Lufthansa

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Münchener Flughafen bereitet sich auf Ansturm zur Wiesn vor

Mit einer feierlichen Veranstaltung hat der Münchener Flughafen den Beginn der Oktoberfestzeit markiert. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und der Luftfahrtbranche nahmen an der Eröffnung im Terminal 2 teil. Während der 16-tägigen Wiesn-Periode erwartet der Flughafen rund 2,3 Millionen Passagiere, was einem Anstieg von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Angesichts des erwarteten Fluggastaufkommens von über 16.000 Starts und Landungen rät die Flughafenleitung den Passagieren, genügend Zeit für Anreise und Kontrollvorgänge einzuplanen. Um die internationalen Reisenden zu begrüssen, führt die Lufthansa eine langjährige Tradition fort, indem Flugbegleiter in bayerischer Tracht auf ausgewählten Langstreckenflügen zu Destinationen wie Shanghai und Seoul eingesetzt werden. Für ankommende Reisende wird ein besonderes Angebot zur Verfügung gestellt. Dazu gehören die Ausgabe von Lebkuchenherzen und gebrannten Mandeln sowie Auftritte von Trachtengruppen an ausgewählten Tagen. Die Lufthansa serviert während der Wiesn in ihren Lounges und an Bord ihrer Flüge bayerische Spezialitäten. Am Flughafen selbst werden zusätzliche Geschäfte mit passenden Angeboten zur Festzeit eröffnet.

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Boeing-777-9-Zulassung verzögert sich erneut, aber Auslieferung an Lufthansa für 2026 bestätigt

Der amerikanische Luftfahrtriese Boeing sieht sich erneut mit Herausforderungen im Rahmen seines Langstreckenprogramms 777X konfrontiert. Konzernchef Kelly Ortberg hat kürzlich in einer Investorenkonferenz eingeräumt, daß Boeing bei der Zulassung der 777-9 hinter dem Zeitplan zurückfällt. Trotz positiver Flugtestergebnisse, die keine neuen technischen Probleme offenbarten, stehe dem Unternehmen noch „ein Berg an Arbeit“ bevor, um die finale Zulassung zu erreichen. Diese Äußerungen führten zu einem klaren Kursverlust der Boeing-Aktie. Die Auslieferung des ersten Flugzeugs an den Erstkunden Lufthansa wird nun für das Jahr 2026 angestrebt. Die 777X-Familie, die bereits jahrelange Verzögerungen hinter sich hat, nähert sich zwar der Zielgeraden, kämpft aber weiterhin mit den strengen Anforderungen der US-Luftfahrtaufsichtsbehörde FAA. Ein steiniger Weg zur Zertifizierung Der Weg zur Markteinführung der Boeing 777-9 ist von zahlreichen Rückschlägen geprägt. Der Erstflug des Flugzeugs fand bereits im Januar 2020 statt, doch die folgenden Jahre waren von technischen Problemen und globalen Ereignissen, wie der Pandemie, überschattet. Insbesondere Probleme mit den Triebwerken und strukturelle Bedenken führten immer wieder zu Verzögerungen. Die FAA hat die Zulassungsanforderungen nach den Zwischenfällen mit der Boeing 737 MAX drastisch verschärft, was den Zertifizierungsprozeß für neue Flugzeugtypen erheblich verlängert hat. Boeing hatte die 777-9 im Sommer dieses Jahres in die entscheidende Zulassungsphase „TIA 2C“ (Type Inspection Authorization) überführen können. Um die Tests zu beschleunigen, wurde die Testflotte um ein fünftes Flugzeug verstärkt. Diese fünfte Testmaschine, die im August ihren ersten Flug absolvierte, dient vor allem der Durchführung von Lärmtests, die für die endgültige Zulassung unerläßlich sind. Nach Angaben von Ortberg seien zwar bei

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Pilotengewerkschaft leitet Urabstimmung ein und bringt Lufthansa an den Rand eines Streiks

