Juni 2, 2025

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Juni 2, 2025

Slowakei reaktiviert Tourismuswerbung in Israel

Slovakia Travel, die nationale Organisation zur Förderung des slowakischen Tourismus, hat ihre Präsenz in Israel wieder verstärkt und wirbt nun direkt von Tel Aviv aus für das Land. Gabriela Madrová, die Leiterin der Auslandsvertretung, ist seit Mai von der slowakischen Botschaft aus tätig, um Israel als wichtigen Quellmarkt für Touristen anzusprechen. Israel zählt zu den bedeutenden Herkunftsländern für den slowakischen Tourismus, und man erhofft sich durch die direkte Präsenz eine weitere Steigerung der Besucherzahlen. Matej Fekete, Generaldirektor von Slovakia Travel, betont, daß die aktive Vertretung vor Ort den Einreiseverkehr weiter stärken werde. In Israel präsentiere man die Slowakei als sicheres Reiseland mit vielfältigen Angeboten, von Naturerlebnissen über fast 2000 Thermal- und Mineralquellen bis hin zu UNESCO-Welterbestätten, Burgen, Schlössern und Höhlen. Ein besonderer Fokus liege auf den slowakischen Heilbädern, die für israelische Bürger eine attraktive Möglichkeit zur Entspannung böten. Zudem verweist Madrová auf die Auszeichnung der Slowakei durch den Reiseführer Lonely Planet als eines der Top-10-Reiseziele für 2025, was die Attraktivität des Landes zusätzlich unterstreiche. Bereits auf der Tourismusmesse IMTM 2025 in Tel Aviv präsentierte sich die Slowakei mit Unterstützung der dortigen Botschaft. Dabei stieß das touristische Angebot aus allen Regionen der Slowakei auf großes Interesse bei israelischen Reiseveranstaltern und -büros. Um den erwarteten Anstieg des Reiseverkehrs zu unterstützen, werden Ende Mai Direktflüge von Tel Aviv nach Bratislava und Piešťany aufgenommen, was die Anreise für israelische Touristen erheblich erleichtern dürfte.

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Mann klettert über Flughafenzaun am BER: Kurzzeitige Einschränkungen im Flugverkehr

Am Feiertag Christi Himmelfahrt ereignete sich am Hauptstadtflughafen BER ein sicherheitsrelevanter Vorfall. Nach Angaben der Bundespolizei kletterte ein 26 Jahre alter Mann über den Sicherheitszaun des Flughafengeländes. Einsatzkräfte der Bundespolizei konnten den Mann jedoch relativ zügig stellen, wie eine Sprecherin bestätigte. Der Vorfall ereignete sich am frühen Nachmittag gegen 13.30 Uhr. Der Mann soll bei seiner Feststellung einen verwirrten Eindruck gemacht haben. Weiterhin wurde berichtet, daß er Verletzungen aufwies, weshalb zusätzlich Rettungskräfte zum Ort des Geschehens hinzugezogen wurden, um ihn medizinisch zu versorgen. Die Art und Schwere der Verletzungen wurden zunächst nicht näher bekannt gegeben. Vorläufige Festnahme und Ermittlungen aufgenommen Die Einsatzkräfte der Bundespolizei nahmen den 26-jährigen Mann vorläufig fest. Gegen ihn wurden Ermittlungen eingeleitet. Die Sprecherin der Bundespolizei teilte mit, daß nun wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr sowie wegen des unbefugten Betretens des Vorfelds ermittelt werde. Ein gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr liegt vor, wenn durch Handlungen die Sicherheit des Luftverkehrs konkret gefährdet wird. Das unbefugte Betreten des Vorfelds, also des sicherheitsrelevanten Bereichs eines Flughafens, stellt ebenfalls eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat dar, da es die Sicherheit des Betriebs beeinträchtigen kann. Als Reaktion auf den Sicherheitsvorfall wurden aus Vorsichtsmaßnahmen kurzzeitig Einschränkungen im Flugbetrieb am BER vorgenommen. Eine Sprecherin des Flughafens teilte mit, daß der Flugverkehr für eine gewisse Zeit über nur eine Start- und Landebahn abgewickelt wurde. Diese Maßnahme diente dazu, die Sicherheit auf dem Gelände zu gewährleisten, während die Situation unter Kontrolle gebracht wurde. Keine direkten Auswirkungen auf Passagiere oder Flugpläne Trotz der kurzzeitigen Einschränkung

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Großtender für Passagierterminal des neuen polnischen Flughafens CPK gestartet

