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Lufthansa stockt Pilotengehälter mit Staatshilfe auf

Lufthansa-Chef Carsten Spohr will den gut verdienenden Langstrecken-Kapitänen, die bislang auf dem Airbus A380 flogen, das Kurzarbeitergeld in der Höhe von rund 5.000 Euro “nicht zumuten”. Dieses wird aus Mitteln der Staatshilfe auf etwa 15.000 Euro pro Monat aufgestockt, bestätigte der Konzernchef gegenüber Welt am Sonntag. Spohr führte gegenüber der Zeitung aus, dass sich die Bezüge mit reinem Kurzarbeitergeld “mehr als halbieren”, denn der überwiegende Teil der Pilotengehälter würde über der Bemessungsgrenze liegen. “Das können und wollen wir unseren Piloten nicht zumuten”, so Spohr gegenüber Welt am Sonntag. Die größte Fluggesellschaft Deutschlands nimmt daher Geld aus dem neun Milliarden schweren Staatskredit in die Hand und stockt damit die Gehälter der Piloten auf, so dass diese statt 5.000 Euro eben 15.000 Euro pro Monat erhalten. Das Geschäft lief im Dezember 2020 äußerst miserabel. Spohr erklärt, dass man “weniger als zehn Prozent der Passagiere im Vergleich zum Vorjahr” befördert habe. Bis Jahresende sollen 29.000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen haben. Der Manager sagt, dass es sich rechnerisch um jede fünfte Vollzeitstelle handeln würde. „Das können aber nicht in allen Bereichen Vollzeitarbeitsplätze sein. Wir müssen die Arbeit einfach anders verteilen“, so der Lufthansa-Chef gegenüber Welt. Spohr geht davon aus, dass Teilzeitmodelle bis mindestens Mitte der 2020er-Jahre benötigt werden. Es sollen weitere Kosteneinsparungen erzielt werden, denn Lufthansa vermutet, dass sich der Erholung der Branche noch sehr lange hinziehen wird. Mit den Gewerkschaften verhandelt man daher über Lösungen und Modelle, die über das Jahr 2021 hinaus angewandt werden sollen.

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VC und Lufthansa einigen sich auf Krisentarifvertrag

Die Vereinigung Cockpit und Lufthansa haben sich auf einen Krisentarifvertrag für die Piloten geeinigt. Dieser setzt die Zugeständnisse über den 31. Dezember 2020 hinaus fort und kann bis zum 30. Juni 2022 verlängert werden. Die Kurzarbeit kann bis vorerst 31. Dezember 2021 ausgedehnt werden. Betroffen sind Lufthansa sowie die Konzerngesellschaften Germanwings, Lufthansa Aviation Training und Lufthansa Cargo. Laut Vereinigung Cockpit spart sich die Firmengruppe durch die Vereinbarung 450 Millionen Euro. Zusammen mit dem bereits geschlossenen Unterstützungspaket für 2020 ergeben sich durch Kurzarbeit und Krisenvereinbarung lückenlose Einsparungen bis zum 31.03.2022 bzw. maximal bis zum 30.06.2022 in Gesamthöhe von bis zu über 600 Millionen Euro, so die VC in einer Aussendung. Im Gegenzug für die Zugeständnisse erhält das Cockpitpersonal einen Kündigungsschutz bis zum Laufzeitende der Krisenvereinbarung sowie einen mit 24 Millionen Euro dotierten Topf zur Finanzierung sozialverträglicher Maßnahmen im Falle eines Personalabbaus.  „Wir sind erleichtert, dass es uns trotz eines extrem unnachgiebigen Managements gelungen ist, das Cockpitpersonal mindestens bis zum 31.03.2022 gegen betriebsbedingte Kündigungen abzusichern. Die Pilotinnen und Piloten tragen durch die Reduktion der Cockpitkosten den höchsten individuellen Krisenbeitrag aller Mitarbeitergruppen im Konzern und tragen damit zu einer besseren Liquidität der Lufthansa bei“, so Markus Wahl, Präsident der VC. „Ich freue mich über den weiteren substantiellen Beitrag der Cockpitbeschäftigten zur Krisenbewältigung. Wir wollen die Laufzeit des Krisentarifvertrags nutzen, um mit der Vereinigung Cockpit nachhaltige strukturelle Lösungen als Reaktion auf die veränderten Rahmenbedingungen zu vereinbaren und Kündigungen auch nach der Laufzeit vermeiden zu können”, erklärt Lufthansa-Vorstand Michael Niggemann. Die Gespräche zwischen dem Kranich

