Eurowings konnte am Flughafen Wien-Schwechat nie richtig Fuß fassen, wenn man mal vom Österreich-Deutschland-Verkehr absieht. Eine großangelegte Expansion, die auch zur Folge hatte, dass einige Austrian-Airlines-Routen an die Konzernschwester abgegeben wurden, war nicht vorn Erfolg gekrönt. Abseits der Deutschland-Strecken konnte sich die Marke Eurowings in Wien nie richtig etablieren, denn das Billigbrand der Lufthansa Gruppe wurde vom Markt nicht wirklich angenommen. Dazu kam, dass es mit Lauda, Wizz Air und teilweise auch Level preisoffensive Alternativen gab, die sich deutlich negativ auf den Absatz bei Eurowings ausgewirkt haben. Also musste eine neue Strategie her und diese sah vor, dass mit Ausnahme der Deutschland-Strecken alle Eurowings-Routen ab Wien aufgegeben werden. Teilweise wurden diese von Austrian Airlines übernommen. Im Deutschland-Verkehr wurden Nürnberg und Hannover wieder an die AUA zurückgegeben, denn das Experiment diese unter der Marke Eurowings anzubieten brachte nicht den gewünschten Erfolg. Auch Flucht in AUA-Wetlease gescheitert Vor der Pandemie wurde zwischen Eurowings Europe und Austrian Airlines vereinbart, dass insgesamt fünf Airbus A320 im Rahmen einer Wetlease-Vereinbarung für die AUA fliegen werden. Damals war Austrian Airlines aus Expansionskurs und erweiterte mit den fünf Maschinen die Kapazität. Im Gegenzug wurden die Eurowings-Strecken ab Wien – abgesehen von den Deutschland-Routen – eingestellt. Doch Corona mischte die Karten komplett neu. Austrian Airlines musste Kurzarbeit anmelden und zum wiederholten Male in der Firmengeschichte Staatshilfe in Anspruch nehmen. Die angemieteten Eurowings-Maschinen wurden überflüssig, denn auch die eigene Flotte wurde verkleinert. Somit wurde der Wetlease-Vertrag beendet. Die Eurowings-Europe-Basis Wien ist seit längerer Zeit nur noch „virtuell“. Zwar gibt