November 17, 2020

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November 17, 2020

Reisen mit Gesichtserkennung: Lufthansa ist erster Anbieter

Star Alliance hat die Entwicklung einer systemübergreifenden biometrischen Identitäts- und Identifizierungs-Plattform abgeschlossen. Lufthansa und Swiss werden den Anfang machen und Star Alliance Biometrics noch im November für ausgewählte Flüge einsetzen. An den Drehkreuzen Frankfurt und München wurde hierfür spezielle Infrastruktur eingerichtet. Kunden des Vielfliegerprogramms Miles&More, die der Teilnahme an Biometrics zustimmen, können den Zugang zu den Sicherheitskontrollen und den Boarding-Gates kontaktlos passieren – in Zeiten von Covid-19 ein wichtiger Beitrag zum Gesundheitsschutz. Dabei können die Reisenden ihre Mund-Nasen-Bedeckungen, die sie im Terminal tragen müssen, auch während der biometrischen Identitätsüberprüfung aufbehalten, denn die Identifikation der Passagiere wird dadurch nicht beeinträchtigt. Die in Star Alliance Biometrics verwendete Lösung zur Identifizierung basiert auf der Gesichtserkennungstechnologie NEC I:Delight der japanischen NEC Corporation. „Persönliche Daten – etwa Fotos und andere Identifikationsmerkmale – werden verschlüsselt und innerhalb der Plattform sicher gespeichert. Das System wurde von Anfang an unter Beachtung der geltenden Datenschutzgesetze und auf Basis der neuesten Gesichtserkennungstechnologie entwickelt. Die Speicherung persönlicher Daten wird auf ein notwendiges Minimum begrenzt. Es werden beispielsweise keine Kundennamen gespeichert“ heißt es in der Aussendung.

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Easyjet fährt ersten Verlust der Geschichte ein

Easyjet hat den ersten Jahresverlust ihrer Firmengeschichte eingeflogen: Unter dem Strich steht ein Fehlbetrag vor Steuern in der Höhe von fast 1,2 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte noch ein Gewinn von knapp 480 Millionen Euro in der Bilanz gestanden. Auch der Billig-Airline setzt die Corona-Pandemie massiv zu. Im abgelaufenen Geschäftsjahr brach die Zahl der Fluggäste infolge der Reisebeschränkungen und des Einbruchs der Nachfrage um die Hälfte auf gut 48 Millionen ein. Die Aussichten für den Winter bleiben daher düster. Easyjet-Chef Johan Lundgren will im laufenden Quartal höchstens ein Fünftel des ursprünglich vorgesehenen Flugprogramms anbieten. Zuletzt hatte er noch ein Viertel anvisiert. Hoffnung mache die Aussicht auf einen baldigen Impfstoff, so Lundgren.

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Air Antwerp stellt den Flugbetrieb erneut ein

Bereits zum zweiten Mal muss die belgische Regionalfluggesellschaft Air Antwerp aufgrund der Corona-Pandemie den Flugbetrieb einstellen. Der Carrier bedient mit einem Turbopropflugzeug des Typs Fokker 50 (OO-VLS) die Strecke Antwerpen-London City. Hinter Air Antwerp stehen mit einer Beteiligung von 75 Prozent die irische Cityjet sowie mit 25 Prozent die niederländische KLM. Der Flugbetrieb wird im Zeitraum von 30. November 2020 bis vorläufig 3. Jänner 2021 eingestellt. Eine Garantie, dass ab 4. Jänner 2021 wieder geflogen wird, wollte der Carrier unter Hinweis auf den nicht vorhersehbaren Pandemieverlauf nicht abgeben.

