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Level-Europe-Mitarbeiter demonstrierten am Ballhausplatz

Zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen zogen Airline-Bedienstete auf die Straße. Diesmal hielten die Bediensteten der insolventen Level eine Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt ab. Am Mittwochvormittag hielten rund 150 Mitarbeiter der insolventen Fluggesellschaft Level Europe eine Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt ab. In der Folge, dass das Unternehmen keine Staatshilfe von der Republik Österreich erhalten hat, entschied der Mutterkonzern IAG, dass die heimische Tochter einen Konkursantrag stellen muss. Das Landesgericht Korneuburg eröffnete inzwischen ein entsprechendes Verfahren und bestellte den Masseverwalter. „Die Zahl der Arbeitssuchenden ist erfreulicherweise in Österreich insgesamt wieder im Sinken. Aber in besonders betroffenen Branchen wie etwa in der Luftfahrt, steigt die Zahl der Betroffenen an. Die Bundesregierung muss daher nach Lösungen und Alternativen suchen, um die Arbeitsplätze zu erhalte“, so Vida-Fachbereichsleiter Daniel Liebhart, der die Bundesregierung auch an ihr Versprechen erinnert, dass in der Krise niemand zurückgelassen werde. Der Vorsitzende des Level-Europe-Betriebsrats, Harald Kleedorfer, forderte im Zuge der Kundgebung die österreichische Bundesregierung zu einem Gespräch auf. Ziel ist es, dass gemeinsam eine Lösung gefunden wird, um das Unternehmen und damit die Arbeitsplätze retten zu können. Bei der Kundgebung vor dem Kanzleramt hatten alle Teilnehmer jeweils vier Luftballons in den Händen gehalten. Diese Aktion sollte symbolisieren, dass – wie Studien belegen – jeder Arbeitsplatz bei einer Airline direkt vier weitere Arbeitsplätze in Österreich schafft. „Die Rettung unserer 200 Arbeitsplätze würde daher eine Vielzahl an weiteren Beschäftigten in Österreich Jobsicherheit geben“, betonte Kleedorfer. Im Rahmen der Kundgebung wurde ein offener Brief des Betriebsrats an die Bundesregierung verlesen. Im Brief heißt

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Konkursverfahren über Level Europe eröffnet

Rechtsanwalt Michael Lentsch wurde zum Masseverwalter berufen. Forderungen können ab sofort angemeldet werden. Die Mitarbeiter können nun das Insolvenz-Entgelt binnen sechs Monaten beantragen. Unter der Geschäftszahl 36 S 54/20p eröffnete das Landesgericht Korneuburg das Konkursverfahren über die Fluggesellschaft Level Europe GmbH. Das Gericht setzte bereits einen Gläubigerausschuss ein und bestellte mit dem Wiener Neustädter Rechtsanwalt Michael Lentsch einen Masseverwalter. Als Stellvertreter fungiert der Eisenstädter Rechtsanwalt Gerwald Holper. Beide Juristen gehören der Kanzlei Kosch & Partner an. Forderungen, so auch wertlos gewordene Flugtickets, können bis zum 15. Juli 2020 angemeldet werden. Die Gebühr hierfür beträgt 23 Euro, wobei das behördliche Formblatt digital oder papiergebunden zu verwenden ist. Am 29. Juli 2020 findet in Form einer Videokonferenz die erste Tagsatzung im Hauptverfahren statt. Der Gläubigerausschuss besteht aus folgenden Organisationen: 1.) Kreditschutzverband von 1870, 2.) Alpenländischer Kreditorenverband, 3.) Österreichischer Verband Creditreform, 4.) Insolvenzschutzverband für ArbeitnehmerInnnen NÖ, 5.) Finanzprokurator, 6.) Österreichische Gesundheitskasse. Die Beschäftigten der Level Europe GmbH müssen ihren Anspruch auf Insolvenz-Entgelt binnen sechs Monaten stellen. Unterstützung können hierbei unter anderem der Betriebsrat, die Arbeiterkammer und die Gewerkschaft leisten.

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Wien kündigt Gratis-Landungen an

Kostenlose Landungen im Jahr 2020 und Rabatte auf weitere Entgelte sollen zum raschen Wachstum in Österreich beitragen. Die Flughafen Wien AG will das Wiederanlaufen des Flugverkehrs durch deutlich gesenkte Gebühren beschleunigen. Für das Jahr 2020 sollen die Landeentgelte sogar ganz gestrichen werden und auch Nachlässe bei den passagierbezogenen Entgelten gewährt werden. Dies kündigte Vorstandsmitglied Julian Jäger gegenüber der Tageszeitung „Die Presse“ an. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Rabatte ist, dass mindestens 65 Prozent der ursprünglich für das Jahr 2020 geplanten Kapazität durchgeführt werden. Pro Fluggast bedeutet dies einen Nachlass von bis zu vier Euro. Allerdings fordert nun auch der Wiener Flughafen weitere staatliche Beihilfen, denn im September 2020 läuft nach aktuellem Stand die Kurzarbeit aus.

