August 4, 2025

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August 4, 2025

LOT Polish Airlines erhält erste Recaro-Sitze für Flottenmodernisierung

Die polnische Fluggesellschaft LOT Polish Airlines, Mitglied der Star Alliance, hat die erste Lieferung von Flugzeugsitzen des Herstellers Recaro Aircraft Seating entgegengenommen. Die Sitze wurden im polnischen Werk in Świebodzin produziert. Diese Lieferung stellt den Beginn der Ausstattung von insgesamt 13 Maschinen des Typs Boeing 737 MAX 8 dar, die bis Ende 2026 in die Flotte von LOT integriert werden. Die gesamte Bestellung umfaßt rund 14.000 Sitze, die auch in der Airbus A220 Flotte zum Einsatz kommen sollen. Bei den gelieferten Recaro R2-Sitzen handelt es sich um Leichtbaumodelle, die auf hohe Funktionalität und Komfort für die Passagiere ausgelegt sind. Die Ausstattung umfaßt unter anderem 60-Watt-Steckdosen zum schnellen Aufladen von elektronischen Geräten, eine Halterung für Smartphones und Tablets, sechsfach verstellbare Kopfstützen, längere Armlehnen sowie bequeme Rückenlehnen aus speziellem Schaumstoff. Jeder Sitz wiegt unter 10 Kilogramm. Die modulare Bauweise der Sitze soll zudem die Wartung erleichtern und die Betriebsabläufe optimieren. Die Integration der neuen Sitze ist Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms der Flugzeugkabinen von LOT Polish Airlines. Die Boeing 737 MAX 8 Maschinen werden einen komplett neuen Innenlook erhalten, der sich am Design der Polonez Business Lounges in Warschau und Chicago orientiert. Auch die Boeing 787 Dreamliner Flotte soll im Zuge einer Neugestaltung ein frisches Design erhalten, was gleichzeitig den Komfort in allen drei Serviceklassen an Bord erhöhen soll. Mit der Modernisierung der Kabinen reagiert LOT Polish Airlines auf die gestiegenen Erwartungen der Passagiere an Komfort und Ausstattung an Bord. Die Zusammenarbeit mit Recaro Aircraft Seating, einem weltweit führenden Anbieter von Flugzeugsitzen, unterstreicht

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Hamburger Flughafen begrüßt großen Ausbildungsjahrgang 2025

Am Hamburger Flughafen hat der neue Ausbildungsjahrgang begonnen. Insgesamt 21 junge Menschen starteten am 1. August 2025 ihre Ausbildung in den verschiedenen Geschäftsbereichen des Flughafens. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Auszubildenden und dual Studierenden am Flughafen auf 52. Die Nachwuchskräfte erlernen neun unterschiedliche Berufe, die von kaufmännischen und technischen Berufen bis hin zu spezialisierten Tätigkeiten wie der Werkfeuerwehr reichen. Die Ausbildungsleiterin Vanessa Sauer betonte die Einzigartigkeit des Umfeldes am Hamburg Airport. Sie wies darauf hin, daß die Auszubildenden in einer „Stadt in der Stadt“ vielfältige und spannende Aufgaben erwarteten. Dazu gehörten die Arbeit an speziellen Sonderfahrzeugen in der Kfz-Werkstatt, die Instandhaltung der Flughafentechnik und der Einsatz der großen Flugfeldlöschfahrzeuge des Typs Z8 bei der Werkfeuerwehr. Der Hamburger Flughafen legt großen Wert auf die Ausbildung eigener Fachkräfte. Dies spiegelt sich in der Tatsache wider, daß bislang nahezu alle Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluß übernommen werden konnten. Zu den neun angebotenen Ausbildungsberufen gehören unter anderem Elektroniker für Betriebstechnik, Fachinformatiker mit den Schwerpunkten Anwendungsentwicklung und Systemintegration, Industriekaufleute, Kfz-Mechatroniker sowie Servicekaufleute im Luftverkehr. Zusätzlich wird ein Duales Studium der Betriebswirtschaftslehre angeboten. Die Bewerbungsphase für den Ausbildungsstart 2026 hat bereits am 1. August 2025 begonnen. Als Neuerung wird für den kommenden Jahrgang der Beruf „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“ zusätzlich angeboten. Diese kontinuierliche Investition in die eigene Nachwuchsförderung sichert dem Flughafen langfristig qualifizierte Arbeitskräfte und Expertise in einem spezialisierten Arbeitsumfeld.