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Corona: Flughafen Wien bewegt sich auf Jahresverlust zu

Die Corona-Pandemie färbt die Zahlen des börsennotierten Flughafenbetreibers dunkelrot: Am Flughafen Wien ging die Zahl der Passagiere von Jänner bis September 2020 um 70,7 Prozent auf knapp sieben Millionen zurück. Die Zahl der Flugbewegungen schrumpfte in den ersten neun Monaten des heurigen Jahres um mehr als 60 Prozent auf 80.580 Starts und Landungen, die durchschnittliche Auslastung von 77,5 auf 59,5 Prozent. Auch die Geschäftszahlen schickt die Covid-19-Krise auf Talfahrt, der Umsatz liegt brach. Nur 277 Millionen Euro erwirtschaftete die Flughafen Wien AG im Beobachtungszeitraum und damit um rund 57 Prozent weniger als davor. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sackte um mehr als 80 Prozent auf 62,3 Millionen Euro ab und das operative Ergebnis (Ebit) drehte in die Verlustzone, auf minus 43,6 Millionen Euro. Darüber hinaus hat sich auch die Nettoverschuldung ins Negative entwickelt und bisweilen mehr als verdoppelt (162 Millionen Euro). Der Nettoverlust fällt wohl höher aus als gedacht: Der Flughafen steuert wohl auf ein Minus von 75 bis 85 Millionen Euro vor Minderheiten zu. Langfristig verfüge man über „gesicherte Liquidität, die für alle vorhersehbaren Krisen-Szenarien eine ausreichende Finanzierung gewährleistet“, heißt es in der Aussendung. Diese wird der Airport auch brauchen. Denn die Aussichten sehen alles andere als rosig aus. Im Oktober wurden nur 378.107 Reisende abgefertigt, derzeit liegt das Passagieraufkommen deutlich unter 20 Prozent des Vorjahres. „Für das Gesamtjahr 2020 erwarten wir zwischen 7,6 Millionen und 7,8 Millionen Fluggäste am Standort Wien“, so Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG. Die Hoffnung liegt auf Schnelltestungen „Ein möglicher

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Auch Lufthansa und Swiss machen Hunger und Durst zu Geld

Die Lufthansa Group führt bei ihren Flugbetrieben Austrian Airlines, Swiss und Lufthansa auf Kurz- und Mittelstreckenflügen bis zu einer Reisezeit von 180 Minuten ab Frühjahr 2021 kostenpflichtige Getränke und Snacks ein. Die Umstellung wird zunächst bei Austrian Airlines vollzogen, wo es im Gegensatz zu den beiden anderen Konzernmitgliedern kein kostenfreies Wasser geben wird. Der Konzern betont in insgesamt drei Medienaussendungen, dass man mit der Umstellung auf Bezahl-Catering die Qualität steigern möchte. Konkret bedeutet das, dass Passagiere, die in der Economy-Class reisen künftig für Getränke und Snacks bezahlen müssen. Bei Swiss und Lufthansa wird es aber weiterhin kostenloses Wasser geben. Austrian Airlines vergönnt nicht mal das. Die Business-Class sowie Charterflüge sind von den Maßnahmen nicht betroffen. „Unsere Gäste möchten ihr Reiseerlebnis heutzutage individueller gestalten, das bisherige Verpflegungsangebot an Bord erfüllt oftmals nicht mehr ihre Erwartungen“, sagt Tamur Goudarzi Pour, Chief Commercial Officer von Swiss. „In Genf bieten wir unseren Gästen mit SWISS Saveurs bereits heute die Möglichkeit, ihre bevorzugten Snacks und Getränke individuell auszusuchen. Wir erhalten von unseren Gästen sehr gutes Feedback zum qualitativ hochwertigen SWISS Saveurs Angebot und werden dieses deshalb zukünftig auch auf Flüge ab Zürich ausweiten.“ Bei Swiss wird es künftig neben einer kostenfreien Wasserflasche auch weiterhin ein kleines Stück Schokolade geben. Das war es dann aber auch schon, denn wer mehr möchte, muss dafür die Geldbörse auspacken. Ein Partner für das Paid-Catering-Produkt steht noch nicht fest. Dieser soll erst in den nächsten Monaten vorgestellt werden. Hinsichtlich dem geplanten Angebot betont Swiss, dass man „regionale und frische Produkte“

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AUA startet Paid Catering: Künftig nicht mal mehr kostenfreies Wasser