Die polnische Gesellschaft Centralny Port Komunikacyjny (CPK) hat ein wettbewerbliches Dialogverfahren zur Auswahl des Generalunternehmers für das Passagierterminal des geplanten neuen CPK-Flughafens eingeleitet. Mit einem geschätzten Wert von über fünf Milliarden Złoty (PLN) handelt es sich um die bisher größte Ausschreibung des Unternehmens in diesem Jahr. Die Unterzeichnung des Vertrags wird für 2026 erwartet, die Fertigstellung des Baus bis Ende 2031. Dieser Schritt stellt eine bedeutende Chance für polnische Bauunternehmen dar und soll die nationale Wirtschaft ankurbeln. Die Ausschreibung für den Generalunternehmer des Passagierterminals ist einer der zentralen Bauaufträge für den neuen Flughafen. Interessierte Unternehmen können ihre Teilnahmeanträge bis zum 29. August dieses Jahres einreichen. In der ersten Phase werden die Teilnahmeanträge geprüft, woraufhin CPK plant, bis zu fünf Bieter zur Phase des wettbewerblichen Dialogs einzuladen. Dieser Dialog soll es CPK ermöglichen, die besten technischen und wirtschaftlichen Lösungen für das komplexe Bauvorhaben zu ermitteln. Der geplante Passagierterminal soll das Herzstück des neuen Flughafens bilden und eine Fläche von etwa 450.000 Quadratmetern umfassen. Zum Vergleich: Der Terminal des Chopin-Flughafens in Warschau erstreckt sich über 165.000 Quadratmeter. Der Hauptterminal wird direkt mit den Flugsteigen verbunden sein. Zum Zeitpunkt der Eröffnung soll der Terminal über fast 140 Check-in-Schalter verfügen, mit der Möglichkeit, diese Zahl auf bis zu 170 zu erweitern. Das Design des Terminals, des Bahnhofs und des Verkehrsknotens stammt von einem Konsortium aus Foster + Partners und Buro Happold in Zusammenarbeit mit über 30 weiteren Firmen. CPK-Chef Dr. Filip Czernicki betonte, daß die Anforderungen in diesem Verfahren darauf abzielen, Unternehmen zu gewinnen,

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Aeroitalia plant Verkauf seiner insolventen Tochter Aeroitalia Regional bis Ende 2025

Die italienische Fluggesellschaft Aeroitalia beabsichtigt, ihre ruhende und insolvente Tochtergesellschaft Aeroitalia Regional bis zum Ende des Jahres 2025 zu verkaufen. Dies teilte der Geschäftsführer von Aeroitalia, Gaetano Intrieri, dem Luftfahrtnachrichtenportal ch-aviation mit. Die Regionalfluggesellschaft, die früher unter dem Namen AirConnect operierte, soll potentiellen Käufern angeboten werden, sobald ihr Restrukturierungsprozess abgeschlossen ist, was voraussichtlich bis Ende dieses Jahres der Fall sein wird. Vier Interessenten für Aeroitalia Regional Laut Intrieri zeigen derzeit vier Parteien Interesse am Kauf von Aeroitalia Regional. Die endgültige Entscheidung über den Verkauf soll jedoch erst nach Abschluß der Restrukturierung getroffen werden. Im vergangenen Jahr gab es in italienischen Medien Berichte, wonach das Start-up Aerolinee Siciliane Aeroitalia Regional übernommen habe, um den eigenen Markteintritt zu beschleunigen und die Notwendigkeit einer eigenen Zertifizierung zu umgehen. Intrieri dementierte dies jedoch und erklärte, daß das Start-up nie ein bindendes Angebot zur Übernahme der Regionaltochter abgegeben habe. Zuletzt betrieb Aeroitalia Regional zuvor zwei Flugzeuge des Typs ATR72-600, die später an die Hauptfluggesellschaft übertragen wurden. Aktuell verfügt die Gesellschaft über keine aktiven Flugzeuge in ihrer Flotte. Die rumänische Zivilluftfahrtbehörde hatte das Air Operator Certificate (AOC) der Fluggesellschaft am 7. November 2024 ausgesetzt, wobei der genaue Grund für diese Entscheidung nicht bekannt gegeben wurde. Das Zertifikat ist weiterhin suspendiert, wurde aber nicht widerrufen. Das Unternehmen trat im Januar 2025 aufgrund seiner Unfähigkeit, steigende Schulden zu bedienen, in ein Insolvenzreorganisationsverfahren ein. AirConnects kurzer Flug und die Übernahme durch Aeroitalia Aeroitalia Regional ging aus der rumänischen Fluggesellschaft AirConnect hervor, welche 2021 gegründet wurde und im März 2023

