2025

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2025

China Airlines verschiebt Flotten-Ausmusterungen wegen Lieferverzögerungen

Die taiwanesische Fluggesellschaft China Airlines muß die Ausmusterung älterer Flugzeuge vom Typ Boeing 737-800 und Airbus A330-300 aufschieben. Grund hierfür sind Verzögerungen bei den Auslieferungen neuer Maschinen. Unternehmenschef George Kao teilte mit, daß Airbus mit der Übergabe der A321-200NX im Rückstand sei und Boeing möglicherweise Entschädigungszahlungen wegen Verzögerungen bei der Boeing 787-9 leisten müsse. China Airlines erwartet derzeit die Auslieferung von neunzehn Airbus A321-200NX-Flugzeugen, darunter eine kürzlich bekanntgegebene Charge von acht neuen Leasingmaschinen. Des Weiteren sind achtzehn Boeing 787-9 bestellt. Diese neuen Flugzeuge sollen schrittweise die älteren Boeing 737-800 und die bestehenden Airbus A330-300 in der Flotte ersetzen. Die Fluggesellschaft betreibt bereits 17 Exemplare des A321NX. Die Lieferverzögerungen haben direkte Auswirkungen auf die operative Planung der Airline. „Wir sind derzeit stark betroffen“, erklärte Kao. Einige Flugzeuge, die ursprünglich zur Ausmusterung oder Rückgabe am Ende ihrer Leasingverträge vorgesehen waren, werden nun in der Flotte verbleiben und deren Leasingverträge verlängert. Boeing habe signalisirt, daß die ersten Boeing 787-9 Maschinen noch in diesem Jahr ausgeliefert werden könnten. Der Boeing 787-Auftrag umfaßt zudem sechs Boeing 787-10. China Airlines verfügt derzeit über keine Flugzeuge des Typs Boeing 787. Kao merkte an, daß Entschädigungen für verspätete Lieferungen vertraglich festgelegt seien, jedoch bestimmte Gründe für Lieferverzögerungen den Flugzeughersteller von der Haftung befreien könnten. Die Problematik der Lieferverzögerungen von neuen Flugzeugen ist ein branchenweites Phänomen, das zahlreiche Fluggesellschaften weltweit betrifft. Produktionsschwierigkeiten und Engpässe in den Lieferketten der großen Flugzeughersteller führen dazu, daß Airlines ihre Flottenpläne anpassen und ältere Maschinen länger als vorgesehen im Dienst halten müssen. Dies beeinflußt

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Condor steuert neue Wege an: Mögliche Annäherung an die Oneworld-Allianz

In einer Zeit des Wandels und der strategischen Neuausrichtung in der Luftfahrtbranche scheint der deutsche Ferienflieger Condor seine Blicke verstärkt auf eine mögliche Zusammenarbeit mit der globalen Luftfahrtallianz Oneworld zu richten. Jüngste Berichte deuten auf intensive Gespräche zwischen Condor und American Airlines hin, einem Schwergewicht innerhalb des Oneworld-Verbundes. Wenngleich eine Vollmitgliedschaft in der Allianz noch als langfristiges Ziel erscheint, so illustriert diese Annäherung Condors Bestreben, seine Position im internationalen Luftverkehr durch strategische Partnerschaften zu stärken. Diese Entwicklung findet vor dem Hintergrund einer erfreulichen Geschäftsentwicklung statt, die zeigt, wie die Fluggesellschaft nach schwierigen Zeiten wieder Kurs auf Rentabilität nimmt und ihre Weichen für die Zukunft stellt. Wirtschaftlicher Aufwind und strategische Weichenstellungen Condor, ein Traditionsunternehmen im deutschen Flugverkehr, durchläuft eine Phase der Transformation und Konsolidierung. Nach Angaben des Managements im April konnte der Nettoverlust im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 (endend am 30. September) auf 62 Millionen Euro halbiert werden, was eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr darstellt. Die Gesamterträge der Fluggesellschaft stiegen um mehr als 15 Prozent auf 2,44 Milliarden Euro. Mit einer beeindruckenden Platzauslastung von 91,6 Prozent konnte Condor die Passagierzahlen um knapp 8 Prozent auf über 8,5 Millionen steigern. Besonders vielversprechend war das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres (Oktober bis Dezember 2024), in dem der operative Gewinn von 52 auf 113 Millionen Euro wuchs. Diese Zahlen zeugen von einer erfolgreichen Sanierung und einem klaren Aufwärtstrend unter der Führung von Condor-Chef Peter Gerber, der die Airline auf mehrere Standbeine stellt: Ferienflüge, ein wachsendes Zubringer- und Städtenetz ab Frankfurt. Die wirtschaftliche Erholung von

