Dezember 11, 2025

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Dezember 11, 2025

Neuer Gehaltstarifvertrag für Touristik: Deutliche Steigerungen vereinbart

Die Tarifgemeinschaft des Deutschen Reiseverbandes (DRV) und die Gewerkschaft Verdi haben sich nach schwierigen und langwierigen Verhandlungen auf einen neuen Gehaltstarifvertrag für die Beschäftigten in der Touristik geeinigt. Der Abschluss, der erste seit 2018, sieht eine spürbare Steigerung der Tabellenentgelte bis März 2026 sowie die Zahlung von Einmalbeträgen ab Mai 2025 vor. Die Verhandlungspartner erzielten die Einigung nach mehreren stockenden Gesprächsrunden durch intensive Nachverhandlungen. Kern des Ergebnisses sind umfangreiche Lohnsteigerungen, die je nach Gehaltsgruppe variieren. Die Tabellenentgelte steigen gegenüber der letzten Tarifeinigung von 2018 um 12,1 bis zu 37,8 Prozent bei Reiseveranstaltern und um 12,1 bis zu 42,8 Prozent im Reisebüro. Die höchsten prozentualen Zuwächse gelten dabei für die niedrigeren Lohngruppen, um den angestrebten Mindesttariflohn von 14,28 Euro pro Stunde zu erreichen. Zum 1. März 2026 ist eine weitere Erhöhung der Tabellenentgelte um 4,6 Prozent, mindestens jedoch um 165 Euro monatlich, vorgesehen. Bereits gewährte Erhöhungen von drei und vier Prozent werden rückwirkend zum 1. Juni 2025 in die Tarifstruktur überführt. Zusätzlich zu den dauerhaften Lohnerhöhungen wurden Einmalzahlungen für den Zeitraum von Mai 2025 bis Februar 2026 vereinbart. Diese betragen bei Vollzeit monatlich 100 Euro, wobei bereits gezahlte Vorleistungen angerechnet werden. Auch Auszubildende profitieren von dem Abschluss: Ihre Vergütungen steigen zum 1. März 2026 auf 934 Euro im ersten, 1.053 Euro im zweiten und 1.207 Euro im dritten Lehrjahr. Zudem erhalten Auszubildende für die Monate September 2025 bis Februar 2026 eine monatliche Einmalzahlung von 30 Euro. Darüber hinaus werden vermögenswirksame Leistungen ab März 2026 bundesweit vereinheitlicht. Eine kontrovers diskutierte Neuerung ist

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Tarifeinigung bei Qantas: Deutliche Lohnerhöhungen und verbesserte Arbeitsbedingungen nach zähen Verhandlungen

Nach monatelangen Verhandlungen hat die Qantas-Belegschaft, vertreten durch die Australian Services Union (ASU), einem neuen Tarifvertrag zugestimmt. Die Vereinbarung sieht substantielle Lohnsteigerungen sowie verbesserte Maßnahmen zur Arbeitsplatzsicherheit vor und markiert einen wichtigen Erfolg für die Gewerkschaftsmitglieder in einer Zeit, in der das Management der Fluggesellschaft stark auf Kostenreduzierung ausgerichtet war. Die erzielte Einigung sichert den Mitarbeitern der Qantas, die von der ASU vertreten werden, eine Mindestlohnerhöhung von fünf Prozent im ersten Jahr zu. Dieser Satz übertrifft die intern festgelegte Lohnentwicklungsgrenze von Qantas. Über die gesamte Laufzeit der Vereinbarung bis zum Jahr 2028 ist eine kumulierte Lohnerhöhung von 14 Prozent vorgesehen. Darüber hinaus erhalten die Mitarbeiter eine Rückzahlung der Lohndifferenz, rückwirkend zum 1. Juli 2025, was die finanzielle Entlastung der Belegschaft unmittelbar verstärkt. Die erfolgreiche Abstimmung unterstreicht die Fähigkeit der Gewerkschaft, zentrale finanzielle Forderungen gegen die Sparpolitik des nationalen australischen Flag-Carriers durchzusetzen. Verbesserte Arbeitsbedingungen und Schutz vor Überbeanspruchung Ein zentrales Element des neuen Tarifvertrages ist die Einführung von Schutzmaßnahmen, die Qantas zur Entschädigung der Mitarbeiter bei kurzfristigen Dienstplanänderungen verpflichten. Scott Cowen, stellvertretender nationaler Sekretär der ASU, bewertete diese Bestimmungen als einen bedeutenden Fortschritt für das Wohlergehen der Arbeitnehmer und die Sicherheit des Flugbetriebs. Er hob hervor, dass diese Vorkehrungen als Schutzmechanismen gegen Übermüdung und Ausbeutung dienen. Die Einführung dieser Entschädigungsregelungen ist besonders im Luftfahrtsektor von Relevanz, wo unvorhergesehene Betriebsabläufe, Flugverspätungen und kurzfristige Ausfälle häufig zu kurzfristigen Änderungen in den Schichtplänen führen. Die nun vereinbarte Kompensation zielt darauf ab, die Belastung der Mitarbeiter durch unregelmäßige und kurzfristige Arbeitszeitanpassungen finanziell auszugleichen und gleichzeitig