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Innsbruck hält an Bauvorhaben fest

Die Kurzarbeit endet am 30. Juni 2020. Die Bauprojekte sollen nun wie geplant fortgeführt werden. Während die Corona-bedingte Kurzarbeit am 30. Juni ausläuft, werden ab Anfang des nächsten Monats die Planungsarbeiten für die Generalsanierung der Piste am Innsbrucker Flughafen wieder aufgenommen. Dies wurde im Rahmen der gestrigen Aufsichtsratssitzung einstimmig beschlossen. Ziel sei es, den ursprünglich geplanten Termin im Herbst 2021 (Mitte September bis Mitte Oktober) einzuhalten. Und dies, obwohl sich alles aufgrund der Pandemie um einige Monate nach hinten verschoben hat. Beim zweiten Großprojekt, dem Neubau des Terminalgebäudes, sei man sich gestern ebenfalls einig geworden, wie man mitteilt. Dennoch wolle man nicht allzu schnell auf das Gaspedal drücken und abwarten, wie sich die Flug- und Reisebranche in den kommenden ein bis zwei Jahren entwickelt, so Flughafen-Chef DI Marco Pernetta. Absagen gibt es trotzdem: Es wurde beschlossen, den erst Anfang dieses Jahres begonnenen Architekturwettbewerb zu widerrufen.

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Linz ab 27. Juni 2020 wieder am Netz

In Linz lag der Passagierflugbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie weitgehend brach. Nun gibt es auch in Oberösterreich ein Comeback. Es kehrt wieder Leben ein im Passagierterminal am Linz Airport. Während der Frachtverkehr die gesamte Krise hindurch uneingeschränkt weiter lief, kam der Passagierverkehr nahezu völlig zum Erliegen. Umso mehr freut sich der Flughafen auf das Comeback der ersten Charterflüge. Den Anfang macht Kroatien: Ab dem 27. Juni 2020 wird die kroatische Insel Brač wieder angeflogen. Neben Kroatien planen die Reiseveranstalter ab Ende Juli auch Flüge nach Griechenland und Bulgarien. Airline-Partner der Veranstalter sind Bulgarian Air Charter und Corendon. Auf dem Plan stehen Kos, Lefkas/Preveza, Zakynthos, Rhodos, Heraklion und Burgas. Gute Nachrichten gibt es auch für die Kanarischen Inseln: Mit Mit Beginn des Winterflugplans wird Corendon Airlines Las Palmas (samstags) mit Linz verbinden. Derweilen würden sich Ägypten, die Türkei und Palma de Mallorca noch aufgrund der anhaltenden Reiserestriktionen „in der Warteschlange“ befinden. Ungewissheit herrscht noch beim Flugverkehr nach Düsseldorf und Frankfurt: „Es gibt bisher noch kein konkretes Datum für die Wiederaufnahme der Linienflugverbindungen nach Düsseldorf beziehungsweise Frankfurt. Der Flughafen rechnet damit, dass beide Verbindungen im Herbst wieder angeboten werden, allerdings mit weniger Frequenzen als vor der Corona-Krise“, informiert der Airport.

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Ryanair nahm Wien-Dortmund auf

Wizzair beförderte im Vorjahr 108.000 Reisende zwischen den beiden Städten. Von diesem Kuchen will nun auch der irische Lowcoster naschen und sucht den direkten Wettbewerb. Am Mittwoch nahm die irische Billigfluggesellschaft Ryanair eine Nonstop-Verbindung zwischen Wien und Dortmund auf. Auf dieser Route tritt man in den direkten Wettbewerb mit Wizzair. Der Erstflug wurde mit einer Boeing 737-800 bedient. In Zukunft sollen auch Airbus A320 von Lauda im Wetlease zum Einsatz kommen. „Damit ergänzt Ryanair das bereits bestehende Angebot der Wizz Air auf der Strecke ideal“, erklärt Guido Miletic, Marketingleiter am Flughafen Dortmund. Wir freuen uns, dass unsere Passagiere durch die Streckeneröffnung noch mehr Flexibilität gewonnen haben.“ Nach Angaben des Airports nutzten im Vorjahr 108.000 Passagiere die Wizzair-Verbindung nach Wien. „Wir freuen uns darauf im Rahmen des Sommerflugplans 2020 die Strecke zwischen Dortmund und Wien aufzunehmen und unsere Kunden aus Dortmund in diesem Sommer zu günstigen Tarifen in die österreichische Hauptstadt zu bringen“, so Ryanair-Sprecherin Tanja Ehrlich.

