November 7, 2023

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November 7, 2023

Ryanair will dank hohem Gewinn wieder Dividenden ausschütten

Bei der Billigfluggesellschaft Ryanair scheint das laufende Geschäftsjahr, das Ende März 2024 endet, besser zu laufen als ursprünglich angenommen. Das Management korrigiert die Gewinnprognose nach oben und prognostiziert einen Überschuss zwischen 1,85 und 2,05 Milliarden Euro. Zunächst hatte Ryanair für das aktuelle Geschäftsjahr überhaupt keine Gewinnprognose abgegeben. Dies wurde mit verschiedenen unberechenbaren Faktoren wie dem Krieg in der Ukraine begründet. Die Vorperiode konnte der irische Konzern mit einem Überschuss von 1,3 Milliarden Euro abschließen. Somit rechnet man nun mit einer signifikanten Steigerung. An die Aktionäre sollen zunächst 400 Millionen Euro ausgeschüttet werden. Dieser Betrag setzt sich aus einer Dividende in der Höhe von 35 Cent pro Aktie zusammen. Die Summe ist zunächst für das laufende Geschäftsjahr vorgesehen. Künftig will man 25 Prozent des jeweiligen Vorjahresgewinn als Dividende ausbezahlen. Ryanair schließt auch nicht aus, dass es wieder zu Sonderausschüttungen und Aktienrückkäufen kommen konnte. Dies war vor der Corona-Pandemie durchaus üblich. Der Umsatz ist im zweiten Quartal (Juli bis September 2023) auf 4,9 Milliarden Euro gestiegen. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum konnte sich die Ryanair Group somit um 23 Prozent verbessern. Gleichzeitig hat man 11 Prozent mehr Passagiere an Bord gehabt. Bemerkenswert ist auch, dass Ryanair selbst angibt, dass die durchschnittlichen Ticketerlöse um 14 Prozent erhöht waren. Der Überschuss wird mit 1,5 Milliarden Euro kommuniziert.

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Air Nostrum lässt Passagiere zu Gunsten von Fußballern sitzen

Die spanische Fluggesellschaft Air Nostrum hat sich ordentlich Ärger eingehandelt, denn man hat ein Fußballteam vor den Augen von zahlenden Passagieren befördert, jedoch den eigentlich geplanten Flug gestrichen und die Reisenden sitzen gelassen. Die bevorzugte Behandlung für die hochbezahlten Kicker stieß den betroffenen Passagieren sauer auf. Passiert ist folgendes: Das eigentlich für die Fußballer des FC Sevilla geplante Flugzeug ist kurzfristig ausgefallen. Air Nostrum hat dann einen Linienflug gestrichen und mit diesem die Fußballer befördert. Zum Ärgernis der Passagiere hat man sich nicht einmal die Mühe gegeben dies zu kaschieren. Die eigentlichen Fluggäste mussten sogar aussteigen und am Gate ausharren. Ihr Flug wurde gestrichen. Vor ihren Augen stiegen dann die Fußballer ein und flogen mit der Maschine. Im Nachgang bedauert Air Nostrum die Situation.

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Günther Ofner: „Luftfahrt wird aus ideologischen Gründen angefeindet“

Die österreichische Aviation-Wirtschaft läuft in den letzten Tagen regelrecht Sturm gegen das luftfahrtfeindliche Klima, das unter anderem vom grün geführten Verkehrsministerium vorgegeben wird. Mit Hilfe von Studien widerlegt man Aussagen, die das Fliegen als besonders klimaschädlich darstellen. Erst kürzlich wurde aufgrund einer Studie bekannt, dass die Einstellung von Inlandsflügen nicht zu einer Verlagerung auf die Schiene geführt hat, sondern auf die Straße. Die überwiegende Mehrheit der Reisenden wollen von Bahnanreisen bzw. Air-Rail-Produkten nichts wissen und fahren stattdessen lieber mit dem Auto nach Wien oder München. Dadurch entstehen höhere Kohlenstoffdioxid-Emissionen gegenüber dem Flugzeug. Dieser Umstand wird jedoch – vermutlich aus ideologischen Gründen – von Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne), die selbst gerne Privatjets nutzt, gar nicht erwähnt. Bislang hält man eisern am Plan fest, dass Inlandsflüge „aus dem Verkehr gezogen werden“ sollen. Der im Rahmen des Future Business Austria – Standort- und Infrastruktursymposiums vorgestellte Österreichische Infrastrukturreport 2024 dokumentiert klare Handlungsempfehlungen der heimischen Managerinnen und Manager für die Zukunft der österreichischen Luftfahrtinfrastruktur. Die repräsentative Befragung für den Österreichischen Infrastrukturreport 2024 konstatiert entsprechende Zukunftserwartungen an die heimische Luftfahrtpolitik: 73 Prozent der Befragten wünschen sich, dass die Rolle des Flughafen Wien als Luftverkehrsdrehkreuz gesichert und ausgebaut werden soll. 56 Prozent der heimischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus der Wirtschaft erwarten zudem, dass die Kapazitäten der heimischen Flughäfen erhöht und multimodale Anbindungen verbessert werden sollen. „Der gezielte Infrastrukturausbau ist von immenser Bedeutung für den heimischen Wirtschaftsstandort und sorgt für Wohlstand, Wachstum und Arbeitsplätze. Dies gelte insbesondere auch für die Luftfahrtinfrastruktur“, so Flughafen Wien-Vorstand Günther Ofner. „Die Luftfahrt

