Oktober 2025

Weitere Artikel aus der Rubrik

Oktober 2025

Dringender Ruf nach nationalem Masterplan: Philippinische Luftfahrt droht den Anschluss zu verlieren

Die philippinische Luftfahrtindustrie sieht sich mit ernsten Herausforderungen konfrontiert, die ihre Fähigkeit, mit den wachsenden Luftverkehrsmärkten in Südostasien Schritt zu halten, massiv beeinträchtigen. Auf dem philippinischen Luftfahrtgipfel 2025 forderte der leitende Vizepräsident und Chief Operating Officer von Philippine Airlines (PAL), Carlos Luis Fernandez, die umgehende Ausarbeitung eines einheitlichen, koordinierten nationalen Flughafen-Masterplans. Eine solche Strategie sei unerlässlich, um die Flughafeninfrastruktur des Archipels zu optimieren und die Wirtschaft des Landes durch verbesserte Anbindung zu stärken. Fernandez betonte, dass das Land in Bezug auf Passagier- und Frachtkapazität bereits deutlich hinter regionalen Konkurrenten zurückliegt. Ohne einen solchen umfassenden Plan, so Fernandez, drohe das Wachstum der Flughäfen stückwerkartig zu erfolgen, was die Konnektivität weiterhin fragmentieren und verhindern würde, dass die Philippinen den asiatischen Luftfahrtboom voll ausschöpfen können. Derzeit bewältigten die philippinischen Flughäfen im Vorjahr lediglich 60 Millionen Passagiere, ein Wert, der weit hinter den Zahlen von Indonesien (156 Millionen), Thailand (119 Millionen), Vietnam (109 Millionen) und Malaysia (94 Millionen) liegt. Selbst Singapur, das geografisch kleiner ist, verzeichnete mit 68 Millionen Passagieren ein höheres Aufkommen. Die Kapazitätskrise am Tor zur Welt: Manila Das Ninoy Aquino International Airport (NAIA) in Manila, das wichtigste internationale Drehkreuz des Landes, steht seit Jahren im Zentrum der Kapazitätskrise. Der Flughafen kämpft notorisch mit unzureichender Terminal- und Landebahnkapazität und operiert seit langem über seiner ursprünglichen Auslegungsgrenze von 35 Millionen Passagieren pro Jahr. Jüngste Daten belegen, dass Manila mit über 280.000 ankommenden internationalen Sitzplätzen pro Woche rund 81,6 Prozent des gesamten internationalen Luftverkehrs der Philippinen abwickelt – eine massive Konzentration, die die Überlastung

weiterlesen »

Air France setzt auf französische Patisserie: Yann Couvreur kreiert exklusive Business-Desserts

Air France baut ihr Gourmet-Angebot an Bord weiter aus und präsentiert im Oktober 2025 erstmals eine Kollektion exklusiver Desserts des renommierten französischen Konditors Yann Couvreur. Die Kooperation gilt für die Business-Kabine auf allen Langstreckenflügen, die von Paris aus starten, und unterstreicht das Bestreben der Fluggesellschaft, die hohe Kunst der französischen Patisserie weltweit zu repräsentieren. Yann Couvreur, bekannt für seinen Fokus auf einfache, saisonale und hochwertige Zutaten, hat fünf spezifische süße Kreationen für die Business-Gäste von Air France entwickelt. Zu den neuen Desserts gehören unter anderem eine Komposition aus knusprigem Keks, Ganache und intensiver dunkler Schokoladenmousse sowie ein Gebäck mit Mandel-Mousse und Birnenkonfit. Der Konditor, der seine Karriere in namhaften Häusern wie dem Trianon Palace und dem Park Hyatt Paris Vendôme begann und heute fast ein Dutzend eigener Boutiquen in Paris sowie internationale Standorte betreibt, möchte mit seinen Kreationen das „französische Konditoren-Savoir-faire“ auf Reisen schicken. Die Desserts werden in den kommenden sechs Monaten schrittweise in die Bordmenüs integriert. Mit dieser Partnerschaft setzt Air France ihre seit 2023 bestehende Strategie fort, die Dessertkarte der Business-Klasse in die Hände wechselnder, erstklassiger französischer Konditoren zu legen. Damit soll den Passagieren ein kulinarisches Erlebnis auf höchstem Niveau geboten werden, das die französische Spitzenküche würdig vertritt. Die Entscheidung für Yann Couvreur, der sich durch seine kompromisslose Qualität und seinen traditionellen, aber raffinierten Ansatz auszeichnet, fügt sich in die Gesamtphilosophie von Air France ein. Die Fluggesellschaft arbeitet in ihren gehobenen Reiseklassen regelmäßig mit Michelin-Sterne-Köchen und Patissiers zusammen, um das Essenserlebnis an Bord als einen zentralen Bestandteil der

weiterlesen »

