2025

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2025

Flughäfen fordern Entlastung für Reisende und mehr Flugziele

Anläßlich des Welttourismustages am 27. September 2025 haben die deutschen Flughäfen die Bundesregierung zu einer drastischen Senkung der staatlichen Standortkosten aufgerufen. Der ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) betont, daß bezahlbares Reisen für Familien gesichert werden müsse. Die steigenden Kosten würden das Reisen für viele Menschen zunehmend erschweren, obwohl touristische Mobilität eine essentielle Rolle für Millionen von Bürgern spiele. Die Analyse der beliebtesten Flugziele der Deutschen im Sommer 2025 zeigt, daß Reisen über die reine Urlaubsreise hinausgeht. Neben klassischen Ferienregionen wie Palma de Mallorca, Antalya, Heraklion und Hurghada stehen auch Städte mit starken familiären Bindungen im Vordergrund, darunter Istanbul und Sofia. Die ADV-Präsidentin Aletta von Massenbach unterstrich, daß der Tourismus nicht nur ein Wirtschaftsfaktor sei, sondern auch eine gelebte Verbindung zwischen Kulturen, Generationen und Herzen darstelle. Neben der Forderung nach finanzieller Entlastung verlangen die deutschen Flughäfen eine stärkere Konnektivität. Eine mutige Verkehrs- und Wirtschaftspolitik sei notwendig, um dem Luftverkehr die Möglichkeit zu geben, am internationalen Wachstumsmarkt teilzuhaben. Die Stärke der direkten Anbindung an die Welt sei ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit von Tourismus und Wirtschaft in Deutschland. Die Flughäfen sehen sich als das Rückgrat dieser Verbindungen und fordern, daß das Angebot an Flugzielen und Strecken nicht weiter reduziert werden darf. Der Welttourismustag, der seit 1980 von der Welttourismusorganisation (UNWTO) begangen wird, dient der Bewußtseinsstärkung für die vielfältige Bedeutung des Tourismus, welche die wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Aspekte umfaßt. Die Forderungen des ADV spiegeln die Sorge der Branche wider, im internationalen Wettbewerb zurückzufallen, wenn die Rahmenbedingungen, insbesondere die staatlichen Abgaben, nicht zugunsten

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Azul und GOL begraben Pläne für brasilianischen Mega-Carrier

Die brasilianische Luftfahrtlandschaft wird nicht durch die Entstehung eines Mega-Carriers umgekrempelt. Azul Linhas Aéreas hat die kommerziellen Gespräche über eine Fusion mit der Abra Group-Tochter GOL Linhas Aéreas Inteligentes offiziell beendet. Die Verhandlungen, die auf einer unverbindlichen Vereinbarung vom Januar 2025 basierten, wurden am 25. September 2025 eingestellt. Dieser strategische Bruch wird durch die gleichzeitige Beendigung der im Mai 2024 geschlossenen Codeshare-Vereinbarung unterstrichen. Während Azul, die größte Fluggesellschaft Brasiliens nach Flugfrequenz und bedienten Städten, sich primär auf die finanzielle Restrukturierung im Rahmen des Chapter 11-Verfahrens konzentriert, bleibt GOL durch die Abra Group offen für zukünftige Gespräche. Die Folge ist eine intensivierte Konkurrenz auf dem heimischen Markt, von der möglicherweise der Wettbewerber LATAM Airlines profitieren könnte. Das Ende eines Mega-Carrier-Traumes Die geplante Fusion von Azul und GOL hätte zur Entstehung des größten Inlands-Carriers Brasiliens und eines der größten in Lateinamerika geführt. Die kombinierte Flotte hätte rund 330 Flugzeuge umfaßt und beinahe 300 nationale und internationale Ziele bedient. Ein Zusammenschluß dieser Größenordnung hätte jedoch nicht nur die Marktstruktur Brasiliens drastisch verändert, sondern auch eine Konzentration von etwa 75 Prozent der gesamten Kapazität in den Händen von nur zwei großen Fluggesellschaften (dem fusionierten Unternehmen und LATAM) bedeutet. Ein solches Ausmaß hätte unweigerlich eine intensive Prüfung durch die brasilianischen Kartellbehörden nach sich gezogen. Nach der Einreichung der Mitteilung über das Ende der Fusionsgespräche begründete Azul den Schritt damit, daß man sich weiterhin auf die Stärkung der Kapitalstruktur konzentrieren müsse. Azul befindet sich seit Mai 2025 im US-amerikanischen Insolvenzverfahren nach Chapter 11. GOL äußerte sich

