Swiss

Weitere Artikel aus der Rubrik

Swiss

Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Croatia Airlines und der Lufthansa Group

Croatia Airlines erweitert zum Beginn des Sommerflugplans am 29. März 2026 ihre bestehende Codeshare-Partnerschaft mit der Lufthansa Group. Wie aus aktuellen Branchendaten hervorgeht, wird die kroatische Fluggesellschaft künftig ihren Flugcode auf einer Reihe zusätzlicher Strecken platzieren, die von den Konzerngesellschaften Lufthansa, Swiss und Brussels Airlines betrieben werden. Diese Maßnahme dient der Stärkung des europäischen Netzwerks und ermöglicht es der Airline, ihren Passagieren mehr Anschlussverbindungen über die großen Drehkreuze Frankfurt, München, Zürich und Brüssel anzubieten, ohne dafür eigene Flugzeugkapazitäten einsetzen zu müssen. Im Rahmen der erweiterten Kooperation integriert Croatia Airlines insbesondere wichtige europäische Metropolverbindungen und saisonale Routen in ihr Verkaufsangebot. So umfasst die Erweiterung Strecken von Brussels Airlines zwischen Brüssel und den Zielen London-Heathrow sowie Stockholm. Zudem nutzt der kroatische Carrier die Verbindung der Swiss von Zürich nach Rijeka. Auf den Kernrouten der Lufthansa wird der kroatische Code künftig auf Flügen von Frankfurt nach Madrid und Pula sowie von München nach Madrid und Rijeka zu finden sein. Diese strategische Vernetzung verbessert die Erreichbarkeit Kroatiens für internationale Reisende und optimiert die Auslastung der beteiligten Partnergesellschaften. Hintergrund dieser Entwicklung ist die fortschreitende Integration von Croatia Airlines in das Partnernetzwerk der Star Alliance und die enge operative Abstimmung mit der Lufthansa Group. Die Fluggesellschaft befindet sich derzeit in einem umfassenden Flottenmodernisierungsprozess und hat bereits die ersten Maschinen des Typs Airbus A220 in Dienst gestellt. Während die eigenen Kapazitäten primär auf den Direktverbindungen von Zagreb, Split und Dubrovnik konzentriert werden, sichert das Codeshare-Modell die Präsenz auf wichtigen Zubringerstrecken. Fachleute sehen in diesem Schritt eine notwendige

weiterlesen »

Lufthansa Group implementiert Echtzeit-Datenaustausch zur Vermeidung von Turbulenzen

Die Fluggesellschaften der Lufthansa Group, namentlich Lufthansa Airlines, Swiss und Edelweiss, beteiligen sich ab sofort an der weltweiten Initiative „IATA Turbulence Aware“. Ziel dieses Programms ist die Erfassung und der Austausch anonymisierter Echtzeitdaten über atmosphärische Unruhen. Durch die Nutzung spezieller Sensoren an Bord der Flugzeuge werden Turbulenzen präzise gemessen und in eine zentrale Datenbank der International Air Transport Association (IATA) eingespeist. Diese Informationen stehen Piloten weltweit direkt auf ihren Navigationskarten zur Verfügung und ermöglichen eine taktische Flugführung, um unruhige Luftmassen frühzeitig zu umfliegen oder die Kabinenbesatzung rechtzeitig vorzubereiten. Das System basiert auf dem Prinzip der Schwarmintelligenz, bei dem Tausende Flugzeuge weltweit kontinuierlich Daten über Ort, Höhe und Intensität von Luftbewegungen liefern. Bisher stützte sich die Flugplanung primär auf klassische Wettervorhersagen und subjektive Berichte anderer Piloten über Funk. Mit der neuen Technologie werden nun objektive Messwerte in Echtzeit farbkodiert visualisiert. Dies führt zu einer deutlichen Steigerung der Vorhersagegenauigkeit und des Flugkomforts, da der Service an Bord besser koordiniert und plötzliche Verletzungsrisiken für Passagiere und Crew minimiert werden können. Ein wesentlicher Aspekt der Kooperation ist die Einbindung nationaler Wetterdienste. Die von Lufthansa erfassten Messwerte werden zusätzlich an den Deutschen Wetterdienst (DWD) übermittelt. Dort dienen die Daten zur langfristigen Kalibrierung und Optimierung meteorologischer Vorhersagemodelle. Durch die hohe Anzahl an täglichen Flugbewegungen der Lufthansa Group leistet das Unternehmen einen signifikanten Beitrag zur globalen Datenqualität. Die Teilnahme an diesem Programm unterstreicht die Strategie des Konzerns, durch technologische Innovationen die Sicherheit im internationalen Luftverkehr zu erhöhen und die betriebliche Effizienz zu steigern. Branchenexperten betrachten die Ausweitung