Gerichtlicher Erfolg für Cityline-Personalräte: Arbeitsgericht München erzwingt Verhandlungen über Sozialplan

Die geplante weitreichende Umstrukturierung des Zubringergeschäfts im Lufthansa-Konzern, die das Ende der Lufthansa Cityline zur Folge hat, erreicht eine neue Eskalationsstufe. Die Personalvertreter der Cityline-Mitarbeiter haben vor dem Arbeitsgericht München einen bedeutenden juristischen Erfolg errungen. In einer erstinstanzlichen Entscheidung ordnete das Gericht die Errichtung einer Einigungsstelle an, um einen Sozialplan für die betroffenen Beschäftigten der Cityline zu verhandeln. Diese Entscheidung kommt einer erzwungenen Verhandlungsaufnahme gleich, da die Gewerkschaften und Personalvertreter dem Management der Lufthansa Cityline zuvor eine bewusste Hinhaltetaktik und die Verweigerung von Verhandlungen vorgeworfen hatten. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo hatte kritisiert, dass das Unternehmen die Verhandlungen hinauszögere, indem es keine formale Entscheidung zur Betriebsschließung von Cityline verkündet hatte, obwohl das Aus der Regionalairline de facto beschlossene Sache sei. Mit der gerichtlichen Entscheidung wird der Ersatz der Cityline durch die neue Konzerntochter City Airlines nun auch arbeitsrechtlich auf eine neue Ebene gehoben. Das strategische Aus der Lufthansa Cityline Der Lufthansa-Konzern verfolgt seit Längerem eine umfassende Neuausrichtung seines regionalen Flugbetriebs. Kern dieser Strategie ist die schrittweise Auflösung der Lufthansa Cityline, die seit Jahrzehnten die wichtigen Drehkreuze in Frankfurt und München mit Zubringerflügen versorgt hat. Konzernchef Carsten Spohr hatte bereits den zeitlichen Rahmen für das Ende der Cityline skizziert, indem er davon sprach, dass die Fluggesellschaft im Jahr 2027 „keine Flugzeuge“ mehr betreiben werde. Die CRJ-900-Flotte, die das Rückgrat der Cityline bildet und zuletzt noch 23 Flugzeuge umfasste, soll den Betrieb und das Air Operator Certificate (AOC) der Cityline bereits Ende 2026 verlassen. Dieser Zeitplan, der in Gewerkschaftskreisen kursiert, liegt deutlich früher als

weiterlesen »

Vegane Genussmesse: „Vegan Planet“ kehrt ins MAK Wien zurück

Die Fach- und Publikumsmesse „Vegan Planet“ öffnet am 15. und 16. November 2025 zum elften Mal ihre Tore im Museum für angewandte Kunst (MAK) im ersten Wiener Bezirk. Die Veranstaltung, die sich als Treffpunkt für pflanzenbasierte Ernährung und Lifestyle etabliert hat, bietet Besuchern ein umfangreiches Angebot an Kulinarik, Produkten und Informationen. Der Fokus der Messe liegt auf der kulinarischen Vielfalt der veganen Küche. Das Angebot reicht von traditionellen Speisen wie Tiroler Knödeln bis hin zu internationalen Spezialitäten, darunter äthiopische Gerichte und slowakische Dumplings, präsentiert von Ausstellern wie Juust. Darüber hinaus sind verschiedene vegane Süßspeisen, Pralinen (etwa von LELI und Dulceria) und Kaffeespezialitäten wie Matcha- und Chai-Latte von Kissa Matcha erhältlich. Auch klassische Lebensmittelhersteller wie QimiQ stellen vegane Alternativen ihrer Produkte vor. Ergänzt wird das Angebot durch eine breite Palette an pflanzlichen Produkten, von veganem Käse (Petite Veganne) über Naturkosmetik (Cocoeco) bis hin zu Sandalen aus recyceltem Material. Das Rahmenprogramm umfasst eine Reihe von Fachvorträgen und unterhaltsamen Elementen. So wird der Allgemeinmediziner Markus Kolm über neueste ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse referieren. Der Marathonprofi Andreas Vojta gibt Einblicke in die rein pflanzliche Ernährung im Spitzensport. Abgerundet wird das Programm durch humoristische Denkanstöße der Kabarettistin Sonja Pikart und diverse Kochshows, bei denen Profis wie die Patisserie Chez Fritz raffinierte vegane Gerichte kreieren. Zusätzlich werden kostenlose Yoga-Klassen und Workshops für die gesamte Familie angeboten. Die „Vegan Planet“ ist an beiden Tagen von 10:00 Uhr bis zum frühen Abend geöffnet. Die Tickets für die Messe für pflanzenbasierten Lebensstil sind im Vorverkauf günstiger als an der Tageskasse des

weiterlesen »