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Bremen Airport führt „Kiss & Fly“-System ein

Der Flughafen Bremen hat ein neues Parkkonzept am Terminal eingeführt, welches das kurzzeitige Halten von Fahrzeugen bis zu zehn Minuten kostenfrei ermöglicht. Mit dem sogenannten „Kiss & Fly“-Modell wird die Abwicklung des Hol- und Bringverkehrs vor dem Abflugbereich vereinfacht. Bislang mußte die Parkgebühr bereits ab der ersten Minute am Automaten entrichtet werden. Das neue System basiert auf einer automatischen Kennzeichenerkennung mittels Kamera. Beim Befahren der Zone wird das Kennzeichen erfaßt, woraufhin eine Haltezeit von bis zu zehn Minuten kostenfrei gewährt wird. Das kostenfreie Halten ist auf einmal pro Tag und Fahrzeug beschränkt. Bei längeren Parkvorgängen wird eine Gebühr von drei Euro für jede weitere angefangene zehn Minuten fällig. Die Bezahlung erfolgt digital am Parkautomaten durch Eingabe des Kennzeichens. Der Flughafen verspricht sich von dem „Kiss & Fly“-System eine deutliche Entlastung der Verkehrssituation vor dem Terminal. Konrad Best, Chief Commercial Officer am Bremen Airport, erklärte, daß man eine freie Durchfahrt (free flow) im Abflugbereich erwarte, weshalb man bewußt auf die Installation eines Schrankensystems verzichtet habe. Parkvorgänge, die länger als zwanzig Minuten dauern, sollen auf die terminalnahen Parkhäuser, die zu den günstigsten in Norddeutschland zählen, verwiesen werden. Gegen sogenannte „Parksünder“, die ihre Fahrzeuge stunden- oder tagelang vor dem Terminal abstellen, werden künftig keine herkömmlichen Strafzettel mehr ausgestellt. Stattdessen wird in Fällen der Nichtbezahlung ein Zahlungsbescheid inklusive Mahn- und Bearbeitungsgebühren per Post an den Halter zugestellt. Dieses Vorgehen soll die Einhaltung der Kurzzeitparkregelung gewährleisten.

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Volotea kehrt mit Toulouse-Verbindung nach Luxemburg zurück

Die spanische Fluggesellschaft Volotea nimmt eine Flugverbindung in das Großherzogtum Luxemburg wieder in ihr Streckennetz auf. Ab dem 20. Februar 2026 wird die Billigfluggesellschaft zweimal wöchentlich die Strecke zwischen Luxemburg und Toulouse bedienen. Zum Einsatz kommen dabei Flugzeuge des Typs Airbus A319 oder A320. Die Wiedereinführung der Route stärkt die Anbindung des Luxemburger Flughafens an wichtige europäische Städte. Die Verbindung zwischen Luxemburg und Toulouse war von Volotea zuletzt im Januar 2023 bedient worden. Die Wiederaufnahme der Route spiegelt die strategische Entscheidung der Fluggesellschaft wider, ihre Präsenz an kleineren und mittelgroßen Flughäfen in Europa auszubauen. Toulouse ist ein bedeutender Standort in Südfrankreich und gilt als wichtiges Zentrum der europäischen Luftfahrtindustrie, da hier der Flugzeugbauer Airbus seinen Hauptsitz hat. Die Volotea-Gruppe konzentriert sich auf die Verbindung von Regionalhauptstädten und bietet Direktflüge an, die von größeren Fluggesellschaften oft vernachlässigt werden. Die spanische Billigairline, die ihre Flotte hauptsächlich mit Airbus-Flugzeugen betreibt, erweitert mit diesem Schritt ihr Angebot ab Luxemburg, das als wichtiger Finanzplatz gilt. Die Route ist besonders für Geschäftsreisende aus der Luftfahrtbranche sowie für den Tourismus zwischen der Benelux-Region und Südfrankreich attraktiv. Die Wiederaufnahme dieser Verbindung erhöht die Konkurrenz auf dem Markt für Direktflüge.

