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Statt nonstop nach Russland: Pegasus flog Izmir-Helsinki-Istanbul-Moskau

Eigentlich wollte Pegasus Air am 17. Dezember 2022 mit dem Airbus A320neo TC-NBD von Izmir nach Moskau-Domodedowo fliegen. Aufgrund von Schlechtwetter konnten die Piloten in der russischen Hauptstadt nicht landen und wichen nach Helsinki aus. Dass man es nicht an einem anderen russischen Airport versucht hat, stellte sich als fataler Fehler heraus. Man wartete in der finnischen Hauptstadt etwa vier Stunden ab, jedoch durfte man nicht nach Moskau fliegen, denn dafür wäre aufgrund der Sanktionen gegen Russland eine Sondergenehmigung erforderlich gewesen. Also entschied man sich dafür, dass man zunächst Kurs auf Istanbul nehmen wird. Dort landete der Airbus A320neo am 18. Dezember 2022 gegen 8 Uhr 45 Lokalzeit. Erst am Nachmittag ging es dann weiter nach Moskau-DME. Die betroffen Passagiere beschweren sich in Social-Media-Postings darüber, dass sie über zehn Stunden lang von der Airline keine Getränke und kein Essen kostenfrei serviert bekommen haben.

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Moskau: Aeroflot stockt Hurghada und Sharm el Sheik auf

Die russische Fluggesellschaft Aeroflot beabsichtigt mit Wirksamkeit zu Ende Dezember 2022 die Frequenzen zwischen Moskau- Sheremetyevo und Hurghada sowie Sharm el Sheik zu erhöhen. Das erstgenannte Ziel in Ägypten will der Carrier künftig zehnmal wöchentlich ansteuern. Als Fluggerät sollen Boeing 737 und Airbus A330 eingesetzt werden. Nach Sharm el Sheik soll es künftig ebenfalls zehnmal wöchentlich gehen. Auch auf dieser Route will man mit den beiden zuvor genannten Mustern fliegen. Die Aufstockungen werden ab 24. Dezember 2022 wirksam.

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Russland will neues Überschall-Passagierflugzeug in die Luft bringen

Die Russische Föderation will wieder ein Überschall-Passagierflugzeug in die Luft bringen. Bereits im kommenden Jahr soll ein entsprechender Technologiedemonstrator hergestellt werden. Dieser soll auf dem MiG-29 Kampfjet basieren. Die Herstellung des Demonstrators wird durch das Chaplygin Siberian Scientific Research Institute of Aviation, gab Institutsleiter Wladimir Barsuk im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt. Auf Basis des Versuchsträgers soll ein neues Überschall-Passagierflugzeug zur Serienreife gebracht werden. Dieses soll komplett neu entwickelt werden. Dazu Barsuk: „Es wird ein neuer Rumpf verwendet werden, ein neuer Flügel, ein Flügel mit einer reduzierten Überschallstoßwelle. Die moderne Forschung ermöglicht es uns, das Flugzeug so zu konstruieren, dass die Schockwelle erheblich reduziert wird. SibNIA wird Flugtests durchführen“. Derzeit geht man davon aus, dass allein die Entwicklungs- und Forschungsarbeit am Demonstrator etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen wird. In Russland gibt es noch ein weiteres Überschall-Projekt, denn unter Führung des Rostec-Konzerns soll ein entsprechender Businessjet entwickelt werden. Derzeit gibt es keine gesicherten Informationen darüber inwiefern ein Zusammenhang zwischen den beiden Projekten besteht oder aber ob diese etwa ident sind. Die weiteren Entwicklungen gilt es daher abzuwarten. Tu-144: Unrühmliche sowjetische Vorgeschichte Es handelt sich übrigens nicht um den ersten „Ausflug“ der russischen Luftfahrtindustrie in die Überschall-Passagierluftfahrt. In den 1960er-Jahren befand man sich mit den USA, Frankreich, dem Vereinigten Königreich und anderen Staaten im Wettlauf um besonders schnelle Verkehrsflugzeuge. Unter anderem die damalige Ölkrise führte dazu, dass sich die Vereinigten Staaten gänzlich zurückgezogen hatten. Übrig geblieben sind die Concorde, die von Frankreich und UK gemeinsam entwickelt und gebaut wurde, sowie die sowjetische

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Russland soll 24 Sukhoi Su-35 an den Iran liefern

