Lufthansa

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Lufthansa und Gategroup führen neues Gastronomiekonzept auf Langstrecken ein

Die Deutsche Lufthansa leitet im Rahmen ihrer strategischen Initiative „Future Onboard Experience“ (Fox) eine umfassende Neugestaltung des kulinarischen Angebots auf ihren Langstreckenflügen ein. Ab dem Jahr 2026 wird das Bordcatering in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Branchenriesen Gategroup grundlegend modernisiert. Ziel der Kooperation ist es, die Serviceabläufe zu optimieren und das Verpflegungsniveau in sämtlichen Beförderungsklassen anzuheben. Der Fokus liegt hierbei auf einer stärkeren Personalisierung und einer verbesserten Präsentation der Speisen, um der gestiegenen Erwartungshaltung im internationalen Wettbewerb gerecht zu werden. In den exklusiven Segmenten der First und Business Class stehen künftig Flexibilität und Individualität im Vordergrund. Während in der First Class ein Konzept mit mehreren kleinen Gängen und variabler Hauptspeisenauswahl implementiert wird, führt die Fluggesellschaft in der Business Class das Modell „Sky Selection“ ein. Dieses erlaubt den Fluggästen, ihre zweite Mahlzeit vor der Landung individuell zu konfigurieren und Frühstückswünsche bereits im Vorfeld zu definieren. Ein wesentlicher Bestandteil der kulinarischen Aufwertung ist die Kooperation mit dem bekannten Spitzenkoch Johann Lafer, der die Menügestaltung maßgeblich beeinflusst und für eine gehobene gastronomische Linie sorgt. Auch für die Passagiere in der Premium Economy und Economy Class bringt die Umstellung spürbare Veränderungen mit sich. In der Premium Economy wird durch den Einsatz größerer Tabletts und eines neuen Geschirrkonzepts ein hochwertigeres Erscheinungsbild angestrebt, wobei die Auswahl auf drei verschiedene Hauptgerichte erweitert wird. Ein Novum stellt die Einführung einer dreifachen Menüwahl in der Economy Class dar, die bisher auf zwei Optionen begrenzt war. Diese Erweiterung der Auswahlmöglichkeiten soll die Zufriedenheit auf langen Flugstrecken steigern und dem Serviceanspruch einer

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Tarifkonflikt bei Lufthansa Cityline: Piloten stimmen über Streik ab

Die tarifliche Auseinandersetzung zwischen der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit und der Lufthansa-Tochtergesellschaft Cityline hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Nachdem die Verhandlungen über einen neuen Vergütungstarifvertrag seit August des vergangenen Jahres ohne zählbares Ergebnis geblieben sind, hat der Vorstand der Gewerkschaft am 18. Februar 2026 die Einleitung einer Urabstimmung beschlossen. Die betroffenen Pilotinnen und Piloten haben nun bis zum 26. Februar Zeit, über die Durchführung von Arbeitskampfmaßnahmen zu entscheiden. Hintergrund des Konflikts sind festgefahrene Positionen bezüglich der künftigen Entlohnung sowie strukturelle Drohszenarien seitens des Arbeitgebers, die von der Gewerkschaft als Druckmittel zurückgewiesen werden. Während das Management auf die wirtschaftliche Notwendigkeit von Einsparungen verweist, fordert die Arbeitnehmerseite faire Bedingungen, solange der operative Flugbetrieb aufrechterhalten wird. Die Hintergründe der gescheiterten Verhandlungen Seit über einem halben Jahr ringen die Tarifparteien um eine Anpassung der Gehälter für das fliegende Personal der Cityline. Die Vereinigung Cockpit betont, dass die bisherigen Gespräche keine tragfähige Basis hervorgebracht haben. Ein zentraler Kritikpunkt der Arbeitnehmervertreter ist die Struktur der Arbeitgeberangebote. Laut Gewerkschaftsangaben wurden zwar nominale Erhöhungen in Aussicht gestellt, diese sollten jedoch durch Kürzungen an anderer Stelle innerhalb des Tarifgefüges gegenfinanziert werden. Solche Nullsummenspiele werden von der Tarifkommission abgelehnt, da sie keine reale Verbesserung der Kaufkraft und keine adäquate Wertschätzung der fliegerischen Tätigkeit darstellten. VC-Präsident Andreas Pinheiro stellte klar, dass die Forderungen der Gewerkschaft moderat und sachlich begründet seien. In Zeiten steigender Lebenshaltungskosten und einer hohen Auslastung im Luftverkehr sei eine zeitgemäße Vergütung unumgänglich. Die Verhandlungsführung der Cityline-Geschäftsführung wird von der Gewerkschaft als unzureichend kritisiert, da bis heute kein Angebot vorliege,

