Oktober 2025

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Oktober 2025

Finanzielle Notlandung: Tunisair versucht Rettung durch milliardenschwere Anleiheemission

Die tunesische Staatsairline Tunisair steuert inmitten tiefgreifender finanzieller Turbulenzen auf eine Kapitalerhöhung zu. Die Aktionärsversammlung genehmigte am 10. September 2025 die Ausgabe einer Anleihe im Wert von 150 Millionen tunesischen Dinar (umgerechnet rund 51,5 Millionen US-Dollar). Diese Maßnahme, die in einer oder mehreren Tranchen über einen Zeitraum von zwölf Monaten erfolgen soll, ist ein verzweifelter Versuch, die Liquidität des angeschlagenen Unternehmens zu sichern und den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten. Die tunesische Regierung hat der nationalen Fluggesellschaft Anfang 2025 ultimative Fristen für die Vorlage eines umfassenden Sanierungsplans gesetzt, was den enormen Druck auf das Management verdeutlicht. Das Unternehmen kämpft seit Jahren mit chronischen Verlusten und einem massiven Eigenkapitaldefizit, dessen Wurzeln bis zum „Arabischen Frühling“ von 2011 zurückreichen. Die Chronik des finanziellen Niedergangs Die finanzielle Schieflage von Tunisair ist ein seit Langem bekanntes Problem, das weit über normale wirtschaftliche Schwankungen hinausgeht. Die offengelegten Zahlen zeichnen ein düsteres Bild: Der kumulierte Eigenkapitalfehlbetrag der Airline überschritt zuletzt die Marke von 1,8 Milliarden tunesischen Dinar (etwa 620 Millionen US-Dollar). Bereits zum Stichtag des 31. Dezember 2021 lag das Eigenkapital der Fluggesellschaft unter der Hälfte des Grundkapitals. Allein für das Geschäftsjahr 2021 verbuchte Tunisair einen Nettoverlust von 266 Millionen Dinar (91,5 Millionen US-Dollar). Diese prekäre Lage, die die bilanzielle Überschuldung der staatlichen Fluggesellschaft manifestiert, zwingt das Management zu drastischen Schritten. Die nun genehmigte Anleiheemission soll die finanziellen Ressourcen stärken, um dringende Verpflichtungen zu erfüllen. Die Ermächtigung zur Festlegung der genauen Konditionen wurde dem Verwaltungsrat übertragen. Im Zuge der Bemühungen zur Wiederherstellung der Transparenz hat Tunisair die Bestellung

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US-Berufungsgericht setzt umstrittene Gebühren-Transparenzregel der Airlines auf die Tagesordnung

Das Fünfte US-Berufungsgericht in New Orleans hat beschlossen, eine kontroverse Regel zur Offenlegung von Zusatzgebühren durch Fluggesellschaften in einer sogenannten „En banc“-Anhörung neu zu bewerten. Dies bedeutet, dass die gesamte Besetzung des Gerichts, also alle 17 aktiven Richter, den Fall prüfen wird. Die Entscheidung folgt einem Antrag von Fluggesellschaften und Branchenverbänden, die die von der US-Regierung erlassene Vorschrift anfechten. Bei der umstrittenen Regel handelt es sich um eine im April 2024 vom US-Transportministerium (DOT) verabschiedete Vorschrift. Diese verpflichtet Fluggesellschaften und Ticketverkäufer, bestimmte Zusatzgebühren – darunter Kosten für das erste und zweite Gepäckstück sowie Gebühren für Stornierung oder Umbuchung – bereits während der Flugsuche und vor dem Ticketkauf transparent anzuzeigen. Das DOT beabsichtigte mit der Maßnahme, Verbraucher vor Überraschungskosten zu schützen und einen Jahresgewinn von schätzungsweise über 500 Millionen US-Dollar für die Reisenden zu erzielen, indem unlautere oder irreführende Praktiken der Airlines eingedämmt werden. Bereits im Juli 2024 hatte das Berufungsgericht die Umsetzung der Regel zunächst ausgesetzt. Eine dreiköpfige Richterkammer des Gerichts bestätigte im Januar zwar grundsätzlich die Befugnis des Transportministeriums, Regeln gegen unfaire oder irreführende Praktiken zu erlassen, rügte jedoch Verfahrensfehler. Die Richter monierten, die Behörde habe den Klägern keine Gelegenheit zur Stellungnahme zu einer wirtschaftlichen Studie gegeben, die zur Rechtfertigung der Regel herangezogen wurde. Anstatt die Vorschrift komplett aufzuheben, wurde die Angelegenheit zur Korrektur des Verfahrensfehlers an das DOT zurückverwiesen. Die Kläger, zu denen Großunternehmen wie Alaska Airlines, American Airlines, Delta Air Lines, JetBlue und United Airlines sowie der Verband Airlines for America (A4A) zählen, hatten die erneute Prüfung

