
Rückzug aus Wien: Wizz Air macht die Basis dicht
Die Fluggesellschaft Wizz Air hat eine strategische Entscheidung von weitreichender Konsequenz für den Flughafen Wien bekanntgegeben: die schrittweise Schließung ihrer Basis in der österreichischen Hauptstadt. Als Hauptgrund nennt das Unternehmen eine strategische Überprüfung seiner Betriebsabläufe, die ergeben habe, daß die stark gestiegenen Flughafengebühren und Steuern in Wien den Betrieb des Ultra-Low-Cost-Geschäftsmodells nicht mehr rechtfertigen. Der Wettbewerb mit Ryanair scheint seinen Beitrag geleistet zu haben. Der Rückzug soll in zwei Phasen erfolgen, beginnend am 26. Oktober 2025 mit der Einstellung von zwei Flugzeugen und zwei Strecken, gefolgt von der endgültigen Schließung am 15. März 2026. Diese Entscheidung, die 28 Routen zu 20 Ländern betrifft und 27.000 Passagiere pro Woche berührt, markiert einen schmerzhaften Verlust für den Wiener Flughafen und wirft ein Schlaglicht auf die harten wirtschaftlichen Bedingungen im europäischen Luftverkehr. Damit dürfte sich im Bereich der Lowcost-Carrier in Wien die Ryanair Group durchgesetzt haben. Die beiden Konzerne haben sich über einen längeren Zeitraum hinweg einen harten Wettbewerb auf vielen Routen geliefert. Seit einiger Zeit ist zu beobachten, dass Wizz Air auf dem Rückzug ist. „Der Flughafen Wien bedauert die Entscheidung von Wizz Air, sich vom Standort Wien zurückzuziehen, und hält dazu fest: Die Flughafen-Entgelte sind für alle Airlines gleich und werden mit 1.1.2026 um bis zu 5% gesenkt. Der Flughafen Wien ist ein hochqualitativer Standort und im Vergleich zu vielen anderen Airports sehr wettbewerbsfähig. Aber im internationalen Standortwettbewerb spielen Kostenbelastungen wie die staatliche Flugabgabe eine große Rolle – die gibt es zum Beispiel in Österreichs Nachbarländern Ungarn und der Slowakei nicht.








