2025

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Wiener MAK wird Treffpunkt für pflanzliche Vielfalt: Vegan Planet erwartet Besucherrekord

Zum elften Mal öffnet die Vegan Planet Wien am 15. und 16. November 2025 im MAK – Museum für angewandte Kunst ihre Tore und präsentiert die neuesten Trends rund um den pflanzlichen Lebensstil. Die Veranstaltung hat sich von einem Nischen-Event zur größten Messe für den Plant-based Lifestyle in Österreich entwickelt und zieht neben überzeugten Veganern auch zunehmend Neugierige an. Besucher erwartet ein breites Spektrum an pflanzlicher Kulinarik und Produktinnovationen. Das gastronomische Angebot reicht von Streetfood-Klassikern wie Grammelknödeln und Krautstrudel in veganer Ausführung bis hin zu internationalen Gerichten wie äthiopischen Eintöpfen. Auch Feinkost wird angeboten, darunter französischer Bio-Cashewkäse, fermentierter Tempeh sowie heimische Alternativen wie Wiener Miso und handgemachte Pralinen. Neben dem Essen bietet die Messe auch Produkte aus den Bereichen Mode, Schmuck, Kosmetik und Lifestyle an, wodurch Besucher erfahren können, wie sich der pflanzliche Lebensstil in viele Alltagsbereiche übertragen lässt. Das Rahmenprogramm umfasst zahlreiche Kochshows, unter anderem mit den Gastronomen Karl & Leo Wrenkh und der Patisserie Chez Fritz, sowie Vorträge und Paneldiskussionen zu Themen wie Gesundheit, Ernährung und Ethik. Allgemeinmediziner Dr. Markus Kolm klärt evidenzbasiert über kritische Nährstoffe auf. Ein besonderes Highlight ist der Auftritt des österreichischen Kabarettpreisträgers 2024, Sonja Pikart, und der Vortrag des Spitzensportlers Andreas Vojta. Vojta, der seit dem Vienna City Marathon als schnellster Österreicher gilt, demonstriert, dass sportliche Höchstleistung und eine vegane Lebensweise vereinbar sind. Felix Hnat, Obmann der veranstaltenden Veganen Gesellschaft Österreich, rechnet für 2025 mit einem Besucherrekord, gestützt auf steigende Ticketverkäufe und Ausstellerzahlen. Der Erfolg der Messe spiegelt das wachsende Interesse in der Bevölkerung

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Schrumpfendes Deutschland-Netzwerk: British Airways streicht weitere Verbindungen

Die British-Airways-Gruppe, ein zentraler Akteur im europäischen Luftverkehr und Mitglied der Oneworld-Allianz, setzt ihre strategische Reduzierung des Angebots in Deutschland fort. Mit Beginn des Sommerflugplans 2026 wird die Regionaltochter BA Cityflyer die lukrative Verbindung zwischen den Finanzmetropolen London-City und Frankfurt am Main ersatzlos streichen. Diese Entscheidung folgt auf die bereits angekündigte Einstellung der Strecken von London-Heathrow nach Köln/Bonn und Stuttgart mit Ende des laufenden Winterflugplans. Die kumulierten Streichungen unterstreichen die zunehmende Konzentration des Konzerns auf die wirtschaftlich tragfähigsten Routen und die Hauptdrehkreuze und beleuchten gleichzeitig die Herausforderungen, mit denen sich der Luftverkehrsstandort Deutschland konfrontiert sieht. Die Verbindung London-City–Frankfurt wurde von BA Cityflyer zuletzt bis zu dreimal täglich, montags bis freitags sowie sonntags, bedient und war insbesondere bei Geschäftsreisenden, die eine schnelle Verbindung direkt ins Zentrum beider Städte suchten, hoch frequentiert. Der Fokus auf die Haupt-Hubs Die Streichung der Verbindung London-City–Frankfurt durch BA Cityflyer ist ein deutliches Signal für eine strategische Neuausrichtung innerhalb der British-Airways-Gruppe. Obwohl BA Cityflyer auf die Anfrage zu den Gründen nicht reagierte, ist die Entscheidung im Kontext der Reduzierung des Deutschland-Netzwerks zu sehen. London-City (LCY) ist ein Spezialflughafen, dessen kurzer Start- und Landebahn nur spezielle Flugzeugtypen, wie die Embraer E190, zulässt und der direkt auf die Bedürfnisse des Finanzsektors zugeschnitten ist. Die Verbindung nach Frankfurt, dem größten Finanzzentrum Kontinentaleuropas, war daher von großer strategischer Bedeutung. Trotz dieser Streichung bleibt die Anbindung Frankfurts an London weiterhin gesichert. British Airways selbst fliegt mehrmals täglich zwischen ihrem Hauptdrehkreuz London-Heathrow (LHR) und Frankfurt. Auch der Wettbewerber Lufthansa, der im kommenden Sommerflugplan