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Avita Therme Bad Tatzmannsdorf feiert 30 Jahre als Motor des burgenländischen Tourismus

Mit einem Festakt in Bad Tatzmannsdorf feierte die Avita Therme ihr 30-jähriges Bestehen und blickte auf eine Entwicklung zurück, die aus der einstigen „Burgenland Therme“ eines der führenden Thermenresorts Österreichs gemacht hat. Die Feierlichkeiten, an denen neben dem langjährigen Geschäftsführer Peter Prisching auch zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft teilnahmen, würdigten die Bedeutung des Unternehmens als einen zentralen Leitbetrieb und Impulsgeber für die gesamte Region. Seit der Eröffnung im Jahr 1995 hat das Resort durch kontinuierliche Investitionen und Erweiterungen seine Position im österreichischen Wellness-Segment gefestigt. Die Bilanz von über 5,3 Millionen Thermengästen und eine zentrale Rolle für die Nächtigungszahlen im Burgenland unterstreichen den wirtschaftlichen Einfluss des Standorts. Die Feier war dabei nicht nur ein Rückblick auf die Unternehmensgeschichte, sondern auch ein Bekenntnis zu zukünftiger Innovation und regionaler Verankerung. Eine Erfolgsgeschichte von der Bohrung zum Premium-Resort Die Geschichte der Avita Therme, die am 26. Oktober 1995 als „Burgenland Therme“ ihre Pforten öffnete, ist eng mit der erfolgreichen Thermalwasser-Bohrung in Bad Tatzmannsdorf verbunden. Das Heilwasser, das aus 896 Metern Tiefe mit 34 Grad Celsius zu Tage tritt, bildet bis heute die Grundlage des Angebots. Was mit der Therme begann, wurde über drei Jahrzehnte hinweg durch visionäre Entscheidungen zu einem umfassenden Resort. Ein wichtiger Meilenstein war die Eröffnung des Avita Hotels im Jahr 2003, die es ermöglichte, den Gästen ein durchgängiges Wellnesserlebnis aus einer Hand zu bieten. In den folgenden Jahren wurde konsequent in die Infrastruktur investiert und das Angebot auf Premium-Niveau ausgebaut. Zu den bedeutendsten Erweiterungen der letzten 20 Jahre zählen die

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Bundeswehr übt am Flughafen Münster/Osnabrück den Verteidigungsfall

