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Hohe Flugausfallquote nach zweitägigem Pilotenstreik bei der Lufthansa

Der zweitägige Arbeitskampf der Pilotenschaft bei der Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa CityLine hat im März 2026 zu massiven Beeinträchtigungen im Flugverkehr geführt. Nach Angaben der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) lag die Beteiligungsquote der Flugzeugführer weit über den ursprünglichen Erwartungen, was zu einer weitreichenden Stilllegung des Flugbetriebs führte. Am ersten Streiktag fielen von etwa 800 geplanten Verbindungen über 600 Flüge aus, was einer Quote von knapp 80 Prozent entspricht. Besonders die hohe Mobilisierung bei der Tochtergesellschaft Lufthansa CityLine trug dazu bei, dass die Auswirkungen doppelt so stark ausfielen wie von Branchenexperten zunächst prognostiziert. Auch am zweiten Tag setzte sich die hohe Ausfallrate fort. Von den rund 700 vorgesehenen Starts wurden mehr als 550 gestrichen, was den gesamten Konzern vor erhebliche logistische Herausforderungen stellte. Hintergrund der harten Auseinandersetzung sind festgefahrene Tarifverhandlungen über die betriebliche Altersversorgung bei der Kernmarke sowie Forderungen zum Vergütungstarifvertrag bei der CityLine. VC-Präsident Andreas Pinheiro betonte nach Abschluss der Maßnahmen, dass der Zusammenhalt innerhalb der Belegschaft das notwendige Signal an den Vorstand gesendet habe, um die Verhandlungen auf Augenhöhe fortzuführen. Die Arbeitgeberseite hatte bis zum Ende des Streiks kein Angebot vorgelegt, das von der Gewerkschaft als verhandlungsfähig eingestuft wurde. In der Luftfahrtbranche wird dieser Arbeitskampf als deutliche Machtdemonstration gewertet, da er nicht nur den Passagierverkehr, sondern über die Frachtsparte Lufthansa Cargo auch wichtige Lieferketten der Wirtschaft traf. Die Lufthansa-Führung verwies in ersten Stellungnahmen auf die wirtschaftliche Belastung durch die Streikfolgen und mahnte zur Rückkehr an den Verhandlungstisch, ohne jedoch konkrete Zugeständnisse bei der Altersvorsorge zu signalisieren. Die Gewerkschaft

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Geopolitische Krise treibt Betriebskosten in die Höhe: Fluggesellschaften reagieren mit Preisanpassungen auf Ölmarktschwankungen

Die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten hat weitreichende Konsequenzen für den globalen Luftverkehrssektor und führt derzeit zu einer spürbaren Verteuerung von Flugreisen. Da die Preise für Rohöl und damit auch für Kerosin infolge der instabilen politischen Lage sprunghaft angestiegen sind, sehen sich internationale Fluggesellschaften gezwungen, ihre Kostenstrukturen kurzfristig anzupassen. Während einige große Anbieter bereits massive Erhöhungen ihrer Ticketpreise und Treibstoffzuschläge umgesetzt haben, verhalten sich europäische, insbesondere deutsche Unternehmen aufgrund langfristiger Absicherungsstrategien noch abwartend. Dennoch warnen Experten davor, dass bei einer anhaltenden Krise flächendeckende Preissprünge unvermeidlich sein werden. Die aktuelle Entwicklung verdeutlicht die extreme Abhängigkeit der Branche von den Energiemärkten und zeigt, wie geopolitische Spannungen unmittelbar die Reiseplanung von Millionen von Menschen weltweit beeinflussen können. Besonders im Fokus stehen dabei asiatische und pazifische Fluglinien, die bereits Fakten geschaffen haben, während im Pauschalreisebereich die Entscheidungsgewalt zunehmend bei den großen Touristikkonzernen liegt. Drastische Erhöhung der Treibstoffzuschläge im asiatisch-pazifischen Raum Die ersten deutlichen Reaktionen auf die veränderte Marktlage kamen von Fluggesellschaften aus der Region Ozeanien und Asien. Medienberichten zufolge haben Branchenriesen wie Qantas Airways und Air New Zealand ihre Preistabellen bereits nach oben korrigiert. Auch die skandinavische SAS hat Anpassungen vorgenommen, um die gestiegenen operativen Ausgaben aufzufangen. Ein besonders prägnantes Beispiel für die Wucht der Preiserhöhungen liefert Sri Lankan Airlines. Die nationale Fluggesellschaft des Inselstaates informierte ihre Vertriebspartner darüber, dass die Treibstoffzuschläge mit Wirkung zum 14. März 2026 massiv angehoben werden. Für Reisende bedeutet dies eine erhebliche finanzielle Mehrbelastung. Bei einfachen Flügen stieg der Zuschlag von zuvor 222 Euro auf nunmehr 297 Euro.