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Bahnsektor fordert in Brüssel anbieterübergreifendes digitales Ticket

Auf einer hochkarätigen Veranstaltung im Europäischen Parlament in Brüssel forderten Vertreter der europäischen Privatbahnen eine rasche Umsetzung eines einheitlichen digitalen Bahntickets. Bei einer Lunch Debate, initiiert vom Verband ALLRAIL und gehostet von MEP Sophia Kircher, traf Westbahn-Geschäftsführer Thomas Posch die ÖVP-Verkehrssprecherin und Vizevorsitzende des Verkehrsausschusses (TRAN) zum Austausch über die Stärkung des Schienensektors. Im Zentrum der Debatte stand die Forderung nach einer „Seamless Connectivity“ im Bahnverkehr. Thomas Posch betonte, dass ein anbieterübergreifendes Ticketing die innovative Weichenstellung für die Zukunft sei. Ziel ist es, den Kauf von Fahrkarten über verschiedene Anbieter hinweg so einfach wie Musikstreaming zu gestalten: eine Plattform, alle Anbieter, volle Flexibilität. Sophia Kircher unterstrich, dass nun die Umsetzung klarer Regeln erforderlich sei, damit alle Zugverbindungen auf allen Plattformen verkauft werden können. Sie hob hervor, dass die Mobilität endlich europäisch und nicht entlang nationaler Grenzen gedacht werden müsse. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist der Passagierschutz bei verpassten Anschlusszügen im grenzüberschreitenden Verkehr, der konsumentenfreundlich geregelt werden müsse. Die Experten sehen Wettbewerb als zentralen Treiber für höhere Qualität, attraktivere Preise und Innovationen. Durch die Digitalisierung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz sollen Abläufe im Bahnverkehr effizienter gestaltet werden. Eine diskriminierungsfreie Ticketing-Plattform soll faire Wettbewerbsbedingungen zwischen den Anbietern schaffen und die Attraktivität des Bahnfahrens insgesamt steigern. Die Vertreter des Privatbahnsektors drängen auf eine rasche europäische Lösung, um Barrieren im Bahnverkehr abzubauen. Dadurch soll die Position Österreichs als zentraler Knotenpunkt des europäischen Bahnnetzes gefestigt und der gesamte Schienensektor für das 21. Jahrhundert zukunftsfit gemacht werden.

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Berlin: Condor überträgt Hurghada-Route an Marabu