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Strategischer Wettstreit in London: Heathrow und der Milliardär Arora ringen um den Bau der dritten Start- und Landebahn

Der Ausbau des Flughafens London-Heathrow, einer der größten und wichtigsten Luftverkehrsdrehkreuze der Welt, rückt erneut in den Fokus der Öffentlichkeit. Nach monatelanger Debatte und strategischer Vorbereitung haben der Flughafen selbst und ein privater Investor, der Hotelier Surinder Arora, ihre rivalisierenden Pläne für den Bau einer dritten Start- und Landebahn vorgelegt. Beide Parteien präsentierten ihre Vorschläge nach der Frist der Regierung am 31. Juli 2025. Die beiden Konzepte unterscheiden sich nicht nur in ihren Kosten und technischen Details, sondern auch in ihren strategischen Ansätzen. Während der Flughafen Heathrow sein Projekt als einzigartig positioniert und auf eine schnellstmögliche Realisierung drängt, verspricht die Arora Group eine kostengünstigere und weniger disruptive Alternative. Die Entscheidung der Regierung wird nicht nur die Zukunft des Flughafens prägen, sondern auch erhebliche Auswirkungen auf die britische Wirtschaft und den internationalen Flugverkehr haben. Heathrows „Schaufel-bereites“ Projekt: Ein umfassender Plan mit hohen Kosten Der Flughafen London-Heathrow hat am 1. August 2025 seine Pläne für den Bau einer dritten Start- und Landebahn der Öffentlichkeit präsentiert. Das Projekt, das von Heathrow selbst als „shovel-ready“ (schaufel-bereit) bezeichnet wird, sieht eine 100-prozentige private Finanzierung vor. Der Flughafen schätzt, daß die dritte Start- und Landebahn innerhalb eines Jahrzehntes realisiert werden könnte. Die Kosten allein für die Piste werden mit 27,7 Milliarden Dollar (21 Milliarden Pfund) angegeben. Diese Investition würde es dem Flughafen ermöglichen, seine Kapazität um 750 zusätzliche Flüge pro Tag zu erhöhen und damit die derzeitigen Kapazitätsprobleme zu lösen. Der wahre Umfang des Projekts ist jedoch weitaus größer. Die Gesamtkosten belaufen sich nach Angaben des

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Eurowings erzielt stabile Performance in der ersten Jahreshälfte 2025

Die Fluggesellschaft Eurowings hat die erste Hälfte des Jahres 2025 mit einer starken operativen Leistung und hoher Kundenzufriedenheit abgeschlossen. Von den insgesamt 77.000 durchgeführten Flügen erreichten rund 80 Prozent ihr Ziel pünktlich. Die Zuverlässigkeit der Flüge lag bei 99 Prozent, was in der Branche als sehr hohes Niveau gilt. Die Kundenzufriedenheit, gemessen am Net Promoter Score (NPS), erreichte einen Wert von 47, was die positive Wahrnehmung der Fluggesellschaft durch ihre Passagiere bestätigt. Insgesamt entschieden sich in den ersten sechs Monaten mehr als 10 Millionen Passagiere für Eurowings, Deutschlands größten Ferienflieger. Jens Bischof, CEO von Eurowings, betonte, daß die Airline auf die starke Nachfrage nach touristischen Reisen mit einer deutlichen Ausweitung ihres Programms reagiert habe. Eurowings flog dabei rund 150 Ziele in ganz Europa an. Laut Bischof spiegelt die gute Performance den klaren Fokus auf Qualität, Zuverlässigkeit und Kundenorientierung wider. Diese Ergebnisse seien das Resultat einer starken Mannschaftsleistung und des erfolgreichen Ausbaus von Eurowings zur „Value Airline für Europa“. Diese Strategie wurde auch von der Luftfahrt-Rating-Agentur Skytrax anerkannt, die Eurowings zur „Besten Low-Cost Airline Europas 2025“ kürte. Trotz der stabilen operativen Leistung und der gestiegenen Passagierzahlen weist das Point-to-Point-Geschäftsfeld des Lufthansa Konzerns, zu dem Eurowings und die Beteiligung an SunExpress gehören, zum Stichtag 30. Juni 2025 ein operatives Ergebnis (Adjusted Ebit) von minus 137 Millionen Euro auf. Dieser Verlust ist nach Unternehmensangaben insbesondere auf die weiter steigenden Steuern und Gebühren am Luftverkehrsstandort Deutschland zurückzuführen. Die Zahl der Beschäftigten bei Eurowings stieg auf knapp 5.500. Eurowings positioniert sich als „Value-Airline“ und hebt

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Waldviertelbahn: Nostalgie-Erlebnis unter Dampf