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Lufthansa-Flugbetrieb durch 48-stündigen Pilotenstreik massiv beeinträchtigt

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat die rund 5.000 Piloten der Lufthansa, der Lufthansa Cargo sowie der Tochtergesellschaft Lufthansa CityLine zu einem zweitägigen Streik aufgerufen. Der Arbeitskampf beginnt am Donnerstag, den 12. März 2026, um 00:01 Uhr und endet am Freitag, den 13. März 2026, um 23:59 Uhr. Hintergrund der Eskalation ist der seit Monaten schwelende Tarifkonflikt um die Ausgestaltung der betrieblichen Altersversorgung. Von den Streikmaßnahmen ausgenommen sind lediglich Verbindungen in den Nahen Osten, die aus geopolitischen Sicherheitserwägungen heraus bedient werden sollen. Die Fluggesellschaft rechnet mit dem Ausfall von mehr als der Hälfte ihres geplanten Flugprogramms, was zehntausende Passagiere an den Drehkreuzen Frankfurt und München trifft. Branchenanalysen und aktuelle Meldungen verdeutlichen, dass dieser Ausstand die operative Stabilität des Konzerns erheblich belastet. Bereits bei einem Warnstreik im Februar wurden über 800 Flüge gestrichen. Die Lufthansa versucht, durch einen Sonderflugplan und den Einsatz von Partner-Airlines sowie nicht bestreikten Konzerntöchtern wie Lufthansa City Airlines einen Rumpfbetrieb aufrechtzuerhalten. Fluggäste wurden dazu aufgerufen, ihre Kontaktdaten zu aktualisieren, um über kurzfristige Änderungen via App oder E-Mail informiert zu werden. Für Inlandsreisen bietet das Unternehmen verstärkt die Umwandlung von Flugtickets in Bahngutscheine an, um die Kapazitäten auf den Schienenwegen der Deutschen Bahn zu nutzen. In Bezug auf Entschädigungsansprüche weisen Rechtsexperten auf die geltende EU-Fluggastrechteverordnung (EG 261/2004) hin. Da der Streik des eigenen Personals laut Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs keinen „außergewöhnlichen Umstand“ darstellt, haben betroffene Passagiere bei Annullierungen oder Verspätungen von mehr als drei Stunden Anspruch auf Ausgleichszahlungen von bis zu 600 Euro. Zusätzlich ist die Airline verpflichtet, ab

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Lufthansa sichert trotz Pilotenstreiks mehr als die Hälfte des Flugprogramms