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Tarifkonflikt im Lufthansa-Konzern: Pilotengewerkschaft strebt Urabstimmung Cityline an

Die Fronten zwischen der Lufthansa Group und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit verhärten sich zusehends. Nach jüngsten Arbeitskampfmaßnahmen bei der Kernmarke Lufthansa sowie bei Lufthansa Cargo, die primär auf Verbesserungen der Betriebsrenten abzielten, rückt nun die Regionaltochter Lufthansa Cityline in das Zentrum der Auseinandersetzung. Die Gewerkschaft hat die Verhandlungen über den Vergütungstarifvertrag offiziell für gescheitert erklärt und bereitet ihre Mitglieder auf eine Urabstimmung über einen unbefristeten Streik vor. Hintergrund sind festgefahrene Gespräche über Gehaltsanpassungen, die bereits seit dem Sommer 2025 andauern. Während die Arbeitnehmerseite eine schrittweise Anhebung der Tabellenvergütungen fordert, um die Attraktivität der Arbeitsplätze zu sichern, verweist das Management auf notwendige Effizienzsteigerungen und die komplexe Umstrukturierung des Kurzstreckenverkehrs innerhalb des Konzerns. Die Situation wird durch die strategische Neuausrichtung der Lufthansa erschwert, die mit der Gründung von City Airlines eine neue Plattform für die Hub-Zubringerflüge geschaffen hat, was bei der Belegschaft der alteingesessenen Cityline zu erheblicher Verunsicherung über die langfristige Perspektive führt. Strategische Umstrukturierung und der Aufstieg von City Airlines Der aktuelle Tarifkonflikt findet vor dem Hintergrund eines massiven Konzernumbaus statt. Die Lufthansa Cityline, die über Jahrzehnte hinweg eine tragende Säule für die Zubringerdienste zu den Drehkreuzen Frankfurt und München war, sieht sich mit einem schrittweisen Rückbau konfrontiert. Das Management der Lufthansa Group hat entschieden, einen wesentlichen Teil der europäischen Kurz- und Mittelstreckenflüge auf die neu gegründete Tochtergesellschaft City Airlines zu übertragen. Diese neue Einheit operiert derzeit noch ohne festes Tarifgefüge, was dem Konzern eine höhere Flexibilität bei den Personalkosten ermöglichen soll. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit betrachtet diese Entwicklung mit großer

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Lufthansa bereitet Mehrheitsübernahme von ITA Airways vor

