
S-Bahn S13 für Köln/Bonn Airport: Eine Endlos-Baustelle mit fehlendem Bindeglied
Das ambitionierte Projekt der Flughafen-S-Bahn S13 für den Flughafen Köln/Bonn, das eine direkte Schienenanbindung zwischen Bonn und dem Flughafen ermöglichen soll, steht kurz vor der ersten Teilinbetriebnahme Ende 2026. Trotz dieser vermeintlich guten Nachricht herrscht in Bonn und bei der Deutschen Bahn eine gewisse Ernüchterung. Der Grund: Eine entscheidende Überwerfung bei Troisdorf wurde in der Planung schlichtweg vergessen oder zumindest nicht rechtzeitig realisiert, was zu erheblichen Trassenkonflikten führt. Dies bedeutet, daß das eigentliche Ziel – direkte Fahrten zum Flughafen – auf sich warten lassen wird, voraussichtlich bis zur zweiten Hälfte der 2030er-Jahre. Damit wird die S13, deren Hauptarbeiten bereits im November 2016 begannen und deren Planung bis ins Jahr 1994 zurückreicht, zu einem Projekt, dessen volle Funktionsfähigkeit erst nach rund vier Jahrzehnten Bau- und Planungszeit erreicht sein wird. Ein Projekt mit langer Geschichte: Von der Berlin-Bonn-Vereinbarung zur Realität Die Idee einer direkten S-Bahn-Anbindung des Flughafens Köln/Bonn reicht weit zurück, genauer gesagt bis zur Berlin-Bonn-Vereinbarung aus dem Jahre 1994. Diese Vereinbarung regelte die Umzugsprozesse der Bundesregierung von Bonn nach Berlin und sah im Rahmen der Ausgleichsmaßnahmen auch Infrastrukturprojekte zur Stärkung der Region Bonn vor. Eine leistungsfähige Anbindung des Flughafens war dabei von zentraler Bedeutung, um die Erreichbarkeit für Geschäftsreisende und Touristen zu verbessern und die Region wettbewerbsfähig zu halten. Mit den Hauptarbeiten für die S13 begann die Deutsche Bahn dann am 29. November 2016. Das Projekt umfaßte den Bau einer neuen, zweigleisigen Infrastruktur, die größtenteils neben bestehender Schienenführung errichtet oder alte Infrastruktur modernisiert. Ursprünglich wurde angenommen, daß die vollständige S-Bahn-Verbindung relativ