Die Lufthansa hat für den 12. und 13. März 2026 einen umfangreichen Sonderflugplan in Kraft gesetzt, um auf den ganztägigen Streikaufruf der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) zu reagieren. Nach Konzernangaben können trotz des Arbeitskampfes über 50 Prozent des regulären Flugbetriebs aufrechterhalten werden. Besonders stabil zeigt sich das Angebot auf der Langstrecke, wo rund 60 Prozent der geplanten Verbindungen bedient werden. Um die Auswirkungen für die Passagiere zu minimieren, setzt die Fluggesellschaft auf den Einsatz von größerem Fluggerät sowie auf die Unterstützung durch Partnerairlines und andere Konzerntöchter wie Lufthansa City Airlines, die nicht vom Streik betroffen sind. Hintergrund des Arbeitskampfes sind festgefahrene Tarifverhandlungen, bei denen die Gewerkschaft deutliche Gehaltssteigerungen sowie Verbesserungen bei der Dienstplangestaltung fordert. Der Streik trifft die Hubs Frankfurt und München zu einer Zeit, in der das Passagieraufkommen aufgrund saisonaler Effekte bereits wieder ansteigt. Die Geschäftsführung betonte, dass zahlreiche Piloten auf freiwilliger Basis ihren Dienst antreten, was die Durchführung des Sonderflugplans erst ermöglicht. Eine Besonderheit stellt die Ausklammerung von Flügen in den Nahen Osten dar. Die Vereinigung Cockpit hat zugestimmt, Verbindungen in diese Region, wie etwa den Flug von Frankfurt nach Riad, aufgrund der geopolitischen Lage nicht zu bestreiken, um die Versorgungssicherheit und Mobilität in Krisengebieten nicht zu gefährden. Lufthansa Cargo zeigt sich von den Streikmaßnahmen weitgehend unbeeindruckt und plant, über 80 Prozent des Frachtflugprogramms zu absolvieren. Dies wird unter anderem durch den Einsatz von Maschinen erreicht, die von Crews außerhalb des Geltungsbereichs der aktuellen Tarifauseinandersetzung betrieben werden. Auch die Tochtergesellschaft Lufthansa CityLine, die am Donnerstag ebenfalls bestreikt wird,

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Verdi-Tarifabschluss für City Airlines erwartet

Die strukturelle Umgestaltung des Lufthansa-Konzerns erreicht eine entscheidende Phase. Nach intensiven Verhandlungen steht die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi nach eigenen Angaben kurz vor einem Abschluss zur Ersttarifierung der neuen Tochtergesellschaft Lufthansa City Airlines. Das Vorhaben, die Drehkreuze Frankfurt und München mit einer kosteneffizienteren Struktur zu vernetzen, rückt damit in greifbare Nähe. Nachdem die Gespräche im Januar 2026 durch kurzfristige Angebotsrücknahmen seitens der Arbeitgeberseite ins Stocken geraten waren, deutet nun alles auf eine Einigung in der laufenden Woche hin. Dieser Abschluss ist von besonderer strategischer Bedeutung, da City Airlines langfristig die bisherige Tochtergesellschaft Cityline ersetzen soll. Für die etablierten Fachgewerkschaften Vereinigung Cockpit und Ufo stellt die Verhandlungsführung durch Verdi eine Zäsur dar, da sie traditionell die Interessen des fliegenden Personals im Konzern vertreten. Mit der neuen Tarifstruktur zielt die Lufthansa darauf ab, die Personalkosten im Zubringerverkehr durch eine engere Orientierung an internationalen Mindeststandards und Gehaltstabellen von Konzerntöchtern wie Discover Airlines zu optimieren. Die strategische Rolle der City Airlines im Konzerngefüge Lufthansa City Airlines wurde mit dem klaren Auftrag gegründet, die Wettbewerbsfähigkeit auf der Kurz- und Mittelstrecke zu sichern. Das bisherige Modell der Lufthansa Cityline, das über Jahrzehnte die Zubringerflüge für die großen Hubs leistete, gilt innerhalb des Konzernmanagements aufgrund gewachsener Tarifstrukturen als zu kostenintensiv. Der Plan sieht vor, Cityline sukzessive zu verkleinern und bis spätestens 2027 vollständig durch City Airlines abzulösen. Dieser Prozess findet vor dem Hintergrund eines harten Verdrängungswettbewerbs an den europäischen Drehkreuzen statt. Die Neuaufstellung erlaubt es dem Konzern, Arbeitsbedingungen und Gehaltsstrukturen von Grund auf neu zu definieren. Während Cityline an

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Logistische Herausforderungen bei Rückholaktionen und Flugstreichungen im Nahen Osten