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BDLI beruft Beauftragten für Start-ups

Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) hat eine neue Vorstandsposition geschaffen und den Posten eines Start-up-Beauftragten eingerichtet. Das Präsidium des Verbandes beschloß die Einrichtung der neuen Rolle einstimmig. In diese Funktion wurde Florian Seibel, Mitgründer und Geschäftsführer des Drohnenherstellers Quantum Systems, gewählt. Die neue Position soll dazu dienen, Innovationen in der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie zu fördern. Der BDLI sieht die Notwendigkeit, die Vernetzung zwischen jungen Unternehmen und der etablierten Industrie deutlich zu verstärken. BDLI-Präsident Michael Schoellhorn erklärte, daß Start-ups für die Zukunftsfähigkeit der Branche von essentieller Bedeutung seien. Durch die Bündelung dieser Kompetenzen auf Vorstandsebene soll der Technologietransfer beschleunigt werden. Florian Seibel bringt umfangreiche Erfahrung aus der Praxis mit. Er entwickelte sein Unternehmen Quantum Systems zu einem international tätigen Akteur mit neun Standorten in sieben Ländern. Seine berufliche Laufbahn umfaßt auch eine Tätigkeit als Offizier und Hubschrauberpilot bei der Bundeswehr. Zudem studierte er Luft- und Raumfahrttechnik an der Technischen Universität München (TUM) und forschte an unbemannten Trägersystemen. Die Entscheidung des BDLI, einen erfolgreichen Start-up-Gründer in eine zentrale Position zu berufen, unterstreicht die wachsende Bedeutung der sogenannten New-Space-Ökonomie und der unbemannten Luftfahrt.

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Binter modernisiert Regionalflotte mit ATR 72-600

Die spanische Fluggesellschaft Binter hat einen wichtigen Schritt zur Erneuerung ihrer Regionalflotte unternommen. Das auf den Kanarischen Inseln beheimatete Unternehmen hat bis zu neun neue Flugzeuge des Typs ATR 72-600 bestellt. Nach Angaben der Fluggesellschaft umfaßt der Auftrag vier feste Bestellungen sowie Optionen für fünf weitere Maschinen. Mit dieser Flottenmodernisierung festigt Binter ihre Position im innerkanarischen und regionalen Flugverkehr. Die Auslieferung der neuen Flugzeuge ist für den Zeitraum von 2027 bis 2031 vorgesehen. Mit der Wahl der ATR 72-600 setzt Binter auf einen Turboprop-Maschinentyp, der für Kurzstrecken und den Betrieb auf kleineren Flughäfen optimiert ist. Die Fluggesellschaft betreibt bereits eine Flotte dieses Typs, so daß die neuen Maschinen eine nahtlose Ergänzung und schrittweise Ablösung älterer Modelle darstellen. Die ATR-Flugzeuge gelten als Rückgrat des innerkanarischen Luftverkehrs. Die Investition in die neue Flotte unterstreicht die Wachstumsstrategie von Binter. Das Unternehmen verbindet nicht nur die sieben bewohnten Kanarischen Inseln, sondern hat in den letzten Jahren auch ihr Streckennetz auf der iberischen Halbinsel sowie auf Ziele in Westafrika und Marokko ausgeweitet. Die Anschaffung neuer und moderner Flugzeuge ist für die Airline von großer Bedeutung, um die hohe Frequenz des innerinsularen Flugplanes aufrechtzuerhalten und die Zuverlässigkeit des Flugbetriebs zu gewährleisten. Der Hersteller ATR (Avions de Transport Régional) ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und Leonardo S.p.A. Die Kanarischen Inseln sind in hohem Maße auf den Flugverkehr zwischen den Inseln angewiesen, da dieser als wesentliche Verbindung für Bewohner und Touristen dient. Binter spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Flottenerneuerung ist somit ein Indikator für das langfristige Engagement

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Etihad Airways kündigt saisonale Flüge nach Mallorca an