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Beschlagnahmtes Flugzeug der Far Eastern Air Transport erneut zur Versteigerung

Die insolvente taiwanesische Fluggesellschaft Far Eastern Air Transport (FAT), die ihren Betrieb im Dezember 2019 unerwartet einstellte, schuldet dem Staat weiterhin erhebliche Summen. Die ausstehenden Forderungen belaufen sich auf rund 96 Millionen Taiwan-Dollar, umgerechnet etwa 2,9 Millionen Euro, und betreffen Steuern, Sozialversicherungsbeiträge sowie Flughafenentgelte. Um einen Teil dieser Schulden zu decken, wird ein beschlagnahmtes Flugzeug der ehemaligen Airline erneut versteigert. Bei dem Flugzeug handelt es sich um eine McDonnell Douglas MD-82 mit der Registrierung B-28017. Dieses Luftfahrzeug wurde bereits im Jahre 2021 nach mehreren erfolglosen Versteigerungsversuchen von der Firma Weishuo Precision Industrial für 4,5 Millionen Taiwan-Dollar ersteigert. Da diese Firma jedoch zwischenzeitlich selbst über 9 Millionen Taiwan-Dollar an Gebühren für das Parken am Flughafen Taipeh-Songshan angehäuft hat, wurde das Flugzeug erneut beschlagnahmt. Solche Fälle von wiederholter Beschlagnahmung und Versteigerung sind in der Luftfahrtbranche ungewöhnlich und zeugen von der Komplexität der Abwicklung von Insolvenzen. Die erneute Versteigerung der McDonnell Douglas MD-82 ist für den 1. Juli angesetzt, wie das Portal CNA berichtet. Der Startpreis liegt bei 4,5 Millionen Taiwan-Dollar. Parallel dazu werden weitere Vermögenswerte der ehemaligen Fluggesellschaft angeboten, darunter 14 Grundstücke, zwei Gebäude und diverse bewegliche Vermögenswerte. Diese Maßnahmen sollen dazu dienen, die ausstehenden Forderungen der Gläubiger, insbesondere des Staates und des Flughafens, zu bedienen. Die Geschichte von Far Eastern Air Transport ist ein Beispiel für die Herausforderungen und Risiken im Luftfahrtgeschäft, insbesondere für kleinere Fluggesellschaften, die finanziellen Turbulenzen ausgesetzt sind. Das Schicksal der beschlagnahmten Flugzeuge und anderer Vermögenswerte verdeutlicht die langwierigen Prozesse, die mit der Liquidation eines insolventen Unternehmens verbunden

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Blue Islands nimmt Direktflüge zwischen Jersey und Paris auf

Die Fluggesellschaft Blue Islands hat eine neue, zweimal wöchentliche Direktverbindung zwischen Jersey und Paris Charles de Gaulle aufgenommen. Die Flüge starteten vor vier Wochen und werden bis zum 30. Oktober 2025 jeweils montags und donnerstags angeboten. Erste Daten deuten auf eine Belegung sowohl durch Bewohner Jerseys als auch durch Reisende aus Frankreich hin. Rob Veron, Geschäftsführer von Blue Islands, hob die Bedeutung der Strecke für den Freizeit- und Tourismusbereich hervor. Berichten zufolge stammen 23 Prozent der Passagiere aus Paris, wobei erwartet wird, daß dieser Anteil mit zunehmender Bekanntheit im französischen Markt steigen wird. Die neue Verbindung soll die Anbindung Jerseys verbessern und die kulturellen sowie wirtschaftlichen Beziehungen zu Frankreich stärken. Die Kanalinseln, zu denen Jersey gehört, unterhalten traditionell enge Beziehungen zum europäischen Festland, insbesondere zu Frankreich. Der Erstflug wurde am Flughafen Jersey mit einer Verabschiedung gefeiert, an der Vertreter von Ports of Jersey und Visit Jersey teilnahmen. Matt Thomas, Geschäftsführer von Ports of Jersey, bezeichnete die neue Route als wichtigen Schritt für den Flughafen. Mit dieser Ergänzung erhöht sich die Gesamtzahl der direkten europäischen Destinationen, die vom Flughafen Jersey im Jahre 2025 angeflogen werden, auf 15. Die Anbindung an den Flughafen Charles de Gaulle als internationales Drehkreuz bietet Passagieren zudem weitreichende Anschlußmöglichkeiten. Die Einführung dieser Direktverbindung ist Teil der Bemühungen, die touristische und wirtschaftliche Erreichbarkeit Jerseys zu optimiren. Paris Charles de Gaulle zählt zu den größten Flughäfen Europas und dient als Tor zu einem umfangreichen globalen Streckennetz. Dies ist von Vorteil für die Insel, die stark vom Tourismus und dem