Die europäische Luftfahrtlandschaft steht vor einer bedeutenden Konsolidierung, da der Lufthansa-Konzern seine Präsenz auf dem italienischen Markt massiv ausweiten möchte. Aktuellen Berichten und Aussagen des ITA-Vorstandsvorsitzenden Jörg Eberhart zufolge bereitet sich das deutsche Luftfahrtunternehmen darauf vor, im Sommer 2026 seine Anteile an der italienischen Nationalfluggesellschaft ITA Airways von derzeit 41 Prozent auf 90 Prozent zu erhöhen. Dieser Schritt markiert die entscheidende Phase eines mehrstufigen Übernahmeplans, der bereits mit einer ersten Kapitaleinlage von 325 Millionen Euro im Jahr 2024 eingeleitet wurde. Die angestrebte Mehrheitsübernahme ist nicht nur ein finanzieller Kraftakt, sondern auch das Fundament für eine tiefgreifende operative Integration. Ziel ist es, die italienische Airline fest in der Star Alliance zu verankern und sie in die lukrativen Transatlantik-Joint-Ventures des Konzerns einzugliedern. Trotz noch ausstehender Detailverhandlungen über eine vertraglich vereinbarte Erfolgsprämie signalisieren beide Seiten Zuversicht. Mit der Ausweitung der Interkontinentalflotte und neuen Streckenplanungen in Richtung Nordamerika wird ITA Airways zunehmend zu einem zentralen Pfeiler in der globalen Netzwerkstrategie des Lufthansa-Konzerns. Finanzielle Strukturen und der Streit um den Earn-out Die wirtschaftliche Ausgestaltung der Übernahme folgt einem präzisen Fahrplan, der jedoch zuletzt Gegenstand intensiver Gespräche zwischen Frankfurt und Rom war. Nachdem Lufthansa für die anfängliche Minderheitsbeteiligung 325 Millionen Euro direkt in das Eigenkapital von ITA Airways investiert hatte, sieht die zweite Stufe eine weitere Tranche in gleicher Höhe vor. Dieser Betrag soll direkt an den italienischen Staat als bisherigen Alleineigentümer fließen. Ein kontroverser Punkt in den Verhandlungen ist die sogenannte Earn-out-Komponente, eine Erfolgsprämie in Höhe von etwa 100 Millionen Euro. Diese Prämie ist an

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Kurszuwachs und Marktkapitalisierung ebnen den Weg: Die Lufthansa steht vor einer Rückkehr in den Dax 40

Die Zusammensetzung des deutschen Leitindex Dax 40 könnte im März 2026 eine markante Änderung erfahren. Nach aktuellen Marktbeobachtungen und Analysen von Finanzinstituten wie der Landesbank Baden-Württemberg verdichten sich die Anzeichen für ein Comeback der Deutschen Lufthansa AG in der obersten deutschen Börsenliga. Die Aktie des Luftfahrtkonzerns hat seit dem Herbst 2025 einen deutlichen Wertzuwachs erfahren und profitiert von einer stabilisierten operativen Lage sowie einer optimierten Kostenstruktur. Während die Fluggesellschaft im September 2025 den Wiederaufstieg noch knapp verfehlte, hat die Marktkapitalisierung des Streubesitzes mittlerweile ein Niveau erreicht, das eine Aufnahme in den Index sehr wahrscheinlich macht. Im Gegenzug gilt der Online-Modehändler Zalando aufgrund anhaltender Kursverluste und wachsender Konkurrenz als potenzieller Abstiegskandidat. Die endgültige Entscheidung über die Neuzusammensetzung wird die Deutsche Börse am 4. März 2026 im Rahmen ihrer vierteljährlichen Indexprüfung treffen, wobei die Änderungen zum 23. März wirksam würden. Erfolgreicher Turnaround nach der Krise Die Geschichte der Lufthansa im Dax ist eng mit den globalen wirtschaftlichen Verwerfungen der letzten Jahre verknüpft. Im Juni 2020 musste der Konzern den Leitindex verlassen, nachdem die Reisebeschränkungen infolge der Pandemie das Geschäftsmodell nahezu vollständig zum Erliegen gebracht hatten. Nur durch ein staatliches Rettungspaket konnte die Insolvenz abgewendet werden. Inzwischen hat sich das Bild grundlegend gewandelt: Die staatlichen Beteiligungen wurden vollständig zurückgeführt, und die Kernmarke Lufthansa Airlines ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. Ein entscheidender Faktor für den jüngsten Kursanstieg von über 20 Prozent ist die verbesserte operative Stabilität. Durch eine konsequente Modernisierung der Flotte und eine effizientere Planung konnten die Kosten für unvorhergesehene Flugausfälle und Entschädigungen