weiterlesen »

Einigung über Senkung der Flughafengebühren am Standort Zürich

Die Flughafen Zürich AG hat nach intensiven Verhandlungen mit den größten Fluggesellschaften und Interessenvertretern eine neue Gebührenordnung verabschiedet. Ab dem 1. Oktober 2026 werden die Entgelte für die Nutzer des größten Schweizer Flughafens um durchschnittlich rund 10 Prozent gesenkt. Diese Einigung beendet eine außergewöhnlich lange Gebührenperiode, die bereits im Jahr 2016 begann und aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie im Jahr 2020 einvernehmlich verlängert wurde. An den rund viermonatigen Verhandlungen waren neben der Swiss International Air Lines auch EasyJet sowie Vertreter der Geschäfts- und Leichtluftfahrt beteiligt. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) begleitete den Prozess als Beobachter. Die Reduktion der passagierbezogenen Gebühren resultiert primär aus den positiven Prognosen für das künftige Fluggastaufkommen. Da das regulierte Gebührenmodell lediglich eine Kostendeckung vorsieht und keine Gewinne aus diesen Abgaben erlaubt, führt die Verteilung der Fixkosten auf eine größere Anzahl an Passagieren zu einer Entlastung pro Kopf. Konkret sinkt die Gebühr für lokal abfliegende Passagiere von derzeit 35,00 CHF auf künftig 30,40 CHF. Dieser Betrag setzt sich aus der eigentlichen Passagiergebühr, der Sicherheitsgebühr sowie einer Solidaritätsabgabe für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität zusammen. Die Gebühren werden direkt den Fluggesellschaften in Rechnung gestellt. Parallel zur Senkung der Passagierentgelte sieht das neue Reglement strukturelle Anpassungen bei den Lande- und Lärmgebühren vor. Zur Vereinfachung der Abrechnungsprozesse wird das Nutzungsentgelt für die Gepäcksortieranlage künftig direkt in die Landegebühren integriert, was dort zu einem rechnerischen Anstieg führt. Zudem werden zum 1. Oktober 2026 die bereits vom BAZL verfügten höheren Lärmgebühren umgesetzt. Diese beinhalten zusätzliche Zuschläge sowie eine strengere Klassifizierung von Flugzeugtypen in

weiterlesen »

Strategische Flottenbereinigung bei Swiss: Langfristige Zwangspause für die Airbus A220-100