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ADV: PRM-Services werden immer häufiger genutzt

Die Arbeitsgemeinschaft deutscher Verkehrsflughäfen hat festgestellt, dass im ersten Halbjahr des laufenden Jahres so genannte PRM-Services deutlich häufiger genutzt wurden. Knapp 914.000 Passagiere nutzten dieses Service und damit mehr Reisende als vor der Pandemie. Die Nutzung des PRM-Service an den deutschen Flughäfen steigt im ersten Halbjahr 2023.  Im Vergleich liegt das Gesamtpassagieraufkommen zwischen Januar und Juni 2023 noch 26,4 Prozent unter dem Niveau von 2019, während das PRM-Aufkommen im gleichen Zeitraum nur noch 7,7 Prozent unter 2019 liegt. ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel kommentiert die Entwicklung: „Wir möchten den Passagieren mit eingeschränkter Mobilität das Reisen so angenehm wie möglich gestalten. Menschen mit Handicap dürfen in ihrer Mobilität und Reisefreude nicht benachteiligt werden. Daran halten die Flughäfen auch in Zukunft fest und bleiben im Verbund mit den nationalen Behörden und lokalen Behindertenverbänden im Austausch.“

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Hamburg-Vorfall: Polizeigewerkschaft kritisiert Sicherheit an deutschen Flughäfen

Im Nachgang der Geiselnahme am Flughafen Hamburg, die sich am Wochenende ereignet hat, übt die deutsche Polizeigewerkschaft Kritik und fordert signifikante Nachbesserungen, die zum besseren Schutz der deutschen Airports führen sollen. Das unrechtmäßige Eindringen der Klimakleber an verschiedenen deutschen Flughäfen hat eklatante Sicherheitsmängel aufgezeigt. Diese wurden von den Betreibern und punktuell auch von der Bundespolizei regelrecht heruntergespielt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass hinsichtlich der Geiselnahme, bei der eine türkischstämmige Person mit einem Kraftfahrzeug in den Sicherheitsbereich des Hamburger Flughafens eingedrungen ist, zunächst so dargestellt wurde, dass es keine Probleme geben würde. Man könne nicht jeden Quadratzentimeter ständig überwachen und auf das Eindringen mit brachialer Gewalt wäre man nicht vorbereitet. Wohlaber hätten danach die Sicherheitsketten gegriffen. Eigentlich sollten Verkehrsflughäfen gerade vor Gewaltakten bzw. dem Eindringen mit brachialer Gewalt geschützt werden. Insofern zeigt der Vorfall in Hamburg neuerlich auf, dass eklatante Mängel bestehen. In dieses Horn bläst auch Heiko Teggatz, Vorsitzender der deutschen Polizeigewerkschaft, denn er kritisiert, dass mittlerweile Weihnachtsmärkte mit Betonbarrieren gesichert werden müssen, jedoch gäbe es für die Betreiber von Airports kaum Auflagen. Gegenüber der DPA sagte er unter anderem, dass dies unverständlich wäre. Auch verweist er darauf, dass das Eindringen der Klimakleber bereits geigt habe, dass die Absicherung unzureichend ist. Geschehen wäre danach aber nichts. Die Forderung, die in Richtung Politik lautet, dass diese die gesetzlichen Regelungen verschärfen müsse. Dies würde zu einer besseren Absicherung der Airports führen.

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Österreich: Vier von zehn Hotels wurden teurer

Auf Kraft und Rückenwind bei der Bewerbung des Winters setzt  Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung. Denn trotz Rekordnächtigungen fällt das Resümee über den Sommer infolge der Kostenanstiege bei 4 von 10 Hotels zurückhaltend aus. Für den anlaufenden Winter ist die Buchungslage schwächer: „Was bisher bei den Hotels eingelangt ist, liegt hinter den kolportierten Urlaubsplänen aus den Hauptmärkten“, verweist er auf die repräsentative Branchenbefragung der ÖHV mit 225 teilnehmenden Leitbetrieben. 42% der befragten Hotels gehen von einem Nächtigungsrückgang im Winter aus, wenn die Buchungen nicht noch anziehen. Die Beobachtungen der Branche decken sich mit den Prognosen des WIFO: Dieses sieht das Nächtigungsniveau im vierten Quartal leicht über dem schwachen Vergleichszeitraum des Vorjahrs und die preisbereinigte Bruttowertschöpfung um immer noch satte 9% unter dem vierten Quartal des Vorkrisenjahrs 2019. Da besteht Handlungsbedarf: „Der Wintertourismus ist das österreichische Erfolgsprogramm schlechthin, von dem viele Regionen leben. Gleichzeitig steht er wetter- und klimabedingt auf wackligeren Beinen, als viele es wahrhaben wollen, und bekommt noch dazu in der öffentlichen Debatte eine Breitseite nach der anderen ab. Um da erfolgreich sein zu können, braucht es breites Commitment auf höchster Ebene, mehr Mittel und vor allem eine Strategie, die mit den Vordenkern der Branche ausgearbeitet wird“, so Gratzer. In der derzeit schwierigen Konjunkturlage punkten viele Hotels – laut ÖHV-Inside jedes zweite – mit Zurückhaltung bei den Preisen: Wo möglich, geben die Unternehmen Kostenanstiege nur zum Teil weiter und kommen so den Gästen im Sparstrumpf entgegen. Denn die senken zu 2/3 die Nebenausgaben, kürzen zu 57 % die