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AUA-IT-Systeme durch Wasserschaden lahmgelegt

Ein Wasserschaden führt derzeit bei Austrian Airlines zum Ausfall zahlreicher IT-Systeme, der Telefonanlage, des Mail-Servers, des Reservierungssystems und weiterer wichtiger Systeme. Die EDV-Abteilung arbeitet derzeit mit Hochdruck daran, dass das Back-Up-Rechenzentrum „online“ geht. Aufgrund eines Wasserrohrbruchs im Rechenzentrum der Austrian Airlines sind momentan zahlreiche IT-Systeme ausgefallen. Dies betrifft auch die Homepage und den damit verbundenen Internet-Check-In, das Reservierungssystem, den Mail-Server und Teile der Telefonanlage. Der telefonische Kundendienst ist daher derzeit nicht erreichbar. Das technische Gebrechen ereignete sich am Dienstagnachmittag im Hauptrechenzentrum der Austrian Airlines am Flughafen Wien. Das Unternehmen bestätigte die technischen Schwierigkeiten sowie Systemausfälle und entschuldigt sich bei Passagieren für eventuelle Unannehmlichkeiten. Die Abfertigung der Flüge erfolgt derzeit über Back-Up-Systeme sowie auch manuell. Die Fluggesellschaft erklärte, dass die IT-Techniker derzeit mit Hochdruck daran arbeiten das Back-Up-Rechenzentrum ans Netz zu bringen. Dieses befindet sich an einem anderen Ort auf dem Areal des Wiener Flughafens. Einen genauen Zeitpunkt für die Wiederherstellung der Homepage und der ausgefallenen Systeme konnte das Unternehmen gegen 22 Uhr 30 noch nicht nennen. Man hofft jedenfalls, dass dies so rasch wie möglich der Fall sein wird. Neubuchungen sind während der Zeitspanne des Ausfalls nicht über Austrian Airlines möglich. Wohl aber können weiterhin AUA-Tickets unter anderem über Lufthansa und Swiss gebucht werden. Die Höhe des Schadens, der durch den Wasserrohrbruch verursacht wurde, konnte die Fluggesellschaft am Dienstagabend noch nicht beziffern. Jedenfalls kommt dieser zu einem ungünstigen Zeitpunkt, denn in den letzten Tagen zogen die Neubuchungen branchenweit wieder kräftig an. Inwiefern Austrian Airlines dadurch einen finanziellen Schaden erleiden könnte,

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Offener Brief der Belegschaft von Level Europe GmbH

Die Insolvenz der österreichischen IAG-Tochter kam für die Mitarbeiter überraschend. In einem offenen Brief wenden diese sich nun an Bundeskanzler Sebastian Kurz und Finanzminister Gernot Blümel. Am Mittwoch findet eine Demonstration am Ballhausplatz statt. Die Belegschaft der Level Europe GmbH wird sich am Mittwoch, den 24. Juni 2020 zu einer Kundgebung vor dem österreichischen Bundeskanzleramt am Ballhausplatz in Wien versammeln. Die Bediensteten wollen damit ein Zeichen gegen vermeidbare Jobverluste und leere Versprechungen der Regierung setzen. Der Betriebsrat des Unternehmens ersuchte Aviation.Direct um die Veröffentlichung eines offenen Briefs, der sich an Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) richtet. Dieser Brief ist kein Bestandteil des redaktionellen Angebots, für den Inhalt sind die Verfasser, vertreten durch ihren Betriebsrat, verantwortlich.

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Austrian Airlines fährt die Kapazität wieder hoch

Ab Juli 2020 will die Lufthansa-Tochter auch wieder Langstreckenflüge anbieten. Insgesamt wird man 36 Maschinen im gesamten Streckennetz einsetzen. Austrian Airlines erhöht wie erwartet im nächsten Monat das Angebot: Ab Juli wird das Flugprogramm auf über 50 Destinationen aufgestockt und somit von fünf auf 20 Prozent des Vor-Corona-Niveaus angehoben. Dafür setzt man 36 Flieger ein – also knapp die Hälfte der Flotte. Dazu zählen drei Boeing 767, welche die Langstrecken nach Bangkok, Chicago, New York und Washington fliegen werden, sowie großteils kleinere Maschinen wie Airbus A319, Embraer 195 und Dash 8. Besonders wird man innerhalb Europas die Frequenzen erhöhen. So fliegt der Flag-Carrier im nächsten Monat bis zu dreimal täglich nach Zürich. Paris, Brüssel und Hamburg sowie weitere Reiseziele werden bis zu zweimal am Tag angebunden. Auch die Zahl der Flüge nach Osteuropa erhöht sich: Bis zu zweimal täglich geht es nach Sofia und Bukarest. „Der Sommer ist die am stärksten nachgefragte Reisezeit. Das sehen wir bei den aktuellen Buchungen. Deswegen werden wir unser Angebot im Juli weiter aufstocken und zu über 50 Destinationen weltweit fliegen“, so Austrian Airlines CCO Andreas Otto.

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Level-Mitarbeiter halten Kundgebung ab

Die Belegschaft der insolventen Fluggesellschaft Level Europe wird am Mittwoch, den 24. Juni 2020 ab 8 Uhr 30 eine Demonstration vor dem Bundeskanzleramt in Wien abhalten. Die Organisatoren wollen auf das Schicksal der rund 200 Mitarbeiter, deren Jobs aufgrund der Pleite akut gefährdet sind, aufmerksam machen. Die Level-Beschäftigten hoffen, dass es doch noch zu einer Lösung kommt, die zur Fortführung des Flugbetriebs und damit zum Erhalt der damit verbundenen Arbeitsplätze führt. Das Unternehmen erhielt bislang keine Staatshilfe und begründete laut KSV1870 die Insolvenz auch damit.

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