Oktober 2, 2020

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Oktober 2, 2020

Lufthansa CityLine lässt Krisentarifvertrag platzen

Bei Lufthansa CityLine wurde nach Angaben der Gewerkschaft UFO der Krisentarifvertrag seitens der Geschäftsleitung am letzten Tag der hierfür vereinbarten Frist widerrufen. Erst Anfang September einigten sich die Vertretung der Flugbegleiter und CityLine auf die Vereinbarung. „Dieses Vorgehen lässt uns ratlos zurück. Die Kolleginnen und Kollegen verdienen teilweise unter 2.000 Euro brutto im Monat und haben dennoch signifikante Einschnitte bei Gehalt und Arbeitsbedingungen angeboten. Zur Sicherung der eigenen Zukunft sowie der des Unternehmens haben sie ihre Schmerzgrenze eigentlich überschritten. Aber das reicht dem Konzern offenbar nicht“, entrüstet sich Daniel Flohr, Vorstandsvorsitzender der UFO. Die Flugbegleitergewerkschaft vermutet, dass die Ursache der vereinbarte Kündigungsschutz sein könnte. Diesen würde die Konzernspitze um Carsten Spohr „trotz massiver Einschnitte“ ablehnen. Der Vorstand wäre „nicht bereit der Belegschaft einen verlässlichen Kündigungsschutz zuzusichern“. „Der Arbeitgeber will sich eine einseitige Option offenhalten und aus dem Vertrag wieder aussteigen können. Aber solch ein Hintertürchen ist in diesem Fall inakzeptabel: CityLine hat keinen Personalüberhang, bereits heute wieder eine gute Auslastung und überdurchschnittlich gute Zukunftsaussichten durch günstige Strukturen und vergleichsweise kleines Fluggerät. Entweder man will den sehr signifikanten Krisenbeitrag, oder eben nicht; so einfach ist das“, betont Rainer Bauer, UFO-Verhandlungsführer bei Lufthansa CityLine.

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Gullivair zieht es in Richtung USA

Die bulgarische Neugründung Gullivair hat beim Department of Transportation in den USA die Genehmigung von drei Flügen pro Woche zwischen Sofia und New York-JFK beantragt. Eine Beantwortung des Ersuchens steht noch aus, die Aufnahme dieser Flüge mit dem einzigen Airbus A330-200 wäre ein erster Meilenstein für die Airline. Gullivair wurde im August 2020 in Sofia von Ianko Ivanov aus der Taufe gehoben, Gründer und Geschäftsführer von BH Air (Balkan Holidays).

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2019: Rekordjahr für polnische LOT

Das Jahr 2019 geht als Rekordjahr in die Geschichte der LOT Polish Airlines ein. Die Fluglinie knackte erstmal die 10-Millionen-Marke an beförderten Fluggästen. Der Carrier legt die Finanzzahlen des letzten Jahres offen auf dem Tisch. Trotz anfänglichen Schwierigkeiten – die 737 MAX-Flotte musste gegroundet werden und die 787-Triebwerke machten Probleme – konnte ein Umsatz von nahezu 1,63 Milliarden Euro erzielt werden – ein deutliches Plus von 19 Prozent gegenüber 2018. Darüber hinaus verzeichnete die größte polnische Airline einen operativen Gewinn von ca. 25,1 Millionen Euro. „Das vergangene Jahr war das vierte in Folge, das wir mit einem Gewinn abschließen konnten. Damit einhergehend konnten wir unser Flugangebot erweitern und erstmals sogar mehr als 10 Millionen Passagiere an Bord unserer Flugzeuge begrüßt. Diese Ergebnisse zeigen, dass unsere Strategie des profitablen Wachstums, die wir 2016 ins Leben gerufen hatten, richtig war. Daher bedanke ich mich ausdrücklich bei unserem Team von LOT Polish Airlines für seine harte Arbeit sowie bei unseren Passagieren für ihr Vertrauen und ihre Treue“, so LOT-Chef Rafal Milczarski.  Dass das laufende Jahr nicht annährend mit denen davor zu vergleichen ist, weiß auch er. „2020 ist das wohl schwierigste Jahr in der Geschichte der Luftfahrt, und wir fokussieren uns strikt auf Optimierungen in allen Bereichen, um auch diese Zeit zu meistern“, so Milczarski weiter.

