
Eisenbahner-Streik in Österreich: Fast alle Räder stehen still
In Österreich stehen die Räder auf fast allen Eisenbahnstrecken still, denn zwischen Wirtschaftskammer und Gewerkschaft Vida konnte am Wochenende keine Einigung erzielt werden. Die Arbeitnehmervertreter werfen vor, dass der Eisenbahner-Streik „Teil des Vida-Drehbuchs“ sein soll. Zu einer signifikanten Annäherung ist es im Verhandlungsmarathon nicht gekommen. Dieser endete gar damit, dass das jüngste von Arbeitgeberseite vorgebrachte Angebot zurückgezogen wurde. Seitens der Gewerkschaft Vida heißt es, dass es gegenüber dem Vorherigen Vorschlag um lediglich acht Euro erhöht wurde. Die Arbeitnehmervertreter pochen darauf, dass die Löhne und Gehälter so angehoben werden sollen, dass die Beschäftigten pro Monat mindestens 400 Euro mehr bekommen. Von den Arbeitgebern wurden zuletzt 208 Euro angeboten. Die Gewerkschaft Vida argumentiert damit, dass die Löhne und Gehälter auf einem Niveau sein müssen, dass auch im Hinblick auf die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten keine Armutsgefährdung stattfindet. Als Beispiel für besonders niedrige Bezahlung führt man die Bezahlung der Eisenbahner, die in den staatlich subventionierten Nachtzügen arbeiten, an. Das Einstiegsgehalt soll bei 1.356 Euro liegen. Die Armutsgefährdungsschwelle liegt inflationsbereinigt bei 1.500 Euro pro Monat. Von Arbeitgeberseite wird dagegenhalten, dass die Anhebung der Löhne und Gehälter um 400 Euro pro Monat für die Eisenbahnverkehrsunternehmen nicht darstellbar wäre. Man behauptet gar, dass die Gewerkschaft Vida versucht alle Forderungen mittels Streiks durchzusetzen. „Es gibt immer einen Tag nach dem Streik und an diesem beginnen wir wieder von vorne, das muss der den Arbeitnehmer-Vertretung klar sein. Es waren zu keinem Zeitpunkt faire Verhandlungen auf Augenhöhe mit konstruktivem Austausch von Argumenten, sondern ein Diktat der Gewerkschaft. Wir müssen zur