Der Tarifkonflikt bei der Lufthansa hat sich vor dem Beginn der Herbst-Reisewelle dramatisch zugespitzt. Die Vereinigung Cockpit (VC), die mächtige Gewerkschaft der Piloten der Lufthansa-Kernmarken und der Frachttochter Lufthansa Cargo, hat eine Urabstimmung über einen möglichen Streik eingeleitet. Diese Maßnahme gilt als letztes und schärfstes Schwert der Gewerkschaft und macht einen Arbeitskampf kaum noch vermeidbar. Passagiere, insbesondere jene, die zum Auftakt der hessischen Herbstferien am 3. Oktober abfliegen, könnten von Ausfällen und Verspätungen betroffen sein. Während die Verhandlungen über die betriebliche Altersversorgung festgefahren sind, offenbart der Konflikt einen tieferliegenden Graben: die strategische Neuausrichtung des Konzerns und der Widerstand der Gewerkschaften gegen die Gründung kostengünstigerer Flugbetriebe wie City Airlines und Discover. Festgefahrene Verhandlungen: Der Kampf um die Betriebsrenten Der unmittelbare Anlaß für die Zuspitzung des Konflikts ist die festgefahrene Situation bei den Verhandlungen über die betriebliche Altersversorgung der Piloten. Seit Mai fordert die Tarifkommission der VC eine Neuregelung. In einem bis 2017 gültigen Tarifvertrag hatte die Lufthansa die absolute Höhe der Rentenzahlungen garantiert. Nach einem Arbeitskampf im Jahr 2017, der 14 Streikwellen umfaßte, wurde das System umgestellt. Seitdem garantiert das Unternehmen lediglich die Höhe des Arbeitgeberbeitrags in die Pensionsfonds. Das Risiko, daß geringe Zinsen zu deutlich kleineren Renten führen, liegt seitdem allein bei den Piloten. Nach Darstellung der Gewerkschaft haben sich die damaligen Renditeerwartungen von „ein bis zwei Prozent“ nicht erfüllt, was zu einer deutlichen Verschlechterung der Altersvorsorge geführt habe. Die VC fordert, daß die Arbeitgeberbeiträge auf neuen Berechnungsgrundlagen massiv steigen. In einer Beispielrechnung führt die Gewerkschaft aus, daß bei einem

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Deutschland: Lufthansa-Chef Spohr fordert Senkung von Steuern und Gebühren

Die deutsche Luftfahrtbranche steht vor zunehmenden Herausforderungen. Angesichts einer schwächelnden Verkehrsentwicklung fordert Lufthansa-Chef Carsten Spohr politische Unterstützung, insbesondere in Form einer Absenkung staatlicher Steuern und Gebühren. In einer aktuellen Stellungnahme betont Spohr die dringende Notwendigkeit, die Luftverkehrsteuer sowie die Gebühren für Passagierkontrollen und Flugsicherung zu senken. Die Kritik richtet sich an die neue Bundesregierung, die entsprechende Ansätze in ihrem Koalitionsvertrag zwar erwähnt, bislang aber nicht in die Tat umgesetzt habe. Spohr warnt davor, daß sich der Luftfahrtstandort Deutschland international zunehmend abgehängt sehe. Der innerdeutsche Flugverkehr sei außerhalb der großen Drehkreuze massiv geschrumpft, was sich negativ auf die Anbindung der wirtschaftsstarken Regionen auswirke. Die schwierige Lage des deutschen Luftverkehrs Spohrs Mahnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Luftfahrtbranche in Deutschland mit erheblichen wirtschaftlichen Hürden zu kämpfen hat. Die Pandemie hat zu einem massiven Einbruch des innerdeutschen Luftverkehrs geführt, von dem sich das Land nur langsam erholt. Spohr beschreibt die aktuelle Situation als „irre“, da drei Viertel der innerdeutschen Verbindungen abseits der Drehkreuze Frankfurt und München aus Kostengründen nicht mehr angeboten würden. Vor der Pandemie waren diese Regionalverbindungen ein wichtiger Pfeiler der nationalen Infrastruktur, die Geschäftsreisende und Touristen miteinander verband. Der Verlust dieser Routen wirkt sich direkt auf die Wirtschaft aus, da die Anbindung von regionalen Geschäftszentren deutlich schlechter geworden ist. Die Forderung nach einer Entlastung durch den Staat ist nicht neu. Die Branche argumentiert schon seit längerem, daß die im europäischen Vergleich hohen staatlichen Abgaben wie die Luftverkehrsteuer die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Fluggesellschaften und Flughäfen schwächen. Die Steuern, die seit