Im Herzen des Waldviertels, einer Region, die oft als „österreichisch Sibirien“ bezeichnet wurde, spannen sich eiserne Bänder, die von einer längst vergangenen Zeit künden. Die Waldviertler Schmalspurbahnen, einstmals die Lebensadern für eine landwirtschaftlich geprägte und entlegene Region, haben eine bewegte Geschichte hinter sich, die von Aufschwung und Niedergang, von wirtschaftlicher Notwendigkeit und leidenschaftlicher Bewahrung erzählt. Ihre Geschichte ist ein Spiegelbild der technologischen Entwicklung und des Wandels in der Gesellschaft, beginnend mit dem Bahnbau im späten 19. Jahrhundert, über die wechselnden Betreiber von den Niederösterreichischen Landesbahnen bis zu den Österreichischen Bundesbahnen, bis hin zur heutigen Renaissance als rollendes Museum unter der Obhut des Landes Niederösterreich. Einst waren Dampflokomotiven die einzige Möglichkeit, um Züge in Bewegung zu bringen und zu halten. Über viele Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts war diese Technologie das Rückgrat bei den meisten Eisenbahngesellschaften, aber mittlerweile sind die Nachfolger Diesel und Elektro omnipräsent und die vergleichsweise extrem seltenen Dampftraktionen ein wahrer Hingucker geworden. Die Waldviertler Schmalspurbahnen haben eine äußerst langjährige und bewegte Geschichte. Es handelt sich auch um die letzten Routen, auf denen die Österreichischen Bundesbahnen planmäßig mit Dampflokomotiven bespannte Züge im regulären Verkehr eingesetzt hat. Das ist jedoch schon lange Geschichte, denn die ÖBB haben sich aus dem Betrieb und Besitz derartiger Nebenbahnen in Niederösterreich komplett zurückgezogen. Das Land Niederösterreich ist über die NÖVOG Betreiber und Infrastrukturbesitzer geworden. Wäre die öffentliche Hand nicht eingesprungen, so hätte den Waldviertler Schmalspurbahnen wohl jenes Schicksal, das beispielsweise von der Bregenzerwaldbahn bekannt ist, geblüht: Komplette Stilllegung und Abbau von Schienen und sonstiger Infrastruktur.

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Swiss verzeichnet Ergebnisrückgang trotz betrieblicher Fortschritte

Swiss International Air Lines (Swiss) hat das erste Halbjahr 2025 mit einem operativen Ergebnis von 195,1 Millionen Schweizer Franken abgeschlossen, was einem Rückgang von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Obwohl die operativen Erträge mit 2,69 Milliarden Schweizer Franken stabil blieben, wurde die Profitabilität der Fluggesellschaft durch ein herausforderndes Marktumfeld, steigende Kosten und strukturelle Kapazitätsengpässe beeinträchtigt. Trotz des Ergebnisrückgangs konnte Swiss ihre operationelle Performance verbessern und das Kundenerlebnis systematisch weiterentwickeln. Dennis Weber, Finanzchef von Swiss, führte den Rückgang auf die aktuellen geo- und handelspolitischen Spannungen sowie auf steigende Kosten für Personal und Gebühren zurück. Zudem hätten die anhaltenden Engpässe bei Flugzeugen, Triebwerken und Piloten die Profitabilität spürbar beeinträchtigt. Positiv hob er die Entwicklung der Treibstoffpreise hervor. Im ersten Halbjahr starteten 72,4 Prozent aller Flüge pünktlich, was einer Steigerung von 3,9 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch die Flugplanstabilität konnte mit 97,6 Prozent auf einem hohen Niveau gehalten werden. Im reiseintensiveren zweiten Quartal, von April bis Juni 2025, setzte sich der Ergebniseinbruch fort. Das operative Ergebnis lag bei 191,7 Millionen Schweizer Franken, ein Rückgang von rund 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die operativen Erträge sanken leicht auf 1,47 Milliarden Schweizer Franken. Dennoch konnte Swiss im ersten Halbjahr 2025 ein leichtes Passagierwachstum von 0,1 Prozent auf rund 8,5 Millionen beförderte Gäste verzeichnen. Die Zahl der Flüge stieg um 1,8 Prozent auf über 70.000. Swiss reagiert auf die schwierigen Rahmenbedingungen mit einem umfassenden Maßnahmenpaket. So wurde unter anderem eine Vereinbarung mit dem Sozialpartner Aeropers geschlossen, um die Verfügbarkeit des Cockpit-Personals zu verbessern. Zudem

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Air France-KLM bricht Verhandlungen mit Air Europa ab