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Aegean Airlines: Großes Deutschland-Angebot im Winter

Der Carrier legt den Fokus – wie soll es auch anders sein – besonders auf Deutschland. Im Winterflugplan könne man sich auf Direkt-Verbindungen von Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart nach Athen freuen, wie es in einer Aussendung heißt. Passagiere aus Düsseldorf, Frankfurt, München und Stuttgart können zudem während des gesamten Winterflugplans direkt nach Thessaloniki fliegen. Heraklion wird weiterhin von Düsseldorf und Stuttgart (bis zum 31. Oktober), Frankfurt (bis zum 27. November) sowie München (bis zum 28. November) angeflogen. Non-Stop-Flüge von Frankfurt (bis 31. Oktober) und München (bis 30. Oktober) nach Rhodos bietet die Fluggesellschaft ebenfalls an. Von den Drehkreuzen Athen und Thessaloniki aus bietet Aegean Airlines zahlreiche Anschlussverbindungen zu Zielen in Griechenland wie Heraklion, Chania, Korfu, Kos, Mykonos, Naxos, Santorin und Zakynthos. Bei Reisen nach Griechenland ist im Zuge der Coronavirus-Krise eine Online-Registrierung erforderlich. Urlauber müssen das Online-Formular „Passenger Locator Form“ (PLF) spätestens am Tag vor dem Abflug ausfüllen.

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Graz muss auf München und Zürich weiter warten

Wie Buchungssysteme derzeit zeigen, wurde der Verkauf von Flugtickets zwischen Graz und München bzw. Zürich weiter ausgesetzt. Wohl als Folge der Nachfrageschwäche durch Covid-19 bietet Lufthansa aktuell erst wieder ab Ende März 2021 Flüge nach München an. Swiss lässt derzeit Buchungen ab 01. März 2021 zu. Mit Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und Wien bietet die Lufthansa Gruppe für die Wirtschaft vier wichtige Streckenverbindungen ab Graz an. KLM soll ab dem Winterflugplan wieder mehrmals pro Woche in die Steiermark fliegen, entsprechende Buchungen vorausgesetzt.

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Emirates transportierte 160 Tonnen Hilfsgüter nach Beirut

Auch die Kunden der Fluggesellschaften leisteten wichtige Unterstützung in Form von Spenden. Vor mehr als einem Monat erschütterten Bilder aus der libanesischen Hauptstadt die Welt. Bei einer Doppelexplosion im Hafen von Beirut waren am 4. August mehr als 190 Menschen getötet und mehr als 6.500 weitere verletzt worden. Der Golf-Carrier rief daraufhin zu einer Spenden-Aktion auf, um beim Wiederaufbau zu unterstützen. Mit Erfolg: mehr als 160 Tonnen lebenswichtiger Güter transportierte Emirates bereits. „Emirates Skywards-Mitglieder demonstrierten durch Beiträge von nahezu 250.000 Meilen ihre überwältigende Großzügigkeit und ihr Engagement für die Katastrophenhilfe in Beirut, die in den kommenden zwei Monaten in Form von aktiver Unterstützung durch die Airline beim Wiederaufbau vor Ort fließen wird. Insgesamt wurden bisher mehr als 120 Millionen Meilen von Emirates Skywards-Mitgliedern gespendet“, heißt es in einer Aussendung des Carriers.   Durch diese Spenden konnten zahlreichen humanitären Organisationen Frachtkapazitäten zur Verfügung gestellt werden, um medizinische Ausrüstung, Vorräte, Nahrungsmittel und andere Hilfsgüter über Emirates SkyCargo direkt nach Beirut zu transportieren. Seit dem 13. August hat der hauseigene Fracht-Flieger rund 160.000 Kilogramm medizinische Hilfsgüter und Nahrungsmittel nach Beirut gebracht und dabei mit lokalen und internationalen NGOs zusammengearbeitet. Darüber hinaus sind weitere Flüge geplant.

