2025

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2025

Tragödie von Air India 171: Klage gegen Boeing und Honeywell wegen fehlerhafter Schalter

Im Zusammenhang mit dem Absturz von Air India Flug 171 am 12. Juni 2025, bei dem 260 Menschen ums Leben kamen, haben die Familien von vier Passagieren eine Sammelklage gegen den Flugzeughersteller Boeing und den Zulieferer Honeywell eingereicht. Die Klageschrift, die am 16. September 2025 beim Delaware Superior Court eingereicht wurde, führt Fahrlässigkeit und einen fehlerhaften Kraftstoffabschaltschalter als Ursache für die Tragödie an. Die Kläger behaupten, daß der Schalter versehentlich betätigt oder sogar fehl am Platz sein könnte, was zu einer Unterbrechung der Kraftstoffzufuhr und einem daraus resultierenden Verlust des notwendigen Schubs beim Start führte. Der Absturz kurz nach dem Abflug vom internationalen Flughafen Ahmedabad in Indien, der nur einen einzigen Überlebenden hatte, ist Gegenstand umfassender Untersuchungen. Die Klage legt den Fokus auf die Verantwortung der Hersteller und die möglichen Mängel in der Konstruktion und Wartung der Boeing 787-8 Dreamliner. Die Vorwürfe gegen die Hersteller Die Klageschrift behauptet, daß Boeing und Honeywell, die den Schalter hestellten und installierten, von den Risiken wußten, daß der Schalter versehentlich in die Abschaltposition bewegt werden konnte. Dennoch hätten sie keine Maßnahmen ergriffen, um die Mängel zu beheben. Die Kläger weisen darauf hin, daß die US-Luftfahrtbehörde FAA bereits 2018 Fluggesellschaften vor dem Risiko warnte, daß sich die Verriegelungsmechanismen an mehreren Boeing-Flugzeugen unbeabsichtigt lösen könnten. Trotz dieser Warnung, die die Fluglinien aufforderte, die Kraftstoffschalter zu inspizieren, wurde von den beklagten Unternehmen weder eine verpflichtende Nachbesserung noch eine Warnung ausgesprochen. Nach Ansicht der Kläger haben Boeing und Honeywell es versäumt, die Fluggesellschaften zu warnen, daß die Schalter

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Ryanair fordert EU-Kommission zu Reformen im Flugverkehr auf

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat die EU-Kommission öffentlich zu dringenden Reformen der europäischen Flugsicherung aufgefordert. Grund für die Forderung war ein französischer Streik der Fluglotsen, der nach Angaben der Fluggesellschaft zu Verspätungen bei über 190 Flügen und 35.000 Passagieren geführt hat. Ein zentrales Problem solcher Streiks ist, daß auch Flüge betroffen sind, die den französischen Luftraum lediglich überqueren, ohne daß sie in Frankreich landen oder starten. Nach Aussage der Airline waren 70 Prozent der betroffenen Flüge sogenannte Überflüge. Die Forderungen der Airline stehen im Zusammenhang mit der jahrelangen Debatte um die Vereinheitlichung des europäischen Luftraums durch das Projekt Single European Sky. Ryanair fordert zwei konkrete Massnahmen, um solche Einschränkungen zukünftig zu verhindern: Zum einen sollen nationale Flugsicherungsdienste auch während Streiks voll besetzt bleiben, insbesondere für die erste Flugwelle am Morgen. Zum anderen soll die EU-Kommission den Überflugverkehr während nationaler Arbeitsniederlegungen schützen. Der sogenannte Draghi-Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit der EU, der bereits im September 2024 veröffentlicht wurde, hob die wirtschaftlichen Schäden durch solche Ineffizienzen im Flugverkehr hervor.