Der deutsche Ferienflugmarkt erlebt eine anhaltend hohe Fluktuation und die strategische Verschiebung von Kapazitäten zwischen den Airlines. Jüngstes Beispiel hierfür ist die kurzfristige Übergabe der Verbindung von Berlin nach Hurghada durch Condor an ihre estnische Schwestergesellschaft Marabu. Dieser operative Schritt, der im laufenden Winterflugplan wirksam wurde, markiert nicht nur einen Neuzugang am Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg (BER), sondern verdeutlicht auch die zunehmende Verschränkung der Flugplan- und Kapazitätssteuerung innerhalb der Condor-Gruppe, die beide dem Finanzinvestor Attestor gehören. Die Sprecherin von Condor bestätigte den Wechsel und erklärte, dass Marabu in diesem Winterflugplan als Partnerairline auf der Strecke zwischen Berlin und dem ägyptischen Badeort Hurghada zum Einsatz komme. Obwohl in den Buchungssystemen Condor weiterhin als durchführende Fluggesellschaft gelistet sei, wurde der Erstflug von Marabu mit einem Airbus A320neo bereits durchgeführt. Die strategische Einbindung von Marabu dient Condor dazu, die eigenen Kapazitäten optimal zu steuern und die Flugpläne flexibler zu gestalten. Marabu: Ein strategischer Ableger mit estnischem Luftverkehrsbetreiberzeugnis Die Fluggesellschaft Marabu wurde im November 2022 in Tallinn, Estland, gegründet und hat ihren Betrieb im Jahr 2023 aufgenommen. Sie fungiert als direkter strategischer Partner von Condor, wobei sie in erster Linie Flüge von Deutschland zu beliebten Ferienzielen im Mittelmeerraum, nach Ägypten, auf die Kanarischen Inseln und nach Portugal anbietet. Obwohl die Airlines organisatorisch getrennt sind und Marabu unter einem estnischen Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) operiert, nutzen sie Vertriebskanäle und die Markenbekanntheit von Condor. Das Geschäftsmodell von Marabu sieht vor, Kapazitäten für die Condor-Gruppe zu generieren, insbesondere in Zeiten, in denen Condor selbst aufgrund von Flottenmodernisierungen, Wartungszyklen oder strategischen Vorgaben

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Stuttgart: Eurowings startet mit drei neuen Zielen in den Winterflugplan

Die Fluggesellschaft Eurowings hat mit der Umstellung auf den Winterflugplan 2025/2026 ihr Streckennetz gezielt erweitert und konzentriert sich dabei auf Ziele im Nahen Osten und in Nordafrika. Im Zentrum der Erweiterung stehen die neuen Verbindungen nach Jeddah (Saudi-Arabien), Amman (Jordanien) und Marrakesch (Marokko), die sowohl für Urlauber als auch für Geschäftsreisende konzipiert sind. Die neue Verbindung von Stuttgart nach Jeddah, der bedeutendsten Hafenstadt Saudi-Arabiens am Roten Meer, wurde mit Erstflug am 5. November 2025 aufgenommen und wird zweimal wöchentlich (mittwochs und samstags) bedient. Die Strecke stärkt die Anbindung des Landesflughafens an den arabischen Raum und ist sowohl für die Förderung wirtschaftlicher Kooperationen als auch für den Pilgerverkehr von Relevanz. Neben Jeddah ergänzt Eurowings ihr Programm mit der jordanischen Hauptstadt Amman, die Reisenden Zugang zur weltberühmten Felsenstadt Petra und zum Toten Meer bietet. Darüber hinaus stärkt die Airline ihr Angebot nach Nordafrika mit Flügen in die marokkanische Stadt Marrakesch. Die „Perle des Südens“ gilt als beliebtes Ganzjahresziel, das mit farbenfrohen Souks und mildem Winterklima lockt. Generell baut Eurowings ihre Präsenz in der Golfregion stark aus: Neben den neuen Zielen steht auch Dubai täglich im Programm, was Passagieren erhöhte Flexibilität und Auswahl bietet. Die Erweiterung des Streckennetzes in dieser Region ist Teil der Strategie von Eurowings, das Mittelstreckenportfolio auch im Winter kontinuierlich auszubauen und als Value-Carrier in Europa eine größere Vielfalt an Destinationen anzubieten. Die drei neuen Destinationen sind Teil eines insgesamt um fünf Prozent erweiterten Winterflugplans am Stuttgarter Flughafen, der bis zum 28. März 2026 gilt und rund 26.000 Flugbewegungen umfasst.