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Starker Anstieg der Luftfrachtnachfrage im April 2025

Die globale Nachfrage nach Luftfracht hat im April 2025 deutlich angezogen und verzeichnete einen Zuwachs von 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dies gab die International Air Transport Association (IATA) bekannt. Dieser Anstieg baut auf einer bereits soliden Entwicklung im März auf. Als treibende Faktoren für die positive Entwicklung nennt die IATA die saisonale Nachfrage nach Mode- und Konsumgütern, die vorgezogen wurde aufgrund von Änderungen der US-Zollbestimmungen, sowie gesunkene Kerosinpreise. Laut Willie Walsh, dem Generaldirektor der IATA, sind die Aussichten für die Luftfracht angesichts der rekordhohen verfügbaren Kapazitäten und verbesserter Erträge ermutigend. Trotz der erfreulichen Zahlen im April weist Walsh jedoch auf die anhaltenden Spannungen im Welthandel hin. Insbesondere Veränderungen in der Handelspolitik der Vereinigten Staaten würden bereits die Dynamik von Nachfrage und Exporten beeinflussen. Fluggesellschaften müssten in den kommenden Monaten flexibel bleiben, um sich an die sich entwickelnde Situation anzupassen. Ein Blick auf die regionalen Entwicklungen zeigt ein heterogenes Bild. Die stärksten Zuwächse bei der Luftfrachtnachfrage verzeichneten Lateinamerika mit einem Plus von 10,1 Prozent und die Region Asien-Pazifik mit 10,0 Prozent. Nordamerikanische Fluggesellschaften verzeichneten einen Anstieg von 4,2 Prozent, europäische Carrier von 2,9 Prozent und Fluggesellschaften im Nahen Osten von 2,3 Prozent. Afrikanische Fluggesellschaften wiesen ein Wachstum von 4,7 Prozent auf. Auf den wichtigen Handelsrouten gab es überwiegend Zuwächse, wobei Routen wie Europa-Asien und innerhalb Asiens besonders stark performten. Rückläufig war die Nachfrage hingegen auf den Routen Naher Osten-Europa, Afrika-Asien und innerhalb Europas.

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USA stoppen Export von Flugzeugtriebwerken und Technologie an chinesischen Flugzeugbauer COMAC

Die Vereinigten Staaten haben den Export von Flugzeugtriebwerken und anderer luftfahrtbezogener Technologie an die Commercial Aircraft Corporation of China (COMAC) ausgesetzt. Dies berichtete die New York Times am 28. Mai 2025. Laut dem Bericht seien im Rahmen derselben Strategie auch Verkäufe bestimmter US-Technologien wie Halbleiter und Chemikalien gestoppt worden. Dieser Schritt der US-Regierung scheint eine Eskalation der jüngsten Handelsspannungen zwischen den beiden Wirtschaftsmächten darzustellen. Hintergrund der Eskalation: Handelskrieg und kritische Mineralien Nachdem der frühere Präsident Donald Trump einen Handelskrieg mit Zöllen gegen China begonnen hatte, reagierte das Land mit Einschränkungen des Zugangs der USA zu kritischen Mineralien. Die nun erfolgte, jüngste Eskalation der USA scheint eine Reaktion darauf zu sein. Laut der New York Times hatte die US-Regierung erwartet, daß China die Beschränkungen für den Export kritischer Mineralien lockern würde, nachdem sich die Spannungen zwischen China und den USA Anfang Mai 2025 etwas entspannt hatten. Ein schwerwiegender Zollkonflikt zwischen den beiden Ländern war ausgebrochen, nachdem die USA am 2. April 2025 weitreichende Steuererhöhungen gegen Dutzende von Ländern, darunter China, angekündigt hatten. Am 12. Mai 2025 kam es zu einem vorläufigen Waffenstillstand zwischen den beiden Wirtschaftsmächten. Die USA senkten daraufhin die Zollerhöhungen auf chinesische Importe von 145 Prozent auf 30 Prozent, und China reduzierte die Zollerhöhungen auf US-Importe von 125 Prozent auf 10 Prozent. Diese Lockerung der Zölle soll für 90 Tage gelten, wobei eine geringe Anzahl von Importen von der Reduzierung ausgenommen ist. Die New York Times berichtete, daß das US-Handelsministerium einige Lizenzen ausgesetzt hat, die es in den USA

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Flughäfen Wien, München und Zürich starten Werbenetzwerk für digitale Außenwerbung