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Lufthansa stellt UK-Flüge nicht ein

Nach dem Auftreten einer neuen Variante des Coronavirus haben zahlreiche Länder den Flugverkehr aus Großbritannien vorerst eingestellt. Die Lufthansa möchte jedoch nicht zur Gänze auf UK-Flüge verzichten: Die AUA-Mutter fliegt weiterhin Passagiere nach Großbritannien. Die Heimreise würden die Maschinen aber leer antreten, so ein Unternehmens-Sprecher gegenüber der Aero. Gestrichen seien zudem Verbindungen, bei denen die Besatzung in Großbritannien übernachten müsste. Am Montag würden sieben Flüge in das Land durchgeführt. Die Frachttochter Lufthansa Cargo versucht derweil, mit zusätzlichen Verbindungen auf die Insel auf die angespannte Lage beim Güterverkehr zu reagieren.

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Air Dolomiti erhält die Zertifizierung ISO 14001

Die Zertifizierungsstelle DNV GL-Team stellt der Air Dolomiti die Zertifizierung nach ISO 14001:2015 aus. Nach der Bestätigung der Erneuerung der ISO 9001:2015 und ISO/IEC 27001:2017 vor einigen Wochen, verstärkt die italienische Fluggesellschaft des Lufthansa-Konzerns sein Engagement für das Umweltmanagementsystem durch die Analyse interner Prozesse, um die Umweltauswirkungen seiner Aktivitäten unter Kontrolle zu halten. Dies würde zu einer sorgfältigen und strengen Kontrolle der Umweltleistung mit dem Ziel einer kontinuierlichen Verbesserung führen, teilt das Unternehmen mit. „Noch nie wie in diesem besonderen historischen Moment wurde die Aufmerksamkeit auf das menschliche Handeln gerichtet. Wir haben gelernt, dass tägliche Gesten, ob groß oder klein, einen Unterschied machen und dass diejenigen, die die Macht haben zu handeln, auch die Pflicht haben, dies zu tun. Wir sind uns der starken Auswirkungen des Luftverkehrs auf die Umwelt bewusst und wissen, dass wir Maßnahmen ergreifen müssen, um ihn nachhaltiger zu gestalten. Durch die Überprüfung all unserer internen Abläufe werden wir in der Lage sein, uns in Bezug auf Effizienz und Effektivität zu verbessern“, so Jörg Eberhart, Präsident und CEO von Air Dolomiti.

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Lufthansa: Kurzarbeiter sollen bei Ocean anheuern

Lufthansa geht in Sachen der neuen Plattform Ocean einen kuriosen Weg: Intern schreibt man Jobs aus, die sich gezielt an Flugbegleiter richten, die sich momentan bei der Mainline in Kurzarbeit befinden. Diese können sich beim Kranich unbezahlt beurlauben lassen und stattdessen ihren Dienst bei der neuen Langstreckentochter Ocean versehen. Dies geht aus den Stellenausschreibungen, die Lufthansa unter anderem über das Intranet verbreitet hat, hervor. Wie viele sich für dieses Angebot bewerben ist unklar. Die Gewerkschaften VC, Verdi und UFO kritisieren das Ocean-Projekt heftig und werfen der Konzernführung Tarifflucht vor. Die bislang bekannten Gehälter liegen deutlich unter jenen, die bei Lufthansa und Eurowings bezahlt werden.

