für die Flugbegleiter. In einer Urabstimmung sprachen sich zuletzt 94 Prozent der Mitglieder für den Streik aus, was die Entschlossenheit der Kabinenbeschäftigten unterstreicht. Harry Jaeger, Verhandlungsführer der UFO, wirft der Arbeitgeberseite vor, sich in den Gesprächen keinen Millimeter bewegt zu haben. Stattdessen fordere das Unternehmen unter dem Deckmantel der Produktivitätssteigerung tiefe strukturelle Einschnitte in bestehende Sozialstandards. Lufthansa hingegen betont, man habe transparente Vorschläge unterbreitet und sei bereit für eine Neugestaltung der komplexen Einsatzbedingungen. Michael Niggemann, Personalvorstand der Lufthansa, bezeichnete den Zeitpunkt des Streiks als besonders kritisch. Die Kombination aus den Nachwehen der Ferienzeit und den volatilen Betriebskosten durch die

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Wirtschaftliche und operative Folgen des Nahost-Konflikts für den globalen Luftverkehr

Nach fast sechs Wochen intensiver kriegerischer Auseinandersetzungen am Persischen Golf hat eine auf zwei Wochen befristete Waffenruhe zwischen den USA, Israel und dem Iran eine erste diplomatische Atempause geschaffen. Während dieses Fenster für Friedensverhandlungen genutzt wird, bleiben die Auswirkungen des Konflikts für die europäische Luftfahrtbranche massiv und werden den Sektor voraussichtlich bis weit in das Sommerhalbjahr hinein belasten. Die Krise am Golf hat nicht nur die globalen Lieferketten für Rohöl und Kerosin unterbrochen, sondern auch zu einer weitreichenden Sperrung wichtiger Lufträume geführt, was den täglichen Flugbetrieb grundlegend verändert hat. Trotz der aktuellen Entspannungssignale warnen Branchenvertreter vor langfristigen Verwerfungen und einer drohenden Preisschlacht auf den Routen nach Asien. Marktreaktionen und Entspannung an den Rohstoffbörsen Die Nachricht von der Feuerpause und der angekündigten Lockerung der Blockade der Straße von Hormus durch den Iran löste an den internationalen Börsen umgehende Reaktionen aus. Die Straße von Hormus gilt als die wichtigste maritime Schlagader für den globalen Ölhandel; eine Beeinträchtigung dieser Passage hat unmittelbare Auswirkungen auf die weltweite Versorgungssicherheit. Zur Wochenmitte verzeichneten die Ölpreise einen drastischen Einbruch. Die US-Leichtölsorte West Texas Intermediate verbilligte sich im frühen Handel am Mittwoch um bis zu 19 Prozent. Dieser Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die zuvor eingepreiste Risikoprämie für Lieferausfälle aufgrund der diplomatischen Annäherung hinfällig wurde. Parallel dazu stabilisiert sich die Preiskurve für Flugtreibstoff. Während des Krieges war der Preis für eine Tonne Kerosin zeitweise auf bis zu 2.000 US-Dollar gestiegen, was einer Verdopplung gegenüber dem Preisniveau vom Februar entspricht. Diese Kostenexplosion stellte für viele Fluggesellschaften eine

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Lufthansa erweitert Flugangebot zwischen München und Singapur

Die Fluggesellschaft Lufthansa verstärkt im Rahmen ihres Sommerflugplans 2026 die Präsenz am Drehkreuz München. Ab dem 7. Mai 2026 wird die Verbindung in den asiatischen Stadtstaat Singapur auf sechs wöchentliche Frequenzen aufgestockt. Bisher wurde die Strecke fünfmal pro Woche bedient. Diese Kapazitätserweiterung ist eine Reaktion auf die kontinuierlich hohe Nachfrage im Geschäftsreiseverkehr und im Segment der Premium-Freizeitreisen auf dieser strategisch wichtigen Langstreckenverbindung. Die zusätzliche Frequenz ermöglicht eine flexiblere Reiseplanung für Passagiere aus dem süddeutschen Raum sowie für Umsteigegäste aus dem europäischen Netzwerk. Für die Durchführung der Flüge setzt die Fluggesellschaft weiterhin auf den Airbus A350-900, eines der modernsten Flugzeuge in der Flotte des Kranich-Konzerns. Die Maschine bietet eine Drei-Klassen-Konfiguration bestehend aus Business Class, Premium Economy und Economy Class. Branchenanalysen zeigen, dass Lufthansa durch die Verdichtung des Flugplans ihre Marktposition gegenüber Wettbewerbern wie Singapore Airlines behaupten will, die ebenfalls Direktflüge ab München anbieten. Die Entscheidung zur Expansion in München unterstreicht die Bedeutung des bayrischen Standorts als zweites großes Langstreckendrehkreuz neben Frankfurt am Main. Zusätzliche Recherchen im Umfeld der Netzplanung ergeben, dass die Aufstockung Teil einer breiteren Wachstumsstrategie für den asiatisch-pazifischen Raum ist. Neben Singapur wurden in den vergangenen Monaten auch andere Ziele im Fernen Osten auf ihre Wirtschaftlichkeit geprüft und teilweise angepasst. Die Optimierung des Flugplans zielt darauf ab, die Flugzeugumläufe am Standort München zu maximieren und die Auslastung der Langstreckenflotte im Sommerhalbjahr zu stabilisieren. Die neuen Flugzeiten sind so getaktet, dass optimale Anschlussmöglichkeiten an das Zubringernetz innerhalb Deutschlands und Europas gewährleistet bleiben. Wirtschaftlich profitiert der Flughafen München von dieser Entscheidung

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