Die Fluggesellschaft Etihad Airways wird ab dem Sommer 2026 eine neue saisonale Flugverbindung zwischen Abu Dhabi und Palma de Mallorca aufnehmen. Die Strecke soll dreimal wöchentlich bedient werden. Als Fluggerät kommt der Airbus A321LR zum Einsatz. Mit dieser Ankündigung erweitert Etihad Airways ihr europäisches Streckennetz um eine attraktive Destination im Mittelmeer. Die Aufnahme von Flügen nach Palma de Mallorca ist Teil der strategischen Expansion von Etihad Airways auf dem europäischen Markt. Die Fluggesellschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zielt darauf ab, die Nachfrage nach Direktverbindungen zwischen dem Golfraum und beliebten europäischen Urlaubsinseln zu bedienen. Die Verbindung nach Mallorca richtet sich dabei sowohl an Touristen aus den Emiraten als auch an Reisende aus dem asiatisch-pazifischen Raum, welche die Insel über das Drehkreuz Abu Dhabi erreichen wollen. Der Einsatz des Airbus A321LR auf dieser Route unterstreicht die Flexibilität des Flugzeugtyps. Die A321LR (Long Range) ist eine Variante des A321neo und ist für Mittel- bis Langstrecken konzipiert. Er ermöglicht es der Airline, Mallorca direkt von Abu Dhabi aus anzufliegen, ohne auf größere und teurere Großraumflugzeuge zurückgreifen zu müssen. Diese saisonalen Verbindungen sind für die Fluggesellschaften ein wichtiger Pfeiler, um die touristische Hochsaison optimal zu nutzen. Die Route wird voraussichtlich im Frühsommer beginnen und bis in den Herbst hinein bedient. Die Entscheidung von Etihad Airways stärkt zudem die Position des Flughafens Palma de Mallorca als wichtiges internationales Ziel im Mittelmeer. Die Insel zieht jährlich Millionen von Besuchern an und wird von zahlreichen europäischen und internationalen Fluggesellschaften angeflogen. Mit der neuen Route erhält Mallorca eine

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Hainan Airlines baut Brüssel zum Europa-Drehkreuz aus

Die chinesische Fluggesellschaft Hainan Airlines verstärkt ihr Engagement in Europa und etabliert den Flughafen Brüssel (BRU) als zentralen Knotenpunkt ihrer Expansionsstrategie. Die Airline plant, die Direktverbindungen zwischen China und Europa weiter zu vertiefen. Als jüngste Maßnahme wird Ende November 2025 eine neue Route zwischen Chongqing (CKG) und Brüssel eröffnet. Die neue Flugverbindung nach Chongqing soll dreimal wöchentlich mit einem Boeing 787-9-Flugzeug bedient werden. Mit dieser Ergänzung baut Hainan Airlines ihr Angebot ab Brüssel aus, welches bereits auf mehreren strategischen Wiederaufnahmen basiert. Die Fluggesellschaft hatte im Juni 2024 die Strecke Brüssel–Shanghai (Pudong) erfolgreich wieder aufgenommen, die nun viermal wöchentlich geflogen wird. Auch die wichtige Verbindung Brüssel–Peking (PEK) wurde auf vier wöchentliche Flüge aufgestockt. Die Route nach Shenzhen (SZX), die bereits im Juni 2023 reaktiviert wurde, vervollständigt das aktuelle Angebot an direkten chinesischen Destinationen ab Brüssel. Ein Vertreter von Hainan Airlines hob die zentrale Bedeutung des Brüsseler Flughafens für die internationale Strategie der Airline hervor. Brüssel wird als wichtiges europäisches Einfallstor genutzt, das bedeutende chinesische Metropolen direkt mit dem Herzen Europas verbindet. Die zentrale geografische Lage Belgiens macht den Flughafen zu einem attraktiven Knotenpunkt, der sowohl Direktreisende zwischen China und Belgien bedient als auch günstige Umsteigeverbindungen in andere europäische Länder ermöglicht. Die Expansion steht im Einklang mit den Bestrebungen Chinas, die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zu Europa zu festigen. Die Airline hat zudem eine starke Bilanz in der Betriebszuverlässigkeit am Flughafen Brüssel vorzuweisen. Hainan Airlines erhielt bereits zum zweiten Mal in Folge den Long Haul Punctuality Award des Flughafens Brüssel, was das

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Flughafen Schiphol legt Berufung gegen Urteil ein