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Oberstes Verwaltungsgericht lehnt Antrag ab: Thailändische Piloten scheitern vorerst mit Blockade gegen ausländische Crews

Das Oberste Verwaltungsgericht Thailands hat den Antrag der Thai Pilots Association (TPA) auf eine einstweilige Verfügung gegen die Zulassung ausländischer Piloten für Inlandsflüge abgelehnt. Die TPA hatte versucht, die von der Regierung erteilte Genehmigung, Fluggesellschaften die temporäre Anmietung von Flugzeugen samt ausländischer Besatzung (Wet-Lease) für bis zu sechs Monate zu erlauben, umgehend außer Kraft zu setzen. Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass eine Aussetzung der bestehenden Genehmigungen den Flugbetrieb massiv stören und somit Passagiere sowie Frachtdienste beeinträchtigen würde. Obwohl der Eilantrag abgewiesen wurde, hält die Pilotenvereinigung an ihrer Hauptklage fest, die auf die vollständige Aufhebung der Genehmigung abzielt. Der Fall beleuchtet den tiefgreifenden Konflikt zwischen dem wirtschaftlichen Expansionsdrang der thailändischen Fluggesellschaften und der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit unter lokalen Piloten. Hintergrund der Kontroverse: Wet-Lease als Notlösung Die Genehmigung zur temporären Beschäftigung ausländischer Crews resultiert aus einer Entscheidung des vorherigen Kabinetts, die darauf abzielte, den Flugbetrieb thailändischer Fluggesellschaften schnell zu erweitern. Insbesondere während der Hochsaison 2024/25, in der die Nachfrage nach Inlandsflügen stark ansteigt, berief sich die Regierung auf einen angeblichen Mangel an verfügbaren lokalen Piloten. Das Arbeitsministerium erteilte die Sondergenehmigung, die es Airlines erlaubt, Flugzeuge im Wet-Lease – inklusive Besatzung – für maximal sechs Monate zu nutzen. Im Zuge dieser Maßnahme erhielten 38 ausländische Piloten und Co-Piloten temporäre Arbeitserlaubnisse. Als konkretes Beispiel für diesen Trend diente der Fall von Thai VietJetAir, die zwei Airbus A320-200s inklusive Besatzung von Avion Express aus Vilnius für Inlandsrouten einsetzte. Die Thai Pilots Association bestreitet jedoch die Begründung eines Pilotenmangels vehement. TPA-Präsident Teerawat Angkasakulkiat betonte,

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Air Astana führt neue Kollektion von Economy Class Travel Kits ein

Die kasachische Fluggesellschaft Air Astana führt ab November 2025 auf allen internationalen Flügen mit einer Dauer von mehr als drei Stunden eine neue Kollektion von Travel Kits in der Economy Class ein. Diese Neuerung zielt darauf ab, den Reisekomfort der Passagiere zu erhöhen und gleichzeitig die kulturelle Identität Kasachstans zu präsentieren. Die Travel Kits wurden in Zusammenarbeit mit kasachischen Künstlern entwickelt, wobei insgesamt 14 einzigartige Designs für die kleinen Taschen entstanden sind. Künstler wie Indira Badam, Aigerim Karibaeva und Marat Bekey ließen sich von der Natur, den Traditionen, dem Brauchtum und persönlichen Kindheitserinnerungen inspirieren. Jedes Kit trägt eine individuelle künstlerische Note und dient dazu, die Vielfalt der kasachischen Kultur an die internationalen Passagiere weiterzugeben. Die Taschen sind damit nicht nur nützliche Reisebegleiter, sondern auch kleine Kunstwerke. Die neuen Travel Kits werden in zwei verschiedenen Formaten ausgegeben, was einen zusätzlichen Sammelanreiz für Vielflieger schafft: Auf Flügen ab Kasachstan erhalten Passagiere das Kit im Querformat, während auf Flügen in die entgegengesetzte Richtung das Hochformat zum Einsatz kommt. Inhaltlich umfassen die Kits eine Auswahl an praktischen Artikeln zur Verbesserung des Reiseerlebnisses. Auf Flügen, die in Kasachstan starten, ist zusätzlich ein aufblasbares Nackenkissen enthalten. Die Einführung dieser neuen amenity kits ist Teil der Strategie von Air Astana, den Service in der Economy Class zu verbessern und die Wahrnehmung der Marke international zu stärken. Durch die Betonung der lokalen Kunst und Kultur differenziert sich die Airline von Mitbewerbern und bietet den Fluggästen ein einzigartiges Andenken an ihre Reise.