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Expansion der Lufthansa-Gruppe: Discover Airlines im Fokus des Konzernwachstums

Die Lufthansa-Gruppe setzt verstärkt auf ihre Tochtergesellschaften Discover Airlines und City Airlines, um die eigene Wachstumsstrategie voranzutreiben. Insbesondere Discover Airlines, der auf Ferienflüge spezialisierte Ableger, schultert derzeit die größte „Wachstumslast“ innerhalb des Konzerns, wie Lufthansa-Chef Carsten Spohr kürzlich in Frankfurt bekanntgab. Während die Fluggesellschaft ihre Flotte bis 2027 auf 33 Flugzeuge ausbauen wird, prüft die Lufthansa-Führung, Discover Airlines mit moderneren Langstreckenflugzeugen auszustatten. Als aussichtsreichster Kandidat gilt dabei der Airbus A350-900, eine strategische Wahl, die Discover Airlines neue, bisher unerreichbare Märkte eröffnen und die Wettbewerbsposition gegenüber Konkurrenten wie Condor stärken könnte. Flottenausbau und strategische Neuausrichtung Discover Airlines wurde ursprünglich als direkter Wettbewerber zu anderen Ferienfluggesellschaften, insbesondere zur deutschen Condor, gegründet. Die Flotte, die derzeit aus 14 Langstreckenflugzeugen besteht, soll in den kommenden Jahren auf 33 Maschinen anwachsen. Dieses Wachstum spiegelt die Bedeutung von Discover als eigenständiges Segment innerhalb der Lufthansa-Gruppe wider. Derzeit ist die Fluggesellschaft auf der Langstrecke mit drei Airbus A330-200 und elf Airbus A330-300 unterwegs. Die A330-200-Modelle sollen die Flotte in naher Zukunft verlassen, was den Weg für die Aufnahme neuer, modernerer Flugzeuge ebnen würde. Die Lufthansa-Gruppe prüft aktiv eine Aufwertung der Interkontinentalflotte von Discover. Neben dem Airbus A350-900 stehen auch die Modelle Airbus A330-900 und Boeing 787 zur Debatte. Aus Konzernkreisen ist jedoch zu vernehmen, daß die Tendenz „stark“ zum A350 geht. Diese Präferenz hat mehrere Gründe. Erstens verfügt die Lufthansa-Gruppe über eine Handvoll geleaster A350-900 mit einer fremden Konfiguration, deren Verträge bald auslaufen. Eine Übergabe dieser Maschinen an Discover Airlines würde dem Konzern eine effiziente Weiterverwendung der

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Sicherheitsrisiko im Cockpit: Eine Umfrage der Vereinigung Cockpit deckt alarmierende Übermüdung bei Piloten auf

Eine aktuelle Kurzumfrage der Vereinigung Cockpit (VC), der Berufsorganisation der Pilotinnen und Piloten in Deutschland, hat alarmierende Ergebnisse zutage gefördert: Sogenanntes Napping, also das gezielte Einnahmen von kurzen Ruhepausen während des Fluges, hat sich in deutschen Cockpits zu einem weit verbreiteten Phänomen entwickelt. Die Umfrage unter mehr als 900 Piloten zeigt, daß dies nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel ist. Die VC warnt eindringlich davor, daß diese Praxis ein Symptom für eine strukturelle Überlastung der Flugbesatzungen ist und ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt. Die Organisation fordert die Airlines, Aufsichtsbehörden und die Politik auf, die Ermüdung als ernstzunehmenden Sicherheitsfaktor anzuerkennen und umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit der Fluggäste zu gewährleisten. Napping im Cockpit: Ein Symptom struktureller Probleme Die Umfrageergebnisse der Vereinigung Cockpit sind eindeutig: 93% der befragten Piloten gaben an, in den vergangenen Monaten während eines Fluges ein Napping genutzt zu haben. Dieser Begriff beschreibt eine kontrollierte Ruhephase, die ausschließlich während der Reiseflugphase stattfindet, also nicht während des Starts oder der Landung. Die Häufigkeit, mit der diese Ruhephasen in Anspruch genommen werden, ist ebenfalls besorgniserregend. Für drei von vier Piloten (74%) ist Napping mittlerweile Standard. 44% gaben an, es regelmäßig zu nutzen, und 12% tun dies sogar bei jedem Flug. Ein kleiner, aber signifikanter Teil (7%) konnte die Häufigkeit nicht mehr zählen. Die Ergebnisse der Umfrage, die zwar nicht repräsentativ, aber aufschlussreich ist, zeigen, daß die Situation auf Kurzstrecken (44% der Piloten nutzten Napping) und Langstrecken (56% nutzten Napping) gleichermaßen angespannt ist. Die befragten Piloten stammen aus nahezu allen