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss International Air Lines leitet eine einschneidende Umstrukturierung ihrer Kurzstreckenflotte ein. In einer koordinierten Maßnahme wird die gesamte Teilflotte des Typs Airbus A220-100 bis mindestens zum Jahr 2027 vorübergehend stillgelegt. Hintergrund dieser Entscheidung ist eine Kombination aus technischen Engpässen bei den Getriebefan-Triebwerken (GTF) des Herstellers Pratt & Whitney sowie wirtschaftlichen Herausforderungen am Standort Genf. Während die größeren Schwestermaschinen vom Typ A220-300 weiterhin das Rückgrat der Kontinentalflotte bilden, wurden bereits erste Einheiten der kleineren Variante an Lagerstandorten im Ausland geparkt. Diese strategische Entscheidung verdeutlicht den enormen Druck, unter dem europäische Fluggesellschaften derzeit aufgrund von Ersatzteilmangel und Triebwerksproblemen stehen. Swiss wählt hierbei den Weg der Konsolidierung, um die Einsatzbereitschaft der rentableren Teilflotte zu sichern, nimmt dafür jedoch eine signifikante Reduktion der eigenen Kapazitäten im Segment der 125-Sitzer in Kauf. Technische Engpässe und die Problematik der GTF-Triebwerke Der primäre Treiber für die Einmottung der A220-100 liegt in der komplexen Triebwerkssituation. Die gesamte A220-Familie wird exklusiv von Pratt & Whitney PurePower PW1500G Triebwerken angetrieben. Diese Getriebefan-Technologie (Geared Turbofan) gilt zwar als technologisch fortschrittlich, leidet jedoch seit Jahren unter erheblichen Zuverlässigkeitsproblemen und verkürzten Wartungsintervallen. Da weltweit eine hohe Anzahl an Triebwerken zur Inspektion in die Werkstätten muss und gleichzeitig die Lieferketten für Ersatzteile stocken, fehlen vielen Airlines einsatzfähige Ersatztriebwerke. Swiss nutzt die temporäre Stilllegung der neun A220-100 nun dazu, die knappen Ressourcen effizienter zu bündeln. Die Triebwerke der geparkten Flugzeuge können als Spender für die größere A220-300 fungieren, von der Swiss 21 Exemplare betreibt. Da die A220-300 mit bis zu 145 Sitzplätzen

weiterlesen »

Entwicklung und Ausblick der Flugverbindungen zur Ferienregion Usedom für das Jahr 2026

Der Flughafen Heringsdorf bereitet sich auf eine intensivierte Flugsaison vor, die offiziell am 2. Mai 2026 beginnt und das touristische Angebot der Insel Usedom maßgeblich prägen wird. Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2025, in dem die Passagierzahlen um knapp sieben Prozent auf insgesamt 23.156 Fluggäste gesteigert werden konnten, setzt die Flughafengesetzschaft auf Kontinuität und den Ausbau bewährter Verbindungen. Das Streckennetz für das kommende Jahr umfasst fünf strategisch bedeutsame Destinationen im In- und Ausland, wobei die Flugtage konsequent auf den Samstag konzentriert bleiben, um den Bettenwechsel in der regionalen Hotellerie optimal zu unterstützen. Mit einer durchschnittlichen Auslastung von rund 80 Prozent im Vorjahr hat sich der Regionalflughafen als stabiler Faktor in der Infrastruktur Mecklenburg-Vorpommerns erwiesen und verzeichnete insgesamt etwa 4500 Flugbewegungen, was die Relevanz des Standortes für den gehobenen Tourismus unterstreicht. Wirtschaftliche Bilanz und strategische Positionierung des Regionalflughafens Die positive Entwicklung der Passagierzahlen im vergangenen Jahr wird von der Flughafengeschäftsführung als Bestätigung des aktuellen Kurses gewertet. Dirk Zabel, Geschäftsführer des Flughafens Heringsdorf, betonte, dass die Zunahme von 21.689 auf über 23.000 Passagiere kein Zufall sei, sondern auf einer gezielten Auswahl attraktiver Quellmärkte basiere. Regionalflughäfen stehen oft vor der Herausforderung, Linienverbindungen in einem saisonal geprägten Umfeld wirtschaftlich zu betreiben. Heringsdorf gelingt dies durch eine enge Verzahnung mit Reiseveranstaltern und etablierten Fluggesellschaften. Besonders die internationale Anbindung an Luxemburg erwies sich im vergangenen Jahr mit einer Auslastung von 84 Prozent als Zugpferd des operativen Geschäfts. Diese Zahlen verdeutlichen, dass das Segment der Flugreisen zur Insel Usedom vor allem Gäste anspricht, die Wert auf eine schnelle

weiterlesen »