Wahrzeichen kehrt zurück: Leuchtschrift „Berlin – Tempelhof“ wieder auf dem Dach

Nach einjähriger Abwesenheit kehrt der ikonische Leuchtschriftzug „Berlin – Tempelhof“ auf das Dach des ehemaligen Berliner Stadtflughafens zurück. Die großen, blauen Buchstaben wurden im Zuge der umfassenden Dachsanierung, die im Oktober des vergangenen Jahres begann, demontiert und in einer Werkstatt restauriert. Die denkmalgerechte Aufarbeitung des Schriftzugs erfolgte in Hoppegarten und umfasste das Ersetzen durchgerosteter Blechteile sowie die Erneuerung des verwitterten Anstrichs. Die Sanierungskosten für den 42 Meter langen und zwei Meter hohen Schriftzug mit seinen 213 Neonröhren beliefen sich auf 210.000 Euro. Die Leuchtschrift, die vermutlich seit 1973 das Dach des Flughafengebäudes ziert, wird nun wieder montiert und elektrisch angeschlossen. Die Wiederanbringung der Buchstaben ist ein sichtbarer Fortschritt im Rahmen der weitreichenden Gebäudesanierung. Die Tempelhof Projekt GmbH ist für die Maßnahmen verantwortlich und gab bekannt, dass die gesamte Dachsanierung voraussichtlich bis Ende 2026 oder 2027 andauern wird. Die geschätzten Kosten für die Arbeiten am Dach und der Betondeckensanierung der Vorfeldüberdachung belaufen sich auf rund 32 bis 34 Millionen Euro. Diese Maßnahmen sind dringend notwendig, um die Tragfähigkeit und Betriebssicherheit des historischen, denkmalgeschützten Gebäudes langfristig zu gewährleisten und die Flächen für zukünftige Nutzungen vorzubereiten. Der Flughafen Tempelhof, dessen Gesamtkomplex zwischen 1935 und 1941 errichtet wurde, ist ein bedeutendes Baudenkmal. Die laufenden Sanierungen sind Teil eines langfristigen Gesamtprojekts zur Bewahrung und Entwicklung des ehemaligen Flughafens, der als wichtiges Stück Berliner Geschichte gilt.

weiterlesen »

Rauch in der Kabine: Ryanair-Maschine in Krakau über Notrutschen evakuiert

Am Sonntag musste eine Boeing 737 MAX 8200 der Fluggesellschaft Ryanair vor dem Start am Flughafen Krakau evakuiert werden. Ursache war nach Angaben des Unternehmens eine Rauchentwicklung in der hinteren Bordküche. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder verliessen das Flugzeug über die Notrutschen und Notausgänge an den Tragflächen. Bei dem betroffenen Flugzeug handelt es sich um eine besonders junge Maschine mit der Kennung EI-ILN. Ryanair hatte das Flugzeug, eine Variante der 737 MAX 8, die speziell für Billigfluggesellschaften wie Ryanair mit erhöhter Sitzplatzkapazität ausgelegt ist, erst Ende September vom Hersteller Boeing übernommen. Der Vorfall ereignete sich, als die Maschine für den Umlauf zwischen Bristol und Krakau auf der Parkposition stand. Die Evakuierung erfolgte routinemäßig über die Notrutschen, um die Sicherheit an Bord schnellstmöglich zu gewährleisten. Berichten zufolge kam es jedoch bei solchen Evakuierungen in der Vergangenheit, auch bei Ryanair, vereinzelt zu leichten Verletzungen bei Passagieren. Unbestätigte Berichte über diesen Vorfall erwähnten ebenfalls Verletzungen, da einige Passagiere offenbar direkt von der Tragfläche auf den Boden sprangen. Die schnelle Reaktion der Crew und die eingeleitete Evakuierung standen im Vordergrund, um der gemeldeten Rauchentwicklung entgegenzuwirken. Die Untersuchung des genauen technischen Defekts, der zur Rauchentwicklung in der Bordküche führte, wird nun anlaufen. Die Boeing 737 MAX steht seit ihrer Wiederzulassung nach den Abstürzen in den Jahren 2018 und 2019 unter besonderer Beobachtung. Ryanair ist einer der größten Abnehmer dieses Flugzeugtyps und setzt diesen intensiv in ihrem europäischen Streckennetz ein.