Der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) wird zum Schauplatz einer militärischen Verteidigungsübung der Luftwaffe. Unter dem Namen «Richthofen Shield 2025» trainiert die Bundeswehr vom 8. bis zum 10. Oktober Abläufe, die für den Verteidigungsfall vorgesehen sind. Die Übung unterstreicht die Rolle des zivilen Flughafens als kritische Infrastruktur, die im Ernstfall zur Unterstützung der Luftwaffe und der NATO benötigt wird. Die Wahl des FMO für eine solche Übung reflektiert seine strategische Bedeutung für die militärische Logistik und Einsatzfähigkeit in Deutschland. Zivile Flughäfen werden als kritische Infrastrukturen betrachtet, die im Falle einer nationalen Verteidigungslage oder zur Unterstützung von NATO-Operationen reibungslos funktionieren müssen. Die Luftwaffe trainiert mit «Richthofen Shield» das Zusammenspiel mit den zivilen Betreibern und die Nutzung des Flughafens unter Stressbedingungen. Obwohl der Name auf das Taktische Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“ hinweist, das in Wittmund stationiert ist und dessen Eurofighter im Juli 2025 nach umfangreichen Baumaßnahmen zurückkehren, dient die Übung am FMO primär der Überprüfung der Einsatzbereitschaft in einem zivilen Umfeld. Trotz der militärischen Aktivitäten stellt der Flughafen Münster/Osnabrück klar, dass der reguläre Flugbetrieb durch die dreitägige Verteidigungsübung nicht beeinträchtigt wird. Die Kooperation zwischen Bundeswehr und ziviler Luftfahrt ist ein zentraler Aspekt solcher Manöver, um die Interoperabilität und die Sicherheitsvorkehrungen für den Ernstfall zu optimieren. Solche Übungen gewinnen vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage an Bedeutung, da die NATO insgesamt ihre Fähigkeit zur kollektiven Verteidigung des europäischen Luftraums intensiviert, wie beispielsweise bei der großangelegten NATO-Übung «Ramstein Flag 2025» im Frühjahr. Die Durchführung von «Richthofen Shield 2025» am FMO ist ein sichtbares Zeichen für die

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Nordatlantik-Flugverkehr: Dominanz der Allianzen trotz Marktwachstum

Der transatlantische Flugverkehr hat sich seit 2010 zu einem der weltweit wichtigsten und lukrativsten Luftverkehrsmärkte entwickelt. Mit einem Wachstum von 55 Prozent in diesem Zeitraum rangiert die Nordatlantik-Route laut dem Flugdatendienstleister OAG mittlerweile an fünfter Stelle der größten internationalen Verkehrsmärkte. Angetrieben durch eine anhaltend hohe Nachfrage sowohl im Geschäfts- als auch im Freizeitsegment, gilt dieser Sektor als eine wichtige Ertragsquelle für die beteiligten Fluggesellschaften. Trotz der Präsenz von 49 Airlines im Sommer 2025 wird der Markt jedoch von einer starken Konzentration dominiert, die durch strategische Allianzen und den gesicherten Zugang zu zentralen Drehkreuzen charakterisiert ist. Für neue Marktteilnehmer bleiben die Hürden hoch, während die etablierten Global Player ihre Vormachtstellung durch koordinierte Netzwerke weiter festigen. Kontinuierliches Wachstum und seine Treiber Das robuste Wachstum des transatlantischen Luftverkehrs in den letzten anderthalb Jahrzehnten spiegelt die zunehmende globale Vernetzung wider. Die Belebung der Konjunktur und eine generell gesteigerte Reisefreudigkeit nach den Turbulenzen der frühen 2000er Jahre trugen maßgeblich zu dieser Entwicklung bei. Günstigere Flugtarife, die sich aus dem Wettbewerb und der Effizienzsteigerung in der Luftfahrt ergeben, beleben das Passagieraufkommen zusätzlich. Das Segment ist hochgradig attraktiv, da die Nachfrage nicht nur saisonal im Urlaubsverkehr, sondern auch durch stabile Geschäftsreisefrequenzen gestützt wird, was zu dichten Flugplänen und soliden Erträgen führt. Die Konzentration der Kapazitäten ist geografisch sehr ausgeprägt: Rund drei Viertel des gesamten transatlantischen Angebots entfallen auf Fluggesellschaften aus nur fünf Ländern. Marktanteile und nationale Verschiebungen Die Verteilung der Marktanteile zeigt eine klare Dominanz der nordamerikanischen und westeuropäischen Akteure. Im Sommer 2025 stellten US-amerikanische Airlines mit