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Koralmbahn in Österreich startet den Fahrgastbetrieb nach umfangreicher Bauphase

Nach jahrelanger Bauzeit geht die Koralmbahn in Österreich am 14. Dezember 2025 offiziell in den Fahrgastbetrieb. Die offizielle Eröffnungsfeier findet am kommenden Freitag statt. Die neue Bahnstrecke gilt als das größte Einzelprojekt im Rahmen des österreichischen EU-Aufbauplans und stellt eine bedeutende Verbesserung der Infrastruktur auf der österreichischen Südstrecke dar. Die Fertigstellung der Koralmbahn führt zu einer erheblichen Verkürzung der Reisezeiten. Künftig dauert die Zugfahrt zwischen Graz und Klagenfurt nur noch 41 Minuten. Die Gesamtverbindung von Wien nach Klagenfurt verkürzt sich um 45 Minuten auf eine Fahrzeit von drei Stunden und zehn Minuten. Über die nationalen Auswirkungen hinaus besitzt die Koralmbahn eine wichtige europäische Dimension, da sie ein zentrales Teilstück der transeuropäischen Verbindung zwischen der Ostsee und dem Adriaraum bildet. Die Europäische Union hat die Realisierung der Koralmbahn maßgeblich finanziell unterstützt und über 600 Millionen Euro beigetragen. Davon stammten 543 Millionen Euro aus dem sogenannten EU-Aufbauplan, der unter dem Namen NextGenerationEU bekannt ist und zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Pandemie initiiert wurde. Die Mittel flossen in verschiedene Abschnitte der Strecke, einschließlich des Koralmtunnels, der Elektrifizierung von Zulaufstrecken wie der Bleiburger Schleife und der Lavanttalbahn sowie in die Renovierung von Bahnhöfen. Zusätzliche 63 Millionen Euro wurden über die Connecting Europe Facility (CEF) bereitgestellt, unter anderem für den Bauabschnitt Wettmannstätten–St. Andrä und den Ausbau des Güterterminals bei Graz. Patrick Lobis, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, unterstrich die Rolle der EU-Mittel zur Stärkung des Binnenmarkts und zur Verbesserung des Alltags von Bürgern und Unternehmen. Insgesamt erhält Österreich vier Milliarden Euro aus

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US-Verkehrsministerium erlässt Southwest Airlines Millionenstrafe nach umfangreichen operativen Verbesserungen