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Rätsel um Triebwerksproblem: Swiss-Flugzeug muß Start in Boston abbrechen

Ein Flugzeug der Swiss International Air Lines (Swiss) mußte am 16. September 2025 einen Startabbruch am Boston Logan International Airport (BOS) durchführen. Aus einem der Triebwerke der Airbus A330-300 schossen kurzzeitig Rauch und Flammen, wie Augenzeugen in einem Video festhielten. Die Maschine, die 223 Passagiere und 13 Besatzungsmitglieder an Bord hatte, kehrte unverzüglich zum Gate zurück. Obwohl das Flugzeug für weitere Untersuchungen in Boston am Boden blieb, konnten die Passagiere ihre Reise noch am selben Abend mit einer Ersatzmaschine fortsetzen. Der Vorfall, den auch die US-Luftfahrtbehörde FAA untersucht, wirft Fragen über die Ursache des Problems auf, da eine offizielle Erklärung noch aussteht. Der spektakuläre Startabbruch Der Flug LX55 der Swiss ist eine tägliche Verbindung von Boston nach Zürich. Am Dienstagabend, dem 16. September, sollte die Maschine mit der Registrierung HB-JHM um 17:05 Uhr Ortszeit in Richtung Schweiz abheben. Beim Startversuch um 18:25 Uhr kam es zu dem Vorfall: Das rechte Rolls-Royce Trent 700-Triebwerk des Flugzeugs stieß plötzlich Rauch und Flammen aus. Die Crew hörte nach Angaben des US-Fernsehsenders NBC einen lauten Knall, war sich der visuellen Effekte jedoch erst bewußt, als sie von der Flugverkehrskontrolle informiert wurde. Die Piloten reagierten umgehend und brachen den Start ab. Die Passagiere konnten das Flugzeug nach der Rückkehr zum Gate über die normalen Treppen verlassen. Die Feuerwehr des Flughafens wurde alarmiert und begleitete die Maschine auf der Rollbahn. Die US-Luftfahrtbehörde FAA bestätigte, daß der ankommende Flugverkehr auf der Startbahn kurzzeitig unterbrochen werden mußte, bevor das Flugzeug die Piste wieder verließ. Ein Sprecher der Swiss

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EuroAirport-Projekt sammelt Spendengelder für kranke Kinder

Am EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg ist ein neuer Spendenscheck aus dem gemeinsamen Projekt Charity Water überreicht worden. Die Aktion, an der der dreistaatliche Flughafen und der Händler Dufry beteiligt sind, konnte im Zeitraum von Januar 2024 bis Juni 2025 eine Summe von 347.000 Euro einspielen. Die gesammelten Gelder gehen an die Stiftung für krebskranke Kinder in der Region. Die Spendengelder, die durch den Verkauf von Charity Water gesammelt wurden, sind für die Stiftung von grosser Bedeutung. Sie werden verwendet, um krebskranke Kinder und ihre Familien in der Region mit finanzieller Hilfe, psychologischer Begleitung sowie Forschungsprojekten zu unterstützen. Seit dem Projektstart im Jahre 2018 konnte der Flughafen mit diesem Projekt bis heute insgesamt rund 996.000 Euro an Spenden sammeln. Mit diesem Engagement unterstreichen der EuroAirport und der Händler Dufry ihre strategische Zusammenarbeit. Tobias Markert, Direktor des EuroAirport, betont die gemeinsame Leistung, die erreicht werden kann, wenn Unternehmen zusammenarbeiten. Das Projekt zeigt das Engagement beider Partner für die Region, die sie bedienen, indem Flugreisende und Mitarbeiter gemeinsam einen Beitrag leisten.

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Erstmals in Australien: Virgin Australia erlaubt Haustiere in der Kabine

Eine Zeitenwende für Tierbesitzer in Australien: Virgin Australia, eine der größten Fluggesellschaften des Landes, hat als erste Airline angekündigt, daß kleine Haustiere zukünftig in der Passagierkabine mitreisen dürfen. Der neue Service, „Pets in Cabin“ genannt, wird zunächst in einer Testphase eingeführt. Er beginnt am 16. Oktober 2025 auf ausgewählten Flügen von Melbourne zur Gold Coast und zur Sunshine Coast. Dieser Schritt bricht mit der langjährigen Tradition, Haustiere ausschließlich im Frachtraum zu befördern. Er folgt einem Trend, der sich in den Vereinigten Staaten und Europa bereits etabliert hat. Die Fluggesellschaft hat in Zusammenarbeit mit internationalen Carriern und Tierschutzorganisationen ein Konzept entwickelt, das die Sicherheit und das Wohl aller Passagiere – ob Mensch oder Tier – in den Mittelpunkt stellt. Die Details des neuen Angebots und strenge Regeln Für die Teilnahme am Pilotprogramm gelten klare und strenge Vorgaben, um die Sicherheit und den Komfort aller Reisenden zu gewährleisten. Der Service ist zunächst nur für kleine Hunde und Katzen verfügbar, wobei Katzen in der anfänglichen Testphase auf Flügen von Melbourne zur Gold Coast nicht zugelassen sind. Pro Flug können maximal vier Haustiere mitreisen, wobei jedes Tier in einem eigenen, von der Airline zugelassenen, weichen Transportbehälter transportiert werden muß. Die Maße des Behälters dürfen 44 x 26 x 28 cm nicht überschreiten, und das Gesamtgewicht von Tier und Behältnis darf acht Kilogramm nicht übersteigen. Während des gesamten Fluges müssen die Transportbehälter unter dem Vordersitz verstaut bleiben. Es ist den Tierbesitzern zu keinem Zeitpunkt gestattet, ihre Tiere aus den Behältern zu nehmen. Passagiere, die mit