Die Konsolidierung des europäischen Flugmarktes steht weiterhin im Mittelpunkt strategischer Überlegungen großer Luftfahrtkonzerne. In diesem Kontext hat die Air France-KLM-Gruppe die Gespräche über den Erwerb einer Beteiligung an der spanischen Fluggesellschaft Air Europa eingestellt. Diese Entscheidung wurde von Benjamin Smith, dem Chef des französisch-niederländischen Luftfahrtkonzerns, im Rahmen der Präsentation der Halbjahresergebnisse am 31. Juli 2025 bekanntgegeben. Nach monatelangen Verhandlungen, die seit November 2024 andauerten, konnte keine Einigung mit der Eigentümerfamilie Hidalgo, der Gründerin und Inhaberin des spanischen Reisekonzerns Globalia, erzielt werden. Die Verhandlungen, die bereits der dritte Versuch von Air France-KLM waren, sich an Air Europa zu beteiligen, verdeutlichen die komplexen Hürden bei der Übernahme von Fluggesellschaften und eröffnen nun neue strategische Optionen für andere Mitbewerber wie Lufthansa und Turkish Airlines, die bereits ihre Fühler ausgestreckt haben. Ein dritter Versuch endet ohne Einigung Die Verhandlungen zwischen Air France-KLM und Globalia, dem Mutterkonzern von Air Europa, waren von Beginn an von einem Ungleichgewicht in den Bewertungen geprägt. Während die Familie Hidalgo eine 20-prozentige Beteiligung ursprünglich mit 240 Millionen Euro bewertete, was eine Gesamtbewertung von 1,2 Milliarden Euro für die Airline implizieren würde, wurde dieser Wert später auf eine 25-prozentige Beteiligung für denselben Betrag, also eine Gesamtbewertung von rund 960 Millionen Euro, angepaßt. Dagegen bot die Air France-KLM-Gruppe für einen 51-prozentigen Anteil an Air Europa, also für die Mehrheit der Anteile, lediglich 300 Millionen Euro, was die Airline mit nur rund 588 Millionen Euro bewertet hätte. Dieses erhebliche Auseinanderklaffen der Preisvorstellungen war, wie sich nun herausstellte, eine unüberwindbare Hürde, die zu dem

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ADV kritisiert Bundeshaushalt 2026: Verpaßte Chance für deutsche Luftfahrtpolitik

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (ADV) hat sich kritisch zum Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2026 geäußert. Der Verband sieht in dem am 30. Juli 2025 vom Bundeskabinett verabschiedeten Entwurf eine verpaßte Gelegenheit, die Luftfahrtbranche in Deutschland strategisch neu aufzustellen. Nach Ansicht des ADV würden dringend benötigte Maßnahmen ausbleiben, stattdessen blieben fiskalische Belastungen bestehen und entlastende Schritte fielen weg. Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer der ADV, warnte davor, daß diese Politik die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Standorte schwäche. Er befürchtet, daß weitere Fluggesellschaften sich von deutschen Flughäfen zurückziehen und das Angebot an Flugzielen verringern könnten. Dies würde sich negativ auf Privat- und Geschäftsreisende sowie auf heimische Unternehmen auswirken. Insbesondere die fortbestehende Luftverkehrsteuer sei mit jährlich über 2 Milliarden Euro ein Anachronismus. Sie verteuere Flugreisen, schwäche die Anbindung der Regionen und verzerre den Wettbewerb zulasten deutscher Flughäfen. Ein weiterer Kritikpunkt ist die fehlende Finanzierung der Flugsicherung an kleineren Flughäfen. Diese Aufgabe wird von den Flughäfen selbst organisiert und ist gebührenfinanziert. Der Verband fordert eine staatliche Übernahme eines Sockelbetrages, um höhere Ticketpreise oder gar den Wegfall regionaler Verbindungen zu verhindern. Beisel betonte, daß gerade die Regionen dadurch Wirtschaftskraft und Anschluß an internationale Märkte verlieren würden. Der ADV entgegnet auch Berichten, die überhöhte Flughafenentgelte als Ursache für Standortnachteile nennen. Er stellt klar, daß die Flughafenentgelte in Deutschland im unteren europäischen Durchschnitt liegen und international wettbewerbsfähig seien. Ein Rechenbeispiel verdeutlicht, daß die staatlichen Steuern und Gebühren für einen Flug nach New York ab Deutschland mit 18.216 Euro erheblich höher seien als die 5.613 Euro ab einem europäischen Flughafen, während die