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Lufthansa weitet Buchungsoptionen für Allegris-Kabine in der Boeing 787-9 aus

Die Deutsche Lufthansa hat einen wesentlichen Meilenstein bei der Einführung ihres neuen Kabinenkonzepts „Allegris“ erreicht. Ab dem 15. April 2026 sind in der Boeing 787-9 fast alle Plätze der neuen Business Class zur Reservierung freigegeben. Nachdem finale Zertifizierungsprozesse erfolgreich abgeschlossen wurden, stehen nun 25 der insgesamt 28 Sitze pro Flugzeug für Passagiere zur festen Buchung bereit. Bisher waren aufgrund ausstehender behördlicher Genehmigungen für bestimmte Sitzvarianten nur begrenzte Kapazitäten direkt wählbar. Das neue System ermöglicht es Reisenden nun, die verschiedenen Sitzkategorien bereits während des Buchungsvorgangs gezielt auszuwählen. Das Streckennetz für die mit Allegris ausgestatteten „Dreamliner“ umfasst ab Frankfurt am Main eine Vielzahl internationaler Destinationen. Zu den aktuellen Zielen gehören Metropolen wie Shanghai, Hongkong, Kapstadt, Rio de Janeiro und Austin. Im weiteren Verlauf des Jahres 2026 plant die Fluggesellschaft eine deutliche Ausweitung der Kapazitäten auf den lukrativen Nordatlantik-Routen: Ab Juni werden New York-JFK und Los Angeles bedient, gefolgt von Delhi im Juli. Mit derzeit acht am Drehkreuz Frankfurt stationierten Maschinen dieses Typs treibt die Airline die Modernisierung ihrer Langstreckenflotte voran. Bis Ende 2027 soll die Teilflotte auf insgesamt 29 Flugzeuge der Variante Boeing 787-9 anwachsen. In der Preisgestaltung setzt Lufthansa auf ein differenziertes Modell, das über die bloße Beförderung hinausgeht. Während die Reservierung des Standardsitzes weiterhin im Flugpreis enthalten ist, werden für spezielle Sitzplatzoptionen zusätzliche Gebühren erhoben. Zu diesen kostenpflichtigen Varianten zählen unter anderem Suiten mit höheren Wänden für gesteigerte Privatsphäre, Sitze mit einer Überlänge von 2,20 Metern für besonders große Passagiere sowie Plätze mit erweitertem Arbeitsraum oder zusätzlicher Ablagefläche. Diese Strategie

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Vernetzung im Süden Österreichs: Flughafen Graz festigt seine Rolle als internationaler Anbindungsknoten

Der Flughafen Graz hat im Wettbewerb der österreichischen Regionalflughäfen etwas erreicht, das zum Beispiel Linz oder Klagenfurt nicht mehr haben. Während andere Standorte mit dem Rückzug großer Fluggesellschaften und dem Verlust wichtiger Drehkreuzverbindungen kämpfen, setzt die steirische Flughafengesellschaft konsequent auf eine Ausweitung ihrer Hub-Strategie. Mit aktuell sechs direkten Anbindungen an internationale Großflughäfen bietet Graz seinen Passagieren Zugang zu einem weltweiten Streckennetz von über 200 Destinationen. Die Geschäftsführung, bestehend aus Wolfgang Grimus und Jürgen Löschnig, sieht in dieser hohen Konnektivität den entscheidenden Standortvorteil für die Wirtschaft und den Tourismus der gesamten Region. Besonders die jüngste Aufnahme der Verbindung nach London-Gatwick durch British Airways sowie die stabile Partnerschaft mit der Lufthansa-Gruppe unterstreichen die Bedeutung des Flughafens als wichtigstes Tor der Steiermark zur Welt. In einem Marktumfeld, das von Konsolidierung und operativem Druck geprägt ist, hebt sich Graz damit deutlich von Mitbewerbern wie Linz, Salzburg oder Innsbruck ab. Die Säulen der Grazer Hub-Anbindung Das Fundament der Grazer Luftverkehrsstrategie bildet die umfassende Kooperation mit der Lufthansa-Gruppe. Graz ist einer der wenigen Regionalflughäfen in Europa, der alle vier zentralen Drehkreuze des Konzerns gleichzeitig bedient. Die nationale Anbindung nach Wien erfolgt durch Austrian Airlines, während die strategisch wichtigen deutschen Hubs Frankfurt und München durch Air Dolomiti bedient werden. Hinzu kommt die für Geschäftsreisende essenzielle Verbindung nach Zürich, die von Swiss durchgeführt wird. Diese vier Achsen garantieren nicht nur eine hohe Frequenz für Pendler, sondern ermöglichen durch abgestimmte Umsteigezeiten den Zugang zu den globalen Langstreckennetzen der jeweiligen Airlines. Ergänzt wird dieses Angebot durch Verbindungen, die gezielt unterschiedliche