weiterlesen »

KLM beginnt A350-Pilotenschulung trotz verzögerter Auslieferung

Die niederländische Fluggesellschaft KLM hat mit der Schulung ihrer ersten Piloten für den Airbus A350 begonnen. Dieser Schritt erfolgt, obwohl die erwartete Erstauslieferung des Langstreckenmodells A350-900 durch den Hersteller Airbus auf Ende 2026 verschoben wurde. Die Schulungen finden im hauseigenen Trainingszentrum am Drehkreuz Amsterdam-Schiphol statt, wo die Airline einen eigenen CAE-Simulator für das A350-Cockpit in Betrieb genommen hat. Die Einführung des A350 ist Teil einer umfassenden Flottenmodernisierung der Air France-KLM Gruppe auf der Interkontinentalstrecke. Die neuen A350-900 sind vorgesehen, um die in die Jahre gekommenen Teilflotten der Airbus A330-200 und der Boeing 777-200 ab 2026 abzulösen. Die Gesamtbestellung der Gruppe umfasst bis zu 90 Flugzeuge, wovon 40 Optionen sind. Vor dem Hintergrund des Flottenwechsels hat Air France-KLM im August eine Anpassung ihrer Bestellung vorgenommen. Die Order wurde von ursprünglich 39 A350-900 und elf der größeren A350-1000 umstrukturiert. Sie umfasst nun 47 A350-900 und nur noch drei A350-1000. Diese Verschiebung hin zur kleineren Variante soll dem aktuellen Bedarf der Airline-Gruppe an Flugzeugen mit geringerer Kapazität, aber großer Reichweite, entgegenkommen. Des Weiteren wird Air France-KLM zu einem der Erstbetreiber des neuen Frachtflugzeugs Airbus A350F. Die Gruppe erwartet insgesamt sechs dieser Vollfrachter, von denen je drei an die Drehkreuze Paris-CDG und Amsterdam-Schiphol geliefert werden sollen. Die Ankunft der ersten A350F am Standort Amsterdam wird für das Jahr 2027 erwartet. Mit der A350-Familie setzt die Allianz auf eine Standardisierung in ihrer Langstreckenflotte und bereitet ihre Besatzungen trotz der Lieferverzögerungen frühzeitig auf den neuen Flugzeugtyp vor.

weiterlesen »

Air Serbia nimmt nach über 30 Jahren Direktflug nach Toronto auf

Die serbische Fluggesellschaft Air Serbia erweitert ihr interkontinentales Streckennetz und kündigt die Aufnahme einer Direktverbindung zwischen Belgrad und Toronto an. Der Erstflug zum Toronto Pearson International Airport (YYZ) ist für den 23. Mai 2026 geplant. Damit stellt die Airline nach über drei Jahrzehnten die unterbrochene Luftbrücke wieder her, die zuletzt im Mai 1992 unter dem Vorgängerunternehmen JAT betrieben wurde. Die neue Transatlantik-Route wird zweimal wöchentlich, jeweils am Mittwoch und Samstag, mit einem Airbus A330-200 bedient. Toronto wird damit zur dritten nordamerikanischen Destination von Air Serbia, zusätzlich zu den bereits bestehenden Verbindungen nach New York und Chicago. Tickets für die Flüge sollen ab dem 16. Oktober 2025 über die üblichen Vertriebskanäle der Fluggesellschaft erhältlich sein. Die Aufnahme der neuen Route ist ein signifikanter Schritt in der Expansionsstrategie der serbischen Airline, die seit der Wiederaufnahme der Langstreckenflüge in den letzten Jahren ihre Flotte und ihr Angebot kontinuierlich ausbaut. Der Vorstandsvorsitzende der Air Serbia, Jiří Marek, bezeichnete die Einführung des Dienstes als „neues Kapitel“ für das Unternehmen und als wichtigen Beitrag zur Positionierung Belgrads als zentraler europäisch-nordamerikanischer Verkehrsknotenpunkt. Die Route hat laut Marek eine hohe Bedeutung für den Tourismus, den Handel und insbesondere für die große serbische Diaspora in Kanada. Durch die neue Verbindung sollen die kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern gestärkt und das Reisen für Familien vereinfacht werden. Reisenden aus Toronto bietet sich mit dem Stopp in Belgrad die Möglichkeit bequemer Weiterflüge zu zahlreichen europäischen und regionalen Zielen, darunter Athen, Istanbul, Wien, Prag, Zürich und Zagreb. Die Entscheidung, nach

weiterlesen »