Auf Flügen unter 180 Minuten wird es ab dem Frühjahr 2021 bei Austrian Airlines nicht einmal mehr ein Glas Wasser kostenlos geben. Der Carrier wird für Speisen und Getränke in der Economy-Class zur Kasse bitten. Unter der Geschäftsleitung des Vagn Sörensen wurde dies im Jahr 2004 schon einmal eingeführt und die AUA flog damit regelrecht auf die Schnauze. Nachfolger Alfred Ötsch machte diesen Schritt sofort rückgängig. Die Konzernmitglieder Lufthansa und Swiss werden in der Economy-Class auf der Kurzstrecke ebenfalls Paid-Catering einführen, doch dort werden die Passagiere zumindest eine kostenfreie Wasserflache erhalten. Austrian Airlines, stets betont sich selbst als „Premium-Airline“ darzustellen, vergönnt ihren Gästen künftig nicht mal mehr Wasser. Da man ohnehin schon für das Gepäck zur Kasse bittet, gehen nun die letzten Unterscheidungsmerkmale gegenüber der Lowcoster Ryanair, Easyjet und Wizzair verloren. Doch warum ist Austrian Airlines selbst eine Wasserflasche zu teuer? Die Belegschaft wurde lapidar dahingehend informiert, dass die Wettbewerbssituation in Wien nicht mit jener in Frankfurt und München vergleichbar wäre. Daher habe man entschieden, dass für das Catering zu bezahlen ist und fertig. Weiter geht man auf diesen Aspekt gar nicht ein. Intern ist allerdings ein anderer Grund zu hören: Die Erfahrungen mit dem Paid-Catering Anfang der 2000er Jahre sollen insbesondere deshalb negativ gewesen sein, weil damals weiterhin ein Becher Wasser kostenfrei angeboten wurde. Dies habe dazu geführt, dass der Absatz der sonstigen Getränke annähernd bei Null war, da der spontane Durst ohnehin durch das Gratis-Wasser gestillt war. Unter dem Aspekt dieser Erfahrung habe man entschieden, dass es bei

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Etihad nimmt Abu Dhabi-Tel Aviv auf

Nachdem bereits einige israelische Carrier Flugverbindungen von Tel Aviv nach Dubai angekündigt haben, zieht nun Etihad Airways nach: Der Golfcarrier kündigt die Aufnahme einer täglichen Verbindung von Abu Dhabi nach Tel Aviv an. Diese soll am 28. März 2021 aufgenommen werden. Etihad will diese in die Wellen einbinden, so dass Umstiege zu zahlreichen Destinationen ermöglicht werden. Die Route soll zunächst mit Mittelstreckenjets des Typs Airbus A321 bedient werden. Die Aufnahme von Flugverbindungen zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel ist die Folge daraus, dass die beiden Staaten die jahrzehntelange Eiszeit gebrochen haben, offizielle diplomatische Beziehungen aufgenommen haben und sich ein gemeinsames Luftfahrtabkommen auf die Beine gestellt haben. Anfang des Jahres wäre das noch unvorstellbar gewesen. Auch mit Bahrain und Jordanien einigte sich Israel auf entsprechende Verträge, die zu neuen Flugverbindungen führen werden.

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Hessen verbrennt 18.600 Euro pro Tag in Kassel-Calden