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United Airlines meldet Verbesserungen im Flugbetrieb am Hub Newark

Die Fluggesellschaft United Airlines hat nach eigenen Angaben die erfolgreichste Sommersaison hinsichtlich des Flugbetriebs an ihrem wichtigen Drehkreuz in Newark verzeichnet. Mehr als sechs Millionen Flugreisende waren in dieser Zeit von dort aus unterwegs. Die Pünktlichkeitswerte der Airline am Flughafen Newark (EWR) lagen demnach sogar leicht über denen anderer Fluggesellschaften an den New Yorker Flughäfen JFK und LaGuardia. Die positive Entwicklung folgt auf erhebliche Probleme im Flugbetrieb, die es im Frühjahr 2025 an dem Flughafen gegeben hatte. Ursachen waren damals unter anderem Personalengpässe bei der Flugsicherung, technische Schwierigkeiten sowie Arbeiten an Start- und Landebahnen. Ein Technologie-System, das knappe Anschlussflüge koordiniert, hatte im Sommer nach Unternehmensangaben rund 28.000 Passagieren geholfen, ihre Weiterflüge rechtzeitig zu erreichen. Das Drehkreuz in Newark spielt eine entscheidende Rolle im internationalen Verkehrsnetz von United. Die Airline bediente im Sommer 82 internationale Destinationen von dort aus, darunter alle 32 Ziele in Europa wie Frankfurt, München oder Zürich. Im kommenden Herbst und Winter sollen zusätzliche Flüge nach europäischen Städten wie Rom oder Dublin angeboten werden. Neu sind Verbindungen nach Palm Springs, Columbia und Chattanooga in den Vereinigten Staaten.

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Indische Fluggesellschaft IndiGo startet neue Verbindung nach Kopenhagen

Die indische Fluggesellschaft IndiGo nimmt eine neue internationale Verbindung in ihr Netzwerk auf. Ab dem 8. Oktober soll die Strecke zwischen Mumbai und Kopenhagen dreimal pro Woche bedient werden. Das Besondere an dieser Route ist, daß IndiGo hierfür mit der norwegischen Airline Norse Atlantic kooperiert. Die Flüge werden im Rahmen eines sogenannten Wet-Lease-Abkommens durchgeführt. Dabei stellt Norse Atlantic sowohl den Flugzeugtyp Boeing 787-9 als auch das Flugpersonal für die Verbindung zur Verfügung. Dieser Ansatz ermöglicht es der indischen Fluggesellschaft, ihr internationales Angebot auf Langstrecken zu erweitern, ohne daß sie ihre eigene Flotte von Maschinen dieser Grössenordnung ausbauen muss. Die neue Strecke schafft eine direkte Verbindung zwischen dem Finanzzentrum Mumbai und der dänischen Hauptstadt als wichtigem nordeuropäischen Drehkreuz. Sie richtet sich damit sowohl an Geschäftsreisende als auch an Touristen. Mit dieser Erweiterung umfasst das internationale Netzwerk der indischen Fluggesellschaft nun 44 Ziele, insgesamt 138 Destinationen.