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Lufthansa Group und Air India planen weitreichende Kooperation

Die globale Luftfahrtbranche erlebt derzeit eine tektonische Verschiebung in Richtung Osten. In einer feierlichen Zeremonie haben Carsten Spohr, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa AG, und Campbell Wilson, der Chief Executive Officer von Air India, eine Absichtserklärung unterzeichnet, die den Weg für ein umfassendes Joint Business Agreement ebnen soll. Diese strategische Partnerschaft zwischen der Lufthansa Group und der größten indischen Langstrecken-Airline zielt darauf ab, die Verkehrsströme zwischen Europa und dem indischen Subkontinent zu bündeln und die Effizienz des Flugbetriebs durch eine enge Koordination von Flugplänen und Vertriebsaktivitäten zu steigern. Die Vereinbarung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Indien seine Position als bevölkerungsreichstes Land der Welt und als einer der am schnellsten wachsenden Luftverkehrsmärkte festigt. Das geplante Bündnis reagiert unmittelbar auf den kürzlich abgeschlossenen Freihandelsvertrag zwischen Indien und der Europäischen Union, der mit einem jährlichen Warenhandel von 180 Milliarden Euro die größte Freihandelszone der Erde schafft. Durch die Verzahnung der Netzwerke wollen beide Unternehmen den rasant steigenden Bedarf im Geschäfts- und Privatreiseverkehr abdecken und gleichzeitig ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den Golf-Airlines stärken. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Marktdynamik Indien stellt für die Lufthansa Group mittlerweile den zweitwichtigsten Langstreckenmarkt nach den Vereinigten Staaten dar. Diese Bedeutung resultiert nicht nur aus der schieren Größe der Bevölkerung, sondern primär aus der rasant wachsenden und zunehmend kaufkräftigen Mittelschicht des Landes. Die wirtschaftliche Verflechtung zwischen der EU und Indien hat ein Niveau erreicht, bei dem beide Blöcke zusammen für ein Viertel der globalen Wirtschaftsleistung stehen. In diesem Kontext fungiert die Luftfahrt als das notwendige Bindeglied für den Austausch von Fachkräften,

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Strategische Flottenbereinigung bei Swiss: Langfristige Zwangspause für die Airbus A220-100