Die Verschärfung der Sicherheitslage im Nahen Osten führt zu massiven Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr und erfordert großangelegte Evakuierungsmaßnahmen. Das Auswärtige Amt hat in Kooperation mit internationalen Partnern zusätzliche Ausreiserouten für deutsche Staatsbürger etabliert. Eine zentrale Rolle spielt dabei ein organisierter Bustransfer von Tel Aviv nach Scharm el-Scheich in Ägypten, von wo aus die Weiterreise per Linienflug erfolgt. Parallel dazu berichten Behörden von einer erfolgreichen Ausreise einer vierstelligen Anzahl deutscher Staatsangehöriger aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie ersten Rückführungen aus Katar. In der Krisenvorsorgeliste „Elefand“ sind derzeit noch über 27.000 Personen registriert, wobei das Außenministerium Rückkehrer zur Aktualisierung ihrer Daten aufruft. Große Reisekonzerne wie TUI haben die Rückführung ihrer Kunden weitgehend abgeschlossen. Durch den Einsatz von Vollcharter-Maschinen, unter anderem in Zusammenarbeit mit der Fluggesellschaft Emirates, konnten Passagiere der Kreuzfahrtschiffe „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ aus Abu Dhabi und Doha ausgeflogen werden. TUI stellte dabei freie Kapazitäten auch anderen Veranstaltern und Regierungen zur Verfügung. In den vergangenen Tagen landeten zudem mehrere Sonderflüge in Frankfurt und Hannover, die rund 550 Pauschalreisende aus den Emiraten und von den Malediven zurück nach Deutschland brachten. Aufgrund der unvorhersehbaren Lageentwicklung sagte die Reederei TUI Cruises zudem die für Ende März geplante Transkontinental-Reise nach Kapstadt vollständig ab. Im zivilen Luftverkehr bleibt die Situation durch weiträumige Flugstreichungen angespannt. Die Lufthansa Group hat die Aussetzung ihrer Verbindungen nach Dubai, Abu Dhabi und Dammam bis zum 15. März 2026 verlängert. Die Route nach Tel Aviv wird voraussichtlich bis zum 2. April nicht bedient, während Flüge nach Teheran sogar bis

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Hundert Jahre ziviler Linienluftverkehr: Lufthansa kündigt historische Jubiläumsflüge ab Berlin an

Die deutsche Luftfahrtgeschichte erreicht im Frühjahr 2026 einen bedeutenden Meilenstein. Am 6. April jährt sich die Aufnahme des regulären Linienbetriebs der Deutschen Lufthansa zum hundertsten Mal. Um dieses Ereignis würdig zu begehen, hat die Fluggesellschaft zwei exklusive Sonderflüge aufgelegt, die ab sofort für die Öffentlichkeit buchbar sind. Diese Flüge rekonstruieren symbolisch die beiden Originalrouten, mit denen am 6. April 1926 die Ära des planmäßigen Luftverkehrs in Deutschland begann. Zum Einsatz kommen modernste Langstreckenflugzeuge aus der aktuellen Flotte, die speziell für diesen Anlass mit einer Jubiläumslackierung versehen wurden. Die Reise führt von der heutigen Basis am Flughafen Berlin-Brandenburg nach Zürich und Köln. Während die historischen Vorbilder aufgrund der damals begrenzten Reichweite und technischen Kapazitäten mehrere Zwischenstopps einlegen mussten, werden die Jubiläumsmaschinen die Strecken im Direktflug absolvieren. Flankiert wird das operative Ereignis durch ein umfangreiches Rahmenprogramm am Boden, das die technische Entwicklung der vergangenen zehn Jahrzehnte beleuchtet. Die Geburtsstunde des Linienverkehrs im Jahr 1926 Ein Blick zurück in die Archive verdeutlicht die rasanten Fortschritte der Luftfahrttechnik. Am ersten Betriebstag des Jahres 1926 wurden zwei grundverschiedene Flugzeugtypen eingesetzt, um die ersten Post- und Passagierverbindungen sicherzustellen. Die Route von Berlin nach Zürich wurde von einer Fokker-Grulich F.II bedient. Dieses einmotorige Hochdecker-Flugzeug bot Platz für lediglich sechs Passagiere in einer geschlossenen Kabine, während der Pilot in einem offenen Cockpit den Witterungseinflüssen ausgesetzt war. Unter der Führung von Pilot Otto Babekuhl startete die Maschine in Berlin und arbeitete sich über Zwischenstationen in Halle, Erfurt und Stuttgart-Böblingen bis zum Flugplatz Zürich-Dübendorf vor. Zeitgleich fand die Premiere der