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Drohnenflüge im alpinen Gelände: Eine Anleitung für sicheres und verantwortungsvolles Fliegen

Die österreichischen Alpen mit ihren türkisfarbenen Bergseen, majestätischen Felswänden und grünen Almen bieten eine atemberaubende Kulisse für Drohnenpiloten. Die Möglichkeit, diese Landschaften aus der Vogelperspektive zu erfassen, zieht immer mehr Liebhaber der Luftbildfotografie an. Doch das Fliegen in alpinem Gelände birgt besondere Herausforderungen und erfordert eine sorgfältige Vorbereitung. Thomas Fleer, Drohnen-Experte des ÖAMTC, betont, daß ein Flug in den Bergen technisch anspruchsvoll ist und ein hohes Maß an Aufmerksamkeit verlangt. Vor allem die Rücksichtnahme auf andere Menschen und Tiere sowie die Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen sind unerläßlich, um ein sicheres und störungsfreies Erlebnis zu gewährleisten. Die rechtliche Grundlage: Planung ist der erste Schritt Bevor eine Drohne in den österreichischen Bergen in die Luft steigt, ist eine umfassende Planung unumgänglich. Der erste und wichtigste Schritt ist die Information über die geltenden Flugverbotszonen. Zahlreiche alpine Regionen sind, aus verschiedenen Gründen, für Drohnenflüge gesperrt oder nur mit einer Sonderbewilligung erlaubt. Dazu gehören in Österreich vor allem Nationalparks, Natura-2000-Zonen und ausgewiesene Vogelschutzgebiete. Diese Bereiche sind oft besonders schützenswert und das Fliegen von Drohnen kann hier zu erheblichen Störungen führen. Wer in der Natur unterwegs ist, sollte sich unbedingt vorab darüber informieren, wo das Fliegen erlaubt ist. Hilfreiche Werkzeuge hierfür sind digitale Karten und Apps. Der ÖAMTC, als einer der führenden Mobilitätsclubs des Landes, bietet mit seiner kostenlosen Drohnen-Info App eine praktische Lösung, die aktuelle Flugzonenkarten bereitstellt. Diese Apps sind essenziell, um Bußgelder oder rechtliche Konsequenzen zu vermeiden. Neben den geografischen Einschränkungen ist eine Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Diese Versicherung dient dazu, etwaige Personen- oder Sachschäden

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ADV fordert schnellere EU-Zertifizierung für Handgepäck-Scanner

Der deutsche Flughafenverband ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) hat die geplante Abschaffung der 100-Milliliter-Grenze für Flüssigkeiten im Handgepäck begrüßt. Künftig soll es Reisenden gestattet sein, bis zu zwei Liter Flüssigkeit mitzuführen, sofern die Sicherheitskontrollen mit modernen CT-Scannern durchgeführt werden. Diese Geräte, die eine dreidimensionale Darstellung des Gepäckinhalts ermöglichen, gelten als sicher und zuverlässig. Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer der ADV, bezeichnete diesen Schritt als „großen Schritt für mehr Komfort und schnellere Abläufe an Flughäfen.“ Gleichzeitig übt der Verband scharfe Kritik am derzeitigen EU-Zertifizierungsverfahren. Laut ADV sei dieses Verfahren zu langsam und zu wenig transparent, was die flächendeckende Einführung der neuen Technik ausbremse. Die Zulassung eines ersten CT-Scanners habe über ein Jahr in Anspruch genommen. Ralph Beisel betonte, die Flughäfen seien bereit, moderne Sicherheitslösungen einzusetzen, benötigten dafür aber klare und faire Regeln auf EU-Ebene. Die ADV fordert daher eine grundlegende Reform des EU-Zertifizierungsverfahrens. Eine Beschleunigung und eine erhöhte Transparenz seien notwendig, um sowohl die Luftsicherheit auf hohem Niveau zu halten als auch das Reiseerlebnis für die Passagiere zu verbessern. Aktuell wird die Einführung der neuen Scanner in den USA und Großbritannien bereits vorangetrieben. Britische Flughäfen haben die Vorgabe, bis Mitte 2024 die neuen Geräte zu installieren, was jedoch aufgrund der Komplexität des Prozesses und der Lieferketten-Probleme vielerorts noch nicht umgesetzt wurde. In Deutschland sind einige Flughäfen bereits mit den neuen CT-Scannern ausgestattet, darunter der Flughafen München, wo die Geräte testweise an einzelnen Kontrollstellen in Betrieb sind. Diese Pilotprojekte zeigen, daß die Technologie funktioniert und die Prozesse beschleunigt. Die Forderung der ADV zielt darauf ab,

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