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Pandemie macht National Airlines größer

Während durch die Covidvirus-Krise ein Kahlschlag in vielen Flugzeugflotten ins Haus steht, setzt die US-amerikanische National Airlines durch die gestiegene Nachfrage am Frachtsektor auf Expansion. Gleich drei, bislang in der Wüste geparkte Boeing 747-400BCF erweitern demnächst die Flotte. Bei den drei Maschinen handelt es sich um ehemalige Flottenmitglieder von Cathay Pacific, welche vor einigen Jahren in Arizona abgestellt wurden und sich National Airlines frühzeitig eine Option zog, sie bei Bedarf zu aktivieren. Zunächst bremste die Pandemie die Expansionsplanungen, durch die anhaltende starke Nachfrage im Frachtbereich, darunter aus dem Gesundheitssektor, entschloss man sich nun doch die Flotte zu vergrößern. „Wir hielten es für dringend geboten, diese Flugzeuge zu reaktivieren, um Regierungen und globale Hilfsorganisationen bei der Beschaffung dringend benötigter Hilfsgüter zu unterstützen“, so Chris Alf, CEO der Fluglinie. Bereits in den nächsten Tagen wird die erste Boeing 747-400BCF (ex B-KAI) für National Airlines abheben. Die weiteren beiden Frachtflugzeuge sollen bis Dezember ihren Dienst aufnehmen, damit wird National Airlines auf fünf Boeing 747-400BCF anwachsen. Zusätzlich hat sich die Fluglinie bereits Anfang dieses Jahres um einen Airbus A330-200 verstärkt, welcher zusammen mit einer Boeing 757-200 für Charterflüge im Sportbereich, aber auch für Truppenflüge zum Einsatz kommt. Die in Orlando beheimatete National Airlines entstand 2007 aus der Umfirmierung der Murray Air und führt weltweite Charterflüge im Fracht- und Passagierflüge für zivile, aber auch militärische Kunden durch. Hauptsächlich verkehrt NCR zwischen den USA, Asien sowie den Mittleren und Nahen Osten, wobei auch immer wieder Frachtaufträge nach Europa absolviert werden.

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Klagenfurt: Kontrollausschuss untersucht Flughafen-Teilprivatisierung

Im Jahr 2018 wurde der Flughafen Klagenfurt teilprivatisiert. Heute fand im Zuge dessen die Sitzung des Kontrollausschusses des Landtages statt. Thema war der Bericht des Landesrechnungshofes zur Flughafen-Teilprivatisierung. Ein Investor erhöhte das Kapital der Flughafen Betriebsgesellschaft und erhielt dadurch 74,9 Prozent der Anteile. Der Landesrechnungshof untersuchte diese Vorgänge und übermittelte Ende September seine Ergebnisse an die Landesregierung. Ein paar Tage später tagte der Kontrollausschuss und untersuchte diese, wie 5min.at berichtet. Im Zuge dessen wurde die Ladung zahlreicher Auskunftspersonen einstimmig beschlossen – darunter der bekannte Kärntner Steuerberater und Flughafen-Deal-Kritiker Johann Neuner. „Wir werden weiter Licht ins Dunkel der Flughafen-Causa bringen“, so Team Kärnten-Chef und Landtags-Kontrollausschuss-Mitglied Gerhard Köfer. „Heute wurde dafür gesorgt, dass eine Vielzahl an Auskunftspersonen vor dem Ausschuss erscheinen muss. Mir ist es wichtig, dass wir die Angelegenheit lückenlos aufarbeiten, deshalb werden neben den wichtigsten Proponten des Landes auch Vertreter der Kärntner Beteiligungsverwaltung, der Landeshauptstadt Klagenfurt und des Flughafens als Auskunftspersonen zur Ausschusssitzung geladen.“  „Im Bericht des Landesrechnungshofes zur Teilprivatisierung des Flughafens werden höchst fragwürdige Vorgänge aufgezeigt. Es ist erschreckend, wie in Kärnten Aufträge durch die öffentliche Hand an Anwälte vergeben werden. Ebenso muss aufgeklärt werden, was mit den rund 13 Millionen Euro an Marketingbeiträgen passiert, die seitens des Landes an den Flughafen gegangen sind und die nun aus beihilferechtlichen Gründen von den Fluglinien zurückgezahlt wurden und auf einem Treuhandkonto liegen. Hier sieht der Rechnungshof massive Versäumnisse “, meldet sich auch der Kontrollausschuss-Vorsitzender und FPÖ-Obmann Gernot Darmann zu Wort.  