Der Flughafen Amsterdam Schiphol hat Berufung gegen ein Gerichtsurteil eingelegt, welches die von der Flughafengesellschaft verhängten Zugangsverbote gegen Mitglieder der Organisation Friends of Extinction Rebellion aufgehoben hatte. Die Entscheidung, den Rechtsweg zu beschreiten, begründet der Flughafen mit Sicherheitsbedenken und der Notwendigkeit, einen reibungslosen Betrieb aufrechtzuerhalten. Schiphol argumentiert, daß Proteste innerhalb der sogenannten Sicherheitszonen eine erhebliche Gefahr für die Sicherheit von Passagieren und Mitarbeitern darstellen. Zudem bestehe das Risiko des Mißbrauchs durch Dritte. Solche Aktionen würden gegen die strengen internationalen Sicherheitsvorschriften verstoßen, denen der Flughafen als großes europäisches Drehkreuz unterliegt. Die Flughafengesellschaft betont, daß Demonstrationen in den dafür ausgewiesenen Zonen weiterhin gestattet seien. Das Gericht in Noord-Holland hatte in erster Instanz entschieden, daß die verhängten Zugangsverbote unverhältnismäßig seien, da die Demonstranten die Sicherheit nicht unmittelbar gefährdet hätten. Diese juristische Auseinandersetzung folgt auf eine Reihe von Protestaktionen, bei denen die Mitglieder von Extinction Rebellion immer wieder den Betrieb des Flughafens zu stören versuchten. Solche Proteste haben in der Vergangenheit bereits zu temporären Schließungen von Terminals und Flugverspätungen geführt. Der Flughafen betont die Notwendigkeit, Sanktionen gegen Personen zu verhängen, die versuchen, unbefugt in gesperrte Bereiche einzudringen. Nur so könne die Sicherheit am Flughafen und ein geregelter Ablauf des Flugverkehrs gewährleistet werden. Der Fall in Amsterdam reiht sich in ähnliche juristische Auseinandersetzungen an anderen europäischen Flughäfen, etwa in Deutschland und Großbritannien, ein, wo Flughäfen ebenfalls versuchten, gerichtlich gegen Störungen des Flugbetriebes vorzugehen.

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Deutsche Flughäfen fordern staatliche Verantwortung und klare Zuständigkeiten bei der Drohnenabwehr

Die wachsende und sich schnell verändernde Bedrohung durch den illegalen Einsatz von Drohnen im Umfeld deutscher Flughäfen erfordert ein entschlossenes Handeln des Staates. Der deutsche Flughafenverband (ADV) fordert angesichts von über 140 gemeldeten Drohnensichtungen allein in diesem Jahr eine dringende Klärung der Zuständigkeiten und die gesicherte, staatliche Finanzierung moderner Abwehrsysteme. Nach Ansicht des ADV sind Detektion und Abwehr von Drohnen hoheitliche Aufgaben, die in die Verantwortung von Bundes– und Landespolizei fallen müssen. Die Flughäfen betonen, daß sie weder die Befugnis noch die Möglichkeit haben, die Natur einer Drohnenbedrohung zu beurteilen, was die Sicherheit des Flugbetriebs unmittelbar gefährdet. Hohe Bedrohungslage und operative Konsequenzen Die Zahl der illegalen Drohnensichtungen im Umfeld von Verkehrsflughäfen hat in den vergangenen Jahren signifikant zugenommen. Über 140 solcher Vorfälle allein in diesem Jahr verdeutlichen die Ernsthaftigkeit der Situation. Jede Sichtung stellt ein potentielles Risiko für die Sicherheit von Reisenden und die Beschäftigten dar und kann den Flugbetrieb stören oder zur Einstellung von Starts und Landungen führen. Im Falle eines Drohnenalarms greifen die etablierten Meldeketten zwischen Flugsicherung, Flughafenbetrieb und den zuständigen Polizeibehörden. Trotzdem hat die Bedrohungslage das Potential, den regulären Flugbetrieb massiv zu beeinträchtigen, was zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden und Frustration bei den Reisenden führt. Die Flughäfen betonen, daß bei einem Vorfall die Sicherheit oberste Priorität hat. Dies bedeutet in der Regel eine unmittelbare Einschränkung oder vollständige Einstellung des Flugbetriebs, bis die Bedrohung als beseitigt gilt. Diese präventive Maßnahme ist zwingend erforderlich, da eine Kollision zwischen einem Passagierflugzeug und einer Drohne katastrophale Folgen haben könnte. Die Betreiber der

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