Die Flughäfen Wien, München und Zürich haben eine Allianz im Bereich der digitalen Außenwerbung (DOOH) ins Leben gerufen. Unter dem Namen „Airport Premium Network“ bieten die drei bedeutenden Verkehrsflughäfen im DACH-Raum Werbekunden ab sofort die Möglichkeit, ihre digitalen Werbeflächen gebündelt zu buchen. Dieses neue Angebot soll maximale Sichtbarkeit an den zentralen Geschäftsdrehkreuzen der Region zu attraktiven Konditionen ermöglichen. Durch die Kooperation können Werbetreibende die hochwertigen digitalen Werbeflächen aller drei Flughäfen in einem einzigen, flexibel buchbaren Paket nutzen. Wolfgang Scheibenpflug vom Flughafen Wien betont die neuen Perspektiven für starke Marken durch die hohe Reichweite und die qualitativen Zielgruppen an den Flughäfen Wien, München und Zürich. Ilse Koinig, ebenfalls vom Flughafen Wien, hebt die vielfältigen und innovativen Werbemöglichkeiten am Standort Wien hervor, die nun auch einfacher über das neue Netzwerk buchbar seien. Das „Airport Premium Network“ vermarktet die DOOH-Premiumflächen der drei Flughäfen gemeinsam und bietet Sonderkonditionen sowie flexible Buchungsmöglichkeiten auf Wochenbasis. Mit insgesamt 2,1 Millionen Geschäftsreisenden monatlich erreichen Werbekunden über 146 Bildschirme im einheitlichen Format eine kaufkräftige Zielgruppe im gesamten DACH-Gebiet. Je nach Kampagnenziel können verschiedene Bereiche der Flughäfen gleichzeitig bespielt werden. Die drei exklusiven Pakete „Business“, „Arrival“ und „Departure“ bieten dabei eine abgestimmte Intensität der Werbeplatzierung.

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Airbus buhlt aggressiv um LOT-Flottenerneuerung: Konkurrenzkampf mit Embraer intensiviert sich

Die polnische Fluggesellschaft LOT Polish Airlines steht vor einer bedeutenden Entscheidung bezüglich der Erneuerung ihrer Kurz- und Mittelstreckenflotte. Im Fokus dieses Wettbewerbs stehen der europäische Flugzeugbauer Airbus und der brasilianische Hersteller Embraer. Während Embraer traditionell ein wichtiger Lieferant für LOT war und über einen gewissen „Heimvorteil“ verfügt, hat Airbus laut Branchenkreisen ein „aggressives“ Angebot für 84 Flugzeuge des Typs A220 unterbreitet. Dieses Angebot umfaßt sowohl die kleinere A220-100 als auch die größere A220-300 Variante und verspricht Liefertermine ab dem Jahr 2027. Airbus scheint entschlossen, LOT, einen langjährigen Betreiber von Embraer-Jets, in sein Kundenportfolio zu integrieren. Airbus sichert Lieferpositionen und argumentiert mit Lufthansa-Verbindung Nach Brancheninformationen hält Airbus derzeit konkrete Lieferpositionen für die A220 im Programm für LOT frei und rechnet mit einer zeitnahen Entscheidung der polnischen Fluggesellschaft. LOT selbst hatte im März eine Entscheidung „in den nächsten Monaten“ angekündigt. Um das Geschäft zu gewinnen, hat Airbus LOT ein umfassendes und, wie das polnische Luftfahrtportal „Rynek Lotniczy“ unter Berufung auf Airbus-Verkaufschef Christian Scherer berichtete, „aggressives“ Angebotspaket geschnürt. Ein zentrales Verkaufsargument von Airbus scheint dabei die Größe der A220 zu sein. Laut Scherer sei die A220 das geeignetere Flugzeug für die von LOT angestrebte, zügige Expansion. Insbesondere die A220-300 böte im direkten Vergleich zur Embraer E195-E2 mehr Sitzplätze. Zudem verweist Airbus auf die potentielle zukünftige Entwicklung einer noch größeren Version, der A220-500, für die LOT bei einem Programmstart als möglicher Abnehmer gehandelt wird. Ein weiteres gewichtiges Argument von Airbus zielt auf das Wachstumspotenzial des osteuropäischen Luftverkehrsmarktes ab. Scherer argumentierte, daß, wenn LOT diese

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Alarmruf der Luftfrachtbranche: Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in Gefahr