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Norwegian Group meldet starkes Wachstum

Die Norwegian Group hat im September ein robustes Geschäftsergebnis erzielt und gleichzeitig wichtige Weichen für ihr zukünftiges Wachstum gestellt. Insgesamt beförderte die Gruppe, zu der Norwegian Air Shuttle und Widerøe gehören, im vergangenen Monat 2,7 Millionen Passagiere. Davon entfielen 2,3 Millionen auf Norwegian und knapp 400.000 auf die Regionalfluggesellschaft Widerøe. Die Auslastung der Flüge war solide und betrug bei Norwegian 86,6 Prozent und bei Widerøe 73,4 Prozent. Trotz kurzzeitiger Beeinträchtigungen durch Sperrungen des dänischen und norwegischen Luftraums aufgrund mutmaßlicher Drohnenaktivität, konnten beide Fluggesellschaften eine hohe Pünktlichkeit und Regularität aufrechterhalten. Zur Untermauerung der Wachstumsstrategie bestätigte Norwegian im September die Ausübung einer Kaufoption für 30 zusätzliche Boeing 737 MAX 8 Flugzeuge. Damit erhöht sich der Gesamtauftragsbestand der Gruppe bei Boeing auf 80 Maschinen dieses Typs. Dies ist der erste Direktauftrag der Gruppe seit 2017 und sichert das geplante Flottenwachstum. Die Auslieferung der insgesamt 80 Jets soll sich nach einer Anpassung der Liefertermine bis ins Jahr 2031 erstrecken. Der CEO von Norwegian, Geir Karlsen, hob hervor, dass die starken Passagierzahlen die Robustheit des Geschäftsmodells belegen und die Investition in die Flotte die langfristigen Expansionspläne unterstützen. Neben der Flottenerweiterung treibt Norwegian auch den Ausbau ihres Streckennetzes voran. Die Fluggesellschaft kündigte die Eröffnung von zehn neuen internationalen Routen ab dem dänischen Flughafen Billund an. Damit steigt die Zahl der Direktverbindungen ab dem wichtigen dänischen Standort, der unter anderem für die Nähe zum Legoland bekannt ist, ab 2026 von fünf auf 15. Zu den neuen Zielen gehören beliebte europäische Metropolen und Urlaubsregionen wie Barcelona, Rom, Edinburgh,

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Monatelange Reparatur: Jungfernflieger nach Vogelschlag schwer beschädigt

Der Airbus A321XLR mit der Kennung EC-OOJ der spanischen Fluggesellschaft Iberia bleibt nach einem schweren Vogelschlag beim Start in Madrid am 3. August 2025 voraussichtlich monatelang außer Betrieb. Der Vorfall, bei dem die brandneue Maschine erheblichen Schaden erlitt, unterstreicht die Komplexität und die Anfälligkeit des Flugbetriebs gegenüber solchen Naturereignissen. Erst am 2. Juli 2025 war das Flugzeug an Iberia ausgeliefert worden, die als Erstbetreiber des Langstrecken-Schmalrumpfflugzeugs gilt. Der Zwischenfall ereignete sich, als das Flugzeug auf Flug IB579 nach Paris-Orly unterwegs war und in etwa 7.000 Fuß Höhe mit einem großen Vogel, mutmaßlich einem Geier, kollidierte. Die Wucht des Aufpralls zerstörte das Radom (Flugzeugnase), hinter dem sich das Wetterradar befindet, teilweise und führte zu sichtbaren Bruchschäden. Zudem wurde der Vogel anschließend vom linken Triebwerk angesaugt, wobei Fanblätter beschädigt wurden. Die Piloten leiteten sofort das Notfallprotokoll ein und kehrten ohne weitere Komplikationen nach etwa 20 Minuten sicher zum Startflughafen Madrid-Barajas zurück. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder blieben unverletzt. Seit dem Vorfall befindet sich der nur wenige Wochen alte Langstreckenjet am Boden. Der erlittene Schaden ist beträchtlich und die Wiederinbetriebnahme zieht sich hin. Nach Angaben der Leiterin der Wartung bei Iberia, Natalia Martínez del Río, hat der Flugzeughersteller Airbus erst am 30. September die endgültige Reparaturanweisung für das Flugzeug übermittelt – fast zwei Monate nach dem Vogelschlag. Die Reparatur gilt als „sehr komplex“, was auf das Ausmaß der Schäden sowohl an der Flugzeugstruktur als auch am Triebwerk hindeutet. Der A321XLR ist für Iberia ein strategisch wichtiges Modell, da es auf längeren, transatlantischen Strecken eingesetzt

