Russland: Azimuth bekommt neuen SSJ-100 mit Second-Hand-Triebwerken

Sukhoi SSJ-100 (Foto: V1Images.com/Phillip Rohmberger).
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Russland: Azimuth bekommt neuen SSJ-100 mit Second-Hand-Triebwerken

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In der Russischen Föderation sind Triebwerke für den Sukhoi Superjet SSJ-100 mittlerweile Mangelware geworden. Das hängt auch damit zusammen, dass aufgrund der Sanktionen der Zugang zu westlichen Teilen massiv erschwert wird. Nun wird ein werksneuer Superjet mit gebrauchten Triebwerken ausgeliefert.

Das PowerJet SaM146 besteht überwiegend aus westlichen Komponenten. Am Joint-Venture ist unter anderem das französische Unternehmen Safran Aircraft Engines beteiligt. Dieses musste sich aufgrund der westlichen Sanktionen, die gegen Russland verhängt wurden, zurückziehen und die Unterstützung einstellen. Die Folge daraus: Es wird langsam knapp mit Triebwerken für den SSJ-100.

Zunächst sah man darin in Russland kein großartiges Problem, denn man war davon überzeugt, dass man die benötigten Antriebe dann eben in Eigenregie ohne Unterstützung des westlichen Partners herstellen kann. Noch ist NPO Saturn aber nicht soweit, dass man die für den SSJ-100 benötigten Triebwerke komplett russisch ohne jegliche Komponenten aus dem Ausland herstellen kann.

Mittlerweile sind die Antriebe eben Mangelware und das führt zum absurden Umstand, dass Azimuth Airlines lange auf die Auslieferung ihres SSJ-100 Nummer 17 warten muss. Eigentlich sollte man dieses Flugzeug schon im Frühjahr 2022 bekommen, jedoch fehlten einige Teile und somit verzögerte sich die Endmontage. Nun kann die United Aircraft Corporation keine werksneuen Triebwerke auftreiben und montiert stattdessen gebrauchte.

Somit wird Azimuth Airlines in den nächsten Wochen einen nagelneuen SSJ-100 bekommen, der ab Werk mit Second-Hand-Triebwerken ausgerüstet ist. Die betroffene Fluggesellschaft wollte dies nicht kommentieren, aber es ist davon auszugehen, dass man damit nicht sonderlich zufrieden ist. Wer sich ein neues Auto kauft will auch keines mit einem gebrauchten Motor haben. Seitens der UAC sieht man das aber gelassen: „Die Triebwerke des Azimuth-Flugzeugs sind in einem ausgezeichneten Zustand, und die Verwendung gebrauchter Triebwerke wird sich nicht auf den Betrieb oder die Flugsicherheit der Fluggesellschaft auswirken. Sie sind zuverlässig“.

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Amely Mizzi ist Executive Assistant bei Aviation Direct Malta in San Pawl il-Baħar. Zuvor war sie im Bereich Aircraft and Vessel Financing bei einem Bankkonzern tätig. Sie gilt als sprachliches Talent und spricht sieben Sprachen fließend. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten in Österreich auf der Schipiste und im Sommer an Mittelmeerstränden quasi vor der Haustür auf Gozo.

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