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Eröffnung der Essence by Escape Lounge am Flughafen London Stansted

Der Lounge-Betreiber Escape Lounges hat am Flughafen London Stansted sein neues Serviceangebot „Essence by Escape“ erweitert. Die neue Einrichtung befindet sich im Satellitenterminal im Bereich der Gates 1 bis 19 und folgt einem strategischen Konzept, das auf eine kostengünstigere und funktionalere Alternative zu den herkömmlichen Premium-Lounges setzt. Das Angebot umfasst neben verschiedenen Sitz- und Essbereichen eine voll ausgestattete Bar, Hochgeschwindigkeits-WLAN sowie zahlreiche Ladestationen für elektronische Geräte. Zudem erhalten Gäste Zugriff auf ein breites Spektrum an digitalen Zeitungen und Magazinen. Mit dieser Eröffnung reagiert der Betreiber auf die steigende Nachfrage nach Rückzugsorten im Terminal, die preislich unter dem klassischen First-Class-Segment angesiedelt sind. Die Nutzung der Lounge ist spezifisch auf Passagiere ausgewählter Fluggesellschaften zugeschnitten, die von den entsprechenden Gates abfliegen. Hierzu zählen Kunden von Airlines wie Lufthansa, Emirates, British Airways, Turkish Airlines, Royal Jordanian und Jet 2. Auch Passagiere von Air Algerie, Arkia, Corendon Airlines, Flyone, Hi Sky, Pegasus, Royal Air Maroc, Sun Express und Tui haben Zugang zum neuen Bereich. Ausdrücklich ausgeschlossen sind hingegen Reisende der Fluggesellschaften Easyjet und Ryanair. Da diese Billigflieger von anderen Terminalbereichen aus operieren, ist ein Zugang zur Essence-Lounge aufgrund der Sicherheitsarchitektur des Flughafens für deren Fluggäste nicht vorgesehen. Hintergrund der Expansion ist die allgemeine Kapazitätsausweitung am Flughafen London Stansted, der als drittgrößter Standort im Londoner Flughafensystem gilt. In den vergangenen Monaten haben insbesondere Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten und dem Chartersegment ihre Frequenzen ab Stansted erhöht, was den Bedarf an zusätzlichen Aufenthaltsflächen im Abflugbereich gesteigert hat. Der Flughafenbetreiber MAG (Manchester Airports Group), zu dem auch Stansted

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Konfliktkurs bei der Lufthansa: Verdi leitet nach abgelehntem Angebot Streikvotum ein