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Lufthansa City Airlines stellt Flüge ab Hamburg ein

Die Lufthansa Group hat angekündigt, daß ihre neue Tochtergesellschaft Lufthansa City Airlines die Flugverbindungen vom Flughafen Hamburg einstellen wird. Die Airline hatte die Strecke nach München seit Juli 2024 bedient. Der letzte Flug findet am 24. Oktober statt, womit das Engagement der Gesellschaft in Norddeutschland vorläufig endet. Als Grund für die Änderung wird die hohe Nachfrage auf der Verbindung zwischen Hamburg und München genannt. Auf dieser häufig genutzten Route werden künftig wieder verstärkt Flugzeuge der Muttergesellschaft Lufthansa eingesetzt, welche eine höhere Passagierkapazität bieten. Die Lufthansa City Airlines operiert vorwiegend mit Maschinen des Typs Airbus A319 und A320, während auf der genannten Strecke die größeren Lufthansa-Jets bis zur Größe des A321 zum Einsatz kommen sollen. Die Einstellung des Betriebes in Hamburg ist somit eine strategische Anpassung an die Marktbedingungen.

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Gewinne und Wachstum bei Eurowings: Lufthansa-Tochter setzt auf neue Flugzeuge

Die Fluggesellschaft Eurowings hat ihre Position als profitabler Pfeiler im Lufthansa-Konzern gefestigt. Seit zwei Jahren in Folge erzielt das Unternehmen Betriebsgewinne im dreistelligen Millionenbereich und blickt auch für 2025 optimistisch auf die Sommerbilanz. Trotz der saisonüblichen Verluste im ersten Halbjahr, die auf gestiegene Gebühren und teure Flugzeuganmietungen zurückgeführt wurden, erwartet Eurowings für das Gesamtjahr ein starkes Ergebnis. Die positive Entwicklung, die nach Jahren der Sanierung erfolgt, soll nun in die Zukunft investiert werden. Im Fokus stehen der Ausbau des Streckennetzes in Deutschland, insbesondere von Berlin aus, sowie eine grundlegende Flottenerneuerung mit der Boeing 737 Max. Diese strategischen Schritte sollen die Marktposition von Eurowings weiter ausbauen und die Rentabilität langfristig sichern. Vom Sorgenkind zum Gewinnbringer Noch vor wenigen Jahren galt Eurowings als eines der Sorgenkinder im Lufthansa-Konzern. Die Umstrukturierung und Neuausrichtung des Unternehmens gestalteten sich schwierig und waren mit erheblichen Verlusten verbunden. Doch die jüngsten Zahlen belegen einen beeindruckenden Wandel. Im Jahr 2023 und 2024 erwirtschaftete Eurowings jeweils einen Betriebsgewinn von über 200 Millionen Euro. Dieser Erfolg katapultierte die Fluggesellschaft in die Top-Liga der profitabelsten Airlines des Konzerns. Eurowings-Chef Jens Bischof bestätigte gegenüber der „Kölnischen Rundschau“, daß das Unternehmen auch für das laufende Geschäftsjahr auf Kurs sei, um ein Ergebnis im „dreistelligen Millionenbereich“ zu erzielen. Die positive Entwicklung ist besonders bemerkenswert, da Eurowings im ersten Halbjahr 2025 noch saisonbedingte Verluste von 137 Millionen Euro verzeichnete, eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr, als der Verlust 87 Millionen Euro betrug. Diese Verluste resultierten laut Lufthansa aus gestiegenen Gebühren an deutschen Flughäfen sowie den