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss International Air Lines leitet eine einschneidende Umstrukturierung ihrer Kurzstreckenflotte ein. In einer koordinierten Maßnahme wird die gesamte Teilflotte des Typs Airbus A220-100 bis mindestens zum Jahr 2027 vorübergehend stillgelegt. Hintergrund dieser Entscheidung ist eine Kombination aus technischen Engpässen bei den Getriebefan-Triebwerken (GTF) des Herstellers Pratt & Whitney sowie wirtschaftlichen Herausforderungen am Standort Genf. Während die größeren Schwestermaschinen vom Typ A220-300 weiterhin das Rückgrat der Kontinentalflotte bilden, wurden bereits erste Einheiten der kleineren Variante an Lagerstandorten im Ausland geparkt. Diese strategische Entscheidung verdeutlicht den enormen Druck, unter dem europäische Fluggesellschaften derzeit aufgrund von Ersatzteilmangel und Triebwerksproblemen stehen. Swiss wählt hierbei den Weg der Konsolidierung, um die Einsatzbereitschaft der rentableren Teilflotte zu sichern, nimmt dafür jedoch eine signifikante Reduktion der eigenen Kapazitäten im Segment der 125-Sitzer in Kauf. Technische Engpässe und die Problematik der GTF-Triebwerke Der primäre Treiber für die Einmottung der A220-100 liegt in der komplexen Triebwerkssituation. Die gesamte A220-Familie wird exklusiv von Pratt & Whitney PurePower PW1500G Triebwerken angetrieben. Diese Getriebefan-Technologie (Geared Turbofan) gilt zwar als technologisch fortschrittlich, leidet jedoch seit Jahren unter erheblichen Zuverlässigkeitsproblemen und verkürzten Wartungsintervallen. Da weltweit eine hohe Anzahl an Triebwerken zur Inspektion in die Werkstätten muss und gleichzeitig die Lieferketten für Ersatzteile stocken, fehlen vielen Airlines einsatzfähige Ersatztriebwerke. Swiss nutzt die temporäre Stilllegung der neun A220-100 nun dazu, die knappen Ressourcen effizienter zu bündeln. Die Triebwerke der geparkten Flugzeuge können als Spender für die größere A220-300 fungieren, von der Swiss 21 Exemplare betreibt. Da die A220-300 mit bis zu 145 Sitzplätzen

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Lufthansa Airbus A380 „Berlin“ wird als Sammleredition für Luftfahrtfans verwertet

Die deutsche Manufaktur Aviationtag hat eine neue, offiziell lizenzierte Sonderedition in Kooperation mit der Lufthansa vorgestellt. Im Zentrum dieser Veröffentlichung steht Material der ehemaligen Airbus A380-Maschine mit der Registrierung D-AIMI. Das Flugzeug, das den Taufnamen „Berlin“ trug, wurde aus der Flotte der nationalen Fluggesellschaft ausgegliedert und dient nun als Rohstoffquelle für hochwertige Sammlerstücke. Damit wird ein Kapitel der Lufthansa-Flottengeschichte abgeschlossen, das durch die Stilllegung zahlreicher Großraumflugzeuge während der globalen Luftfahrtkrise geprägt war. Die Geschichte der D-AIMI, die unter der Seriennummer MSN 72 geführt wurde, ist eng mit der deutschen Hauptstadt verknüpft. Am 22. Mai 2012 taufte der damalige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit das Flugzeug am Flughafen Berlin-Tegel feierlich mit Spree-Wasser. Nach einer aktiven Dienstzeit von etwa acht Jahren wurde die Maschine im Oktober 2020 im Zuge der Pandemie-Maßnahmen außer Dienst gestellt. Ihr letzter Flug führte sie am 22. Februar 2021 auf den Flugzeugfriedhof Teruel in Spanien. Im Gegensatz zu einigen Schwestermaschinen, die von der Lufthansa reaktiviert wurden, verblieb die „Berlin“ in der Verwertung. Die nun erhältlichen Anhänger werden direkt aus der Original-Außenhaut des Airbus A380 geschnitten. Laut Aviationtag-Vorstand Tobias Richter steht bei dieser Edition der Erhalt eines emotionalen Symbols der Langstreckenfliegerei im Vordergrund. Durch die handwerkliche Aufbereitung bleibt die ursprüngliche Lackierung erhalten, was jedes Stück zu einem Unikat mit individuellen Gebrauchsspuren aus dem Flugbetrieb macht. Branchenexperten werten solche Upcycling-Projekte als festen Bestandteil des Luftfahrt-Merchandisings, da die Nachfrage nach authentischen Flugzeugteilen unter Enthusiasten weltweit stabil hoch bleibt. Der Airbus A380 galt lange Zeit als das Flaggschiff der Lufthansa, doch die hohen

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