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Austrian Airlines plant Ausbau des Boston-Flugangebots im Jahr 2026

Die Fluggesellschaft Austrian Airlines plant eine Aufstockung ihrer Flüge zwischen Wien und Boston für den Sommerflugplan im Jahre 2026. Die Verbindung soll mit Maschinen des Typs Boeing 787-9 bedient werden, einem zentralen Flugzeug in der Flottenerneuerungsstrategie des Unternehmens. Gemäß vorläufigen Flugplandaten soll die Route ab dem 30. März 2026 zunächst viermal pro Woche angeboten werden, bevor die Frequenz ab dem 2. Juni auf fünf wöchentliche Flüge erhöht wird. Diese Entwicklung folgt auf eine Reduzierung des Angebots im vorherigen Sommer 2025, als die ursprünglich geplanten sechs wöchentlichen Verbindungen letztendlich auf drei verringert wurden. Die geplante Erweiterung der Verbindungen ist Teil der Strategie, die Fernflugverbindungen auszubauen. Boston stellt hierbei ein wichtiges Ziel im Nordamerika-Netzwerk der Fluggesellschaft dar, das den Hub Wien mit dem wichtigen Wirtschafts- und Forschungszentrum an der US-Ostküste verbindet. Da es sich um vorläufige Daten handelt, können sich die Pläne jedoch noch ändern.

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Travelcoup kündigt Winterflugplan mit Schwerpunkt Mallorca an

Der Anbieter von Semi-Privatjet-Flügen, Travelcoup, hat seinen Winterflugplan für die Saison 2025/2026 vorgestellt. Dabei liegt der Schwerpunkt der Flüge klar auf der Ferieninsel Mallorca. Der Flugplan gilt ab Mitte Oktober und dauert bis einschliesslich April 2026. Neben den bereits bestehenden Verbindungen ab München und Zürich wird nun auch Düsseldorf im wöchentlichen Takt angeflogen. Die Flüge starten jeweils donnerstags, freitags und samstags. Auf Grund der hohen Nachfrage rund um Feiertage wie Weihnachten, Neujahr und Ostern sind zusätzliche Sonderflüge vorgesehen. Das Unternehmen nutzt hierfür seine Flotte von zwei umgebauten Embraer-Jets, die mit 16 bzw. 22 VIP-Sitzen ausgestattet sind. Travelcoup, das sich als europäischer Anbieter in diesem Spezialsegment positioniert hat, erweitert zudem seine Charterangebote. Die Firma nutzt ihre Flugzeuge für individuelle Reisen für Firmen oder Gruppen. Zusätzlich bietet sie über eine eigene Plattform einzelne Sitzplätze auf Leertransportflügen an, die eine Alternative zum traditionellen Linienflug darstellen sollen.

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Gault & Millau Genussmesse 2025: Licht und Schatten der österreichischen Kulinarik

Die Gault & Millau Genussmesse 2025, die am 13. und 14. September 2025 in der Ottakringer Brauerei in Wien stattfand, versammelte erneut die Riege der heimischen Gastronomie. Während die Veranstaltung zweifellos einen breiten Überblick über die österreichische Kulinarik bot, werfen einige Aspekte Fragen über die tatsächliche Innovationskraft und die Zugänglichkeit der Szene auf. Die Messe präsentierte ein breites Spektrum, von prämierter Haute Cuisine bis zu regionalen Delikatessen, doch bei näherer Betrachtung zeigten sich auch die Herausforderungen und bisweilen starren Strukturen einer Branche, die zwischen Tradition und Moderne navigiert. Die Veranstaltung, die als Schaufenster für die im Gault & Millau Führer präsentierten Betriebe dient, spiegelte sowohl die Stärken als auch die Schwächen einer Szene wider, die sich oft im Spannungsfeld zwischen Perfektionismus und Praxis bewegt. Ein Kulinarisches Schaufenster mit Defiziten Die Liste der Aussteller las sich wie ein Who’s Who der österreichischen Gastronomie. Über 100 Stände, von etablierten Haubenlokalen bis zu aufstrebenden Produzenten, versprachen ein wahres Feuerwerk für die Sinne. Jedoch war die Zugänglichkeit vieler dieser Gaumenfreuden nicht für jedermann gegeben. Die oft winzigen Portionen, die am Stand angeboten wurden, rechtfertigten in manchen Fällen kaum den hohen Preis des Eintrittstickets. Während das Konzept der Verkostung dazu dienen sollte, einen umfassenden Einblick zu gewähren, blieben viele Besucher am Ende mit dem Gefühl zurück, nur einen flüchtigen und teils unbefriedigenden Eindruck von den eigentlichen Küchenleistungen erhalten zu haben. Kritiker bemängelten zudem, daß sich das Angebot in weiten Teilen um bereits bekannte Namen und bewährte Konzepte drehte. Zwar gab es einige neue Gesichter, doch

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