Flottenausbau bei Swiss: Zweiter Airbus A350-900 nimmt Linienbetrieb auf

Swiss International Air Lines erweitert ihre Langstreckenflotte um ein zweites Flugzeug des Typs Airbus A350-900. Die Maschine mit der Registrierung HB-IFB trägt den Namen der jurassischen Hauptstadt „Delémont“ und wird im Gegensatz zum ersten Flugzeug dieser Serie in der klassischen Markenlackierung betrieben. Der erste kommerzielle Flug ist für den 23. Februar 2026 auf der Verbindung zwischen Zürich und Montreal angesetzt. Mit der Indienststellung setzt das Unternehmen die Modernisierung seiner Flotte fort, nachdem sich das erste Exemplar des Typs in den ersten 100 Betriebstagen mit rund 900 Flugstunden und 300 Landungen als technisch stabil erwiesen hat. Der Ausbau der A350-Flotte ermöglicht es der Fluggesellschaft, ihr internationales Streckennetz im kommenden Sommerflugplan 2026 zu erweitern. Neben den bereits bedienten Zielen wie Boston wird die südkoreanische Metropole Seoul neu in das Portfolio der mit diesem Maschinentyp angeflogenen Destinationen aufgenommen. Insgesamt erwartet SWISS in den kommenden Jahren die Auslieferung von acht weiteren Flugzeugen dieses Modells. Die neuen Einheiten sind ein zentraler Bestandteil der Strategie, ältere und treibstoffintensive Vierstrahler vom Typ Airbus A340-300 schrittweise zu ersetzen und durch modernere Zweistrahler eine höhere betriebliche Effizienz auf der Langstrecke zu erzielen. Ein wesentliches Merkmal der neuen Flugzeuge ist das Kabinenkonzept «Swiss Senses», das neben einer neugestalteten First und Business Class auch Anpassungen in der Premium Economy und Economy Class umfasst. Das Interieur zeichnet sich durch ein überarbeitetes Beleuchtungskonzept und modernisierte Bordunterhaltungssysteme aus. Parallel zur Einflottung der A350-Serie plant das Unternehmen für das laufende Jahr den Beginn der Kabinenerneuerung bei der bestehenden Airbus-A330-Flotte. Ziel dieser Maßnahmen ist eine Vereinheitlichung

weiterlesen »

Swiss setzt Airbus A350 mit neuem Kabinenkonzept auf der Route nach Seoul ein

Swiss International Air Lines weitet den Einsatz ihres modernsten Langstreckenflugzeugs, des Airbus A350-900, deutlich aus. Ab dem 29. März 2026 wird das Flugzeug erstmals auf der Strecke von Zürich nach Seoul eingesetzt. Damit erreicht das neue Kabinenkonzept namens „Swiss Senses“ zum ersten Mal den asiatischen Kontinent. Die Umstellung erfolgt pünktlich zum Start des Sommerflugplans und ersetzt den bisher auf dieser Route eingesetzten Airbus A340. Die südkoreanische Hauptstadt ist nach Boston das zweite Langstreckenziel, das mit diesem Maschinentyp bedient wird. Buchungen für die neuen Verbindungen sind bereits ab Ende der laufenden Woche möglich. Zusätzliche Recherchen zur Flottenstrategie der Lufthansa-Tochter zeigen, dass die Einführung des A350 einen technologischen Sprung darstellt. Durch die Kombination aus Leichtbauweise, effizienteren Triebwerken und einer höheren Dienstgipfelhöhe verkürzt sich die Flugzeit von Zürich nach Seoul auf etwa 11 Stunden und 10 Minuten. Dies entspricht einer Zeitersparnis von rund 50 Minuten im Vergleich zum Vorgängermodell. Der Flugbetrieb wird jeweils dienstags, freitags und sonntags durchgeführt. Zum Einsatz kommen die ersten beiden Maschinen der Serie: Die „HB-IFA“, die mit einer speziellen Sonderlackierung unter dem Motto „Wanderlust“ versehen ist, sowie die „HB-IFB“ im klassischen Unternehmensdesign. Das Kabineninterieur wurde grundlegend neugestaltet, um den Passagierkomfort in allen Reiseklassen zu erhöhen. Ein zentrales Element des „Swiss Senses“-Konzepts ist das sogenannte „Human Centric Lighting“. Dieses intelligente Lichtsystem passt sich dem natürlichen Tagesrhythmus an, um die Auswirkungen des Jetlags bei Langstreckenflügen zu minimieren. Zudem bietet die neue Kabine mehr Privatsphäre durch angepasste Sitzkonfigurationen und ein reduziertes Geräuschniveau. Branchenkenner weisen darauf hin, dass Swiss mit dieser Investition insbesondere