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Am Klagenfurter Flughafen: Bau des neuen Gefängnisses beschlossen

Nicht nur die Corona-Krise hat das Land Kärnten in den letzten Monaten beschäftigt: Seit langem ist auch der Neubau der Justizanstalt Klagenfurt im Gespräch. Die jahrelange Suche nach der passenden Lage gehört nun der Vergangenheit an. Denn: Als Standort wurde der Flughafen Klagenfurt festgelegt. Schon in diesem Monat soll das große Projekt öffentlich vorgestellt werden, wie 5min.at berichtet. Doch die Standortwahl trifft auf Kritik. „Rund um den Flughafen hätte es eigentlich eine neue Messe, wichtige Betriebe und ein Hotel geben sollen. Jetzt dürfte das Gefängnis die neue Attraktion im Bereich des Flughafens schlechthin werden?“, so Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer. „Dass es sich beim aktuell größten öffentlichen Bauvorhaben in Kärnten ausgerechnet um ein Gefängnis handelt, muss vielen Kärntnerinnen und Kärntner sowie insbesondere unserer Jugend zu denken geben“, findet Köfer. Er hinterfragt zudem die europaweite Suche nach einem Architekten und fordert die Offenlegung aller sechs Projekte, die in die engere Auswahl gekommen sind: „Hier ist umfassende Transparenz gefragt, die ich im Sinne der Bevölkerung und der Steuerzahler auch einmahne.“ Team Klagenfurt-Chef Klaus-Jürgen Jandl sieht den Standort der neuen Justizhaftanstalt hingegen positiv. In einer aktuellen Aussendung erklärt er: „Die Entscheidung, den Neubau der Justizhaftanstalt Klagenfurt nahe dem Flughafen Klagenfurt zu errichten, ist eine wichtige und absolut richtige Entscheidung für die Landeshauptstadt. Nicht nur, dass eine Haftanstalt im Zentrum einer Stadt nichts zu suchen hat und damit der Standort an der Peripherie richtig gewählt wurde, besteht nunmehr auch die Möglichkeit, die dringend notwendige räumliche Erweiterung für Landesgericht und Staatsanwaltschaft zu gewährleisten. Das mit der zu erwartenden Investition

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Ab 2021: Boeing schließt „Dreamliner“-Produktion in Seattle

Auch Boeing muss – wie die gesamte Branche – seine Kostenstruktur niedrig halten. Deswegen verlagert der US-Flugzeugbauer ab 2021 die Fertigung des Modells 787 „Dreamliner“. Und das vom Werk in Everett bei Seattle ins südliche North Charleston in South Carolina. Dieser Standort kam 2010 hinzu und gehöre jenen US-Staaten an, die Konzerne mit Niedriglöhnen und geringem Gewerkschaftseinfluss locken, wie das Nachrichtenblatt Spiegel berichtet. Außerdem würde die Produktionsrate im nächsten Jahr auf sechs Jets pro Monat sinken.  Diese Spar-Maßnahme würde knapp 900 Mitarbeiter betreffen: Diese könnten nun ihren Arbeitsplatz verlieren. In einem Rundschreiben an die betroffene Belegschaft sprach Boeing-Manager Stan Deal von einer „schwierigen Entscheidung“, die nötig sei, damit der Konzern die Belastungen durch die Pandemie bewältigen könne. Im Werk in Everett sollen weiterhin die Modellserien 737, 747 sowie 767 und 777 vom Band laufen.

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