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ÖPNV: Vida fordert Festhalten an Direktvergabe im Bahnverkehr

Die österreichische Gewerkschaft Vida stemmt sich massiv dagegen, dass die in Österreich noch übliche Direktvergabe im Eisenbahnverkehr beendet werden soll. Ähnlich wie in anderen EU-Staaten soll künftig ausgeschrieben und an den Bestbieter vergeben werden. In Deutschland, wo schon länger ausgeschrieben wird, sind die Ergebnisse äußerst unterschiedlich. In vielen Fällen ging der Zuschlag an private Anbieter. Manchmal führte dies tatsächlich zu signifikanten Verbesserungen, jedoch ist die Kehrseite leider auch, dass es punktuell sogar zu Pleiten der privaten Bahngesellschaften führte und dann mittels Notvergaben andere Unternehmen einspringen mussten. Auch gelingt es manchen Bahngesellschaften nicht pünktlicher als die Deutsche Bahn zu sein, sondern die Verspätungen sind mitunter sogar häufiger und höher als beim Platzhirsch. Ein einheitliches Bild gibt es nicht, weil es tatsächlich Region für Region und Vergabelos für Vergabelos äußerst unterschiedlich ist. In Österreich ist private Eisenbahngesellschaften, die eigenwirtschaftlich verkehren, durchaus üblich. Als Beispiele hierfür wären die Westbahn und Regiojet zu nennen. Auch gibt es im Nahverkehr punktuell private Gesellschaften, jedoch ist der signifikante Unterschied, dass diese schon seit vielen Jahren auf eigener Infrastruktur verkehren und nicht im Rahmen von Péage-Verträgen, wobei es auch hier ein paar Ausnahmen gibt. Der Großteil des ÖPNV wird aber im Rahmen von Direktvergaben an die Österreichischen Bundesbahnen vergeben. Geht es nach der Gewerkschaft Vida, dann soll das auch genau so bleiben. Dass sich der ÖPNV vorne und hinten nicht rechnet und auf öffentliche Zuschüsse angewiesen ist, ist allgemein bekannt. In Österreich hat sich die Praxis aber stark gewandelt, denn einst waren im Busverkehr Postbus und Bahnbus

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Japan: ANA meldet Rekordgewinn

Die japanische All Nippon Airways konnte in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres, das am 31. März 2024 endet, einen Rekordgewinn einfliegen. Die ANA Group erreichte daher bei einem Umsatz von umgerechnet etwa 6,53 Milliarden und operativen Kosten von etwa 5,69 Milliarden Euro einen operativen Ertrag von 845,2 Millionen Euro. Dies mündet in einem Nettoergebnis von umgerechnet etwa 607,4 Millionen Euro – fast das Fünffache des entsprechenden Vorjahreswertes. Damit erreichte der japanische Marktführer eine Rekord-Gewinnmarge von 12,9 Prozent. Auch das Nettoergebnis der ersten Jahreshälfte markiert einen historischen Höchststand für die ANA Group. „Aufgrund der Fokussierung auf das Finanzmanagement, der operativen Umsetzung zahlreicher Maßnahmen und der anhaltenden Unterstützung durch unsere Kundinnen und Kunden können wir zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder eine Dividende an unsere Aktionäre ausschütten“, sagte Kimihiro Nakahori, Executive Vice President und Group Chief Financial Officer der ANA Holding. „Die positive Entwicklung der ANA Group untermauert unsere Strategie, das Unternehmen für nachhaltiges Wachstum zu positionieren. Die Ergebnisse der ersten Hälfte des Geschäftsjahres spiegeln den Beitrag unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Erreichung unserer Ziele wider.“ Im Kernbereich Luftverkehr der ANA Group war die Nachfrage nach internationalen und innerjapanischen Passagierreisen stark. Sie wurde gestützt von der Erholung des Inbound-Reiseverkehrs nach Japan und des Freizeitreiseverkehrs. Die Einnahmen lagen deutlich über denen des Vorjahreszeitraums. Die Umsätze stiegen aufgrund der Ausweitung des Geschäftsumfangs, die Rentabilität verbesserte sich dank umfassender Kostenmanagementinitiativen erheblich.

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