Der Iran soll von Russland rund 24 Kampfjets des Typs Sukhoi Su-35 geleifert bekommen. Derzeit sollen Militärpiloten aus dem weitgehend abgeschotteten Staat in der Russischen Föderation trainieren, um die Übergabe und Überstellung vorzubereiten. Die Maschinen, die nun an die Streitkräfte des Irans geliefert werden sollen, wurden ursprünglich im Jahr 2018 von Ägypten bestellt. Allerdings stornierte das afrikanische Land die Order, jedoch sollen laut russischen Medien die 24 Kampfjets bereits gebaut bzw. weitgehend fertiggestellt gewesen sein. Laut Informationen von NBC News soll die Ausbildung iranischer Piloten auf den Typ Sukhoi Su-35 bereits seit dem Frühjahr 2022 laufen. Im Zuge des von Russland angezettelten Krieges gegen die Ukraine wurde auch bekannt, dass der Iran zahlreiche Drohnen an die Armee der Russischen Föderation geliefert hat. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten wird von westlichen Regierungen kritisch gesehen. Man befürchtet unter anderem, dass der Iran massiv aufrüsten könnte. Über die genauen Modalitäten der Vereinbarungen zwischen der Russischen Föderation und dem Iran gibt es keine gesicherten Informationen. Allerdings wird vermutet, dass für die Lieferung der Kampfjets kein Geld fließt, sondern stattdessen in Form von anderen Rüstungsgütern bezahlt werden könnte. Die Übernahme der 24 Su-35-Kampfjets würde die in die Jahre gekommene Luftwaffe des Irans massiv verjüngen.

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Sanktionen: Aeroflot kann kein Inflight-Entertainment anbieten

Die russische Fluggesellschaft Aeroflot kann aufgrund westlicher Sanktionen an Bord ihrer Flugzeuge, die mit einem Inflight-Entertainment-System ausgerüstet sind, keine Bordunterhaltung mehr anbieten. Hintergrund ist, dass die Dienstleister ihre Tätigkeit eingestellt haben. Aeroflot spielt den Umstand auf dem firmeneigenen Telegram-Kanal herunter und behauptet, dass es sich nur um eine vorübergehende Einschränkung handeln soll. Weiters hebt man hervor, dass es doch für die Passagiere gut wäre, wenn diese während der Flüge einen „digitalen Entzug“ machen und ein Buch lesen oder eine Runde schlafen. Man versichert, dass man in Kürze wieder Filme und Musik anbieten kann, denn Aeroflot würde intensiv an einer „rein russischen Lösung“ arbeiten. Viele Fluggesellschaften greifen beim IFES auf externe Dienstleister zurück. Im Regelfall sind die Inhalte lokal gespeichert und können dann, je nach Ausrüstung der jeweiligen Maschine, über Bildschirme und/oder mobile Endgeräte (über WLAN) abgerufen werden. Die westlichen Sanktionen führten nun dazu, dass sich jene Dienstleister, die Aeroflot bislang genutzt hat, zurückgezogen haben und damit die Zusammenarbeit beendet haben. Die Folge daraus: An Bord der Flugzeuge der russischen Airline gibt es nun keinerlei IFES-Inhalte mehr.

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Russland: PD-35-Triebwerk verschiebt sich bis mindestens 2029

Das russische Aviadvigatel PD-35-Triebwerk wird sich um zumindest zwei Jahre verzögern. Dies räumte Alexander Inozemtsev, Chefingenieur der United Engine Corporation, gegenüber der Agentur Tass ein. Ursprünglich war vorgesehen, dass das PD-25 zwischen 2027 und 2028 erstmals ausgeliefert werden soll. Aufgrund „aller Ereignisse verschiebt sich der Termin um ein paar Jahre“. Der Manager vermeidet es genaue Gründe wie den Krieg gegen die Ukraine bzw. daraus resultierende Sanktionen der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten von Amerika zu benennen. Derzeit geht man seitens der United Engine Corporation davon aus, dass das PD-35 nicht vor dem Jahr 2029 ausgeliefert werden kann. Angeblich würde auch dahinterstecken, dass man für die Modelle PD-14, PD-8 und PS-90A zusätzliche personelle Ressourcen einsetzen muss, da diese momentan Priorität haben sollen. Bei der PD-35 handelt es sich um eine verbesserte und modifizierte Version der PD-14, die sich derzeit in der Entwicklung befindet und als Antrieb für die MC-21, Russlands kommendes Mittelstreckenflugzeug, vorgesehen ist. Es soll mit Triebwerken wie dem Rolls-Royce Trent 1000 und dem GEnx von General Electric konkurrieren und bis zu 77.000 Pfund Schub entwickeln.