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Lufthansa Technik baut in Calgary

Die Errichtung eines hochmodernen Triebwerkszentrums von Lufthansa Technik in Calgary markiert einen bedeutenden Schritt zur Stärkung der Luftfahrtinfrastruktur in Westkanada und zur Ausweitung der globalen Präsenz des deutschen Luftfahrtgiganten. Mit einer Investition von rund 120 Millionen kanadischen Dollar entsteht am Flughafen Calgary eine wegweisende Reparaturwerkstatt mit integriertem Teststand, die speziell auf die Bedürfnisse nordamerikanischer Fluggesellschaften zugeschnitten ist. Dieses Projekt, welches im Jahre 2027 seinen Betrieb aufnehmen soll, wird nicht nur modernste Wartungsdienste für die Triebwerke der Boeing 737 Max, die sogenannten Leap-1B-Triebwerke, anbieten, sondern auch zahlreiche qualifizierte Arbeitsplätze schaffen und die Position Calgarys als Zentrum für Luftfahrtinnovation und Exzellenz festigen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Lufthansa Technik, Calgary Airports und verschiedenen Regierungsebenen unterstreicht die strategische Bedeutung dieses Vorhabens für die regionale Wirtschaft und die gesamte kanadische Luftfahrtbranche. Spatenstich für ein technisches Meisterwerk in Calgary Am heutigen Tage wurde am Flughafen Calgary der symbolische Spatenstich für ein hochmodernes Triebwerkswartungszentrum von Lufthansa Technik gefeiert. Das Vorhaben, welches eine Investition von etwa 120 Millionen Kanadischen Dollar (CAD) bedeutet, soll neue Maßstäbe in der Instandhaltung und Reparatur von Flugzeugtriebwerken setzen. Die geplante Reparaturwerkstatt und der integrierte Teststand, welche bis zum Jahre 2027 in Betrieb genommen werden sollen, werden primär sogenannte „Near-Wing-“ und „Quick-Turn-Services“ für Leap-1B-Triebwerke erbringen. Diese Triebwerke stammen von CFM International, einem 50/50 Gemeinschaftsunternehmen von GE Aerospace und Safran Aircraft Engines, und sind die Antriebe der stetig wachsenden Boeing-737-Max-Flotte. Die neue Anlage, welche sich über eine Fläche von ungefähr 14.000 Quadratmetern erstrecken wird, entsteht in enger Kooperation mit Calgary Airports. Sie wird von Lufthansa

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Sicherungslandung in Bari unterbricht Flugbetrieb am Wochenende

Ein Flug der Tuifly (Flugnummer X3 4429) von Korfu nach Düsseldorf mußte am Samstag, dem 28. Juni 2025, auf dem Flughafen Bari eine Sicherheitslandung absolvieren. Über der Adria hatte der Pilot des Boeing 737-800 (Registrierung D-ABMV) einen Luftnotfall erklärt. Das Flugzeug landete um 12:39 Uhr Ortszeit sicher, Personen kamen bei dem Vorfall nicht zu Schaden. Nach der Sicherheitslandung wurde der Flugbetrieb am Flughafen Bari für mehrere Stunden eingestellt, was zu erheblichen Störungen im südlichen Europa führte. Bodenpersonal führte Inspektionen und Sicherheitsprüfungen durch, während die Luftfahrtbehörden mit den Ermittlungen zum Vorfall begannen. Die vorübergehende Schließung eines solchen zentralen Flughafens in der Hochsaison verdeutlicht die Anfälligkeit der Fluginfrastruktur bei ungeplanten Ereignissen. Die Betriebseinstellung hatte weitreichende Folgen: Flüge von Ryanair aus Rom, Patras und Budapest wurden verzögert oder umgeleitet. Eine Maschine von Red Sea Airlines aus Sharm el-Sheikh mußte nach Neapel ausweichen, und der Budapest-Flug von Wizz Air war ebenfalls von Verzögerungen oder Umleitungen betroffen. Flughäfen in Neapel und Brindisi mußten umgeleitete Flugzeuge aufnehmen, und die Flugverkehrskontrolle in ganz Italien war gefordert, die Auswirkungen abzufedern. Der Vorfall störte die Reisepläne Hunderter von Passagieren mitten in der sommerlichen Hochsaison. Bari ist ein wichtiger Knotenpunkt für Reisen nach Apulien und an die Adriaküste und spielt eine maßgebliche Rolle im italienischen Tourismussektor. TUI reagirte eigenen Angaben zufolge schnell, um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten, und leitete eine Untersuchung der mutmaßlichen technischen Ursache ein. Die italienische Zivilluftfahrtbehörde prüft Daten und Aufzeichnungen, um die genaue Ursache zu ermitteln. Der Flugbetrieb in Bari wurde mittlerweile wieder aufgenommen, jedoch