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Ungebrochenes Interesse am US-Reisemarkt: Deutsche Passagierzahlen stabilisieren sich trotz politischer und wirtschaftlicher Hürden

Trotz verschärfter geopolitischer Rahmenbedingungen, restriktiverer Einreisebestimmungen der Vereinigten Staaten und anhaltend hoher Ticketpreise bleibt das transatlantische Reiseinteresse deutscher Passagiere stabil. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat in einer umfassenden Analyse von Flugdaten festgestellt, dass der anfängliche Passagierrückgang, der unmittelbar auf den Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump und Berichte über strengere Grenzkontrollen im Januar und Februar 2025 folgte, schnell wieder ausgeglichen wurde. In den Folgemonaten stabilisierte sich die Zahl der Direktpassagiere aus Deutschland in die USA auf Vorjahresniveau. Dieser Trend hält an, obwohl die Ticketpreise im Durchschnitt um sechs bis sieben Prozent über den Werten des Vorjahres lagen, was die Robustheit der transatlantischen Reisedynamik unter Beweis stellt. Anfänglicher Schock durch verschärfte Einreisebestimmungen Unmittelbar nach dem Amtsantritt der neuen US-Regierung zu Beginn des Jahres 2025 registrierte das DLR auf Basis von Daten der Plattform Sabre MI einen leichten Rückgang der Passagierzahlen von Deutschland in die USA um zwei Prozent in den Monaten Januar und Februar. Dieser vorübergehende Einbruch korrelierte mit Medienberichten über verschärfte Befragungen und Zurückweisungen an den US-Einreisekontrollen. Die Berichterstattung über diese restriktiveren Maßnahmen im Rahmen der neuen US-Einreisepolitik löste eine kurzfristige Verunsicherung bei potenziellen Reisenden aus Deutschland aus. Für einen kurzen Zeitraum schien die Kombination aus politischer Unsicherheit und der Sorge vor unvorhergesehenen Schwierigkeiten bei der Einreise die Reisebereitschaft zu dämpfen. Stabilisierung trotz erhöhter Reisekosten Die Auswertung der Flugdaten für die Folgemonate bis einschließlich Mai zeigt jedoch eine rasche Erholung des Marktes. Die Zahl der Direktpassagiere von Deutschland in die Vereinigten Staaten stabilisierte sich wieder auf dem

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Expertenstudie entlastet Fluggastrechte-Verordnung: EG 261 verbessert Pünktlichkeit