weiterlesen »

Bilanz 2025: Flughafen Genf meldet Passagierwachstum bei sinkenden Flugbewegungen

Der Flughafen Genf hat das Jahr 2025 mit einer Passagierzahl von 17,85 Millionen abgeschlossen und damit ein leichtes Plus von 0,29 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt. Diese Entwicklung ist bemerkenswert, da die Anzahl der Flugbewegungen im gleichen Zeitraum um 1,02 Prozent auf insgesamt 177.288 Starts und Landungen zurückging. Die Flughafenleitung führt diese Effizienzsteigerung auf den Einsatz größerer Flugzeugtypen sowie eine verbesserte Auslastung der Maschinen zurück. Der durchschnittliche Sitzladefaktor stieg auf über 76,5 Prozent an. Im Vergleich zum Vor-Pandemie-Jahr 2019 fehlen dem Standort lediglich noch 0,44 Prozent der Passagiere, während die Flugbewegungen weiterhin deutlich um 4,71 Prozent unter dem damaligen Niveau liegen. Ein wesentlicher Faktor für die Stabilisierung des Verkehrsaufkommens war der Ausbau des Streckennetzes auf insgesamt 149 Direktziele. Ein strategischer Meilenstein war hierbei die Aufnahme der Langstreckenverbindung nach Shanghai durch China Eastern Airlines im Juni 2025, welche die interkontinentale Anbindung der Westschweiz stärkte. In der Marktanteilsverteilung festigte der Billigflieger easyJet seine dominante Position mit 46,0 Prozent des Gesamtaufkommens, gefolgt von der nationalen Fluggesellschaft Swiss International Air Lines mit einem Anteil von 12,4 Prozent. Auch der Frachtsektor entwickelte sich positiv: Das Volumen stieg inklusive Post auf über 96.000 Tonnen an, was die Bedeutung Genfs als Logistikstandort unterstreicht. Operativ setzte der Flughafen 2025 ein neues Gebühren- und Quotensystem um, das darauf abzielt, den Flugbetrieb in den späten Abendstunden zu reduzieren. Durch diese gezielten wirtschaftlichen Anreize konnten die Starts nach 22:00 Uhr um 24,6 Prozent gesenkt werden, ohne das Passagierwachstum am Tag zu gefährden. Zusätzliche Branchenrecherchen ergeben, dass der Flughafen Genf zudem massiv

weiterlesen »

