Dezember 9, 2020

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Dezember 9, 2020

TAP verscheuert Langstreckenflüge für 75 Euro

Die portugiesische Fluggesellschaft TAP versucht derzeit offensichtlich krampfhaft an Geld zu kommen. Derzeit bietet man Flüge in die Vereinigten Staaten von Amerika und nach Brasilien ab 75 Euro (oneway) an. Der Carrier verdient an diesen Langstreckentarifen rein gar nichts, jedoch dürfte es eher darum gehen möglichst viel Geld einzusammeln. Die Finanzlage des Unternehmens gilt als stark angespannt und die Regierung deutete an, dass gar die Liquidation eine Option ist. Ohne Staatshilfe wird TAP wohl schwer überleben. Die Gewerkschaften stemmen sich gegen den Sanierungsplan, der als Bedingung für die Ausbezahlung der staatlichen Beihilfe im Raum steht. Mitbewerber Ryanair kündigte bereits eine Klage an.

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Gol setzt Boeing 737 Max wieder kommerziell ein

Die brasilianische Fluggesellschaft Gol setzt als weltweit erster Carrier das Muster Boeing 737 Max wieder kommerziell ein. Erst Ende November 2020 hatte die lokale Luftfahrtbehörde das Flugverbot aufgehoben. Vorerst soll die Max allerdings nur im Inland fliegen. Jene sieben Exemplare, die Gol bereits in der Flotte hat, sollen schrittweise bis Jahresende reaktiviert werden. Für die Wiederinbetriebnahme habe man mit den rund 140 Piloten ein spezielles Training in den Vereinigten Staaten absolviert, so der Carrier in einer Medienaussendung. Gol erwartet die Auslieferung von 95 weiteren Boeing 737 Max. Der erste kommerzielle Flug nach über 20 Monaten Zwangs-Grounding wurde am Mittwoch auf der Strecke Sao Paulo-Porto Alegre durchgeführt. Für Europa veröffentlichte die EASA bereits eine Lufttüchtigkeitsanweisung, so dass mit einer Wiederzulassung im Jänner 2021 zu rechnen ist. Die FAA gab bereits grünes Licht. Abwartend verhält sich die Zivilluftfahrtbehörde von China, die die Ermittlungsergebnisse der beiden fatalen Abstürze abwarten will.

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Michael Knitter verlässt Eurowings

Eurowings-Geschäftsführer Michael Knitter wird mit Ende März 2021 das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen. Auf ihn folgt der momentane Austrian-Airlines-COO Jens Ritter. Per 1. April 2021 wird der zuletzt genannte Manager in die Geschäftsleitung des Lufthansa-Billigfliegers einziehen. Der Carrier wird künftig von Jens Bischof (CEO), Frank Bauer (CFO) und Jens Ritter (COO) geleitet. „Wir sind Michael Knitter zu großem Dank verpflichtet“, sagte Christina Foerster, Vorsitzende des Eurowings Aufsichtsrats. „Seit mehr als fünf Jahren steht Michael Knitter bei Eurowings für fliegerische Exzellenz, Kontinuität und Beständigkeit in Zeiten großer Veränderung.“ Knitter hat die Flugbetriebs-Organisation in den vergangenen Jahren so aufgestellt, dass Eurowings inzwischen regelmäßig zu den pünktlichsten Airlines Europas zählt.

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Austrian Airlines baut den Vorstand um