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Jetblue degradiert Amsterdam-Präsenz

Die Luftfahrtbranche ist ein steter Fluß von Veränderungen, und Jetblue Airways passt seine Strategien an, um im hart umkämpften transatlantischen Markt bestehen zu können. Neueste Anpassungen betreffen die Flugverbindungen zwischen den Vereinigten Staaten und Europa. Insbesondere die Route von New Yorks John F. Kennedy International Airport (JFK) nach Amsterdams Schiphol Airport (AMS) erfährt eine wesentliche Umstellung: War sie bislang eine Ganzjahresverbindung, so wird sie fortan nur noch saisonal in den Sommermonaten angeboten. Diese Entscheidung, die sich auf eine Analyse der Passagiernachfrage und die strategische Nutzung von Flugrechten stützt, beleuchtet die komplexen Herausforderungen, denen sich Fluggesellschaften im internationalen Luftverkehr gegenübersehen. Zugleich bekräftigt sie Jetblues Bestreben, seine transatlantische Präsenz auszubauen, wenn auch mit flexibleren Ansätzen, um Rentabilität und Effizienz zu gewährleisten. Die Fluggesellschaft navigiert dabei durch ein dichtes Netz von Wettbewerbern und sich ändernden Marktbedingungen, stets darauf bedacht, ihre Nische als Anbieter von Premium-Erlebnissen zu sichern. Vom Ganzjahresbetrieb zur Saisonalität: Die Route JFK-Amsterdam im Wandel Die erstmalige Direktverbindung von New York (JFK) nach Amsterdam (AMS) wurde von Jetblue im Jahre 2023 eingeführt und seitdem täglich im Ganzjahresbetrieb geflogen. Eine Analyse von Cirium, einem führenden Unternehmen für Luftfahrtanalysen, zeigt nun auf, daß der letzte Flug für die diesjährige Sommersaison auf dieser Strecke am 28. Oktober 2025 stattfinden wird. Der Betrieb wird sodann erst am 28. März 2026 wieder aufgenommen. Diese Umstellung bedeutet eine Winterpause für die Verbindung von New York nach Amsterdam, welche die Bedeutung von saisonalen Schwankungen in der Reisebranche unterstreicht. Der Hauptgrund für diese strategische Anpassung dürfte in der geringeren Nachfrage

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Kollision am Flughafen Hanoi: Vietnam Airlines suspendiert vier Piloten

Nach einer Kollision zweier ihrer Flugzeuge am Noi Bai International Airport in Hanoi am 27. Juni 2025 hat Vietnam Airlines vier Piloten suspendiert. Ein auf dem Weg zum Start befindlicher Boeing 787 streifte dabei das Heck eines Airbus A321, der sich an einer Rollwegkreuzung nicht korrekt positioniert hatte. Beide Flugzeuge erlitten Schäden und mußten daraufhin gegroundet werden. Mehr als 380 Passagiere wurden auf Ersatzflüge umgebucht. Die Zivilluftfahrtbehörde Vietnams stufte den Vorfall als schwerwiegenden Sicherheitsverstoß der Stufe B ein. Ermittlungen zur genauen Ursache des Vorfalls und zur Vermeidung zukünftiger ähnlicher Ereignisse sind im Gange. Vietnam Airlines kooperirt eigenen Angaben zufolge vollumfänglich mit den Behörden, um die Umstände des Geschehens aufzuklären. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Sicherheitsvorschriften und -abläufe an Flughäfen, insbesondere in Bezug auf die Bewegung von Flugzeugen am Boden. Solche Kollisionen auf Rollwegen, auch als „Ground Incidents“ bekannt, können erhebliche Folgen für den Flugbetrieb und die Sicherheit haben, auch wenn sie seltener zu Personenschäden führen als Zwischenfälle in der Luft. Die strikte Einhaltung der Anweisungen der Flugsicherung und der korrekten Positionierung der Luftfahrzeuge auf dem Vorfeld sind hierbei von größter Bedeutung. Die Suspendierung der Piloten ist eine übliche erste Maßnahme bei derartigen Vorfällen, um eine ungestörte Untersuchung zu ermöglichen und gegebenenfalls weitere Schritte einzuleiten. Das Ergebnis der laufenden Ermittlungen wird zeigen, welche Faktoren zu dieser Kollision geführt haben und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit am Flughafen Hanoi und im Betrieb von Vietnam Airlines weiter zu gewährleisten.