Konflikt um Enteisungs-Priorisierung am Flughafen Zürich nach Flugausfällen

Ein massiver Wintereinbruch am Flughafen Zürich hat zu erheblichen Spannungen zwischen der Fluggesellschaft Swiss und dem Flughafenbetreiber geführt. Am vergangenen Samstag mussten insgesamt 16 Flüge der Schweizer Lufthansa-Tochter gestrichen werden, darunter eine Langstreckenverbindung nach Washington. Der Grund für die Absagen war laut internen Dokumenten der Airline eine mangelhafte Koordination bei den Enteisungsvorgängen. Ein internes Memo wirft dem Flughafenmanagement „extensive Wartezeiten“ und die „Unfähigkeit zur Priorisierung“ wichtiger Flüge vor. Diese Verzögerungen führten dazu, dass Besatzungen ihre maximal zulässigen Arbeitszeiten überschritten oder Slot-Vorgaben nicht mehr eingehalten werden konnten, was letztlich die Stornierungen unumgänglich machte. Der Flughafen Zürich weist die Vorwürfe einer gezielten Fehlplanung zurück und verweist auf die außergewöhnliche meteorologische Gesamtsituation. Aufgrund des extrem hohen Bedarfs an Enteisungen seien die Kapazitäten der zuständigen Bodendienstleister an ihre Grenzen gestoßen. Eine Priorisierung einzelner Flüge, wie von der Swiss gefordert, sei in solchen Lagen nur bedingt möglich, da die operativen Ressourcen der Handling-Agenten sowie die verfügbaren Enteisungspositionen auf dem Vorfeld die Taktung vorgeben. Die Sicherheit des Flugbetriebs stehe an oberster Stelle, weshalb Verzögerungen bei starkem Schneefall und Frost technologisch bedingt nicht auszuschließen seien. Zusätzliche Recherchen im Bereich des Flughafenmanagements zeigen, dass die Enteisung in Zürich über zentrale Flächen, sogenannte „De-Icing Pads“, sowie direkt an den Standplätzen erfolgt. Bei hoher Auslastung entsteht ein logistischer Flaschenhals, da jedes Flugzeug unmittelbar vor dem Start behandelt werden muss, um die Wirkung des Enteisungsmittels zu gewährleisten. Branchenexperten zufolge führt der Ausfall einer Langstreckenmaschine zu besonders hohen Folgekosten für die Airline, da hunderte Passagiere umgebucht und hotelmäßig versorgt werden müssen. Dies

weiterlesen »

Krise bei Pratt & Whitney-Triebwerken verschärft sich zum Jahresbeginn 2026

Die weitreichende Rückrufaktion für die „Geared Turbofan“-Triebwerke (GTF) des US-Herstellers Pratt & Whitney belastet die internationale Luftfahrtbranche auch im neuen Jahr massiv. Aktuelle Daten des Branchendienstes Cirium belegen, dass die Zahl der am Boden verbleibenden Flugzeuge zuletzt wieder angestiegen ist. Ende Oktober 2025 waren weltweit 835 Maschinen mit GTF-Antrieb stillgelegt, was einem Zuwachs von rund 90 Flugzeugen gegenüber den Sommermonaten entspricht. Besonders kritisch stellt sich die Situation beim Airbus A320neo dar: Hier fielen zuletzt 720 von insgesamt 1.912 Maschinen aus – eine Quote von rund 38 Prozent der globalen Flotte. Ursache für den acht Milliarden US-Dollar teuren Rückruf ist verunreinigtes Metallpulver in zentralen Bauteilen wie Hochdruckturbinenscheiben, was zu gefährlichen Rissen führen kann. Zusätzliche Recherchen verdeutlichen die wirtschaftliche Schwere der Krise für europäische Fluggesellschaften. Die Lufthansa-Beteiligung ITA Airways plant, Pratt & Whitney mit rund 150 Millionen Euro in Regress zu nehmen, da mehrere ihrer Airbus-Maschinen aufgrund fehlender Ersatzteile seit über einem Jahr ungenutzt in Neapel stehen. Auch die Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss reagiert drastisch und legt 2026 ihre gesamte Teilflotte von neun Airbus A220-100 vorübergehend still, um die knappen Triebwerksressourcen für die größere A220-300-Flotte zu bündeln. Während die Günstigairline Wizz Air sogar bis Ende 2027 mit operativen Einschränkungen rechnet, zeigt sich beim Konkurrenzprodukt CFM LEAP eine deutlich höhere Zuverlässigkeit mit einer Ausfallquote von lediglich 3,5 Prozent. Erschwert wird die Lage durch neue technische Restriktionen, die Airbus im November an die Betreiber kommunizieren musste. Bei extremen Wetterlagen, insbesondere bei gefrierendem Nebel und Sichtweiten unter 150 Metern, gelten ab sofort neue Startbeschränkungen für GTF-betriebene

weiterlesen »