Heathrow meldet verkehrsreichsten September und investiert in Infrastruktur

Der Londoner Flughafen Heathrow hat mit fast 7,4 Millionen Passagieren den verkehrsreichsten September seiner Geschichte verzeichnet und damit eine rekordverdächtige Sommersaison abgeschlossen. Die aktuellen Zahlen unterstreichen die Stellung Heathrows als wichtigstes internationales Drehkreuz des Vereinigten Königreichs und als einer der effizientesten Großflughäfen in Europa. Trotz einer systemweiten Störung bei Collins Aerospace, die europäische Fluggesellschaften betraf, meldete Heathrow eine stabile Betriebsleistung ohne Flugausfälle. Der Flughafen behauptete erneut seinen Titel als pünktlichster Hub Europas und wurde zum dritten Mal in Folge als bester vernetzter Flughafen der Welt ausgezeichnet. Die Sicherheitskontrollen funktionierten weiterhin reibungslos: 95% der Passagiere passierten die Kontrolle in weniger als fünf Minuten. Diese Leistungsdaten, so die Flughafenleitung, belegen den starken Fokus auf Effizienz und Kundenbetreuung. Heathrow kündigte zudem weitreichende Infrastrukturprojekte an, darunter ein Investitionsplan von 1,3 Milliarden Pfund für das kommende Jahr. Diese Mittel sollen die Servicequalität, die betriebliche Widerstandsfähigkeit und das Wachstumspotenzial für Fluggesellschaften und die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs weiter verbessern. Als größter britischer Hafen nach Wert beförderte der Flughafen im vergangenen Jahr Waren im Wert von über 215 Milliarden Pfund. Im Rahmen des Entwicklungsprogramms für die dritte Start- und Landebahn stellte Heathrow Pläne für die vollständig privat finanzierte Verlegung eines Teilstücks der Autobahn M25 vor. Die neue, um 130 Meter nach Westen versetzte Strecke soll die langfristige Robustheit der Straßenanbindung verbessern und Störungen während der Bauphase reduzieren. Vorstandsvorsitzender Thomas Woldbye hob die Bedeutung Heathrows für das Wirtschaftswachstum des Landes hervor und betonte die Notwendigkeit kontinuierlicher Investitionen in das Drehkreuz.

weiterlesen »

Todesfall an Bord: LOT-Flug muss in Kopenhagen notlanden

Der Flug LO26 der LOT Polish Airlines von Warschau nach New York (JFK) musste am Samstag aufgrund eines medizinischen Notfalls an Bord in Kopenhagen notlanden. Die Besatzung des Flugzeugs vom Typ Boeing 787-8 Dreamliner (Kennzeichen SP-LRB) leitete die unplanmäßige Landung ein, nachdem ein Passagier etwa zwei Stunden nach dem Start verstarb. LOT bestätigte die unplanmäßige Unterbrechung des Langstreckenfluges, nannte jedoch unter Berufung auf die Privatsphäre keine Details zur Identität oder zur genauen Todesursache des Reisenden. Nach der Landung auf dem Flughafen Kopenhagen-Kastrup wurde das Flugzeug von medizinischen Einsatzkräften in Empfang genommen, wie polnische Medien berichteten. Der Flug wurde in der Folge gestrichen. Die betroffenen Passagiere wurden auf spätere Verbindungen nach New York umgebucht. Die Entscheidung für eine Landung in Kopenhagen, obwohl der Flughafen Oslo geografisch näher lag, führte bei Flugbeobachtern zu Rückfragen. Fachleute der Luftfahrt begründeten die Wahl des Ausweichflughafens mit der hohen Treibstoffladung der Dreamliner zu Beginn des Transatlantikflugs. Aufgrund des hohen Gewichts war eine sichere Landung auf einem kleineren Flughafen nicht möglich. Kopenhagen verfügt demnach über die erforderliche Infrastruktur, um große Langstreckenflugzeuge auch bei überhöhtem Gewicht sicher abzufertigen. Solche unvorhergesehenen medizinischen Ereignisse erfordern oft eine sorgfältige Abwägung zwischen der kürzesten Distanz und der bestmöglichen Landeeinrichtung. Die Notlandung in Kopenhagen, einem Hauptdrehkreuz mit Kapazitäten für schwere Langstreckenjets, war somit eine notwendige Maßnahme zur Gewährleistung der Flugsicherheit und der bestmöglichen medizinischen Versorgung unter den gegebenen Umständen, ungeachtet des tragischen Ausgangs für den Passagier.

weiterlesen »