Austrian Airlines baut mit Jahreswechsel das Führungsteam auf. Der momentane Chief Commercial Officer und Finanzchef, Andreas Otto, wird die Lufthansa Group verlassen und sich einer neuen Herausforderung stellen. Die Finanzagenden werden künftig von Alexis von Hoensbroech selbst wahrgenommen. Neuer CCO wird der derzeitige Swiss-Manager Michael Trestl. Chief Operating Officer wird Germanwings-Geschäftsführer Francesco Sciortino. Jens Ritter wechselt in die Geschäftsleitung von Eurowings und wird dort die Funktion dies COO übernehmen. Der Manager ist erst seit Anfang 2020 im Vorstand der Austrian Airlines. „Ich bedauere sehr, dass wir mit Andreas Otto einen erfahrenen Branchenkenner sowie eine geschätzte Führungspersönlichkeit verlieren, die den Lufthansa Konzern über viele Jahre maßgeblich mitgestaltet hat. Ich danke Andreas Otto für sein langjähriges und erfolgreiches Wirken und wünsche ihm für seine Zukunft alles Gute“, so Aufsichtsratsvorsitzende Christina Foerster. Jens Ritter verlässt Austrian Airlines mit Ende März 2021. Er war rund fünf Jahre lang für Austrian Airlines im Management tätig und wurde Anfang 2020 in den Vorstand berufen. Ritter wird bei Eurowings die Funktion des Chief Operating Officers übernehmen. Sein Nachfolger bei der AUA ist Francesco Sciortino, der am 1. April 2021 in das Leitungsgremium einziehen wird. Derzeit ist er Geschäftsführer und Accountable Manager bei Germanwings. Der Eurowings-Wetlease-Carrier wird abgewickelt. „Ich danke Jens Ritter für fünf Jahre bei Austrian Airlines, in denen er der österreichischen Airline durch seinen unermüdlichen Einsatz sowie hohen Qualitätsanspruch auf jeden Fall seinen Stempel aufgedrückt hat. Ich wünsche ihm für seine neue Herausforderung bei Eurowings viel Erfolg“, sagt Christina Foerster, Aufsichtsratsvorsitzende von Austrian Airlines. „Ich freue

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MUC finalisiert „Ausbau Flughafenzubringer Ost“

Nach zweieinhalb Jahren und der Neuerrichtung von über sechs Kilometer neue Straßen und vier Brückenbauwerke steht das Bauprojekt „Ausbau Flughafenzubringer Ost“ den Verkehrsteilnehmern zur Verfügung.  Deutliche Verbesserung der Verkehrsqualität für Passagiere, Berufspendler und Besucher aus dem Flughafen-Umland, die den Münchner Airport über den sogenannten Flughafenzubringer Ost ansteuern: Durch die Verlängerung des Südrings und der Erdinger Allee (Staatsstraße 2584) im Nordosten des Airportgeländes sowie den vierstreifigen Ausbau des Flughafenzubringers zwischen der Kreisstraße ED 5 und der Flughafentangente Ost wird die Kapazität des Straßennetzes in diesem Bereich verdoppelt. Die Flughafen München GmbH (FMG) hat insgesamt rund 30 Millionen Euro in dieses Straßenbauprojekt investiert. Jost Lammers, Vorsitzender der FMG-Geschäftsführung begrüßt die neue Verkehrsführung im Osten als einen wichtigen Meilenstein bei der Verbesserung der Anbindungsqualität des Airports: „Damit werden die täglichen Staus und Verzögerungen auf den östlichen Zufahrtswegen, unter denen so viele Verkehrsteilnehmer zu leiden hatten, hoffentlich ein Ende haben. Ich freue mich sehr darüber, dass wir diese wichtige Ausbaumaßnahme trotz der Covid-19-Krise im vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmen abschließen konnten.“ Der Ausbau wurde in zwei Bauabschnitten realisiert. Für die Baumaßnahmen waren insgesamt 220.000 Kubikmeter Erdbewegungen erforderlich – das entspricht rund 22.000 Lkw-Fuhren. Flankierend zur Straßenführung wurden drei Hektar Grünflächen angelegt und rund 7.500 Gehölze gepflanzt.