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Urabstimmung über Streik bei Lufthansa eingeleitet

Im Tarifstreit um die Altersversorgung der Piloten hat die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) eine Urabstimmung für mögliche Streiks bei der Fluggesellschaft Lufthansa und Lufthansa Cargo eingeleitet. Die Abstimmung soll am 12. September beginnen und bis Monatsende laufen, wobei während dieser Zeit keine Arbeitsniederlegungen vorgesehen sind. Hintergrund des Konfliktes ist die betriebliche Altersversorgung der Piloten. Bis zum Jahre 2017 erhielten diese eine klassische Betriebsrente mit garantierten Auszahlungen. Seither wurde sie durch ein kapitalmarktfinanziertes Modell ersetzt, das nach Ansicht der Gewerkschaft das frühere Versorgungsniveau nicht erreicht. Nach Angaben des VC-Vorsitzenden Andreas Pinheiro habe Lufthansa in sieben Verhandlungsrunden kein ernsthaftes Angebot vorgelegt. Die Arbeitgeberseite habe keine Bereitschaft gezeigt, die Altersversorgung auf ein verlässliches Niveau anzuheben. Die Einleitung der Urabstimmung ist ein formeller Schritt nach dem deutschen Arbeitsrecht, der einem Streik vorausgehen muß. Ein Streik könnte somit frühestens im Oktober drohen.

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Eurowings im Wandel: Zwischen Aufschwung im Mittelstand und anhaltendem Fokus auf den Tourismusmarkt

Die deutsche Fluggesellschaft Eurowings verzeichnet nach eigenen Angaben eine leichte, aber stabile Erholung im Geschäftsreisesegment. Wie CEO Jens Bischof auf einer Pressekonferenz auf Mallorca erklärte, seien vor allem kleine und mittelständische Unternehmen wieder verstärkt auf Dienstreisen unterwegs, während Großkonzerne weiterhin Zurückhaltung übten. Trotz dieser positiven Entwicklung hält die Lufthansa-Tochter an ihrer nach der Pandemie eingeschlagenen Strategie fest, den Fokus auf den Tourismusmarkt zu legen. Die Neuausrichtung scheint sich auszuzahlen: Bischof äußerte sich optimistisch und rechnet für das laufende Jahr erneut mit einem dreistelligen Millionengewinn. Die strategische Fokussierung wird durch den Aufbau eines eigenen Reiseveranstalters, Eurowings Holidays, weiter untermauert, um die Margen zu erhöhen und die Abhängigkeit von einzelnen Märkten zu verringern. Vom Business-Carrier zum Touristik-Spezialisten Die Corona-Pandemie hat die Luftfahrtindustrie grundlegend verändert. Eurowings hat in dieser Zeit eine strategische Neuausrichtung vollzogen, die das Unternehmen von seiner früheren Position als primärer Business-Carrier für die Lufthansa-Gruppe wegbewegt hat. Vor der Pandemie lag der Schwerpunkt der Fluggesellschaft auf der Bedienung von Geschäftsreiseverkehr in Europa. Viele innerdeutsche und inneruropäische Strecken wurden mit hohen Frequenzen bedient, um Geschäftsreisende zu bedienen. Mit dem Einbruch des Geschäftsreiseverkehrs und der anhaltenden Zunahme von Telekonferenzen und digitalen Meetings reagierte Eurowings strategisch und schwenkte auf den touristischen Sektor um. Die neue Aufteilung des Geschäftssegments sieht vor, daß 60 Prozent der Flüge touristische Ziele bedienen, 30 Prozent dem Geschäftsreiseverkehr dienen und die restlichen 10 Prozent für den sogenannten VFR-Verkehr (Visiting Friends and Relatives) reserviert sind. Der Standort Palma de Mallorca ist dabei, wie von Bischof betont, zum zentralen Dreh- und Angelpunkt

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