Die deutsche Luftverkehrsbranche schlägt Alarm: Die Rahmenbedingungen für die Luftfracht haben sich nach übereinstimmender Ansicht weiter verschlechtert. Der internationale Airline-Verband BARIG (Board of Airline Representatives in Germany) unterstützt daher nachdrücklich ein Positionspapier des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) mit dem Titel „Starke Luftfracht für eine starke deutsche Wirtschaft“, das fünf Kernforderungen zur Stärkung des Standortes formuliert. Auf der Fachmesse transport logistic in München, in deren Rahmen ab dem 2. Juni 2025 die Air Cargo Europe stattfindet, will BARIG diese Themen in den Mittelpunkt rücken. BARIG-Vorstandsvorsitzender Michael Hoppe betont, daß die vorgeschlagenen Maßnahmen zu einer umfassenden Kostensenkung führen und eine weitreichende Entbürokratisierung der Prozesse unerläßlich sei, damit Deutschland im Fracht- und Logistikgeschäft wieder eine Spitzenposition einnehmen könne. Er weist darauf hin, daß die Attraktivität Deutschlands als Frachtstandort für internationale Fluggesellschaften zuletzt deutlich abgenommen habe, was andere Standorte mit niedrigeren Kosten und stärkerer staatlicher Unterstützung begünstige. Hoppe sieht jedoch Spielraum in den nationalen und europäischen Rahmenbedingungen, um hier gegenzusteuern. Die fünf Kernforderungen umfassen die Reduzierung staatlicher Standortkosten, eine einheitliche Umsetzung der EU-Standards für Luftsicherheit, bedarfsgerechte Betriebszeiten an den Luftfracht-Drehkreuzen, eine einheitliche Umsetzung der EU-Zollstandards sowie eine vereinfachte Erhebung der Einfuhrumsatzsteuer. Die Branche argumentiert, daß praxisfern ausgelegte Vorschriften und hohe Abgaben die Wettbewerbsfähigkeit des Luftfrachtstandortes Deutschland zunehmend gefährden und Warenströme ins Ausland abwandern ließen. Die Umsetzung dieser Forderungen durch die Politik sei wesentlich, um die Luftfracht und damit die deutsche Wirtschaft nachhaltig zu stärken.

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Flottenproblem: Blue Islands muss Sommerflugplan 2025 kürzen

Die auf den Kanalinseln ansässige regionale Fluggesellschaft Blue Islands hat einschneidende Maßnahmen ergriffen und 28 Flüge ihres Sommerflugplans, was etwa 13 Prozent des Gesamtangebots entspricht, bis Mitte Juli gestrichen. Dieser Schritt wurde notwendig, um die zuletzt beeinträchtigte Servicezuverlässigkeit wiederherzustellen. Die operativen Störungen der vergangenen Zeit waren primär auf umfangreiche Wartungsarbeiten an der Flugzeugflotte sowie auf anhaltende Verzögerungen in den globalen Lieferketten der Luftfahrtindustrie zurückzuführen. Die Fluggesellschaft steht vor der Herausforderung, ihren Passagieren einen verlässlichen Flugbetrieb zu gewährleisten, sieht sich aber durch externe Faktoren erheblich eingeschränkt. Die Reduzierung des Flugplans betrifft konkret vier der insgesamt achtzehn geplanten Sommerrouten von Blue Islands. Reisende, die Verbindungen von Jersey nach Birmingham, Bristol International und Exeter gebucht haben, sowie Passagiere auf der Strecke von Guernsey nach Southampton müssen mit Flugausfällen rechnen. In einer offiziellen Erklärung versicherte Blue Islands jedoch, dass ein täglicher Mindestverkehr zu den Destinationen Bristol und Exeter aufrechterhalten werde. Ebenso sollen die mehrmals täglich bedienten Verbindungen zwischen Guernsey und Southampton weiterhin größtenteils planmäßig stattfinden. Darüber hinaus betonte die Fluggesellschaft die Sicherstellung wichtiger Dienste wie dringende Patiententransfers zwischen den Inseln und dem Festland sowie den kontinuierlichen Frachttransport, welche Priorität genießen sollen. Ursachen der Betriebsstörungen: Globale Lieferketten und unerwartete Wartungsbedarfe Als Hauptursache für die aktuellen Flottenprobleme nannte Blue Islands die anhaltenden Schwierigkeiten in den globalen Luftfahrt-Lieferketten. Diese Probleme betreffen die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und die Kapazitäten für notwendige Wartungsarbeiten. Konkret führte die Fluggesellschaft aus, dass die Auslieferung eines neuen Flugzeugs, das die Flotte verstärken sollte, sich aufgrund langwieriger Wartungsmaßnahmen durch den Leasinggeber um nahezu vier

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