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Bayern forciert Drohnenabwehr: Geplante Gesetzesnovelle nach Vorfällen am Flughafen München

Die bayerische Staatsregierung plant eine umfassende Erweiterung des Polizeiaufgabengesetzes (PAG), um der Landespolizei künftig erweiterte Kompetenzen bei der Drohnenabwehr einzuräumen. Diese Initiative ist eine direkte Reaktion auf die jüngsten Drohnensichtungen am Münchner Flughafen, die Ende September 2025 den Flugbetrieb massiv beeinträchtigten. Die Vorfälle führten zur Streichung zahlreicher Flüge, wobei mehrere Tausend Passagiere am Flughafen strandeten und teilweise über Nacht in den Terminals ausharren mussten. Auch über einer nahegelegenen Bundeswehr-Einrichtung wurde ein unbefugtes Flugobjekt gesichtet, was die Brisanz der Lage weiter unterstrich. Das zentrale Ziel der geplanten Gesetzesänderung ist es, der Polizei das sofortige Aufspüren und Abschießen von Drohnen bei akuter Gefahr zu ermöglichen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits Ende September unmissverständlich gefordert: „Es braucht Fangdrohnen und Jagddrohnen… im Zweifelsfall auch abschießen zu können.“ Bisher stellt der Abschuss von Drohnen für die Polizei eine rechtliche und technische Herausforderung dar. Die Zuständigkeit für die Drohnenabwehr liegt in Deutschland primär bei den Ländern und der Bundespolizei, doch fehlt es oft an den notwendigen rechtlichen Grundlagen und der modernen Technik. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte an, die rechtlichen Möglichkeiten der Polizei signifikant zu erweitern. Die Drohnensichtungen in München stehen im Kontext einer europaweiten Häufung von Vorfällen im Bereich kritischer Infrastruktur. Nach Angaben der Bundespolizei waren am Münchner Flughafen bis zu 32 Flüge betroffen, die Flugsicherung musste die Start- und Landebahnen sperren. Die Ermittlungsbehörden leiteten ein Verfahren gegen Unbekannt ein, da der oder die Verursacher trotz intensiver Fahndung zunächst nicht identifiziert werden konnten. Unklar blieb auch, ob es sich um eine oder mehrere

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Generalstreik legt belgischen Flugverkehr lahm: Alle Flüge in Charleroi annulliert