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Oktober 2022: Deutlicher Passagierrückgang bei russischen Airlines

Im Oktober 2022 mussten die russischen Fluggesellschaften im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat ordentlich Federn lassen. Man beförderte rund 8,25 Millionen Passagiere und damit um rund ein Viertel weniger als vor einem Jahr. Die Auslastung sank um zwei Prozentpunkte auf 817 Prozent. Mittlerweile veröffentlichen die russischen Behörden keine Passagierzahlen mehr. Allerdings verlautbaren die meisten Carrier weiterhin ihre Beförderungsleistung. Diese finden dann auch ihren Weg in die Medien. Die Rückgänge sind je nach Carrier unterschiedlich, jedoch mussten die fünf größten Anbieter ausnahmslos im zweistelligen Bereich Federn lassen. Nachstehend sind jene Anbieter, die im Oktober 2022 die meisten Passagiere befördert haben, aufgelistet. Je nach Fluggesellschaft fallen die Rückgänge prozentual stärker bzw. niedriger aus, jedoch sind die „Big Five“ gleichermaßen vom Fluggastschwund betroffen. Finanziell ist es für die Carrier auch nicht sonderlich rosig gelaufen. Nur fünf der 20 größten russischen Fluggesellschaften konnten ihre Betriebsergebnisse verbessern, nämlich Gazpromavia (um 88 %), Izhavia (um 23,5 %), NordStar (um 16,8 %), IrAero (um 9 %) und Smartavia (um 1,7 %). Drei Fluggesellschaften mit einer weit unter dem Marktdurchschnitt liegenden Dynamik waren die Freizeitfluggesellschaften Nordwind (-60%), Azur Air (-54%) und Ikar (-52,6%).

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Fly Baghdad nimmmt Bagdad-Moskau auf

Die irakische Fluggesellschaft Fly Baghdad nimmt im Dezember 2022 Nonstop-Flüge zwischen den Hauptstädten des Iraks und Russlands auf. In Moskau wird der Carrier den Flughafen Vnukovo ansteuern. Der Erstflug ist für den 22. Dezember 2022 angekündigt. Die neue Route soll an den Verkehrstagen Montag und Donnerstag mit Mittelstreckenjets des Typs Boeing 737-800 bedient werden. Ab Jahresende 2022 sollen auch B737-900ER eingesetzt werden. Bislang hatte die Airline mit Sitz im Irak diese Strecke nicht im Portfolio.

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Russland: Azimuth bekommt neuen SSJ-100 mit Second-Hand-Triebwerken

In der Russischen Föderation sind Triebwerke für den Sukhoi Superjet SSJ-100 mittlerweile Mangelware geworden. Das hängt auch damit zusammen, dass aufgrund der Sanktionen der Zugang zu westlichen Teilen massiv erschwert wird. Nun wird ein werksneuer Superjet mit gebrauchten Triebwerken ausgeliefert. Das PowerJet SaM146 besteht überwiegend aus westlichen Komponenten. Am Joint-Venture ist unter anderem das französische Unternehmen Safran Aircraft Engines beteiligt. Dieses musste sich aufgrund der westlichen Sanktionen, die gegen Russland verhängt wurden, zurückziehen und die Unterstützung einstellen. Die Folge daraus: Es wird langsam knapp mit Triebwerken für den SSJ-100. Zunächst sah man darin in Russland kein großartiges Problem, denn man war davon überzeugt, dass man die benötigten Antriebe dann eben in Eigenregie ohne Unterstützung des westlichen Partners herstellen kann. Noch ist NPO Saturn aber nicht soweit, dass man die für den SSJ-100 benötigten Triebwerke komplett russisch ohne jegliche Komponenten aus dem Ausland herstellen kann. Mittlerweile sind die Antriebe eben Mangelware und das führt zum absurden Umstand, dass Azimuth Airlines lange auf die Auslieferung ihres SSJ-100 Nummer 17 warten muss. Eigentlich sollte man dieses Flugzeug schon im Frühjahr 2022 bekommen, jedoch fehlten einige Teile und somit verzögerte sich die Endmontage. Nun kann die United Aircraft Corporation keine werksneuen Triebwerke auftreiben und montiert stattdessen gebrauchte. Somit wird Azimuth Airlines in den nächsten Wochen einen nagelneuen SSJ-100 bekommen, der ab Werk mit Second-Hand-Triebwerken ausgerüstet ist. Die betroffene Fluggesellschaft wollte dies nicht kommentieren, aber es ist davon auszugehen, dass man damit nicht sonderlich zufrieden ist. Wer sich ein neues Auto kauft will auch keines

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Weiterer Il-114-300-Testflug angekündigt

Am 26. Dezember 2022 soll wieder ein Testflug mit dem Muster Ilyushin Il-114-300 durchgeführt werden. Das zweite Vorserienmodell soll sich dann in die Luft erheben. Dieses wurde in Luchowizy, wo die Serienfertigung der Neuauflage des Turboprops geplant ist, gefertigt. Seit dem Absturz einer Il-112, der sich im Vorjahr ereignete, wurden keine Il-114-300-Testflüge durchgeführt. Hintergrund ist, dass das idente Triebwerk verwendet wird. Eigentlich strebte die UAC eine Zulassung für das Jahr 2022 an. Diese ist aufgrund der Verzögerungen in weite Ferne gerückt. Die russische Regierung geht davon aus, dass zumindest 70 Einheiten ab 2024 ausgeliefert werden können. Aufgrund der westlichen Sanktionen soll das Programm „beschleunigt“ werden.

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