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AUA-Chef kann Insolvenz nicht ausschließen

Austrian-Airlines-Generaldirektor Alexis von Hoensbroech rechnet nicht damit, dass sich nach der Coronakrise der Preiskampf mit den Lowcostern beruhigen wird. Im Gespräch mit der Tageszeitung Kurier meinte er, dass es „naiv wäre zu glauben, dass sich die Billigflieger irgendwie eines Besseren besinnen“. Der Manager räumt auch ein, dass Austrian Airlines den Preiskampf „ein Stückweit mitgehen“ muss, denn „sonst sind unsere Flugzeuge halb leer“. Das billigste Ticket bei der AUA soll jedoch weiterhin 40 Euro oneway kosten. Diese Schwelle will von Hoensbroech nicht unterschreiten. Dazu sagte er gegenüber dem Kurier: „Bei diesem schmutzigen Geschäft spielen wir sicher nicht mit“. Als Folge der Coronakrise will Alexis von Hoensbroech den Personalstand um 1.100 Mitarbeiter reduzieren. Vor der Krise war der Abbau von 800 Beschäftigten geplant. „Es ist richtig, dass es der Austrian nie so richtig gut ging. Es ist aber auch richtig, dass wir sieben Jahre in Folge schwarze Zahlen geschrieben haben. Wir waren also ein gesundes Unternehmen, wenn auch nicht rentabel genug, um neue Investitionen zu finanzieren“, so der Manager gegenüber dem Kurier. Der Staatskredit soll jedenfalls zurückbezahlt werden, zumindest geht von Hoensbroech davon aus. Das Ausmaß der „zweiten Welle“ habe die AUA allerdings überrascht. Angesprochen auf den Umstand, dass Austrian Airlines täglich rund zwei Millionen Euro verbraucht, sagte der Firmenchef, dass eine Insolvenz nicht ausgeschlossen werden kann. Es wäre dann aber die Ultimaratio, die „wir nur notfalls gehen müssen, wenn wir dazu gezwungen wären, aber sicher nicht wollen“. In diesem Jahr habe das AUA-Management gelernt, dass „es klug ist, grundsätzlich nichts auszuschließen,

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Shutdown für Lufthansa-Verwaltung beginnt

Erstmals in der Geschichte der Deutschen Lufthansa AG wird der größte Verwaltungsstandort, der sich auf dem Gelände des Frankfurter Flughafens befindet, geschlossen. Fast alle Mitarbeiter befinden sich seit heute in Kurzarbeit. Der Konzern kündigte an, dass die Maßnahme bis Feber 2021 anhalten soll. Anschließend soll der Betrieb des Lufthansa Aviation Centers wieder hochgefahren werden. Komplett ruhig wird es aber nicht werden, denn sowohl am offiziellen Firmensitz in Köln als auch am Standort Frankfurt werden jene Mitarbeiter, die zwingend unverzichtbar sind, weiterhin tätig sein. Sofern möglich soll weitgehend Home-Office genutzt werden. Kurz gesagt: Die Lufthansa-Verwaltung in Frankfurt am Main tritt heute in eine Art „Notbetrieb“. Der offizielle Firmensitz der Deutsche Lufthansa AG befindet sich in Köln. Der Standort Frankfurt am Main ist allerdings wesentlich größer und ist der Arbeitsort der überwiegenden Mehrheit des administrativen Personals der größten Fluggesellschaft Deutschlands. Seit einigen Jahren steht immer wieder die Schließung des Hauptsitzes in Köln zur Diskussion, wurde jedoch bislang nicht vollständig umgesetzt. Intern wird Köln „Hauptverwaltung“ genannt. Frankfurt trägt den Namen „Lufthansa Aviation Center“.

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Lufthansa Gruppe einigt sich mit Sabre