Der Flughafen Brüssel Süd Charleroi (BSCA) hat mitgeteilt, dass am Dienstag, den 14. Oktober 2025, sämtliche geplanten Ankunfts- und Abflüge gestrichen werden müssen. Grund dafür ist ein nationaler Streiktag in Belgien, der zu einem Mangel an Personal führt, welches für einen sicheren und reibungslosen Betrieb des Flughafens notwendig ist. Die Betriebsleitung von Charleroi erklärte, dass aufgrund der zu erwartenden Personalausfälle, insbesondere bei den operativen Diensten, die Sicherheit von Passagieren und Mitarbeitern nicht gewährleistet werden könne. Die Annullierungen in Charleroi, einem Hauptstandort für Billigfluggesellschaften wie Ryanair, sind Teil eines landesweiten Aktionstages der belgischen Gewerkschaften. Die Proteste richten sich in einer Gemeinschaftsfront gegen die Sparpolitik der Regierung. Dieser Generalstreik, der sich gegen Reformen wie geplante Renten- und Sozialkürzungen richtet, wird weite Teile des öffentlichen Lebens und des Verkehrs in Belgien beeinträchtigen. Auch der größte Flughafen des Landes, Brüssel-Zaventem (BRU), sieht sich am selben Tag zu drastischen Maßnahmen gezwungen. Dort wurde in Absprache mit den Fluggesellschaften die Entscheidung getroffen, keine Passagierflüge abheben zu lassen. Dies liegt ebenfalls an der Beteiligung des Sicherheitspersonals und der Bodenabfertigung am Streik. Es wird zudem vor möglichen Ausfällen und starken Beeinträchtigungen bei ankommenden Flügen in Zaventem gewarnt. Reisende, die am 14. Oktober einen Flug in oder aus Belgien gebucht haben, müssen mit erheblichen Einschränkungen im gesamten Land rechnen. Neben dem Luftverkehr ist auch mit Störungen oder Ausfällen im Schienenverkehr und im öffentlichen Nahverkehr zu rechnen. Die Flughäfen bitten Passagiere, an diesem Tag nicht zum Terminal zu kommen und fordern sie auf, sich direkt bei ihrer jeweiligen Fluggesellschaft über

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IndiGo nimmt Langstreckenflüge nach London-Heathrow auf

Die indische Fluggesellschaft IndiGo erweitert ihre internationale Präsenz und nimmt ab dem 26. Oktober tägliche Direktflüge zwischen Mumbai und dem London Heathrow Airport (LHR) auf. Die neue Verbindung markiert einen bedeutenden Schritt in der globalen Expansionsstrategie des indischen Marktführers, der damit seine zweite Destination im Vereinigten Königreich nach Manchester bedient. Die Flüge werden mit Boeing 787-9 Dreamliner Flugzeugen durchgeführt, die im Rahmen einer „Damp-Lease“-Vereinbarung von Norse Atlantic Airways gemietet wurden. Die Aufnahme der täglichen Verbindung nach Heathrow, einem der wichtigsten Drehkreuze Europas, unterstreicht IndiGos Ambition, sich über den asiatischen Raum hinaus als wichtiger internationaler Akteur zu etablieren. Erst im Juli dieses Jahres hatte die Airline mit der Aufnahme von Flügen nach Manchester und Amsterdam ihr Langstreckendebüt in Europa gefeiert. Kurz darauf folgte die Anbindung an Kopenhagen. Die Frequenzen auf den Strecken nach Manchester und Amsterdam wurden seit dem Start im Juli sukzessive erhöht und in einigen Fällen auf tägliche Verbindungen umgestellt. Um die ehrgeizigen Langstreckenpläne zu realisieren, greift IndiGo auf geleaste Großraumflugzeuge zurück. Im Rahmen der Vereinbarung mit Norse Atlantic Airways werden bis Anfang 2026 insgesamt bis zu sechs Boeing 787-9 Dreamliner in die Flotte integriert. Das „Damp-Lease“-Modell sieht vor, dass Norse Atlantic das Flugzeug und die Cockpitbesatzung stellt, während die Kabinenbesatzung von IndiGo selbst kommt. Diese Strategie dient als Überbrückung, bis die eigenen bestellten Langstreckenflugzeuge, wie der Airbus A321XLR (Auslieferung ab Ende 2025 erwartet) und der Airbus A350-900 (Auslieferung ab 2027 erwartet), verfügbar sind. London-Heathrow wird damit die 45. internationale Destination im Streckennetz der indischen Fluggesellschaft. Die neue Verbindung

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