Das Verkehrsministerium der Vereinigten Staaten (USDOT) hat Southwest Airlines einen Betrag von elf Millionen US-Dollar des ursprünglich verhängten Bußgeldes von 35 Millionen US-Dollar erlassen. Die Strafe war ursprünglich aufgrund erheblicher Verspätungen bei der Rückerstattung von Flugpreisen und des Mangels an „angemessener Kundendienstunterstützung“ verhängt worden, die auf die massiven Betriebsstörungen durch einen schweren Wintersturm zwischen Dezember 2022 und Januar 2023 folgten. Das USDOT begründete den teilweisen Erlass damit, dass Southwest Airlines seitdem eine umfassende Investition von 112,4 Millionen US-Dollar in ihre Betriebsabläufe getätigt hat. Diese Investitionen haben nachweislich zu einer Verbesserung der Pünktlichkeit und der Abschlussquote der Flüge der Fluggesellschaft geführt. Die Regulierungsbehörde ist der Auffassung, dass dieser Ansatz im öffentlichen Interesse liegt, da er Fluggesellschaften einen Anreiz bietet, in die Verbesserung ihrer operativen Widerstandsfähigkeit zu investieren, was den Verbrauchern unmittelbar zugutekommt. Southwest Airlines hat bereits 24 Millionen US-Dollar der Gesamtstrafe gezahlt und wäre verpflichtet gewesen, die letzte Rate bis Ende Januar 2026 zu begleichen. Die Hintergründe des massiven Betriebskollapses Der Wintersturm, der Nordamerika Ende 2022 und Anfang 2023 heimsuchte, führte in der gesamten US-Luftfahrt zu massiven Problemen. Southwest Airlines war jedoch unverhältnismäßig stark betroffen. Während andere Fluggesellschaften ihre Abläufe relativ schnell wiederherstellen konnten, erlebte Southwest Airlines einen vollständigen Zusammenbruch ihres Flugbetriebs, der sich über Wochen hinzog. Tausende von Flügen wurden gestrichen, und Hunderttausende von Passagieren waren betroffen. Die Hauptursache für das Desaster bei Southwest lag nicht nur in der Stärke des Sturms, sondern auch in der archaischen und stark veralteten Technologie für die Flugplanung und die Besatzungsdisposition. Das Punkt-zu-Punkt-Streckennetz der

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Max Kownatzki übernimmt Steuer bei Eurowings, Marcus Schnabel folgt bei SunExpress

Die Deutsche Lufthansa AG hat einen Wechsel in der Führungsebene ihrer Tochtergesellschaft Eurowings und der Beteiligung SunExpress angekündigt. Max Kownatzki (53), derzeit Chief Executive Officer (CEO) der türkisch-deutschen Ferienfluggesellschaft SunExpress, wird zum 1. Februar 2026 den Vorsitz der Geschäftsführung von Eurowings übernehmen. Er folgt auf Jens Bischof, der nach über fünf Jahren an der Spitze von Eurowings und insgesamt mehr als 35 Jahren in leitenden Positionen innerhalb der Lufthansa Group zum Jahresende aus der Geschäftsführung ausscheidet. Die Nachfolge von Max Kownatzki bei SunExpress tritt Marcus Schnabel (45) an. Schnabel, der derzeit die Bodenabfertigung (Ground Operations) von Lufthansa Airlines am Drehkreuz München verantwortet, wird ebenfalls zum 1. Februar 2026 die Position des CEO von SunExpress übernehmen. Die Neubesetzung beider strategisch wichtiger Führungspositionen erfolgt intern aus den eigenen Reihen der Lufthansa Group, was die Kontinuität und das Vertrauen in die eigenen Führungskräfte signalisiert. Würdigung und Ausblick für Eurowings Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, würdigte die scheidende Führungspersönlichkeit Jens Bischof für dessen prägende Arbeit bei Eurowings: „Jens Bischof hat Eurowings in den vergangenen fünf Jahren entscheidend weiterentwickelt und geprägt. Er hat die Airline im hart umkämpften Punkt-zu-Punkt-Markt nicht nur zu Deutschlands führender Ferienfluggesellschaft gemacht, sondern sie zugleich als europäischen Carrier mit internationalen Standorten neu positioniert.“ Spohr betonte, dass Eurowings unter der Führung Bischofs auch wirtschaftlich einen erfolgreichen Kurs eingeschlagen habe. Die Neupositionierung im hart umkämpften Markt der Low-Cost- und Ferienflüge gilt als wesentlicher Erfolg von Bischofs Amtszeit. Mit Max Kownatzki gewinnt Eurowings einen erfahrenen Manager, der die strategische Weiterentwicklung fortsetzen soll.