Von Anfang an war der Flughafen Kassel-Calden umstritten, denn Frankfurt am Main, Paderborn und Hannover sind rasch erreichbar. Als unnötige Vernichtung von Steuergeldern wurde die Errichtung des Airports von Kritikern bezeichnet. Aufgrund der Corona-Pandemie ist nun noch weniger los und die Verluste häufen sich weiter. Das Verkehrsaufkommen hält sich schon von Anfang an in sehr eng gesteckten Grenzen. Viele Ferienflüge müssen mangels Nachfrage abgesagt werden. Typische Städteziele gibt es nicht. Lediglich Sundair bietet ein paar Warmwasserziele an, jedoch sinkt die Anzahl der Flugbewegungen immer weiter. Aufgrund der Corona-Pandemie sind laut Hessischem Rundfunk bis Jahresende nur 19 Ferienflüge ab Kassel-Calden geplant. Rechnerisch wären das maximal zwei bis drei Flüge pro Woche, wobei die Tendenz, dass die eine oder andere Rotation gestrichen werden könnte, durchaus hoch ist, denn Deutschland deckt die Welt mit Reisewarnungen und Quarantänepflicht regelrecht ein. Das wirkt sich negativ auf die Nachfrage aus. Dazu kommt, dass sich Sundair in einem so genannten Schutzschirmverfahren befindet. Das Land Hessen, mit 68 Prozent Anteil der größte Gesellschafter, rechnet mit einem Rückgang von 70 Prozent. Laut hessischem Rundfunk geht der Flughafen Kassel-Calden sogar von noch weniger Passagieren aus. Der Betrieb ist auch ganz ohne Corona-Pandemie schwer defizitär: Im Vorjahr lag das Minus bei 5,6 Millionen Euro. Der HR rechnet vor, dass das Land Hessen pro Tag 18.600 Euro in den Regionalflughafen pumpt. Die Zuschüsse der weiteren Gesellschafter, die allesamt der öffentlichen Hand angehören, sind da noch gar nicht eingerechnet. Für das Jahr 2020 sind derzeit Landeszuschüsse in der Höhe von 6,8 Millionen Euro

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München: Zoll fing Doping-Großlieferung ab

Genauer hinschauen kann sich besonders für Zöllner immer wieder lohnen. So passiert in München, denn den Beamten der deutschen Zollbehörde gelang es große Mengen Dumpingmittel abzufangen. Diese wurden in je zweiwöchigem Abstand von Bulgarien aus nach Mexiko geschickt. Die Luftfracht wurde am Flughafen München umgeladen und da hier die Europäische Union verlassen wird, schauten die Zöllner besonders genau hin: Laut Medienerklärung wurden etwa 20.000 Tabletten, 3.100 Ampullen und mehr als 400 weitere illegale Dopingmittel gefunden und sichergestellt. Diese befanden sich in Paketen, die von Bulgarien aus an Privatadressen in Mexiko geschickt wurden. Zum Verhängnis wurde der Zwischenstopp in München und die dortige Aufmerksamkeit der Beamten der Zollbehörde, die den Schwarzmarktwert mit „mehreren Hunderttausend Euro“ bezifferte. In Zusammenarbeit mit Bulgarien und Mexiko wird nun ermittelt.

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200 Bewerber wollen in den Chefsessel von Air Malta

Es gibt Jobs, die will keiner machen und es gibt welche, die heiß begehrt sind. Scheinbar ist der vakante Chefsessel bei Air Malta so begehrenswert, dass mehr als 200 Interessenten ihre Bewerbung eingereicht haben. Dies bestätigte Wirtschaftsminister Silvio Schembri auf Anfrage. Das Regierungsmitglied ist überwältigt davon wie viele Menschen sich beworben haben und sieht dies auch als positives Signal. Die Bewerbungen werden nun geprüft und eine Entscheidung soll in den nächsten Wochen getroffen werden. Da sehr viele hochqualifizierte Bewerber aus aller Welt dabei sind, könnte sich das Auswahlverfahren tatsächlich „einige Wochen“ hinziehen. Dem Vernehmen nach soll sich auch zumindest ein Airline-Manager aus Österreich um den Job beworben haben. Zur Identität gibt es keinerlei Angaben. Air Malta ist auf der Suche nach einem neuen Chef, denn das „Urgestein“ Clifford Chetcuti trat im August 2020 überraschend zurück. Der Manager arbeitete sich seit 1987 vom Co-Piloten bis hin zum CEO hoch. Er stand dem Carrier seit 1. September 2018 vor. Als Grund für seinen Rücktritt nannte er private Gründe. Durchgehend war Chetcuti aber nicht bei Air Malta, denn er machte für einige Jahre einen Ausflug zu Qatar Airways als Vice-President Flight Training.

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