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Boeing überzeugt neuen B777X-Termin einzuhalten

Die Pariser Luftschau des Jahres 2025 war überschattet von einem tragischen Unfall der Air India, der die Feierlichkeiten dämpfte und Boeing dazu veranlasste, seine Präsenz und seine Pläne deutlich zu reduzieren. Trotz dieser gedrückten Stimmung hielt der Flugzeughersteller eine entscheidende Präsentation über das Innere und die Spezifikationen des Boeing 777X ab, geleitet von Justin Hale, dem Kundenverantwortlichen für 777X und Frachter. Das Flugzeug, dessen Indienststellung in den letzten zehn Jahren wiederholt verschoben wurde, sieht sich weiterhin mit Skepsis seitens einiger Fluggesellschaften bezüglich des aktuellen Zeitplans konfrontiert. Eine kurze Unterredung mit Herrn Hale am Rande der Präsentation beleuchtete den Status des 777X-Programms und seine Perspektiven für die Zukunft. Die Positionierung der Boeing 777X im Markt Justin Hale betonte in seiner Präsentation die einzigartige Positionierung der Boeing 777X in einer sich wandelnden Langstreckenflugzeug-Landschaft. Sie sei dazu prädestiniert, die Lücke zu füllen, welche durch das sukzessive Verschwinden der Boeing 747 und des Airbus A380 entsteht. Insbesondere die Variante -9 des 777X biete mit bis zu 426 Sitzplätzen die höchste Kapazität unter allen derzeitigen Flugzeugen der neuen Generation. Im Vergleich dazu konnten frühere Flugzeuge wie der A380 bis zu 586 Passagiere aufnehmen. Die 777X zielt darauf ab, den Bedarf an Flugzeugen mit hoher Kapazität und langer Reichweite zu decken. Ihr engster Konkurrent in Bezug auf die Kapazität ist der Airbus A350-1000, der bis zu 376 Personen befördern kann. Diese Marktnische ist von entscheidender Bedeutung, da Fluggesellschaften nach effizienteren und kapazitätsstärkeren Alternativen suchen, um ihre wachsenden Passagierzahlen auf Langstrecken zu bewältigen. Die Entwicklung von Flugzeugen,

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Pilatus Flugzeugwerke kündigen Personalwechsel in Führung und Verwaltungsrat an

Bei den Pilatus Flugzeugwerken stehen wichtige Personalveränderungen in der Führungsebene und im Verwaltungsrat an. Im kommenden Frühjahr wird Bruno Cervia, der langjährige Entwicklungschef des Unternehmens, der Generalversammlung zur Wahl als neues Mitglied des Verwaltungsrates vorgeschlagen. Seine bisherige operative Funktion als Vizepräsident Engineering übernimmt Igor Medici zum 1. Januar 2026. Diese beiden Ernennungen sollen die strategische und operative Stärke der Organisation festigen und ihre Zukunftsorientierung unterstreichen. Bruno Cervia leitet seit 2009 den Bereich Forschung und Entwicklung als Mitglied der Geschäftsleitung und stellvertretender CEO. Cervia trat bereits 1986 als studierter Aerodynamiker in die Firma ein und hat im Laufe seiner Karriere verschiedene Positionen innerhalb des Unternehmens bekleidet. Als oberster Entwicklungschef war er maßgeblich an der Entwicklung erfolgreicher Flugzeugtypen beteiligt, darunter der PC-24, der PC-7 MKX und die neueste Version des PC-12 – der PC-12 PRO. Er führt aktuell ein internationales Team von rund 500 Ingenieuren, die sich den Entwicklungsprojekten von Pilatus widmen. Ab Frühjahr 2026 soll er seine umfangreiche Expertise auf strategischer Ebene in den Verwaltungsrat einbringen. Die Nachfolge von Bruno Cervia als Vizepräsident Engineering tritt Igor Medici an, ebenfalls ein erfahrener Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung. Der aus dem Tessin stammende Medici ist seit 2009 im Unternehmen tätig und verfügt über einen Master of Science in Aeronautical Engineering. Er leitet derzeit ein Team von rund 100 Mitarbeitern, das sich auf neue Flugzeugentwicklungsprojekte konzentriert. Hansueli Loosli, Verwaltungsratspräsident von Pilatus, betonte, daß Cervias umfassende Erfahrung im Ingenieurwesen eine optimale Ergänzung für das Gremium sei und Medici eine hervorragend geeignete Nachfolge für die

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