Die Lufthansa Gruppe und Technologiedienstleister Sabre haben eine neue Vertriebsvereinbarung getroffen.  Der Kontrakt erlaube „beidseitige Flexibilität sowie technologische Innovation durch die Einführung von NDC“, heißt es in einer Lufthansa-Mitteilung. Im Rahmen des Vertrags werde Sabre weiterhin die Angebote der Lufthansa Group Airlines über sein globales Distributionssystem vertreiben. Darüber hinaus regele der Vertrag den Vertrieb der Angebote der Lufthansa Group Airlines neu über den Branchenstandard NDC, wie das Reiseportal Reisevor9 berichtet. Nach dem geplanten Start im kommenden Jahr werde das diversifizierte NDC-Programm den an Sabre angeschlossenen Reisebüros weltweit die Möglichkeit geben, auf die Angebote der Lufthansa Group Airlines zuzugreifen, kündigt Lufthansa an. Der Zugang werde über den Sabre-Reisemarktplatz und durch die Anmeldung bei einem der beiden verfügbaren kommerziellen Modelle für NDC erfolgen. Das Tech-Unternehmen Sabre hatte die Zusammenarbeit mit den Airlines der Lufthansa-Gruppe auf Ende Juni 2020 gekündigt. Hintergrund waren nach Einschätzung von Branchen-Kennern Differenzen über die Verfügbarkeit von NDC und „full content“ in den GDS und die dabei anfallenden Gebühren. Mit dem Einbau der NDC-Angebote in bestehende Buchungssysteme hat sich Sabre offenbar durchsetzen können. Die Lufthansa-Airlines haben eingelenkt.

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Brussels erhielt erste Tranche des Staatskredits

Die Lufthansa-Tochter Brussels Airlines nahm die erste Tranche des 290 Millionen Euro schweren Staatskredits in Anspruch. Ausbezahlt wurden laut lokalen Medienberichten 130 Millionen Euro, die das Überleben in der laufenden Wintersaison sichern sollen. Die belgische Regierung gewährt aufgrund der Corona-Pandemie ein staatlich besichertes Darlehen in der Höhe von 290 Millionen Euro. Weitere 170 Millionen Euro sollen von Konzernmutter Lufthansa bereitgestellt werden, wobei davon 70 Millionen Euro für den Umbau von Brussels Airlines verwendet werden sollen. Rund 1.000 Jobs sollen abgebaut werden. Die vom Kranich überwiesenen Gelder sind mittlerweile aufgebraucht. Der vereinbarte Ablauf ist, dass zunächst diese Mittel aufgebraucht werden müssen, ehe Brussels die erste Tranche aus dem staatlich besicherten Kredit in Anspruch nehmen darf. Die Rückzahlung muss bis spätestens 2026 erfolgen.

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VC und Carsten Spohr sind sich einer Meinung

Ende letzter Woche äußerte der Lufthansa-Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr öffentlich, dass die Kompensation eines von Lufthansa unterstellten Pilotenüberhangs durch die Etablierung „innovativer Teilzeitmodelle“ möglich sei. Die Vereinigung Cockpit (VC) begrüßt Herrn Spohrs Ansinnen und wird in der heutigen Verhandlungsrunde ein entsprechendes Angebot zu innovativen Teilzeitmodellen unterbreiten. Das Cockpitpersonal hat durch die tarifvertragliche Vereinbarung der erstmaligen Einführung von Kurzarbeit bei Lufthansa seit April 2020 zu finanziellen Entlastungen des Unternehmens in Höhe von 155 Millionen Euro beigetragen. Von diesem Betrag wurden pilotenseitig seit September 70 Millionen Euro ohne jegliche Gegenleistung zur Verfügung gestellt. Zusätzlich zu diesen finanziellen Zugeständnissen hat die VC in Kooperation mit der Personalvertretung unter anderem der Durchführung zahlreicher Flüge zugestimmt, die andernfalls aufgrund kollektivrechtlicher Beschränkungen nicht hätten durchgeführt werden können. Solche und weitere operationelle Ausnahmen haben im zu Ende gehenden Jahr zu substantiellen Einsparungen und einem deutlich verringerten Mittelabfluss bei Lufthansa geführt. „Der Behandlung eines sozialverträglichen Arbeitsplatzabbaus durch Teilzeit, Sonderurlaub oder Vorruhestand hat sich Lufthansa bislang gegenüber verschlossen gezeigt. Umso mehr freuen wir uns über das Angebot von Herrn Spohr, das Problem des derzeit prognostizierten Personalüberhanges mittels innovativer Teilzeitmodelle lösen zu wollen“, so Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik der VC.

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