Die Fronten zwischen der Lufthansa-Gruppe und der Gewerkschaft Verdi haben sich im Rahmen der aktuellen Tarifauseinandersetzung massiv verhärtet. Nach fünf intensiven Verhandlungstagen legte der Luftfahrtkonzern erstmals ein konkretes Gehaltsangebot vor, welches jedoch von der Arbeitnehmerseite umgehend als unzureichend zurückgewiesen wurde. Als Reaktion auf den ausbleibenden Durchbruch am Verhandlungstisch hat Verdi ein verbindliches Streikvotum unter den rund 20.000 Bodenbeschäftigten eingeleitet. Dieser Prozess, der vom 4. bis zum 18. März 2026 läuft, fungiert als direktes Druckmittel und bereitet den Weg für flächendeckende Arbeitskämpfe. Während der Konzern auf eine Einigung am Verhandlungstisch setzt, sieht die Gewerkschaft die Gefahr sinkender Reallöhne und kritisiert eine Ungleichbehandlung innerhalb der verschiedenen Konzerngesellschaften. Die Situation wird durch parallel laufende Tarifkonflikte bei anderen Konzerntöchtern sowie durch Forderungen der Pilotenvereinigung Cockpit zusätzlich verkompliziert, was die Gefahr eines umfassenden Flugchaos im Frühjahr 2026 deutlich erhöht. Details des abgelehnten Arbeitgeberangebots Das erste schriftliche Angebot der Lufthansa-Gruppe sieht eine gestaffelte Vergütungsstruktur vor, die jedoch je nach Konzerngesellschaft variiert. Für das Jahr 2026 schlägt der Konzern eine Einmalzahlung in Höhe von 1,8 Prozent vor, die explizit nicht für die Beschäftigten der Deutschen Lufthansa AG (DLH AG) gelten soll. Erst ab dem 1. Januar 2027 ist eine dauerhafte Erhöhung der Tabellenentgelte um zwei Prozent für fast alle Beschäftigtengruppen vorgesehen. Eine Ausnahme bildet hierbei erneut die Kernmarke DLH AG: Deren Mitarbeitende sollen stattdessen eine weitere Einmalzahlung von zwei Prozent erhalten, ohne dass sich deren Tabellenwerte nachhaltig erhöhen. Die geplante Laufzeit des Tarifvertrags von insgesamt 29 Monaten wird von Verdi scharf kritisiert. Die Konzerntarifkommission bewertet die angebotenen

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Vereinigung Cockpit kündigt nächsten Lufthansa-Streik an

Die tarifpolitische Auseinandersetzung innerhalb der Lufthansa Group steuert auf einen neuen Höhepunkt zu. Die Berufsvereinigung Cockpit hat umfassende Streikmaßnahmen angekündigt, die sowohl die Kernmarke Lufthansa Passage und die Frachttochter Lufthansa Cargo als auch die Tochtergesellschaft Lufthansa CityLine betreffen. Ab dem 12. März 2026 müssen Reisende und Logistikunternehmen mit massiven Flugausfällen rechnen. Während bei der Kernmarke und der Cargo-Sparte der Streit um die betriebliche Altersversorgung eskaliert, stehen bei CityLine die Vergütungsstrukturen im Fokus. Eine Besonderheit dieses Arbeitskampfes stellt die explizite Verschonung von Flugverbindungen in den Nahen Osten dar. Aufgrund der aktuellen geopolitischen Instabilität hat die Gewerkschaft entschieden, Destinationen in Ländern wie Israel, dem Irak oder Saudi-Arabien nicht zu bestreiken, um die notwendige Infrastruktur für Rückführungen und die Grundversorgung in Krisengebieten aufrechtzuerhalten. Diese strategische Entscheidung unterstreicht die Komplexität der Verhandlungen, in denen es neben finanziellen Forderungen auch um die langfristige soziale Absicherung von Piloten und die Sicherung der Handlungsfähigkeit der Arbeitnehmervertretung geht. Struktur des Arbeitskampfes bei Lufthansa Passage und Cargo Der Aufruf zum Streik bei Lufthansa Passage und Lufthansa Cargo umfasst den Zeitraum vom 12. März 2026, 00:01 Uhr, bis zum 13. März 2026, 23:59 Uhr. Im Zentrum des Konflikts steht der Tarifvertrag zur betrieblichen Altersversorgung. Historisch basierte die Altersvorsorge der Piloten auf einem System garantierter Auszahlungen. Im Jahr 2017 wurde dieses Modell jedoch auf Drängen des Konzerns durch eine kapitalmarktfinanzierte Variante ersetzt. Die Gewerkschaft kritisiert seither, dass dieses neue System das ursprünglich zugesagte Versorgungsniveau deutlich verfehlt und die finanziellen Risiken des Kapitalmarktes einseitig auf die Angestellten abwälzt. Laut VC-Präsident Andreas Pinheiro

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