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Lufthansa City Airlines schließt das Jahr 2025 mit 22 Destinationen ab

Lufthansa City Airlines beendet das Jahr 2025 mit einem erweiterten Streckennetz, das insgesamt 22 Ziele umfasst. Davon befinden sich 16 Destinationen in Europa und sechs weitere innerhalb Deutschlands. Mit diesem Ausbau zielt die Airline darauf ab, das Angebot der Lufthansa Group insbesondere auf wichtigen Geschäftsreiserouten sowohl national als auch international zu stärken. Die Flotte von Lufthansa City Airlines besteht derzeit aus insgesamt 13 Flugzeugen, wovon zwölf Jets aktiv im Liniendienst eingesetzt werden und ein Flugzeug als Reserve dient. Die Flotte setzt sich aus einer Mischung von vier Airbus A319 und neun modernen Airbus A320neo zusammen. Die A320neo-Familie ist bekannt für ihre Effizienz und ist ein Standardtyp im Kurz- und Mittelstreckenverkehr europäischer Fluggesellschaften. Mit dem Betrieb dieser Flugzeugmuster konzentriert sich die Airline auf die Bedienung ihres definierten Streckennetzes. Die Neugründung dient der Lufthansa Group dazu, ihre Position an den Drehkreuzen München und Frankfurt zu festigen und zusätzliche Kapazitäten im Zubringer- und Regionalverkehr zu schaffen. Die Konzentration auf 22 Ziele signalisiert einen gezielten Aufbau von Strecken, die für Geschäftsreisende von hoher Relevanz sind. Die Wahl der Flotte, bestehend aus standardisierten Airbus-Modellen, ermöglicht eine hohe Flexibilität und Betriebseffizienz im Rahmen des Konzernverbunds. Der Start von Lufthansa City Airlines ist Teil einer umfassenderen strategischen Neuausrichtung des Konzerns im Regionalverkehr. Ziel ist es, die Servicequalität auf diesen wichtigen Verbindungen zu gewährleisten und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Lufthansa Group im europäischen Umfeld zu steigern. Die Zahl von 22 Zielen im ersten vollen Betriebsjahr stellt eine substanzielle Basis für die weitere Expansion dar.

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Ticketsteuer: Austrian Airlines kritisiert Ryanairs „Lamentieren über die lokale Politik“

Die Billigfluggesellschaften Wizz Air und Ryanair haben in den letzten Monaten eine Diskussion um die österreichische Flugticketabgabe angestoßen. Während der pinkfarbene Carrier bereits Fakten geschaffen hat und die Alpenrepublik zu Gunsten von Bratislava verlassen wird, der Erzrivale fünf Maschinen aus Wien abziehen und die örtliche Malta-Air-Basis schließen wird, verhält sich Austrian Airlines wenn es um die umstrittene Steuer geht mucksmäuschen still – zumindest in der Öffentlichkeit. Warum eigentlich? Die öffentliche Kommunikation der Fluggesellschaften Wizz Air, Ryanair und Austrian Airlines könnte unterschiedlicher kaum sein. Der pinkfarbene Anbieter hat ohne großes Blabla die Schließung der Basis Wien und die gleichzeitige Expansion in Bratislava verkündet. Dies wurde mit hohen Kosten in Österreich und gleichzeitig billigeren Konditionen in der Slowakei begründet. Punkt. Keinerlei verbale Angriffe oder Unterstellungen gegen die amtierende Bundesregierung. Ganz anders verhält sich Ryanair, denn in regelmäßigen Presseaussendungen poltert man gegen die Regierung, allen voran gegen Verkehrsminister Hanke und Bundeskanzler Stocker. Selbst Karikaturen Marke Eigenbau hat man bereits bei Pressekonferenzen gezeigt. Umgekehrt scheinen die Regierungsmitglieder angesichts der Tonlage und der Art und Weise wie man öffentlich miteinander kommuniziert, auch kein großes Interesse an weiteren Gesprächen mit Ryanair zu haben. Eine Steilvorlage für die FPÖ, denn diese hat sich bereits öffentlich auf die Seite der Billigfluggesellschaft geschlagen und schlägt in Aussendungen eine ähnliche Tonlage an. Zwischenzeitlich wurde von dieser Oppositionspartei auch ein Antrag auf Abschaffung der Ticketsteuer im Nationalrat eingebracht. Mit den Stimmen der Regierungsparteien wurde dieser zunächst an den Verkehrsausschuss und damit auf die lange Bank verschoben. Sofort ablehnen wollte man diesen