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Die ersten Flugtaxis in Singapur

Volocopter hat heute die Zusage bekommen, Flugtaxidienste in Singapur zu etablieren. In Zusammenarbeit mit der Behörde für wirtschaftliche Entwicklung in Singapur (Economic Development Board, EDB) und der Zivilluftfahrtbehörde (Civil Aviation Authority of Singapore, CAAS) plant das deutsche Unternehmen, entsprechende Services innerhalb der nächsten drei Jahre zu realisieren. Singapur will als erste Stadt in Asien kommerzielle Flugtaxidienste einführen. Das deutsche Unternehmen ist seit etwa zwei Jahren in dem Stadtstaat tätig und hat dort bereits Testflüge absolviert. Sie könnten einmal Taxis, Züge, Busse oder Kleinflugzeuge ersetzen – doch bis es so weit ist, werden so genannte eVTOLs (Electric Vertical Takeoff and Landing) zuerst als Ersatz für Hubschrauber dienen, die Touristen zum Sightseeing in luftige Höhen bringen. Damit ist der erste Usecase für die gehypten Flugtaxis klar. Denn der südostasiatische Stadtstaat Singapur und das deutsche Startup Volocopter haben diesbezüglich eine Vereinbarung getroffen. Geplant ist, die Zweisitzer, die einem Hubschrauber ähneln, zuerst im Tourismus einzusetzen. Die erste Route wird voraussichtlich eine touristische Route entlang der südlichen Küste sein, die Ausblicke auf die Skyline der berühmten Marina Bay bietet. Wie viel diese Flüge kosten werden, steht eigentlich schon fest. In einer Marketing-Aktion konnten sich Interessierte bereits um jeweils 300 Euro Tickets für die ersten Flüge kaufen, wie trendingtopics.at berichtet. Volocopter-Flugtaxis sind emissionsfreie, elektrisch angetriebene Luftfahrzeuge, die senkrecht starten und landen. Sie sind als Ergänzung zur städtischen Mobilität konzipiert und fliegen bis zu zwei Passagiere direkt und leise an ihr Ziel. Als solche werden sie eine ganz neue Dimension der Lebensqualität in Städten bieten.

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VC begrüßt Europäische Initiative für bessere Sozialstandards im Luftverkehr

Acht Europäische Verkehrsminister fordern in einer gemeinsamen Erklärung einen „sozial verantwortlichen“ Luftverkehr in Europa. Das zugrundeliegende Ziel ist es, in der Europäischen Luftfahrt eine Ausgewogenheit zwischen wirtschaftlichen und wettbewerbsrechtlichen Aspekten einerseits sowie sozialen und arbeitnehmerrechtlichen Aspekten andererseits herzustellen. Österreich, Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande und Portugal haben das Dokument „COVID-19 Recovery: Towards Socially Responsible Connectivity“ unterzeichnet. Die Vereinigung Cockpit begrüßt diese Initiative und fordert eine breite Anerkennung der Ziele durch alle Mitgliedstaaten der EU und für ganz Europa.  Ausgerechnet Deutschland lässt den Füller noch stecken und beteiligt sich vorerst nicht an der Initiative. „Von deutscher Seite – auch vor dem Hintergrund der aktuellen Ratspräsidentschaft – hätten wir uns ein Mitzeichnung der Erklärung gewünscht. Wir hoffen auf eine Mitzeichnung im Anschluss an die Ratspräsidentschaft. Ein klares Bekenntnis auch von Deutschland zu starken Arbeitnehmerrechten und sozialen Absicherungen ist für die deutschen ebenso wie alle europäischen Beschäftigten ein wichtiges und notwendiges Signal“, heißt es in dem Rundschreiben. „Wir begrüßen diese Initiative ausdrücklich. Diese Erklärung ist ein notwendiger Schritt beim Wiederanfahren des Luftverkehrs in Europa und wir hoffen auf breite Unterstützung in Politik und Gesellschaft. Natürlich sind wir enttäuscht, dass Deutschland bei dieser wichtigen Initiative nicht mitzieht, aber Europa wird auch so seinen Weg zu mehr Gerechtigkeit finden. Das Ungleichgewicht zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern muss jetzt beseitigt werden. Ansonsten laufen wir Gefahr, dass sich die Probleme nach der Krise noch ausweiten und verstetigen. Statt Dumpinglöhne, Tarifflucht oder erzwungener Scheinselbstständigkeit und anderer prekärer Beschäftigungsverhältnisse brauchen wir faire Löhne, sichere Arbeitsplätze und ein gemeinschaftliches

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Air Serbia: Staat greift nur unter die Flügel, wenn …