Ein neuer wirtschaftlicher Bericht mit dem Titel „Air Passenger Rights at the Crossroads: Economic Impact of Proposed EC 261 Reform“ kommt zu dem Schluss, dass die europäische Fluggastrechte-Verordnung (EG) Nr. 261/2004 keine Belastung für Fluggesellschaften darstellt, sondern vielmehr als effektives Instrument zur Steigerung der betrieblichen Effizienz und zur Stärkung des Verbraucherschutzes wirkt. Die von den Doktoren Hinnerk Gnutzmann und Piotr Śpiewanowski erstellte Studie widerlegt Branchenbehauptungen, wonach die Entschädigungsregelungen zu Annullierungen führten. Der Bericht, der auf der Analyse mehrjähriger Flugstatistiken aus den Kalenderjahren 2023 und 2024 basiert, zieht einen direkten Vergleich zwischen dem europäischen Markt und dem US-amerikanischen Luftverkehr, in dem keine vergleichbaren Rechte existieren. Die Ergebnisse zeigen, dass Passagiere in der EU eine fünf Prozent höhere Wahrscheinlichkeit haben, pünktlich anzukommen. Weiterhin sind Flüge in Europa im Vergleich zu den USA bis zu 70 Prozent weniger anfällig für lange Verspätungen von mehr als drei Stunden. Die Wahrscheinlichkeit von Stornierungen am selben Tag ist in der EU um mehr als 20 Prozent geringer als in den USA. Dr. Hinnerk Gnutzmann betont, dass die Verordnung Passagierschutz geschickt mit Anreizen für Fluggesellschaften zur Verbesserung der Pünktlichkeit verknüpfe, worauf die Airlines reagiert hätten. Die Analyse widerlegt insbesondere die von der Branche und dem EU-Rat geäußerte Annahme, die Entschädigungsregelungen würden Anreize für strategische Flugannullierungen schaffen, um die Kosten zu minimieren. Dr. Piotr Śpiewanowski kommt zu dem Schluss, dass die empirischen Belege das Gegenteil zeigen: Die niedrigeren Stornierungsraten in der EU deuten darauf hin, dass die Verordnung (EG) Nr. 261 dazu beiträgt, dass Flüge durchgeführt und nicht

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Strategische Beschaffung aus Asien: Westbahn fordert durch Markteintritt von CRRC mehr Wettbewerb im europäischen Bahnsektor

Die Ankündigung der österreichischen Privatbahn Westbahn, neue Doppelstockzüge des chinesischen Herstellers CRRC (China Railway Rolling Stock Corporation) für ihre Dienste auf der stark frequentierten Weststrecke zu beschaffen, hat eine intensive Debatte über die Wettbewerbsbedingungen in der europäischen Bahnindustrie ausgelöst. Die Westbahn selbst tritt als klarer Befürworter eines offenen Marktes auf und positioniert ihre Entscheidung als notwendige Reaktion auf ein europäisches Hersteller-Oligopol, das durch mangelnde Verfügbarkeit, extrem lange Lieferzeiten und explodierende Preise gekennzeichnet sei. Die Beschaffung von vier Zügen des weltweit größten Herstellers CRRC wird von der Westbahn nicht als „Dammbruch“, sondern als Initialzündung und Chance gesehen, echten Wettbewerb zu fördern und die Marktstrukturen zugunsten der Bahnbetreiber und letztlich der Fahrgäste zu verändern. Das Unternehmen kritisiert die derzeitige Situation als schädlich für Innovation und Effizienz im europäischen Schienenverkehrssektor, da Bahnbetreiber kaum Wahlmöglichkeiten hätten und jahrelang auf neue, teure Fahrzeuge warten müssten. Die Marktanalyse der Westbahn: Das Oligopol der Schienenfahrzeughersteller Die Westbahn beschreibt die aktuelle Situation auf dem europäischen Markt für Schienenfahrzeuge als ein funktionsgestörtes Oligopol. Im Wesentlichen gebe es nur zwei dominante Hersteller aus Frankreich und Deutschland, zusätzlich ergänzt durch einen aufstrebenden Anbieter aus der Schweiz. Damit sind primär Alstom (Frankreich/Weltmarktführer seit der Übernahme von Bombardier Transportation) und Siemens Mobility (Deutschland) gemeint, sowie der Schweizer Hersteller Stadler Rail. Diese Marktkonstellation führe laut Westbahn zu folgenden kritischen Auswirkungen: Die Westbahn argumentiert, dass diese strukturellen Probleme, anders als in der europäischen Automobilindustrie, die mit anderen Herausforderungen kämpfe, den gesamten Bahnbetrieb in Europa beeinträchtigen. Teure Züge, mangelnde Innovationen und lange Lieferzeiten würden nicht nur

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