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Indische Aufsichtsbehörde verordnet Indigo Flugplankürzung nach zahlreichen Ausfällen

Die indische Luftfahrtaufsichtsbehörde Directorate General of Civil Aviation (DGCA) hat die Fluggesellschaft Indigo zu einer Kürzung ihres genehmigten Flugplans um fünf Prozent verpflichtet. Die Anweisung erfolgte nach einer Woche, in der die Airline über 2000 Flüge annullieren musste. Als Hauptgrund für die massiven Stornierungen wurde eine mangelhafte Dienstplanung für die Piloten angegeben, was die operative Zuverlässigkeit des Unternehmens in Frage stellte. Die DGCA forderte Indigo am Dienstag offiziell auf, bis zum Mittwoch einen entsprechend revidierten Flugplan einzureichen. Die Aufsichtsbehörde verfügte dabei, dass die Kürzungen vorrangig auf Strecken vorgenommen werden müssen, auf denen auch konkurrierende Fluggesellschaften operieren. Wettbewerbsfreie Routen sollen von den vorgeschriebenen Reduzierungen verschont bleiben. Ein konkretes Enddatum für die Dauer dieser erzwungenen Flugstreichungen wurde in der Anweisung zunächst nicht genannt. Die Entscheidung der DGCA ist eine Reaktion auf die operative Instabilität der größten indischen Fluggesellschaft während der stark frequentierten Wintersaison. Die Situation bei Indigo ist vor dem Hintergrund des steigenden Reiseverkehrs in Indien besonders kritisch. Die DGCA hatte für die aktuelle Wintersaison rund 15.000 wöchentliche Abflüge für Indigo genehmigt. Bereits im November musste die Airline 951 Flüge annullieren. Die jüngsten operativen Probleme spiegelten sich auch an der Börse wider: Die Indigo-Aktie verlor allein am Tag der DGCA-Anweisung 0,22 Prozent und verzeichnete seit dem 1. Dezember einen Wertverlust von nahezu 17,1 Prozent. Das Vorgehen der Aufsichtsbehörde gilt als drastische Maßnahme zur Gewährleistung der Flugsicherheit und des Verbraucherschutzes. Die DGCA hat in der Vergangenheit wiederholt Maßnahmen ergriffen, um die Einhaltung von Sicherheits- und Betriebsvorschriften bei indischen Fluggesellschaften zu erzwingen. Die fünfprozentige

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Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden digitalisiert Personalplanung

Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) führt eine neue, digitale Softwarelösung für die Personaleinsatzplanung ein. Das System des Anbieters Inform soll die bisherige, auf Excel-Tabellen basierende Planung ersetzen und die Dienstplanerstellung für die rund 280 operativen Mitarbeiter deutlich effizienter gestalten. Die schrittweise Umstellung auf die neue Lösung beginnt im Januar 2026 und umfasst insgesamt acht Abteilungen. Bisher erfolgte die Personalplanung am FKB mit hohem manuellem Aufwand, wobei Dienstpläne in mehr als 20 separaten Excel-Dateien über acht verschiedene Arbeitsgruppen hinweg verwaltet wurden. Dieser zeitaufwendige Prozess nahm nach Angaben des Flughafens bis zu zwei Wochen für die Erstellung eines vollständigen Dienstplans in Anspruch. Die manuelle Planung barg zudem das Risiko von Fehlern bei der Berücksichtigung komplexer Anforderungen. Die neue Software von Inform ist darauf ausgelegt, alle relevanten Parameter automatisch zu berücksichtigen. Dazu zählen die Qualifikationen der Mitarbeiter, individuelle Arbeitszeitmodelle sowie komplexe tarifliche Vorgaben und gesetzliche Bestimmungen. Durch die digitalen Schnittstellen zu bestehenden Systemen wie SAP soll eine nahtlose Integration in die IT-Infrastruktur des Flughafens gewährleistet werden. Solche digitalen Workforce-Management-Lösungen sind in der Flughafenbranche verbreitet, da sie helfen, Prozesse zu rationalisieren und die Einhaltung von Vorschriften zu verbessern. Ein weiterer Vorteil der Systemumstellung ist die verbesserte Zugänglichkeit für die Mitarbeiter. Künftig können die operativen Teams mobil auf ihre Dienstpläne zugreifen. Dies erhöht die Transparenz und Flexibilität in der Dienstplangestaltung. Die vollständige Implementierung der Software soll dem FKB eine signifikante Zeitersparnis und eine optimierte Ressourcenverteilung ermöglichen.

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Boom Supersonic betritt den Energiemarkt: Jet-Technologie treibt künstliche Intelligenz an

Boom Supersonic, bekannt für die Entwicklung des Überschall-Passagierflugzeugs Overture, hat einen strategischen und unerwarteten Schritt in den Infrastruktursektor für künstliche Intelligenz (KI) vollzogen. Das Unternehmen hat seine neue Gasturbine mit dem Namen Superpower vorgestellt, eine 42-Megawatt-Einheit, die direkt aus dem Kerntriebwerk des Überschallflugzeugs, dem Symphony-Motor, abgeleitet ist. Unmittelbar zum Start konnte Boom einen bedeutenden Großauftrag in Höhe von 1,25 Milliarden US-Dollar von Crusoe sichern, einem auf Energieversorgung für KI-Infrastruktur spezialisierten Unternehmen. Dieser Auftrag umfasst 29 Superpower-Turbinen und eine geplante Gesamtleistung von mehr als 1,21 Gigawatt, die zur Energieversorgung von Rechenzentren dienen soll. Diese Entwicklung geht einher mit einer Finanzierungsrunde in Höhe von 300 Millionen US-Dollar, angeführt von Darsana Capital Partners. Boom gibt an, dass diese Kapitalzufuhr ausreicht, um die Entwicklung des Symphony-Triebwerks abzuschließen und die Zertifizierungsarbeiten für den Überschall-Passagierjet Overture fortzusetzen. Die Erschließung des Energiemarktes mit der Superpower-Turbine schafft somit eine neue, kapitalstarke Einnahmequelle, die direkt die ambitionierten Luftfahrtprojekte des Unternehmens finanziert. Technologische Synergien zwischen Überschallflug und Rechenzentren Das Kernelement der Superpower-Turbine ist dasselbe Hochdruckkernstück, das Boom für das Symphony-Triebwerk entwickelt hat. Dieses Triebwerk ist darauf ausgelegt, über lange Zeiträume hohen thermischen Belastungen standzuhalten, was für den Dauerbetrieb im Überschallflug unerlässlich ist. Diese Konstruktionsphilosophie erweist sich nun als ideal für die hohen Anforderungen der Energieerzeugung für Rechenzentren. KI-Rechenzentren verzeichnen weltweit einen rasanten Anstieg des Energiebedarfs, der in vielen Regionen die Kapazitäten der bestehenden Versorgungsunternehmen übersteigt. Die Superpower-Turbine wurde gezielt für diese Marktanforderung entwickelt. Ein entscheidender Vorteil der Turbine liegt in ihrer Fähigkeit, die volle Nennleistung von 42 Megawatt auch bei

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