Die teilstaatliche Air Serbia steht vor dem Konkurs. Die Pandemie hat das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht. Rückendeckung bekommt sie von der serbischen Regierung: „Es ist klar, dass wir unsere Fluggesellschaft unterstützen werden“, so Finanzminister Siniša Mali. Das sei jedoch nur möglich, wenn die Airline einen geeigneten Umstrukturierungsplan vorlegen kann. Dieser müsse alle europäischen Auflagen über staatliche Beihilfen erfüllen, ansonsten würde kein Cent an das angeschlagene Unternehmen fließen, so Mali weiter. Obwohl Serbien kein Mitglied der Europäischen Union ist, muss der Balkan-Staat die Vorschriften der EU einhalten, um seine Beitrittsverhandlungen nicht zu gefährden. Zum zweiten Mal in sechs Jahren wird die Fluglinie umgekrempelt. Unter anderem sollen Mitarbeiter entlassen und unrentable Strecken eingestellt werden, um sparsamer in die Zukunft zu fliegen, wie das Luftfahrtportal Exyuaviation berichtet. Air Serbia befindet sich zu 51 Prozent im Besitz des Staates, weitere 49 Prozent gehören seit 2013 der Etihad.

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Zeitfracht: Pilatus PC-12 für German Flight Camp

Während andere Unternehmen ihre Flotten stilllegen, verstärkt eine Pilatus PC-12 ab sofort die Flotte der Zeitfracht Flugschule German Flight Camp.  Das Flugzeug ist ein Mehrzweckflugzeug des schweizerischen Flugzeugherstellers Pilatus Aircraft mit einem Propeller, der „single engine turbine“. Das Zeitfracht Flugzeug ist bereits mit dem neuen und weltweit einmaligen Siebenblatt-Propeller von MT-Propeller aus Straubing ausgestattet, der gerade die EASA-Zulassung bekommen hat. Das Besondere an der PC-12 sind unter anderem das 1200 PS leistungsstarke Turboprop-Triebwerk und die geräumige Druckkabine. Beides macht den Turboprop zu einem sehr universell einsetzbaren und effizienten Flugzeug. Der Turboprop hat eine Länge von 14,40 Metern und eine Spannweite von 16,28 Metern. Er ist leer knapp 3.000 Kilogramm schwer und kann mit einem Gewicht von maximal 4.740 Kilogramm starten. Er habe eine Reichweite von knapp 3.000 Kilometern und fliege bis zu einer Höhe von knapp über 9000 Metern mit einem Verbrauch von lediglich 250 Litern Kerosin pro Stunde, womit der Turboprop eines der effizientesten Luftfahrzeuge dieser Größe sei, teilt das Unternehmen heute mit.

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Indonesia Air Asia verhandelt über Zahlungsaufschub

Der Indonesien-Ableger von Air Asia steht bei Leasinggebern mit rund 21,7 Millionen U.S.-Dollar in der Kreide und will mit diesen nun über weiteren Zahlungsaufschub verhandeln. Dies teilte die Konzernmutter über eine Börsennachricht mit. Der Schuldenberg ist allerdings noch um einiges höher, denn auch bei Wartungsbetrieben, Versicherungen, Krankenversicherung und Administrationskosten hat man Zahlungsrückstände. Diese werden mit 17,9 Millionen U.S-Dollar beziffert. Von den insgesamt 77 Airbus A320-200, die von zehn verschiedenen Lessoren geleast werden, sind derzeit nur 15 Stück im Einsatz. „Die Verschiebung der Zahlungen an die Leasinggeber hat dem Unternehmen geholfen, sich auf operative Dienstleistungen für Passagiere zu konzentrieren, um Cashflow aus Verkäufen zu erzielen“, so Indonesia-Air-Asia-Corporate-Secretary Indah Permatasari Saugi. Das Unternehmen will auch mit Zulieferern, insbesondere im Treibstoffbereich, über Zahlungsaufschub verhandeln. Die Höhe der Schulden in diesem Bereich wurde von der Konzernmutter nicht näher benannt. Auch ein Darlehen einer indonesischen Bank soll später zurückbezahlt werden.

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